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Veröffentlicht am 02.02.2026

Tech-Thriller mit cooler Protagonistin

Das Signal
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Ein neues Buch von Ursula Poznanski - es war von Anfang an klar, dass ich meine Hände nicht vom Tech-Thriller lassen kann.

📖 Vio hat durch den schrecklichen Einsturz ihres Weinkellers ein Bein verloren ...

Ein neues Buch von Ursula Poznanski - es war von Anfang an klar, dass ich meine Hände nicht vom Tech-Thriller lassen kann.

📖 Vio hat durch den schrecklichen Einsturz ihres Weinkellers ein Bein verloren und muss sich nun zurück ins Leben kämpfen. Ihr Mann ist überfürsorglich und hat ihr sogar eine Pflegerin verschafft, die sich um sie kümmert - oder sie ins Haus einsperrt - ganz wie man es sehen will. Außerdem gibt es Ungereimtheiten im Tagesablauf ihres Mannes und dem, was er ihr tatsächlich erzählt. Also bestellt Vio Tracker, die sie ihrem Mann heimlich unterjubelt. Zudem sind ihre Erinnerungen an den Unfall verschwommen - doch sie decken sich nicht mit den Erzählungen … wer spielt hier ein falsches Spiel?

🏡 Ursula Poznanski liefert wieder einen spannenden Thriller ab, den ich eigentlich überhaupt nicht aus der Hand legen mochte. Von dem Augenblick an, in dem Vio im Krankenhaus erwachte. Sie hat eine Art, subtile Spannung zu erzeugen und den Lesenden an die Seiten zu fesseln, die ich sehr liebe. Ich bin praktisch durch die Seiten geflogen. Ein bisschen hat mich das Buch an eine moderne Version von Stephen Kings „Carrie“ erinnert - was Poznanski im Buch auch scherzhaft erwähnt.

Viola ist ein spannender Charakter, und grauer als es zunächst den Anschein macht. Auch sie hat eine Vergangenheit, die erst im Laufe des Buches enthüllt wird. Durch den Verlust ihres Beines muss sie viele Einschränkungen hinnehmen. Sie zeigt sowohl Durchhaltevermögen als auch Verletzlichkeit und Trauer. In ihrer Situation ist alles angebracht, plus eine gehörige Portion Misstrauen ihrem Mann gegenüber. Sie ist eine Figur, der ich sehr gerne gefolgt bin und einige Male bitter Lachen musste.

Ihr Mann hingegen - Adam - war mir von Anfang an suspekt. Natürlich muss er einem suspekt sein, damit das Misstrauen, das Vio Adam entgegen bringt von dem Moment an, in dem sie die Augen geöffnet hat, gerechtfertigt ist. Zurecht. Natürlich. Trotzdem hätte ich mir für Adam mehr Unterfütterung gewünscht. So habe ich die sozialen Gründe, aus denen sich Vio in Adam verliebt hat, nie so ganz verstanden. Das ist auch mein Manko an dem Roman.

Otilia als Wächterin und nebenamtliche Eierbraterin fand ich ziemlich gut gelungen. Bei ihr wusste man nie so wirklich genau, woran man gerade ist - und dieses Prickeln hat Sie für mich zu einem wirklich spannenden Charakter erwachsen lassen. Auch die Nebencharaktere, allen voran Benno, waren richtig toll.

Eine tolle Atmosphäre mit einer tollen Protagonistin - der Antagonist hätte für meinen Geschmack einen graueren Anstrich vertragen können. 4 Sterne für „Das Signal“.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Twilight mit Academiavibes auf Koreanisch

Dark Moon: The Blood Altar 1
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darkmoon ist vieles - man darf den Webtoon nur nicht zu ernst nehmen, ich habe es nicht getan und mich köstlich amüsiert.

Eine Bande mit attraktiven Jungs? - Check
Ein Elite-Internat - Check
Ein Mädchen ...

darkmoon ist vieles - man darf den Webtoon nur nicht zu ernst nehmen, ich habe es nicht getan und mich köstlich amüsiert.

Eine Bande mit attraktiven Jungs? - Check
Ein Elite-Internat - Check
Ein Mädchen mit Geheimnissen? - Check
Vampirische Aktivitäten - Doppelcheck xD

Sooha hat Kräfte, die denen eines Vampirs gleichen - und eine Vorgeschichte. Umso glücklicher ist sie, als sie nicht nur auf der Decelis-Nacht-Akademie angenommen wird, sondern gleich Anschluss an eine Gruppe von attraktiven Jungs findet, die natürlich auch alle ihr Geheimnis hüten. Später spielt eine andere Schule noch eine große Rolle …

Als ich das erste Kapitel - Soohas Vorgeschichte - gelesen habe, wusste ich noch nicht wirklich wohin die Reise geht. Und die Vorgeschichte hat Sooha auch die nötige Tiefe verliehen, die später gebraucht wird, um sie eben nicht wie den scheuen erötetenden Teenie erscheinen zu lassen. Ich kannte ihre Motive aus denen sie sich im Internat eingeschrieben hat - und das hat sich sehr positiv auf ihre Persönlichkeit in meinen Augen ausgewirkt. Bei den Jungs stach vor allem Heli heraus, dem Sooha als erstes begegnet und der ihr gleich die Freundschaft anbietet. Sehr schnell lernt sie auch die anderen kennen. Natürlich scheinen sie allesamt ein bisschen stereotyp. Der coole Typ, der kleine Extrovertierte, der kühle, der gegen sie ist, die Sportskanonen.

Und wisst ihr was? Ich hatte trotzdem meinen Spaß und habe lauthals gelacht. Der Grund? Ich habe in dem WebToon starke

twilightvibes gesehen - Werwölfe, Vampire, die Jungstruppe, ihre ‚Gegner’ (ich will nicht zu viel verraten!) und ihr Sport. Für mich, die ich die ersten Twilightbände als Teenie gelesen und geliebt habe, waren diese Vergleiche natürlich besonders amüsant! Natürlich habe ich den ersten Band nicht ohne ein großes Augenzwinkern gelesen.

Am Ende wurde es dann noch richtig spannend - und es hat mich neugierig auf den zweiten Band zurückgelassen..

Der Zeichenstil ist solide und passt zur Thematik - meinen persönlichen Geschmack trifft er jedoch nicht ganz.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Kingfisher liefert ab

Dornenhecke
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„In Gesellschaft kinderfressender Sumpfmonster fühlte sich Krötling ausgesprochen geliebt.“

Stellt euch vor ihr schält eine altbekannte Geschichte ab, zieht ihr zuerst die prächtigen Kleider aus, schält ...

„In Gesellschaft kinderfressender Sumpfmonster fühlte sich Krötling ausgesprochen geliebt.“

Stellt euch vor ihr schält eine altbekannte Geschichte ab, zieht ihr zuerst die prächtigen Kleider aus, schält sie dann aus der Haut und aus dem Fleisch und habt nur noch die Knochen vor euch, und das, was die Geschichte im Innersten zusammenhält. So macht es Kingfisher mit altbekannten Märchen und verwandelt sie mit Hexenfingern in etwas düsteres und schönes. Manchmal erkenne ich das Mädchen wie bei „Dornenhecke“ - manchmal nicht. Und obwohl ich kein großer Fan von Märchen bin, genieße ich Kingfishers Novellen und Romane immer sehr.

„Dornenhecke“ handelt nicht von der hinter den Dornen schlafenden Prinzessin, nein, sie handelt von ihrer Wächterin: Krötling, die kurz nach ihrer Geburt entführt und durch ein Wechselbalg ausgetauscht wurde. Sie wächst geliebt in den Gewässern des Feenreiches auf und lernt Magie. Als sie in die Welt der Menschen zurückgeschickt wird, erhält sie den Auftrag ein Neugeborenes zu segnen … was kräftig schief geht. So endet Krötling vor der Dornenhecke als Wächterin, bis ein Prinz des Weges kommt.

Krötling habe ich wirklich lieb gewonnen auf den noch nicht einmal 130 Seiten der Novelle. Sie ist Herzensgut und nimmt ihre Aufgaben ernst, auch noch nach langer Zeit. Halim, der Ritter, der nicht sonderlich gut in seinem Job ist, aber umso gutmütiger, ist ihr Gegenpart. Den Weg, den die beiden gemeinsam beschritten haben, fand ich wirklich schön.

Wenn man der Novelle unter die Seiten schaut, begegnen einem Themen wie Einsamkeit, Pflichtbewusstsein und Liebe in allen erdenklichen Arten. Auch das

foundfamily Thema, das Krötling im Feenreich erlebt, war wunderbar ausgearbeitet. Am liebsten hätte ich mich mit ihr in die Gewässer gestürzt. Das Märchen erhält Von Kingfisher einen düsteren Anstrich, mit schwarzen Tränen und einem Monster im Prinzesinnengewand. Das Morbide war in ihren anderen Roman aber stärker ausgeprägt. Hat es mir etwas ausgemacht? Nein - das findet in ihren anderen Romanen genügend Platz.

Für das, was das herrlich gestaltete Buch sein soll - eine düstere Novelle, getragen vom Sprachgefühl der Autorin - fand ich es wirklich sehr unterhaltsam. Die Gestaltung von

thornhedge ist im deutschen sowohl vom Cover als auch vom Innendesign durchdacht und bis ins Detail fortgesetzt. Im gesamten Buch begegnen uns düstere Dornen, mutige Kröten und blitzende Krönchen. Ins deutsche übertragen wurde es von Elena Helfrecht.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Süße Romanze mit Comedyelementen

Go For It, Nakamura-kun!! 1
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Die zwei Ausrufezeichen am Ende des Titels haben mich allein schon schmunzeln lassen. Wer die erste holprige Liebe und Comedy-Elemente liebt, der ist mit diesem Manga an der richtigen Adresse.

Der Oberschüler ...

Die zwei Ausrufezeichen am Ende des Titels haben mich allein schon schmunzeln lassen. Wer die erste holprige Liebe und Comedy-Elemente liebt, der ist mit diesem Manga an der richtigen Adresse.

Der Oberschüler Nakamura - seines Zeichens Oktopus-Liebhaber - schwärmt schon lange für seinen Mitschüler Hirose. Das Problem? Er hat noch nicht ein Wort mit ihm gewechselt. Aber das soll sich ändern. Bald. Er weiß nur noch nicht wie! Und … alle Versuche laufen kräftig schief!
Los, Nakamura-kun!

Ich habe mich wirklich amüsiert über diesen Manga! Er war witzig und niedlich, überdreht und der tollpatschige Nakamura, der nichts weiter möchte, als zunächst die Freundschaft von Hirose zu erringen, ist in seinen Bemühungen einfach zu niedlich. Nakamura ist schüchtern und davon, dass er schwul ist, soll nach Möglichkeit auch keiner seiner Klassenkameraden wissen. Das stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen und herrliche Situationen. Gleichzeitig hat der Manga auch ein kleines bisschen Lebensweisheit - was ich sehr schätze.

Natürlich, der Manga-ka hat mit seinem Werk nicht das Rad neu erfunden. Doch das ist auch gar nicht der Anspruch. Er hat mich mit der Geschichte rund um die beiden einfach gut unterhalten und viel vielarmigen lustigen Kontext miteingebracht. Dafür vergebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Actionfeuerwerk

MOBILE SUIT GUNDAM THE ORIGIN 02
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„Wirst du am Leben bleiben im Angesicht des Krieges?“

Der interstellare Konflikt zwischen dem Herzogtum Zeon und der Föderation geht mit unverminderter Härte weiter. Das Trojanische Pferd, das Raumschiff ...

„Wirst du am Leben bleiben im Angesicht des Krieges?“

Der interstellare Konflikt zwischen dem Herzogtum Zeon und der Föderation geht mit unverminderter Härte weiter. Das Trojanische Pferd, das Raumschiff mit den Gundams an Bord nimmt Kurs auf die Erde. Doch Char Aznable ist der Föderation dicht auf den Fersen und scheut keine Mittel.

Auch der zweite Doppelband der Gundam Origin Reihe wartet mit einem trollen Schutzumschlag, dem großen Format und der Wertingen Qualität auf. Ein besonderer Augenschmaus sind die zahlreichen Farbseiten über den Manga verteilt. Der Inhalt knüpft nahtlos an den ersten Band an - mit einer delikaten Mischung aus Aktion, Charakterentwicklung, Verrat und Strategie.

Mich hat insbesondere der Wechsel zwischen actiongeladenen Schlachten einerseits und dem Fokus auf Amuro, dem Gundampiloten, andererseits gefesselt. Die Actionszenen waren so detailliert ausgestaltet, dass es praktisch wie ein Actionfilm anmutete, teilweise habe ich es genossen, teilweise musste ich auch zwischen all den Explosionen und herumfliegenden Stahlschrott ganz schön puzzeln, welche Seite jetzt in die Luft geflogen ist.

Amuro hat mich besonders begeistert. Er ist kriegsmüde, überspielt das mit Ignoranz gegenüber seinen Freunden und stumpft so immer mehr ab. Seinen Plot habe ich mit dem größten Interesse verfolgt - und die Szenen mit seiner Mutter empfand ich als die Stärksten im gesamten Band.

Wie schon im ersten Teil bekommen wir hier nicht nur Einblick in die Geschehnisse bei der Föderation, sondern werfen auch einen Blick auf die Gegner.

Trotzdem - der Manga konnte mich nicht genauso fesseln wie der erste Band. 4 Sterne für die actiongeladenen Schlachten und die wohl dosierten Charakterentwicklung.

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