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Veröffentlicht am 16.12.2025

Schön erzählt, aber ohne großes Gefühl – Miranda und Turner

Bevelstoke – Das geheime Tagebuch der Miss Miranda
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Miranda Cheever ist seit ihrer Jugend heimlich in Viscount Turner verliebt. Neun Jahre und viele Tagebucheinträge später sind ihre Gefühle noch immer stark, ihre Chancen jedoch gering. Denn Turner ist ...

Miranda Cheever ist seit ihrer Jugend heimlich in Viscount Turner verliebt. Neun Jahre und viele Tagebucheinträge später sind ihre Gefühle noch immer stark, ihre Chancen jedoch gering. Denn Turner ist nach einer unglücklichen Ehe verbittert und emotional verschlossen.
Als Miranda in ihre erste Londoner Ballsaison startet, hofft sie, ihrem Jugendtraum näherzukommen und von Turner endlich als Frau wahrgenommen zu werden.

Julia Quinns Schreibstil ist auch in diesem Band wieder sehr gelungen. Er ist flüssig, gefühlvoll und rund, sodass man förmlich über die Seiten fliegt. Die Dialoge und Szenen lesen sich leicht, und der typische Quinn-Charme ist klar erkennbar.

Doch inhaltlich konnte mich die Geschichte diesmal nicht vollständig überzeugen. Die Handlung wirkte auf mich insgesamt recht oberflächlich, vor allem in der Ausarbeitung der Figuren und ihrer Gefühle. Miranda blieb mir als Protagonistin trotz ihrer Präsenz überraschend fremd. Ihren Charakter empfand ich als sehr wiedersprüchlich. Einerseits ist sie selbstbewusst, zielstrebig und weiß, was sie will. Andererseits lässt sie sich immer wieder von äußeren Schönheitsidealen und unausgesprochenen Liebesbekundungen verunsichern. Diese widersprüchlichen Seiten stehen nebeneinander, ohne wirklich miteinander verbunden zu werden, was es mir erschwert hat, eine emotionale Nähe zu ihr aufzubauen.

Auch Turner ist ebenfalls keine leicht zugängliche Figur, was die Dynamik zwischen ihm und Miranda von Beginn an prägt. Lange nimmt er sie vor allem als die Freundin seiner jüngeren Schwester wahr und bezeichnet sie als "Kind". Diese innere Distanz beeinflusst sein Verhalten ihr gegenüber deutlich. Gleichzeitig trägt er die Verletzungen aus seiner gescheiterten Ehe mit, die ihn vorsichtig und emotional zurückhaltend machen.

Vor diesem Hintergrund empfand ich Turners Haltung gegenüber Schönheitsidealen als besonders positiv. Von Anfang an sieht er Miranda als schön und liebenswert an. Er schätzt ihre Persönlichkeit, ihre Fähigkeiten und ihr Wesen. Diese wertschätzende Sichtweise zieht sich leise, aber konsequent durch das gesamte Buch und vermittelt eine wichtige Botschaft darüber, was Anziehung und Zuneigung ausmachen können.

Leider wird dieser schöne Aspekt seiner Figur immer wieder von anderen Verhaltensweisen überlagert. Turner wirkt häufig arrogant, schwankt zwischen emotionaler Distanz und Eifersucht und verliert dadurch an Ausgewogenheit. Diese Gegensätze erschweren es, ihn als Figur wirklich konstant greifbar zu finden.

Was mir an Turner wiederum gut gefallen hat, ist die langsame Entwicklung seiner Gefühle. Seine Zuneigung entsteht nicht plötzlich, sondern wächst nach und nach und zeigt sich eher in Gesten, Gedanken und seinem Handeln als in großen Worten. Dass Liebe nicht zwingend ausgesprochen werden muss, sondern viele Ausdrucksformen haben kann, ist eine weitere gelungene Botschaft der Geschichte. Umso weniger stimmig empfand ich den Konflikt gegen Ende, als Miranda darauf besteht, diese Liebe ausschließlich in Worten bestätigt zu bekommen.

Ein echtes Highlight des Buches ist für mich die Freundschaft zwischen Miranda und Olivia. Ihre Verbindung ist geprägt von Loyalität, Ehrlichkeit und gegenseitiger Unterstützung und wirkt warm und authentisch. Olivia ist ein gütiger, klarer und erfrischender Charakter, der spürbar heraussticht und große Lust darauf macht, den zweiten Band der Bevelstoke-Reihe zu lesen.

Fazit:

Das geheime Tagebuch der Miss Miranda lässt sich dank Julia Quinns gewohnt angenehmem Schreibstil sehr flüssig lesen. Inhaltlich ist es jedoch für mich einer ihrer schwächsten Romane. Die Figuren wirken emotional nicht immer stimmig, auch wenn einzelne starke Botschaften und die Freundschaft zwischen Miranda und Olivia positiv hervorstechen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Kann ein Obstgarten Herzen heilen?

Wilder Honig
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Hannah, ihre Schwester Sadie und Megan stehen jeweils an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Der Verlust von Hannahs Mann John, ein lange verborgenes Geheimnis und elf hinterlassene Briefe bringen sie dazu, ...

Hannah, ihre Schwester Sadie und Megan stehen jeweils an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Der Verlust von Hannahs Mann John, ein lange verborgenes Geheimnis und elf hinterlassene Briefe bringen sie dazu, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Inmitten der walisischen Natur finden sie langsam Orientierung, Trost und neue Verbindungen.

„Wilder Honig“ ist ein stilles, nachklingendes Buch, das weniger durch große Ereignisse überzeugt, sondern durch die leisen Botschaften zwischen den Zeilen. Die Geschichte beginnt schwer und traurig, fast drückend – der Tod, der Verlust und die tiefe Einsamkeit, die Hannah nach Johns Tod empfindet, prägen die ersten Kapitel. Doch gerade diese behutsame, langsame Annäherung an die Trauerbewältigung hat mich berührt. Schritt für Schritt darf man miterleben, wie die Figuren ihre Lasten sortieren, alte Wunden betrachten und nach und nach Frieden finden. Am Ende liegt eine spürbare Leichtigkeit über der Geschichte, die wie ein sanfter Wind durch den Obstgarten weht.

Besonders Johns elf Briefe haben mich fasziniert. Immer wieder stellt sich die Frage, ob er darin tatsächlich nur über die Bienen spricht oder ob er ihr Verhalten als Spiegel seines eigenen Lebens nutzt. Die Metaphern über das Bienenvolk werden zu einer behutsamen Reflexion über seine Beziehung zu Hannah. In ihnen öffnet er sich auf eine Weise, die ihm zu Lebzeiten schwerfiel. Dieses Ungesagte, das nun ans Licht kommt, zählt zu den berührendsten Aspekten des Romans.

Die Handlung an sich ist eher ruhig, stellenweise vorhersehbar, aber ich glaube, genau das beabsichtigte die Autorin. Hier geht es nicht um Spannung oder große Twists, sondern um Melancholie, Enttäuschung, Einsamkeit – und um die subtile Heilung, die aus solchen Gefühlen entstehen kann.

Im Zentrum stehen Hannah, Sadie und Megan. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind und gut miteinander harmonieren, blieben sie mir emotional etwas fern. Oft werden ihre Gedanken und Gefühle nur angedeutet, sodass mir die Nähe zu ihnen fehlte. Vielleicht ist diese Distanz aber bewusst gewählt, denn auch innerhalb der Geschichte begegnen sie einander nicht immer offen oder vertraut.

Wunderschön ist der starke Naturbezug, der das gesamte Buch prägt. Der Obstgarten, die Bienen und die walisische Landschaft wirken lebendig und echt, fast so, als stünde man selbst zwischen den Bäumen. Die naturkundlichen Details und das ruhige Erzähltempo schaffen eine meditative Atmosphäre. Besonders gelungen fand ich den Aufbau entlang der Jahreszeiten, die sich im Leben der Bienen und im Wandel der Obstbäume widerspiegeln. Das verleiht dem Roman eine poetische, stimmige Symbolik.

Fazit:
"Wilder Honig" ist ein ruhiger Roman voller leiser Töne. Seine Stärke liegt nicht in der Handlung, sondern in Themen wie Trauer, Heilung, Natur und zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch wenn mir die emotionale Nähe zu den Figuren teilweise gefehlt hat, hat mich die besondere Atmosphäre sehr berührt. Eine Empfehlung für alle, die stille, tiefgründige Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Charmant, herbstlich und divers – aber mit zu wenig Tiefe hinter dem Pumpkin Spice Flair

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Sadie Fox hat einen Plan: Um endlich die Anerkennung ihres mürrischen Vaters zu gewinnen, will sie ihn während der Kürbisernte vertreten und den Wettbewerb auf der Indiana State Fair gewinnen. Dafür verlässt ...

Sadie Fox hat einen Plan: Um endlich die Anerkennung ihres mürrischen Vaters zu gewinnen, will sie ihn während der Kürbisernte vertreten und den Wettbewerb auf der Indiana State Fair gewinnen. Dafür verlässt sie ihre geliebte Großstadt L.A. und kehrt zurück in ihr verschlafenes Heimatstädtchen Pea Blossom. Doch schon zu Beginn scheitert ihr Vorhaben, denn Wildschweine zerstören das Kürbisfeld. Hilfe bekommt sie ausgerechnet von Nachbar Josh, einem fröhlichen Tech-Millionär mit eigenem Kürbisprojekt. Als ein Tornado die Farm verwüstet und Sadie bei ihm Unterschlupf findet, steht sie nicht nur vor einem Neuanfang, sondern auch vor großen Gefühlen.

Isabelle Popp überzeugt mit einem angenehm leichten und atmosphärischen Schreibstil, bei dem sofort Herbststimmung aufkommt. Beim Lesen meint man, den Duft von Gewürzen und frisch gekochten Kürbisgerichten förmlich zu riechen. Besonders gelungen ist, wie natürlich Diversität und Body Positivity in die Handlung eingebettet sind: Sadie ist keine makellose Heldin, sondern eine Frau mit Kurven und kleinen Macken – echt, selbstbewusst und dennoch attraktiv. Auch ihre Bisexualität wird beiläufig und selbstverständlich thematisiert, ohne Klischees oder übertriebene Betonung, was angenehm authentisch wirkt.

Sadie ist eine vielschichtige Figur: bissig und zynisch, aber gleichzeitig verletzlich und loyal. Ihre kreative Leidenschaft als Weberin und der Wunsch, die angespannte Beziehung zu ihrem Vater zu heilen, verleihen der Geschichte emotionales Potenzial, das jedoch nicht vollständig genutzt wird. Einige Themen, wie der Familienkonflikt oder der Kürbis-Wettbewerb, werden angerissen, verlieren aber schnell an Tiefe. So blieb mir Sadie bis zum Ende ein Stück weit fremd, obwohl sie so viele interessante Facetten besitzt.

Josh wirkt mit seiner offenen, optimistischen Art zunächst wie das perfekte Gegenstück zu Sadie. Er ist charmant, großzügig und grundsympathisch. Für mich jedoch einfach viel zu glatt und zu sehr auf Harmonie bedacht. Die körperliche Nähe entsteht schnell, doch die inneren Gefühle kommen zu kurz, wodurch die Chemie zwischen ihnen stellenweise unausgewogen wirkt. Einige intime Szenen fügen sich nicht stimmig in die Charakterzeichnung ein und nehmen der Beziehung etwas von ihrer Glaubwürdigkeit.

Trotzdem hat mir das Buch insgesamt ganz gut gefallen: Die humorvollen Dialoge, die kleinen Wohlfühlmomente und die herbstliche Stimmung machen es zu einer angenehmen Lektüre für zwischendurch. Perfekt für alle, die eine charmante, unkomplizierte Rom-Com mit Kleinstadtflair suchen.

Fazit:
„Sweeter Than Pumpkin Spice“ ist eine angenehm, leichte Liebesgeschichte mit sympathischer Grundidee, starker Diversität und liebevollem Setting. Leider bleibt sie erzählerisch etwas oberflächlich und verschenkt emotionales Potenzial.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Zwischen Blitzen und Rebellion – ein Fantasyabenteuer mit Licht und Schatten

City of Storm and Thunder
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Rain lebt in Ravenport, einer Stadt, in der Magie verboten ist und dennoch wagt sie es, die Kraft der Blitze zu sammeln, um sich und ihren Bruder am Leben zu halten. Als ihr Bruder verhaftet wird, schließt ...

Rain lebt in Ravenport, einer Stadt, in der Magie verboten ist und dennoch wagt sie es, die Kraft der Blitze zu sammeln, um sich und ihren Bruder am Leben zu halten. Als ihr Bruder verhaftet wird, schließt sich Rain einer Gruppe von Rebellen an, um ihn zu retten. An ihrer Seite kämpft Kite, ein geheimnisvoller Nebelkämpfer, der sie mit seiner ruhigen Stärke fasziniert. Doch bald gerät alles außer Kontrolle: Die Rettungsmission wird zu einer Rebellion, und Rain muss erkennen, dass Freund und Feind in diesem Sturm nicht leicht zu unterscheiden sind.

Die Grundidee der Geschichte hat großes Potenzial: düstere Atmosphäre, Rebellion, Magie, eine moralisch zerrissene Heldin – all das verspricht Spannung und Emotion. Doch leider ist der Einstieg recht holprig: Es fehlt an Orientierung, sowohl was die Welt als auch das Magiesystem betrifft. Weder politische Zusammenhänge noch die Regeln der Magie werden zu Beginn klar erklärt, sodass man sich als LeserIn erst mühsam zurechtfinden muss. Ein kurzer Prolog oder ein erklärendes Kapitel hätte hier viel geholfen. Auch der im Buch verlinkte Glossar bietet zwar nette Zusatzinfos, kann aber die anfängliche Verwirrung nicht ausgleichen.

Die Figuren, besonders Rain und Kite, haben interessante Ansätze, bleiben jedoch oberflächlich gezeichnet. Ihre Beziehung entwickelt sich zwar nachvollziehbar, doch es fehlt an emotionaler Tiefe. Ein paar mehr Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle hätten geholfen, ihre Entscheidungen und Sorgen besser nachzuvollziehen. Mir hat es gefehlt, mit ihnen mitzufiebern, mit ihnen zu leiden und für das einzustehen, was sie mit ihrem Leben verteidigen möchten.

Ab der zweiten Hälfte ändert sich das jedoch deutlich: Die Handlung nimmt spürbar Fahrt auf, die Rebellion wird spannend und intensiver, und viele Fragen aus dem Anfang klären sich endlich. Gerade hier zeigt sich, welches Potenzial die Geschichte hat. Das Setting wirkt greifbarer, die Konflikte stärker, und der Plot gewinnt deutlich an Dynamik. Besonders die Wendung am Ende ist überraschend und gut durchdacht, auch wenn sie für meinen Geschmack noch etwas detailreicher hätte ausgearbeitet werden können.

Fazit:
„City of Storm and Thunder“ ist ein atmosphärischer Fantasyroman mit viel Potenzial, interessanten Ideen und einer spannenden zweiten Hälfte. Leider wird dieses Potenzial durch den unklaren Einstieg, den Mangel an Details sowie die fehlende emotionale Tiefe etwas ausgebremst. Wer sich jedoch durch die ersten Kapitel kämpft, wird mit einer packenden, stürmischen Geschichte belohnt, die neugierig auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Liebevoll erzählt, doch ohne die erhoffte emotionale Tiefe

Und plötzlich ist es wunderbar
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Edie hat ihre Beziehung zu Hollywood-Star Elliot eigentlich hinter sich gelassen, denn zu unterschiedlich scheinen ihre Welten zu sein.
Doch an Weihnachten steht Elliot plötzlich wieder vor ihrer Tür, ...

Edie hat ihre Beziehung zu Hollywood-Star Elliot eigentlich hinter sich gelassen, denn zu unterschiedlich scheinen ihre Welten zu sein.
Doch an Weihnachten steht Elliot plötzlich wieder vor ihrer Tür, und alle alten Gefühle brechen auf. Die beiden beschließen, ihrer Liebe eine zweite Chance zu geben, doch schnell wird klar, dass das Leben an der Seite eines Superstars nicht nur romantische Momente bereithält.
Die Klatschpresse stürzt sich auf Edie, Freunde werden unfreiwillig Teil der Schlagzeilen, und die Distanz zwischen Hollywood und Nottingham ist nicht nur geografisch groß. Während Elliot immer wieder nach Hollywood zurückkehrt, ist es ausgerechnet Edies Kollege Declan, der in schwierigen Momenten für sie da ist. Und so stellt Edie sich zunehmend die Frage, ob sie und Elliot wirklich füreinander bestimmt sind oder ob sie sich nur an eine Illusion klammert.

Mhairi McFarlane steht für charmante, humorvolle Geschichten voller Herz und entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch.
Doch im Vergleich zu anderen Werken der Autorin konnte mich diese Geschichte nicht in gleichem Maße berühren.

Die Handlung ist zwar angenehm leicht und ideal für eine lockere Lektüre zwischendurch, bleibt jedoch insgesamt eher an der Oberfläche. Die Figuren wirken weniger vielschichtig, und manche Szenen ziehen vorbei, ohne einen wirklich emotional zu packen. Insgesamt hatte ich beim Lesen auch oft das Gefühl, dass entscheidende Entwicklungen und Bindungen zwischen den Charakteren bereits in der Vorgeschichte stattgefunden haben, die ich nicht gelesen habe. Da jedoch angegeben wurde, dass die Bücher unabhängig voneinander lesbar sind, empfand ich das im Nachhinein als etwas irreführend.

Auch am Ende blieben einige Fragen offen, wodurch das Ganze ein wenig unvollständig wirkte. So bleibt beispielsweise unklar, wie Edie und Elliot ihr Leben zwischen zwei so gegensätzlichen Welten in ihrer Zukunft meistern wollen und wie sich Edies Arbeitsverhältnis zu Declan nach all den Geschehnissen entwickelt. Da diese Punkte im Verlauf der Handlung eine so große Bedeutung haben, hätte ein klarerer Ausblick das Ende für mich runder und stimmiger gemacht.

Fazit:
„Und plötzlich ist es wunderbar“ ist eine angenehm leichte, romantische Lektüre für zwischendurch, die mit charmanten Momenten unterhält, aber nicht die emotionale Tiefe erreicht, die ich von Mhairi McFarlane gewohnt bin. Für Fans der Geschichte sicher ein nettes Wiedersehen mit bekannten Figuren, doch wer die Vorgeschichte nicht kennt, könnte – so wie ich – ein wenig enttäuscht sein.

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