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Veröffentlicht am 13.11.2025

Hunter is back

Knochenkälte
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Mit KNOCHENKÄLTE hat Simon Beckett endlich den 7. Band seiner Thriller-Reihe um Dr. David Hunter vorgelegt. Seit Erscheinen des letzten Teils sind mittlerweile sechs Jahre vergangen. Entsprechend realistisch ...

Mit KNOCHENKÄLTE hat Simon Beckett endlich den 7. Band seiner Thriller-Reihe um Dr. David Hunter vorgelegt. Seit Erscheinen des letzten Teils sind mittlerweile sechs Jahre vergangen. Entsprechend realistisch war für mich die Frage, ob ich überhaupt wieder in die Serie hineinfinde und noch etwas damit anfangen kann.
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Darum geht’s: Der forensische Anthropologe Dr. Hunter ist unterwegs zu einem neuen Fall, als er in einem Wintersturm vom Weg abkommt und in Edendale strandet. Am nächsten Tag ist der kleine Ort in den Cumbrian Mountains gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Bei seiner Suche nach einem Ausweg, stößt Hunter dann auf eine Leiche…
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Beckett hat mir den Wiedereinstieg in seine Reihe wirklich leicht gemacht. Das Anfangsszenario von KNOCHENKÄLTE ist dermaßen genial. Setting und Atmosphäre haben bei mir zu 100% gezündet und mich fast schon magisch in die Story hineingezogen. Das Hotel, in dem Hunter unterkommt, hat bei mir Psycho-Vibes à la Hitchcock ausgelöst. Ich kam mir ein bisschen vor, wie in Bates Motel. Die Bewohner in Edendale und ihre Dynamik untereinander haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass ich gespannt war wie ein Flitzebogen. Im ersten Drittel war der Thriller bei mir damit ganz klar auf 5 Sterne-Kurs. Was dann passiert ist, kann ich gar nicht genau sagen. Beckett lässt sich nämlich eigentlich nicht lumpen was Plottwists sowie actiongeladene und dramatische Szenen angeht. Und trotzdem ist mir das Highlight-Gefühl irgendwo beim ständigen Herumirren im Schnee verloren gegangen. Das mag mit daran liegen, dass ich erst vor kurzem ein Buch mit ähnlichem Setting gelesen habe, das mich wirklich komplett begeistert hat. Da war es vielleicht fast schon unmöglich, mich hier wieder durchweg zu catchen. Stattdessen hat sich immer mehr ein gewisser „Jetzt komm doch endlich mal zu Potte“-Gedanke eingestellt.
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Fazit: KNOCHENKÄLTE lässt sich gut lesen. Nach dem granatenstarken Anfang hat mir aber irgendwas gefehlt, um mich so richtig an die Seiten zu fesseln. Insofern ist Hunter Nummer 7 für mich solide aber kein Highlight.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Abschluss der Bergpraxis-Reihe

Liebesglück in der Bergpraxis
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Mit LIEBESGLÜCK IN DER BERGPRAXIS geht diese Trilogie von Jana Lukas zu ende. Für mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Reihe hat mir ein schönes Setting, sympathische Charaktere und ...

Mit LIEBESGLÜCK IN DER BERGPRAXIS geht diese Trilogie von Jana Lukas zu ende. Für mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Reihe hat mir ein schönes Setting, sympathische Charaktere und im gewohnt tollen Schreibstil der Autorin auch herzige Geschichten präsentiert. So gesehen war es ein tolles Leseerlebnis. Ich habe aber gemerkt, dass ich gerade ein absolutes Problem mit dieser Schwemme an Trilogien habe, bei denen alles Schöne gezwungenermaßen auf drei Bände ausgedehnt wird. Im dritten Band habe ich es irgendwie als ermüdend empfunden, wieder an denselben Schauplatz zurückzukehren und noch ein weiteres Pärchen aus der Freundesclique zu begleiten. Es hat sich so gewollt angefühlt. Wie ein Muss eben, noch einen dritten Band abzuliefern. Und ich frage mich WARUM???

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Mila und Jonas habe ich als Protagonisten sehr gemocht. Sie sind einfach süß zusammen. Und recht früh ist zwischen den beiden eigentlich alles klar. Entsprechend habe ich mich dann über viele Seiten gefragt, was die Story noch bringen soll. Die Befürchtung lag nahe, dass da künstlich erzeugtes Drama ins Spiel kommt. Das war dann auch so und hat sich für mich in diesem Fall leider so gar nicht stimmig angefühlt. Ich habe das Problem nicht gefühlt und konnte die Krise entsprechend so gar nicht nachvollziehen. Was hier passiert ist typisch für das Genre, das ist mir schon klar. Aber es hat mich diesmal einfach genervt.

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LIEBESGLÜCK IN DER BERGPRAXIS hat wieder viel Schönes zu bieten und zeigt einmal mehr, dass Jana Lukas wunderbar schreiben kann. So weit, so gut. Die Geschichte ist nett. Das Pärchen das wir haben auch. Künstliches Drama braucht es da eigentlich nicht. Das hat mir in diesem Fall dann leider doch ein bisschen die Lesefreude genommen. Wer sich daran nicht stört, wird auch am dritten Teil wieder viel Spaß haben.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Absolut krank

Der Nachbar
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Wollte ich DER NACHBAR lesen? NEIN! War ich trotzdem doch wieder neugierig auf den neuen Fitzek? JA! Und quasi in einer Kurzschlussentscheidung habe ich mich dann für die Hörbuchfassung entschieden.
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Eine ...

Wollte ich DER NACHBAR lesen? NEIN! War ich trotzdem doch wieder neugierig auf den neuen Fitzek? JA! Und quasi in einer Kurzschlussentscheidung habe ich mich dann für die Hörbuchfassung entschieden.
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Eine Inhaltsangabe spare ich mir. Handlung ist bei Fitzek irgendwie Schall und Rauch. Und ganz ehrlich: Bei DER NACHBAR habe ich mich unzählige Male gefragt, was ich hier überhaupt höre. Echt jetzt? Wie war das? Bitte nochmal langsam zum Mitschreiben… Ich hatte hier so viele WTF-Momente, das geht auf keine Kuhhaut. Ist das jetzt positiv oder negativ? Geschmackssache. Ich persönlich bin kein Fan der Höher-Schneller-Weiter-Mentalität. Das gilt auch für Thriller. Die müssen für mich nicht zwingend brutal, schockierend und krank sein, um mir zu gefallen. Dabei ist mir klar, dass ich genau das bekomme, wenn ich zu Fitzek greife. DER NACHBAR ist echt kranker als krank. Was stimmt nicht mit mir, dass ich mir so etwas gebe? Keine Ahnung!
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Speziell zum Hörbuch kann ich sagen, dass Simon Jäger eine beeindruckende Leistung abliefert. Ich habe ihm absolut gerne zugehört und die acht Stunden Hörzeit so gut wie in einem Rutsch hinter mich gebracht. Jäger setzt seine Stimme perfekt ein. Er interpretiert die Story, baut Stimmung und Spannung auf und peitscht die Geschichte temporeich voran – auch wenn man sie in Normalgeschwindigkeit hört. Auf Pause zu drücken ist nahezu keine Option. Und trotzdem bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist. DER NACHBAR ist typisch Fitzek. Komplett abgedreht. Absolut Gaga. Fitzek setzt immer noch eins drauf. Das finde ich beim Lesen schon anstrengend.Beim Hören hat sich das für mich nochmal um ein Vielfaches potenziert.
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Höreindruck: Absolut positiv. Geschichte: Nicht besonders nachhaltig. Was bei mir hängenbleibt ist, dass Fitzek sich ganz zum Schluss kurzerhand nochmal eben selbst in die Geschichte eingebaut und damit gehuldigt hat. Na, wenn das alles ist. Das Fitzek-Marketing vermittelt immer, dass man etwas verpasst, wenn man zum ET nicht sofort auf den Zug aufspringt. DER NACHBAR zu hören, war für mich dann auch, wie die Landschaft vorm ICE-Fenster vorbeifliegen zu sehen. Fertig!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Jugendthriller für Zwischendurch

Brightstone College – Hinter der Fassade lauert das Böse
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Elisabeth Herrmann ist keine Unbekannte. Die Autorin ist durch ihre Krimireihe um den Anwalt Joachim Vernau (vom ZDF mit Jan Josef Liefers verfilmt) bekannt. Dass Herrmann auch Jugendbücher schreibt, war ...

Elisabeth Herrmann ist keine Unbekannte. Die Autorin ist durch ihre Krimireihe um den Anwalt Joachim Vernau (vom ZDF mit Jan Josef Liefers verfilmt) bekannt. Dass Herrmann auch Jugendbücher schreibt, war mir dagegen bisher entgangen. Als ich BRIGHTSTONE COLLEGE entdeckt habe, war es eine Impulsentscheidung zu diesem Jugendthriller zu greifen. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
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Das Buch lässt sich gut lesen und ist durchaus unterhaltsam. Ich habe hier aber nicht die spannende und düstere College-Story bekommen, die ich erwartet hatte. Das liegt daran, dass hier wirklich nahezu alles reingepackt wurde, was Mädchenherzen höherschlagen lässt. Wir haben Internatssetting, Dark Academia-Vibes, Pferde, Sport und Romance. Von allem etwas, aber nichts so richtig. Es kommt mir so vor, als hätte die Autorin hinter so viele erfolgsversprechende Elemente wie möglich einen Haken setzen wollen/sollen/müssen. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen. Mir persönlich hat der Fokus gefehlt.
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Das größte Problem hatte ich mit der Polo- und Pferdethematik. Die nimmt hier wirklich sehr viel Raum ein. Darauf war ich aufgrund des Klappentextes nicht eingestellt. Und weil mich diese Szenen nicht interessiert haben, bin über einen größeren Teil der Handlung mehr oder weniger hinweggehuscht und nie richtig in die Geschichte eingetaucht. Zum Romance-Anteil muss ich sagen, dass ich recht früh dachte, dass Buch könnte in einen feuchten Mädchentraum abdriften. Das ist zum Glück nicht passiert. Etwas mehr hätte es dann aber doch sein dürfen, damit ich die Lovestory wenigstens fühle. Aber auch das war hier nicht der Fall. Die Charaktere bleiben recht blass. Die Story ist immerhin punktuell spannend, teilweise aber auch recht langgezogen.
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Für Zwischendurch ist BRIGHTSTONE COLLEGE ganz unterhaltsam. Mehr aber auch nicht.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Lässt sich wieder gut lesen

Eleven Liars
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Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass ich TWELVE SECRETS von Robert Gold gelesen habe. Und weil mir dieser Thriller sehr gut gefallen hatte, ist das jetzt erschienene ELEVEN LIARS sofort auf meine Leseliste ...

Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass ich TWELVE SECRETS von Robert Gold gelesen habe. Und weil mir dieser Thriller sehr gut gefallen hatte, ist das jetzt erschienene ELEVEN LIARS sofort auf meine Leseliste gewandert.
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Darum geht’s: In einer dunklen Winternacht steht das Gemeindehaus in Flammen. Der Journalist Ben Harper eilt zu Hilfe und befreit eine in den Flammen eingeschlossene Person, die sofort flüchtet. Dann wird in den Trümmern eine Leiche gefunden. Es handelt sich um die Mutter von DI Dani Cash…
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Okay, da sind sie wieder … Ben Harper und Dani Cash. Äh, wer? Mit Abstand zum Reihenauftakt hat da jetzt zugegebenermaßen nicht mehr so richtig was bei mir geklingelt. Die Protagonisten hatten sich mir nicht ins Gedächtnis eingebrannt. Es war eher so, als würde ich einen Einzelband lesen statt einer Fortsetzung. Ich habe mich an den Anfang einfach nicht mehr erinnert Das ist bei einer Reihe nun mal doof, gerade in Bezug auf die Verbindung zu den Protagonisten und ihre Weiterentwicklung. Dieser unmittelbare Anschluss und der nötige Bezug haben mir hier leider gefehlt. Immerhin hat Robert Gold es aber geschafft, mir wichtige Punkte dann wieder ins Gedächtnis zu rufen. Das hat es dann besser gemacht. Den Schreibstil von Gold, seine Beschreibungen und die dadurch heraufbeschworene Atmosphäre mochte ich in ELEVEN LIARS jedenfalls wieder gerne. Der Fall ist spannend, hält gute Twists parat und hat mit 360 Seiten eine sehr angenehme Länge. Als ich mich wieder an die privaten und zwischenmenschlichen Aspekte zwischen Dani und Ben erinnert habe, haben mir diese auch hier wieder sehr gut gefallen. Die Weiterentwicklung ist definitiv gut gelungen.
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Fazit: Eigentlich ist hier alles gut. Schreibstil, Atmosphäre, Charaktere, Handlungsverlauf und Twists. Wenn ich die Infos rund um die Personen diesmal besser abspeichern kann, werde ich einen hoffentlich dritten Band sicher wieder vollumfänglich genießen zu können.

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