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Veröffentlicht am 29.01.2018

Du stirbst nciht

Du stirbst nicht
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Du stirbst nicht, von Kathrin Schmidt

Cover:
Nichtsagend.

Inhalt:
Helene wacht im Krankenhaus auf, ohne Kontrolle über ihren Körper.
Stück für Stück kämpft sie sich ins Leben zurück und füllt ihre Erinnerungslücken.
Und ...

Du stirbst nicht, von Kathrin Schmidt

Cover:
Nichtsagend.

Inhalt:
Helene wacht im Krankenhaus auf, ohne Kontrolle über ihren Körper.
Stück für Stück kämpft sie sich ins Leben zurück und füllt ihre Erinnerungslücken.
Und sie erkennt, dass ihre Ehe nicht immer geradlinig verlaufen ist, vor allem in letzter Zeit.

Meine Meinung:
Der Einstieg war sehr intensiv und erschütternd.
Aber irgendetwas fehlt mir, um so richtig emotional mitzugehen zu können, für mich wird es bald zäh und langatmig.
Der Schreibstil ist mir zu aufgeplustert, zu blumig (ich kann mir vorstellen dass viele hier sagen würden poetisch). Mir sind es zu viele Umschreibungen und komplizierte Saztverschachtelungen um etwas auszudrücken. Für mich sind das zu viel gewollte Wortspiele und Wortklaubereien, die mir oft zu „Oberlehrerhaft“ rüberkommen.
Die Gedanken huschen umher wie ein Autoskooter, aber es wird nicht erzählt wie sich Helene fühlt – bei mir kommt jedenfalls nichts an- nur ab und zu ein : sie ist verärgert, Wut steigt auf, das ist mir zu wenig für ihre Situation.
In der „Erinnerung“ werden mir zu viele Nebenschauplätze aufgemacht.
Den Gedanken (und auch den Personen und Handlungen in den Gedanken) kann ich nicht immer folgen und kann ihre Stellung nicht einschätzen.
Hier noch einige Zitate weshalb ich es übertrieben finde oder Sätze wo ich mich frage: was soll ich damit anfangen.
--An das Auspusten von Eiern muss sie dabei denken: das Wissende platscht womöglich wie Dotter, mit Eiweiß gemischt, einfach hinab! Da zieht sie es aber lieber schnell wieder zurück, das Wissende, und tut so, als könne ihr Blick kein Wässerchen trüben.
--Ihrer betörenden Unschärfe, die eine nicht weniger betörende Klarheit im Schlepptau hatte.
--Raphaels Augen, sonst Asyle unendlicher Müdigkeit, zeigen heute einen versunkenen Glanz, den man nicht sofort wahrnimmt, der sich aber offenbart, wenn sein Blick umschwenkt.

Mein Fazit:
Das Buch hat sehr interessant begonnen, aber dann hat es sich für mich sehr gezogen und ich war froh als ich es beenden konnte.
Für die interessante Idee und den guten Beginn gerade noch 3 Stern.

Veröffentlicht am 24.01.2018

Meine Cousine Rachel

Meine Cousine Rachel
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Meine Cousine Rachel, von Daphne du Maurier

Cover.
Geheimnisvoll und für meinen Geschmack viel zu modern für die Geschichte.

Inhalt:
Englischer Landadel und eine sich als „höhere“ Gesellschaft sehende ...

Meine Cousine Rachel, von Daphne du Maurier

Cover.
Geheimnisvoll und für meinen Geschmack viel zu modern für die Geschichte.

Inhalt:
Englischer Landadel und eine sich als „höhere“ Gesellschaft sehende Familie.
Der alternde Junggeselle Ambros hat sich in Italien überraschend verheiratet und stirbt kurz darauf.
Durch verwirrende Briefe glaubt sein „Pflegesohn“ Philip dass seine Frau Rachel etwas mit dessen Tod zu tun hat und sinnt auf Rache.
Doch als sie plötzlich in Cornwall auftaucht, geraten alle unter ihren Bann, auch Philip.

Meine Meinung:
Ich konnte mich nicht mit dem Buch anfreunden.
Die Protagonisten, sowie alle Dialoge und die ganzen Handlungen, Konversionen und Denkweiseen, waren mir viel zu hölzern, steif und nicht nach vollziehbar. Irgendwie war es für mich wie ein Blick in eine andere Zeit, aber so unglaubwürdig, dass ich mich nicht hinein fühlen konnte.
Eigentlich lese ich gerne historische Romane, aber hier konnte ich nicht eintauchen.

Das Ende war dann vorhersehbar und auf die eigentliche Frage des Buches, hat man dann meiner Meinung nach keine Antwort bekommen.

Autorin:
Daphne du Maurier, geb. 13.05.1907, entstammt einer Künstlerfamilie und wuchs in London und Paris auf. Sie starb 1989 in Cornwall.

Mein Fazit:
Ich wurde mit dem Buch nicht warm.
Die Protagonisten waren mir zu steif und die Geschichte für mich zu unnahbar und wenig nachvollziehbar.
Deshalb auch nur ganz knapp 3 Sterne.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Das blaue Medaillon

Das blaue Medaillon
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Das blaue Medaillon, von Martha Sophie Marcus

Cover:
Passend zum historischen Roman.

Inhalt:
17. Jahrhundert.
Alessa wächst bei ihrem Groß0vater in Venedig auf. Hinter einer bürgerlichen Fassade, wird ...

Das blaue Medaillon, von Martha Sophie Marcus

Cover:
Passend zum historischen Roman.

Inhalt:
17. Jahrhundert.
Alessa wächst bei ihrem Groß0vater in Venedig auf. Hinter einer bürgerlichen Fassade, wird sie von ihm zur Meisterdiebin ausgebildet.
Als ihre Tante stirbt und ihr ein geheimnisvolles Medaillon vermacht und einen Tag später ihr Großvater ermordet wird, entgeht Alessa selber nur knapp einem Anschlag. Im letzten Moment kann sie aus Venedig fliehen.
Ihr Ziel ist das weit entfernte Celle wo ihr einziger ihr noch verbliebener Verwandter leben soll.
Doch der Mörder bleibt ihr dicht auf den Fersen.

Meine Meinung:
Die Schreibweise ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Der Einstig ist gelungen und die junge Protagonistin ist mir gleich sympathisch.
Doch mit der Zeit zieht sich die Geschichte immer mehr in die Länge.
Vieles ist vorhersehbar und einige Handlungsstränge verlaufen sich für mich im Nichts und werden einfach nicht mehr aufgenommen.
Das Ende kommt dann wiederum sehr plötzlich und ist auch für mich sehr offen, bzw. es kommt mir so vor als ob noch ein paar Seiten erzählt werden sollten.

Autorin:
Die Autorin wurde 1972 geboren, studierte in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie.
Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg.

Mein Fazit:
Ein solider historischer Roman. Viele Teile sehr vorhersehbar, ein schnelles Ende das (zu) vieles offen lässt.
Von mir 3 Sterne.


Veröffentlicht am 08.01.2018

My New Big Greek Family

My New Big Greek Family
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My New Big Greek Family, von Jesko Wilke

Cover:
Die Farben sind passend gewählt.

Inhalt:
Max, schon über 30, etwas schüchtern und weltfremd, lebt noch bei seiner Mutter.
Er beschließt dies zu ändern ...

My New Big Greek Family, von Jesko Wilke

Cover:
Die Farben sind passend gewählt.

Inhalt:
Max, schon über 30, etwas schüchtern und weltfremd, lebt noch bei seiner Mutter.
Er beschließt dies zu ändern und das Schicksal schickt ihm den Halbgriechen und Macho Yannes über den Weg.
Damit beginnt eine Reihe von Änderungen.
Max zieht bei seiner Mutter aus und bei Yannes ein, die „Vollblutkatze“ Sarah wird seine Freundin und als Yanes´ griechische Verwandtschaft auftaucht und Max für ihren verloren geglaubten Sohn und Halbbruder hält, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt sehr witzig und humorvoll.
Doch dann wird sie in meinen Augen immer trivialer und der witzige und satirische Humor wird immer gewöhnlicher und „Gags“ sind altbekannt.
So kann ich nicht mehr über den „Tölpel“ lachen, der aus der Asche aus der Urne einer Verstorbenen Kaffee kocht (nicht nur dass der Witz uralt ist, ich denke hierzu müsste man Blind und die Geschmacksnerven amputiert sein).
Die Liebesgeschichte die dann eingebaut ist, finde ich auch unnatürlich überzogen und sie dient mir eher als Platzfüller.
Auch das Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End passt mir nicht zu dem Beginn des Buches.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die speziellen Schriftzeichen die für die griechische Sprache standen – klasse gemacht.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt.
Würde ich dem ersten Teil noch 5 Sterne geben (ironisch, kratziger Humor, „irre“ Hausbewohner), so bekommt der zweite Teil mit der beginnenden Liebesgeschichte gerade mal noch 3 Sterne, das weichgespülte Happy End dann nur noch 1 Stern.
So komme ich auf meine 3 Sterne für das ganze Buch.

Autor:
Jesko Wilke, 1959 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Kunsttherapie und Kunstpädagogik und war danach einige Jahre in verschiedenen sozialen Einrichtungen tätig. Seit 2001 ist er Sachbuchautor und freier Journalist und schreibt für verschiedene Magazine.
Jesko Wilkes zweites Standbein sind humorvolle Romane.

Mein Fazit:
Eine Geschichte die sehr witzig und humorvoll beginnt, für mich aber zu sehr abflacht und in eine schnöde Liebesgeschichte mit altbekannten und zu gewollten Gags wechselt.

Veröffentlicht am 10.11.2017

Der Träumer

Der Träumer
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Der Träumer, von Pam Munoz Ryan (mit Zeichnungen von Peter Sis)

Cover:
Ein bisschen geheimnisvoll.

Inhalt:
Die Geschichte eines kleinen Jungen, Neftali.
Er lebt im Süden von Chile, ist ein Außenseiter ...

Der Träumer, von Pam Munoz Ryan (mit Zeichnungen von Peter Sis)

Cover:
Ein bisschen geheimnisvoll.

Inhalt:
Die Geschichte eines kleinen Jungen, Neftali.
Er lebt im Süden von Chile, ist ein Außenseiter und auch seinem Vater kann er nie etwas recht machen und muss deshalb viel böse Worte und Schikane einstecken.
Derweil ist er nur mit den Gedanken immer schon weiter, einen Schritt voraus und zu allem und jedem macht er sich Gedanken.
Aber Neftali gibt nicht auf und aus dem schüchternen Jungen wird ein berühmter Dichter.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, es ist interessant, aber ich glaube ich hätte es mir nicht gekauft.
Es ist sehr poetisch aufgebaut und es gibt reichlich Zeichnungen und schöne Illustrationen im Buch.
Die Geschichte um den kleinen Jungen ist sehr anrührend aufgebaut, aber wie gesagt, die poetische Schreibweise ist nicht so mein Ding.

Der „Tenor“ des Ganzen ist (meiner Meinung nach), man sollte zu seiner Meinung stehen und auch alles andere (und andersartige) auf der Welt achten.

Das Schriftbild (Druck) ist sehr groß, deshalb kann man das Buch auch locker in einem oder zwei Tagen lesen.

Autorin:
Pam Munoz Ryan hat mehr als 30 Bücher für junge Leser geschrieben und sich nicht nur durch ihre Bücher um den interkulturellen Dialog verdient gemacht. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von San Diego.

Mein Fazit:
Für Liebhaber von poetischen Geschichten mit zahlreichen Zeichnungen bestimmt ein tolles Buch.
Meinen Geschmack hat es nicht so getroffen.
Für die Geschichte selber 3 Sterne.