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Veröffentlicht am 23.01.2026

Der Traum vom Haus

Tödliches Angebot
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„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann ...

„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann in einer Wohnung fest, die zu klein ist für den heißersehnten Nachwuchs. Der Immobilienmarkt ist hart umkämpft. Als Margo dann ihr Traumhaus findet, will sie es sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.
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Ich sage es, wie es ist: Die Alte hat gehörig einen an der Klatsche. Margo ist ganz sicher keine Protagonistin, die man ins Herz schließt. TÖDLICHES ANGEBOT beginnt harmlos, alltäglich und durchaus noch nachvollziehbar. Das Geschehen wird ruhig erzählt und nimmt scheinbar nur langsam Fahrt auf. Ehe man es sich aber versieht, steckt man mittendrin. Margo steigert sich auf sehr ungesunde Art und Weise in etwas hinein. Ihr Verhalten setzt eine Handlungsspirale in Gang, bei der ihr gesunder Menschenverstand abhandenkommt.
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TÖDLICHES ANGEBOT ist ein fein gesponnener Psychothriller, der durchaus zu unterhalten weiß. Zwischendurch hätte ich Margo einfach gerne etwas mehr verstanden. Schade fand ich auch, dass die anderen Charaktere hier nur Statisten sind, was die Story dann doch etwas eindimensional macht.
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Fazit: Ich habe TÖDLICHES ANGEBOT insgesamt gerne gelesen. Der Ansatz ist richtig gut. Was Marisa Kashino daraus macht, hat seine Berechtigung. Ich finde, dass die Autorin mit einer etwas anderen Ausrichtung aber noch viel mehr aus der Story hätte herausholen können. In der vorliegenden Form ist der Psychothriller für mich weder richtig gut, noch richtig schlecht. Vielmehr bleibt er irgendwo im luftleeren Raum stecken und verpasst die Chance richtig Eindruck zu hinterlassen.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Kriminalistisches Familiendrama

Wem du traust
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Im vergangenen Jahr habe ich mit DER STEG mein erstes Buch von Petra Johann gelesen. Das ruhige Krimi-Drama hatte mir so gut gefallen, dass der Nachfolger WEM DU TRAUST quasi blind auf meiner Leseliste ...

Im vergangenen Jahr habe ich mit DER STEG mein erstes Buch von Petra Johann gelesen. Das ruhige Krimi-Drama hatte mir so gut gefallen, dass der Nachfolger WEM DU TRAUST quasi blind auf meiner Leseliste gelandet ist.
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Darum geht’s: Die 15-jährige Sofia verschwindet, nachdem sie einen Abend als Babysitter im Haus von Eva verbracht hat. Evas Mann Daniel bringt Sofia nachts zwar nach Hause – dort kommt sie aber trotzdem nie an. Prompt gerät Daniel unter Verdacht…
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WEM DU TRAUST knüpft von der Anmutung her an das vorangegangene Buch an. Der Schreibstil ist flüssig und ich habe gut in die Geschichte reingefunden. Es geht um zwei Familien, deren glückliche Fassade immer mehr Risse bekommt und schließlich ganz in sich zusammenfällt. Jeder hat Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen und die Leser:innen immer wieder auf gewisse Fährten locken. Die Story wird größtenteils aus der Sicht von Eva erzählt, die immer mehr an ihrem Mann zweifelt. Wir begeben uns außerdem mit den Ermittlern auf Spurensuche und sind bei ausführlichen Befragungen dabei. Kurze Zwischenkapitel, deren Perspektive und Geschehnisse sich nicht so ohne weiteres einordnen lassen sorgen zusätzlich immer wieder für Spannungsmomente.
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Der Krimi ist ein Familiendrama mit psychologischer Tiefe. Ruhig. Subtil. Über weite Strecken recht unaufgeregt. Um den Mittelteil herum hatte ich den Eindruck, dass sich die Handlung etwas im Kreis dreht. Aber Durchhalten lohnt sich, denn der Knoten platzt nochmal. Als die Handlung Fahrt aufnimmt, hat sich bei mir ein Lese-Sog eingestellt, den ich mir einfach konstant über das ganze Buch hinweg gewünscht hätte. Im Vergleich hat mich WEM DU TRAUST nicht ganz so gepackt wie DER STEG, weshalb ich letztendlich 3 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Hunter is back

Knochenkälte
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Mit KNOCHENKÄLTE hat Simon Beckett endlich den 7. Band seiner Thriller-Reihe um Dr. David Hunter vorgelegt. Seit Erscheinen des letzten Teils sind mittlerweile sechs Jahre vergangen. Entsprechend realistisch ...

Mit KNOCHENKÄLTE hat Simon Beckett endlich den 7. Band seiner Thriller-Reihe um Dr. David Hunter vorgelegt. Seit Erscheinen des letzten Teils sind mittlerweile sechs Jahre vergangen. Entsprechend realistisch war für mich die Frage, ob ich überhaupt wieder in die Serie hineinfinde und noch etwas damit anfangen kann.
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Darum geht’s: Der forensische Anthropologe Dr. Hunter ist unterwegs zu einem neuen Fall, als er in einem Wintersturm vom Weg abkommt und in Edendale strandet. Am nächsten Tag ist der kleine Ort in den Cumbrian Mountains gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Bei seiner Suche nach einem Ausweg, stößt Hunter dann auf eine Leiche…
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Beckett hat mir den Wiedereinstieg in seine Reihe wirklich leicht gemacht. Das Anfangsszenario von KNOCHENKÄLTE ist dermaßen genial. Setting und Atmosphäre haben bei mir zu 100% gezündet und mich fast schon magisch in die Story hineingezogen. Das Hotel, in dem Hunter unterkommt, hat bei mir Psycho-Vibes à la Hitchcock ausgelöst. Ich kam mir ein bisschen vor, wie in Bates Motel. Die Bewohner in Edendale und ihre Dynamik untereinander haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass ich gespannt war wie ein Flitzebogen. Im ersten Drittel war der Thriller bei mir damit ganz klar auf 5 Sterne-Kurs. Was dann passiert ist, kann ich gar nicht genau sagen. Beckett lässt sich nämlich eigentlich nicht lumpen was Plottwists sowie actiongeladene und dramatische Szenen angeht. Und trotzdem ist mir das Highlight-Gefühl irgendwo beim ständigen Herumirren im Schnee verloren gegangen. Das mag mit daran liegen, dass ich erst vor kurzem ein Buch mit ähnlichem Setting gelesen habe, das mich wirklich komplett begeistert hat. Da war es vielleicht fast schon unmöglich, mich hier wieder durchweg zu catchen. Stattdessen hat sich immer mehr ein gewisser „Jetzt komm doch endlich mal zu Potte“-Gedanke eingestellt.
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Fazit: KNOCHENKÄLTE lässt sich gut lesen. Nach dem granatenstarken Anfang hat mir aber irgendwas gefehlt, um mich so richtig an die Seiten zu fesseln. Insofern ist Hunter Nummer 7 für mich solide aber kein Highlight.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Abschluss der Bergpraxis-Reihe

Liebesglück in der Bergpraxis
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Mit LIEBESGLÜCK IN DER BERGPRAXIS geht diese Trilogie von Jana Lukas zu ende. Für mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Reihe hat mir ein schönes Setting, sympathische Charaktere und ...

Mit LIEBESGLÜCK IN DER BERGPRAXIS geht diese Trilogie von Jana Lukas zu ende. Für mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Reihe hat mir ein schönes Setting, sympathische Charaktere und im gewohnt tollen Schreibstil der Autorin auch herzige Geschichten präsentiert. So gesehen war es ein tolles Leseerlebnis. Ich habe aber gemerkt, dass ich gerade ein absolutes Problem mit dieser Schwemme an Trilogien habe, bei denen alles Schöne gezwungenermaßen auf drei Bände ausgedehnt wird. Im dritten Band habe ich es irgendwie als ermüdend empfunden, wieder an denselben Schauplatz zurückzukehren und noch ein weiteres Pärchen aus der Freundesclique zu begleiten. Es hat sich so gewollt angefühlt. Wie ein Muss eben, noch einen dritten Band abzuliefern. Und ich frage mich WARUM???

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Mila und Jonas habe ich als Protagonisten sehr gemocht. Sie sind einfach süß zusammen. Und recht früh ist zwischen den beiden eigentlich alles klar. Entsprechend habe ich mich dann über viele Seiten gefragt, was die Story noch bringen soll. Die Befürchtung lag nahe, dass da künstlich erzeugtes Drama ins Spiel kommt. Das war dann auch so und hat sich für mich in diesem Fall leider so gar nicht stimmig angefühlt. Ich habe das Problem nicht gefühlt und konnte die Krise entsprechend so gar nicht nachvollziehen. Was hier passiert ist typisch für das Genre, das ist mir schon klar. Aber es hat mich diesmal einfach genervt.

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LIEBESGLÜCK IN DER BERGPRAXIS hat wieder viel Schönes zu bieten und zeigt einmal mehr, dass Jana Lukas wunderbar schreiben kann. So weit, so gut. Die Geschichte ist nett. Das Pärchen das wir haben auch. Künstliches Drama braucht es da eigentlich nicht. Das hat mir in diesem Fall dann leider doch ein bisschen die Lesefreude genommen. Wer sich daran nicht stört, wird auch am dritten Teil wieder viel Spaß haben.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Absolut krank

Der Nachbar
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Wollte ich DER NACHBAR lesen? NEIN! War ich trotzdem doch wieder neugierig auf den neuen Fitzek? JA! Und quasi in einer Kurzschlussentscheidung habe ich mich dann für die Hörbuchfassung entschieden.
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Eine ...

Wollte ich DER NACHBAR lesen? NEIN! War ich trotzdem doch wieder neugierig auf den neuen Fitzek? JA! Und quasi in einer Kurzschlussentscheidung habe ich mich dann für die Hörbuchfassung entschieden.
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Eine Inhaltsangabe spare ich mir. Handlung ist bei Fitzek irgendwie Schall und Rauch. Und ganz ehrlich: Bei DER NACHBAR habe ich mich unzählige Male gefragt, was ich hier überhaupt höre. Echt jetzt? Wie war das? Bitte nochmal langsam zum Mitschreiben… Ich hatte hier so viele WTF-Momente, das geht auf keine Kuhhaut. Ist das jetzt positiv oder negativ? Geschmackssache. Ich persönlich bin kein Fan der Höher-Schneller-Weiter-Mentalität. Das gilt auch für Thriller. Die müssen für mich nicht zwingend brutal, schockierend und krank sein, um mir zu gefallen. Dabei ist mir klar, dass ich genau das bekomme, wenn ich zu Fitzek greife. DER NACHBAR ist echt kranker als krank. Was stimmt nicht mit mir, dass ich mir so etwas gebe? Keine Ahnung!
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Speziell zum Hörbuch kann ich sagen, dass Simon Jäger eine beeindruckende Leistung abliefert. Ich habe ihm absolut gerne zugehört und die acht Stunden Hörzeit so gut wie in einem Rutsch hinter mich gebracht. Jäger setzt seine Stimme perfekt ein. Er interpretiert die Story, baut Stimmung und Spannung auf und peitscht die Geschichte temporeich voran – auch wenn man sie in Normalgeschwindigkeit hört. Auf Pause zu drücken ist nahezu keine Option. Und trotzdem bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist. DER NACHBAR ist typisch Fitzek. Komplett abgedreht. Absolut Gaga. Fitzek setzt immer noch eins drauf. Das finde ich beim Lesen schon anstrengend.Beim Hören hat sich das für mich nochmal um ein Vielfaches potenziert.
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Höreindruck: Absolut positiv. Geschichte: Nicht besonders nachhaltig. Was bei mir hängenbleibt ist, dass Fitzek sich ganz zum Schluss kurzerhand nochmal eben selbst in die Geschichte eingebaut und damit gehuldigt hat. Na, wenn das alles ist. Das Fitzek-Marketing vermittelt immer, dass man etwas verpasst, wenn man zum ET nicht sofort auf den Zug aufspringt. DER NACHBAR zu hören, war für mich dann auch, wie die Landschaft vorm ICE-Fenster vorbeifliegen zu sehen. Fertig!

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