Solider Reihenstart
Holt Hockey - Play to KeepConor Hart ist zwar der beste Eishockeyspieler der Holt University Mannschaft und trotzdem muss er sich beweisen. Sein Ziel: die Profikarriere. Doch bei den Drafts war er wegen einer Gehirnerschütterung ...
Conor Hart ist zwar der beste Eishockeyspieler der Holt University Mannschaft und trotzdem muss er sich beweisen. Sein Ziel: die Profikarriere. Doch bei den Drafts war er wegen einer Gehirnerschütterung nicht dabei und strengt sich nun umso mehr an, um diesen Weg anders einzuschlagen. Seine Priorität ist klar. Dennoch lässt er es sich außerhalb vom Eis gutgehen. Er hat viele Verehrerinnen und daher mangelt es ihm nicht an Auswahl für einige Nächte. Wobei mir die Verehrung doch oft etwas zu übertrieben war. Nur eine Person ist anders: Harlow Hayes. Conor und sie ignorieren sich komplett. Woran diese Distanz liegt, weiß man am Anfang nicht. Aber man kann es sich ziemlich schnell zusammenreimen. Harlow liebt das Meer und alles, was damit zu tun hat. Sie will Meeresbiologin werden.
Dann wird ein Charity-Marathon angekündigt, bei dem Harlow dabei sein muss. Nur braucht sie dafür einen Trainer. Es kommt natürlich eins zum anderen und Conor soll sie trainieren. Dieser lehnt zunächst ab, aber stimmt dann doch zu, nachdem er nach den Gründen gefragt hat. Ich fand es echt schade, dass das Thema doch so kurz kam. Generell war auch der Studentenalltag überhaupt kein Thema. Eigentlich ging es nur um Eishockey-Spiele und die Annäherung von Conor und Harlow. Beim Studentenalltag kann ich noch drüber hinwegsehen. Aber das Marathon-Thema, was sie erst zusammengeführt hat? Da fehlte viel.
Bei den ersten Gesprächen lernen sich Conor und Harlow direkt viel besser kennen. Auch wenn ich fand, dass Harlow am Anfang auch etwas zu viel gesabbert hat. Als würde sie ihn zum ersten Mal sehen. Aber immerhin ist sie schlagfertig. Ihre Dialoge mochte ich tatsächlich sehr. Es war auf Augenhöhe und wirklich empathisch. Der Rest vom Team ist sichtlich schockiert über die plötzliche Wendung ihrer Verhaltensweisen. Hunter und Aiden sind zwei tolle Nebencharaktere. Harlows Freundinnen wirkten dagegen eher wie Mittel zum Zweck, um Doppeldates oder ähnliches zu arrangieren. Die Charaktere hatten dazu alle einen identischen Sprachstil. Da hätte ich mir mehr Individualität gewünscht.
Wie bereits erwähnt, gerät das Training schnell in den Hintergrund. Dafür haben sie ganz andere Hindernisse zu überwinden. Diese Probleme waren nicht ohne und ich fand es wirklich spannend umgesetzt. Besonders weil nach und nach immer mehr Informationen dazu ans Licht kamen. Die Beziehung der beiden entwickelt sich schnell und ist auch sehr körperlich. Die intimen Szenen waren mir etwas überzogen. Dafür fand ich ihre Beziehung umso schöner. Beide haben sich für die Interessen des anderen begeistern lassen. Richtig süß. Da konnte ich ihre Gefühle wirklich nachempfinden.
Fazit:
Ein solider Reihenstart. Ich bin aber etwas zwiegespalten. Im Grunde genommen wurde ich gut unterhalten. Ich habe die Beziehung zwischen Harlow und Conor gerne verfolgt und fand sie wirklich schön. Auch die ganzen Probleme und Streitereien waren für mich total nachvollziehbar. Mich hat eher das Drumherum gestört. Für mich sehr wichtige Handlungsfäden, wie beispielsweise der Marathon sind am Anfang wichtig und werden am Ende nur noch mit einem Satz erwähnt. Dazwischen quasi gar nicht mehr. Auch sind die Nebencharaktere, zumindest Harlows Freundinnen, total blass und 0815. Den Charakteren fehlt mir generell noch mehr die Individualität. Sie bestanden jeweils nur aus einer Charaktereigenschaft, was ich etwas schade fand.
3.5/5 Sterne