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Veröffentlicht am 14.12.2025

Buch im Buch

Tod zur Teestunde
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Es gibt wohl schon mehrere Bücher mit der Lektorin Susan Ryeland, die ich allerdings nicht gelesen habe. Das stört allerdings nicht besonders, denn man bekommt nach und nach die Handlung der vorigen Bücher ...

Es gibt wohl schon mehrere Bücher mit der Lektorin Susan Ryeland, die ich allerdings nicht gelesen habe. Das stört allerdings nicht besonders, denn man bekommt nach und nach die Handlung der vorigen Bücher in der Rückschau vermittelt.
Ryeland soll das Buch des jungen Autors Eliot Crace bearbeiten, der eine Fortsetzung der Krimis um den Privatdetektiv Atticus Pünd schreibt. Nach und nach stellt sich heraus, dass er damit in veränderter Form die Geschichte seiner eigenen Familie beschreibt und auf den unentdeckten Mord an seiner Großmutter hinweisen will. Doch dann wird der junge Mann von einem Auto überfahren und der Verdacht fällt auf Ryeland.
Das Buch, das Eliot schreibt, wird als "Buch im Buch" abgedruckt und zuerst kennt man die Parallelen zur Geschichte von Eliots Familie nicht. Nach und nach lichtet sich aber der Nebel und durch diesen Kunstgriff wird das Buch sehr spannend. Immer wieder neue und überraschende Entwicklungen tragen ebenso zur Hochspannung bei.
Horowitz ist ein guter Krimiautor, er bedient sich gern in der Krimigeschichte mit etwas altmodischen Ermittlern und das mag ich.
Das Buch habe ich sehr gern gelesen.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Anspruchsvoll

Wie fühlst du dich?
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Wer Axel Hacke nur als lustigen Kolumnisten im SZ-Magazin oder als Sammler kurioser Wörter und Speisekarten kennt, der unterschätzt den Mann sehr.
In diesem Buch beweist er wieder einmal, dass er sich ...

Wer Axel Hacke nur als lustigen Kolumnisten im SZ-Magazin oder als Sammler kurioser Wörter und Speisekarten kennt, der unterschätzt den Mann sehr.
In diesem Buch beweist er wieder einmal, dass er sich intensiv und tiefgründig mit einem Thema auseinandersetzen kann und die Lektüre weniger erheitert als erschreckt und die Leser in die Abgründe der Seele hinabsteigen lässt.
"Wie fühlst du dich?" Eine manchmal banale, oberflächliche Frage, die aber auch zum Nachdenken anregen kann. Gefühlslagen spielen sowohl für den Einzelnen eine große Rolle, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes. In unserer Zeit, in der die asozialen Medien schnell Gefühle hochkochen lassen, ist die Frage besonders bedeutungsvoll.
Hacke legt dar, dass die Angst ein unterschätztes Gefühl ist, von dem viele nicht zugeben können, dass es sie beherrscht. An Hand persönlicher Erlebnisse, aber auch wissenschaftlicher Forschungen lernt man viel über dieses ungute Gefühl, aber auch über Wut und wie die Populisten mit unseren Gefühlen zu spielen versuchen. Doch auch positive Gefühle wie Hoffnung oder Dankbarkeit werden thematisiert.
Das hochwertig gestaltete Buch eignet sich wunderbar als Geschenk, denn es bringt Erkenntnis und macht die Leser klüger. Was will man mehr?

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Eiskalt

Kälter
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Der Killer Babel ist kalt, aber Luzy Morgenroth ist kälter. Sie hat jahrelang als Personenschützerin und für den Geheimdienst gearbeitet, aber nach dem Tod ihres besten Freundes bei einem Einsatz in Israel ...

Der Killer Babel ist kalt, aber Luzy Morgenroth ist kälter. Sie hat jahrelang als Personenschützerin und für den Geheimdienst gearbeitet, aber nach dem Tod ihres besten Freundes bei einem Einsatz in Israel lässt sie sich als Dorfpolizistin auf die Insel Amrum versetzen. Dort ist sie glücklich bis plötzlich fünf russische Killer auftauchen und ihren Kollegen umbringen. Der Vorfall weckt viele Erinnerungen und Luzy macht sich auf die Suche nach den Drahtziehern. Hinter dem Mord kann nur Babel stecken, ein ehemaliger RAF-Terrorist, der für Geld alles tut. Luzy muss wieder fit werden und kälter als Babel.
Ich habe einige Bücher von Andreas Pfeifer gelesen und sie gefielen mir gut. Dieses Buch toppt allerdings alle anderen. Es tauchen einige Personen aus "Wie Sterben geht" am Rande auf, aber im Mittelpunkt steht hier immer Luzy und ihre Vergangenheit. Das Buch ist auf jeder Seite spannend und die Spannung hält bis zum Ende an. Es geht oft um die Geheimdienstaktivitäten auf allen Seiten des Eisernen Vorhangs und da sind nicht nur die Russen die Bösen. Oft gibt es spektakuläre Wendungen und manchmal bleibt man atemlos zurück.
Ein harter, aber immer hervorragender Thriller!

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Solider Krimi

Lügennebel
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Auch in diesem Band über die Ermittlerin Hanna Ahlander nimmt uns Viveca Sten wieder mit nach Are im Norden von Schweden. Eine Clique junger Studenten will dort eine Woche lang Ski fahren und quartiert ...

Auch in diesem Band über die Ermittlerin Hanna Ahlander nimmt uns Viveca Sten wieder mit nach Are im Norden von Schweden. Eine Clique junger Studenten will dort eine Woche lang Ski fahren und quartiert sich im Ferienhaus eines der Jungen ein. Doch nach einer durchzechten Nacht liegt eines der beiden Mädchen der Gruppe tot im Schnee. Nach und nach werden die Differenzen innerhalb der Gruppe sichtbar und auf Hanna und ihren Kollegen Daniel wartet eine schwierige Aufgabe, zumal beide mit privaten Problemen zu kämpfen haben.
Krimis mit 500 Seiten müssen schon exzellent geschrieben sein, wenn sie nicht langweilig sein sollen. Aber Sten gelingt es mühelos mit immer wieder neuen Wendungen die Spannung hoch zu halten. Die Personen sind vielschichtig und die Handlung nachvollziehbar. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Krimis von Viveca Sten immer lesenswert sind!
Ein Muss für alle Fans skandinavischer Krimis!

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ein Herzensbuch

Mr. Saitos reisendes Kino
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Gerade habe ich die letzten Seiten gelesen und bin noch ganz gefangen in der Geschichte, für die fünf Sterne eigentlich zu wenig sind.
Lita wächst mit ihrer Mutter Fabiola in Argentinien auf, muss mit ...

Gerade habe ich die letzten Seiten gelesen und bin noch ganz gefangen in der Geschichte, für die fünf Sterne eigentlich zu wenig sind.
Lita wächst mit ihrer Mutter Fabiola in Argentinien auf, muss mit ihrer Mutter wegen der politischen Verhältnisse fliehen und landet durch einen Zufall auf der kleinen Insel Upper Puffin Island vor der Küste Neufundlands. Ein Heer von skurrilen Inselbewohnern bevölkert das Buch, traurige und fröhliche Ereignisse bestimmen den Jahresablauf, aber der Höhepunkt des Jahres ist der Besuch des reisenden Kinobesitzers Mr. Saito, der das Leben von Lita und ihrer Freundin Oona für immer beeinflusst.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert und ich war traurig, dass nicht noch weitere 500 Seiten folgten. Annette Bjergfeldt ist es wunderbar gelungen die kleine Welt von Upper Puffin lebendig werden zu lassen und hat damit ein Buch geschrieben, das man nicht so schnell vergisst. Der naive Blick Litas auf das Leben eröffnet neue Perspektiven und nimmt die Leser mit in eine zwar harte, aber auch glückliche Welt.
Das Buch schreit geradezu nach einer Verfilmung und ich finde es unbedingt lesenswert. Eines der seltenen Bücher, die zwar anspruchsvoll sind, aber glücklich machen!

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