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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Der Weg einer Königin

Queen Macbeth
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Das Buch erzählt eine Geschichte über die berühmte Lady Macbeth, erste Königin von Schottland. Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Der eine Teil der Geschichte erzählt vom Kennenlernen ...

Das Buch erzählt eine Geschichte über die berühmte Lady Macbeth, erste Königin von Schottland. Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Der eine Teil der Geschichte erzählt vom Kennenlernen von Gruoch (Lady Macbeth) und ihrem zukünftigen Ehemann, der andere von ihrer Flucht nach dem Tod ihres Mannes aus dem Kloster, in welchem sie sich mit ihren Frauen versteckt hält. Die Geschichte ist an sich sehr spannend erzählt. Besonders die Erzählungen in der „Vergangenheit“ haben mich gut unterhalten. Da ich mich im Vorfeld nur wenig mit der Geschichte von Lady Macbeth beschäftigt habe, hätte mir eine ausführlichere Schilderung der Ereignisse noch besser gefallen. Das Buch ist mit seinen nicht mal 200 Seiten wirklich sehr kurz. Auch hat die Autorin sicher versucht sich so gut wie möglich an die historischen Fakten zu halten, trotzdem hätte mir eine genauere Stellungnahme zwischen Fakten und Fiktion zum Beispiel in einem Nachwort gut gefallen. So werde ich mich wohl anderweitig nochmal über „Queen Macbeth“ informieren.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Jude und James

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Anlässlich der Hochzeit ihrer kleinen Schwester Olive kehrt Jude nach mehreren Jahren zurück in ihre kleine Heimatstadt Lower Whilby, ein Ort ohne W-Lan und voller Vorurteile ihr gegenüber. Eigentlich ...

Anlässlich der Hochzeit ihrer kleinen Schwester Olive kehrt Jude nach mehreren Jahren zurück in ihre kleine Heimatstadt Lower Whilby, ein Ort ohne W-Lan und voller Vorurteile ihr gegenüber. Eigentlich hat Jude geplant, diesen Ort so schnell wie möglich wieder hinter sich zu lassen, doch ihre Schwester braucht überraschend ihre Hilfe und auch James, der mürrische Cafébesitzer weckt Judes Aufmerksamkeit. Denn James ist der Sohn legendärer britischer Musiker und Jude möchte unbedingt ein Interview mit ihnen für ihren bekannten Musikpodcast. Doch James denkt gar nicht dran, Jude seinen Eltern vorzustellen. Als James jedoch Hilfe in seinem Café benötigt, kommen sich die Beiden ungewollt näher und Jude muss sich fragen, ob der Kontakt zu seinen Eltern alles ist, was sie von James will. Jude u

Ich bin ein großer Fan von Kyra Groh, ihrem Schreibstil und ihren Geschichte. Leider muss ich gestehen, dass mich diese Geschichte von ihr leider nicht so begeistern konnte. Das Buchcover und der Titel des Buches versprechen Herbstvibes und Gilmore Girl Flair. Auch wenn die Geschichte thematisch im Herbst angesiedelt ist, gibt es außer dem Pumpkin Spice Latte kaum Assoziationen mit dieser Jahreszeit. Die vielen Andeutungen auf Gilmore Girls (nebenbei eine meiner Lieblingsserien) waren zwar schön zu lesen, die Story selbst würde ich jedoch nicht mit der Serie in Verbindung bringen. Auch wenn James natürlich ein Café in einer Kleinstadt betreibt, hat er für mich nichts mit Luke aus der Serie gemeinsam. Und hier kommen wir leider auch schon zu dem Punkt, der mir an der Geschichte gar nicht gefallen hat: die Protagonisten. Jude ist in einem Wort einfach nur nervtötend. Auch wenn sie sich selbst ebenfalls so betrachtet und damit eine Menge Selbstreflexion beweist, hat mich ihre zudringliche Art besonders in der ersten Hälfte der Geschichte sehr gestört. Ich war froh, dass sich im Laufe der Geschichte eine Charakterentwicklung bei ihr zeigt, trotzdem konnte ich mit ihr nicht richtig warm werden. James hat mir als Charakter besser gefallen, dennoch verhält er sich Jude gegenüber wie ein notgeiler Teenager. Ihm ist von Anfang an klar, dass sie über ihn an seine Eltern rankommen will. Trotzdem springt er immer wieder auf ihre Flirtversuche und ihre Körperproportionen an. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die beiden Charaktere am Ende ihrer Zwanziger sind. Die Nebencharaktere, die in den Folgebänden ihre eigenen Geschichten bekommen, haben mir dabei deutlich besser gefallen. Auch die Hintergründe von Jude und James, die zu ihrer fehlenden Beziehungstauglichkeit geführt haben, waren thematisch gut aufgearbeitet und hätten für mich sogar noch präsenter in die Geschichte eingeflochten werden können.

Insgesamt mochte ich trotz meiner Kritikpunkte an den Protagonisten Kyra Grohs Schreibstil und die Story sehr gerne. Die Geschichte bleibt für mich jedoch bisher das Schwächste ihrer Bücher, was mich jedoch nicht davon abhalten wird die anderen Bände dieser Reihe zu lesen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Eher eine Fantasygeschichte für Erwachsene als ein Jugendbuch

Die Spur der Vertrauten
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Claire lebt in einer Welt, in der jeder Mensch einen Instinkt hat, nachdem er handeln muss und der sein Leben bestimmt. Claire ist kurz davor ihren Abschluss an der Schule der Vertrauten zu machen, als ...

Claire lebt in einer Welt, in der jeder Mensch einen Instinkt hat, nachdem er handeln muss und der sein Leben bestimmt. Claire ist kurz davor ihren Abschluss an der Schule der Vertrauten zu machen, als mehrere Schüler spurlos verschwinden. Außenseiter ohne Freunde, nach denen Niemand sucht. Goliath ist ein Schützer und ihm fehlt nur noch ein gerettetes Leben, um zum Tugendhaften aufzusteigen. Doch um dieses Leben zu retten, bleibt ihm nicht mehr viel Zeit. Claire und Goliath tun sich zusammen, um dem Verschwinden der Schüler auf den Grund zu gehen und kommen dabei etwas auf die Spur, dass ihr Leben für immer verändert.

Christelle Dabos ist mir bereits von ihrer Spiegelreisenden-Reihe bekannt gewesen, welche ich sehr mochte. Auch hier schafft es die Autorin eine interessante und komplexe Fantasywelt zu erschaffen, die ihren eigenen Regeln und Vorgaben folgt. Das „Wir“, welchem alle Menschen durch ihren Instinkt untergeordnet sind, übt auf Alles und Jeden Kontrolle aus. Die Gesellschaft ist beinahe sektenartig angelegt. Die Rettung eines Lebens wird belohnt. Je mehr gerettete Leben, desto höher der gesellschaftliche Status und die Privilegien, die man sich verdient. Auch die Namensgebung der verschiedenen Ränge (Engel, Erzengel, Cherub etc.) hat einen eher religiösen Charakter. Diese Welt ist so komplex aufgebaut, dass ich sie bis zum Ende nicht vollständig durchblicken konnte.

Die Geschichte ist in zwei große Abschnitte unterteilt. Der erste Teil beschäftig sich vor allem mit dem Verschwinden der Schüler. Im zweiten Abschnitt nimmt die Geschichte eine so große Wendung, dass ich hier fast von einem anderem Buch sprechen würde.

Grundsätzlich mochte ich Claire und Goliath als Charaktere sehr gerne. Sie sind sehr gegensätzlich gestaltet und harmonieren doch seltsamerweise gut miteinander. Leider sind sowohl die Charaktere als auch die Handlung relativ emotionslos beschrieben. Dies passt durchaus zu der Gesellschaft, in der die Beiden leben, ich konnte dadurch jedoch keine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Auch die Beziehung der Beiden zueinander bleibt fade und unnahbar.

Der erste Teil des Buches hatte einige spannende Wendungen zu bieten. Der zweite Teil der Geschichte hat sich für mich jedoch ziemlich gezogen. Das Ende war zwar spannend, aber mir persönlich zu brutal. Außerdem muss ich gestehen, dass ich das Ende nicht hundertprozentig verstanden habe und mir zu viele Fragen offenbleiben. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, weiß ich, dass es zumindest nicht nur mir so ergangen ist.

Das Buch wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen und in die Kategorie Jugendbuch eingeordnet. Ich denke, dass diese Klassifikation nicht passend ist. Bezogen auf die Komplexität der Geschichte würde ich es auf jeden Fall erst ab 16 Jahren einstufen, bedenkt man die Brutalität in der Handlung wäre ich für eine Klassifikation für Erwachsene im Bereich Fantasy/Dystopie.

Insgesamt konnte mich die Geschichte mit ihrem komplexen und einzigartigen Worldbuilding überzeugen, die emotionslose Erzählung und das unbefriedigende Ende sind für mich jedoch klare Minuspunkte der Geschichte.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Auge um Auge

Das Beste sind die Augen
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Nachdem Jiwons Vater die Familie verlassen hat, ist nichts mehr wie früher. Zusammen mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter versucht sie über die Runden zu kommen und ihr Studium zu beenden. Doch ...

Nachdem Jiwons Vater die Familie verlassen hat, ist nichts mehr wie früher. Zusammen mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter versucht sie über die Runden zu kommen und ihr Studium zu beenden. Doch ihre Welt wird erneut auf den Kopf gestellt, als ihr Mutter ihren neuen Freund mit nach Hause bringt. George ist nicht nur weiß, sondern auch faul und selbstgefällig und hat einen Fetisch für asiatische Frauen. Jiwon fühlt sich von Anfang an von ihm und seiner Art abgestoßen, wären da bloß nicht seine Augen für dessen Farbe sie eine immer größere Obsession entwickelt.

Die Geschichte wird aus Jiwons Perspektive erzählt, sodass der Leser vor allem einen Einblick in Jiwons Gedanken und Gefühle erhält. So kann man als Leser sehr gut mitverfolgen, wie Jiwons Verhalten sich verändert und ihre Obsession für blaue Augen immer weiter eskaliert bis sie sogar Menschen dafür ermordet. Am Anfang hatte ich den Eindruck Jiwon sei eine zurückhaltende und schüchterne Frau. Doch dieses Bild von ihr wurde durch einige Erzählungen aus ihrer Vergangenheit schnell revidiert und zeigt, dass ihr Neid und ihre Rachsucht bereits lange ein großer Teil ihrer Persönlichkeit waren. Auch wenn die Geschichte dem Genre Horror zuzuordnen ist, habe ich mich nie wirklich gegruselt. Es gibt jedoch einige Abschnitte in der Erzählung, vor denen ich mich geekelt habe. Dazu greift das Buch auch einige wichtige Themen, wie zum Beispiel ethnische Vorurteile, Sexismus und Fetischismus auf. Diese gehen mir in der Story jedoch zu sehr unter.

Das Ende nimmt für mich eine absolut unnötige Wendung, die ich ganz und gar nicht mochte. Hierzu kann ich jedoch nicht mehr sagen, ohne zu spoilern.

Insgesamt konnte mich die Geschichte durchaus unterhalten und greift einige wichtige gesellschaftliche Themen auf, die durch die Horrorelemente jedoch zu sehr in den Hintergrund geraten.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Mord auf Ralston Island

Death at Morning House
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Nachdem Marlowe aus Versehen das Haus ihrer Nachbarn niedergebrannt hat, flieht sie zu einem Sommerjob nach Ralston Island. Hier steht das berühmte Morning House, welches einst die Familie Ralston beherbergt ...

Nachdem Marlowe aus Versehen das Haus ihrer Nachbarn niedergebrannt hat, flieht sie zu einem Sommerjob nach Ralston Island. Hier steht das berühmte Morning House, welches einst die Familie Ralston beherbergt hat. Doch 1932 sterben 2 Kinder der Familie unter tragischen Umständen, sodass die Familie die Insel für immer verlässt. Diesen Sommer ist sie erstmals für Besucher geöffnet. Doch auch in der Gegenwart hält der Tod Einzug in Morning House und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen.

Die Geschichte des Morning House wird abwechselnd in Vergangenheit und Gegenwart erzählt. In der Vergangenheit wechseln die Erzählperspektiven zwischen den drei Töchtern der Familie Ralston, die die Ereignisse im Jahr 1932 schildern. In der Gegenwart erzählt Marlowe von ihrem Aufenthalt auf Morning House. Tatsächlich haben mir die Abschnitte in der Vergangenheit etwas besser gefallen. Mit Marlowe konnte ich aus irgendeinem Grund nicht richtig warm werden und auch der kriminalistische Anteil in der Gegenwart konnte mich nicht überzeugen. Auch die anderen Helfer auf der Insel neben Marlowe bleiben mir zu blass. Die Geschichte weist trotz der wechselnden Perspektiven einige Längen auf, wodurch sich für mich nicht ausreichend Spannung aufbauen konnte. Das Setting auf der Insel konnte mich jedoch voll überzeugen.

Insgesamt war die Geschichte durchaus atmosphärisch, es fehlte jedoch an Charaktertiefe und Spannung.

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