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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Office Romance mit spätem Spannungsaufbau

A Crush on the Boss
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„A Crush on the Boss“ ist eine klassische Office-Romance mit kurzen Kapiteln, die sich insgesamt flüssig und leicht lesen lässt. Durch die Kapitelstruktur kommt man schnell voran, auch wenn die Handlung ...

„A Crush on the Boss“ ist eine klassische Office-Romance mit kurzen Kapiteln, die sich insgesamt flüssig und leicht lesen lässt. Durch die Kapitelstruktur kommt man schnell voran, auch wenn die Handlung über weite Strecken eher ruhig bleibt.

Der Einstieg und der Mittelteil des Buches konnten mich leider nur bedingt fesseln. Vieles wirkt hier recht vorhersehbar und teilweise oberflächlich, sodass echte Spannung erst im letzten Drittel aufkommt. Ab diesem Punkt nimmt die Geschichte deutlich an Tempo zu und wird emotionaler, was mir insgesamt deutlich besser gefallen hat.

Die Dynamik zwischen Boss und Angestellter bringt zwar das typische Office-Romance-Feeling mit sich, allerdings ist das Machtgefälle zwischen den beiden sehr präsent und hat bei mir stellenweise ein unangenehmes Gefühl ausgelöst. Die weibliche Protagonistin ist grundsätzlich stark, wirkt in manchen Situationen jedoch naiv und zu gutgläubig, weshalb ich nicht immer ganz mit ihren Entscheidungen mitgehen konnte. Der männliche Protagonist als CEO/Wissenschaftler passt gut ins Genre, bleibt aber in seinem Verhalten recht vorhersehbar.

Der Spice ist relativ früh im Buch vorhanden, während die emotionale Tiefe und die Beziehungsentwicklung erst später richtig aufgebaut werden. Dadurch fühlt sich das Tempo der Geschichte etwas unausgeglichen an.

Alles in allem ist „A Crush on the Boss“ eine nette Office-Romance für zwischendurch, die vor allem im letzten Drittel überzeugen kann. Wer leichte Unterhaltung ohne große Überraschungen sucht, wird hier dennoch auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Loyalität, Liebe und der Blick hinter die Fassade

Loyalty in the Game
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„Loyalty in the Game“ ist eine nette Sports-Romance für zwischendurch, die mit einer interessanten Storyline rund um eine kluge, ehrgeizige und junge Frau punktet. Die Protagonistin Emily ist Fan mit Leib ...

„Loyalty in the Game“ ist eine nette Sports-Romance für zwischendurch, die mit einer interessanten Storyline rund um eine kluge, ehrgeizige und junge Frau punktet. Die Protagonistin Emily ist Fan mit Leib und Seele – ein Aspekt, der zwar zentral für die Geschichte ist, mit dem ich persönlich aber nicht immer ganz relaten konnte. Die extrem ausgeprägte Fankultur, wie sie vor allem in Amerika gelebt wird, ist im deutschen Fußball in dieser Form eher unüblich, weshalb einige Verhaltensweisen für mich schwer nachvollziehbar waren.

Ein absolutes Highlight des Buches ist jedoch Jack. Er verkörpert den klassischen Book-Boyfriend: aufmerksam, liebevoll und respektvoll. Besonders schön fand ich, dass er Emilys Grenzen achtet, ihr zuhört und auf ihre ehrliche Zustimmung wartet. Gleichzeitig unterstützt er sie in ihren Zielen, ist familien- und tierlieb und arbeitet hart an seiner eigenen Karriere – ein echter Traummann.

Der Mittelteil des Buches zog sich für meinen Geschmack etwas. Bis etwa zum letzten Drittel passiert relativ wenig, wodurch ich mich stellenweise etwas durch die Seiten kämpfen musste. Dafür konnte das letzte Drittel umso mehr überzeugen: Die Geschichte wird spannender, emotionaler und insgesamt deutlich fesselnder.

Sehr gelungen fand ich Emilys persönliche Entwicklung. Am Ende beweist sie Mut, steht für sich selbst und ihre Beziehung ein und stellt sich sogar ihrem Vater entgegen, wodurch sie ihm einige Vorurteile nehmen kann. Auch die Botschaft, dass Menschen – insbesondere große Stars – nicht immer so sind, wie sie in der Öffentlichkeit erscheinen, wird gut transportiert. Emilys großer Star-Brandon ist dafür ein perfektes (wenn auch unsympathisches) Beispiel.

Insgesamt ist „Loyalty in the Game“ ein solides Sports-Romance-Buch, das trotz kleiner Längen und kultureller Unterschiede mit einer schönen Liebesgeschichte, starken Charakteren und einer positiven Entwicklung der Protagonistin überzeugt.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Arbeitsromanze für zwischendurch

In Love with the Boss
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„In Love with the Boss“ erzählt die Geschichte einer jungen, attraktiven und ehrgeizigen Frau, die auf ihren neuen, ebenso attraktiven CEO trifft – eine typische Ausgangssituation für einen modernen Liebesroman ...

„In Love with the Boss“ erzählt die Geschichte einer jungen, attraktiven und ehrgeizigen Frau, die auf ihren neuen, ebenso attraktiven CEO trifft – eine typische Ausgangssituation für einen modernen Liebesroman im Arbeitsumfeld. Leider bleibt die Handlung meiner Meinung nach insgesamt recht flach und bietet wenig Tiefe, sowohl in der Geschichte selbst als auch bei den Charakteren.

Das offene Ende wirkt etwas unausgereift, und der ganze Plot rund um die Firmenübernahme bleibt oberflächlich & in meinen Augen ungeklärt. Was mich etwas enttäuscht hat, da ich gerne gewusst hätte, wie das Ganze abläuft, wie Rick reagiert und ob es erfolgreich verlaufen wird. Besonders die Dreiecksgeschichte zwischen Riley, Elias und Carter hat mich nicht wirklich überzeugt. Auch die Darstellung der Karriereambitionen von Frauen in Kombination mit der Beziehung zum CEO hat mich irgendwie etwas gestört, da sie dann doch Klischees behandelt – als würden Beförderungen immer mit romantischen Verwicklungen einhergehen.

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass Riley am Ende zu sich selbst findet und erkennt, dass ihr damaliger Verlobter Carter ihr nicht guttat und sie klein hielt. Zudem hat es mir gefallen hinter die Fassade des attraktiven Model-CEOs zu blicken. Dennoch konnte mich die Geschichte emotional nicht zu 100% abholen.

Fazit:Ein leicht zu lesender Roman für zwischendurch, der allerdings wenig Überraschungen oder Tiefe bietet.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Zwischen Glanz und Schatten – Ein Blick hinter die Kulissen des Baden-Badener Casinos

Kasino
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„Kasino – Neues Spiel, neues Glück“ entführt die Leser:innen in die glamouröse Welt des Baden-Badener Casinos – ein Ort voller Geschichte, Eleganz und Intrigen. Für mich als Leserin aus der Nähe war die ...

„Kasino – Neues Spiel, neues Glück“ entführt die Leser:innen in die glamouröse Welt des Baden-Badener Casinos – ein Ort voller Geschichte, Eleganz und Intrigen. Für mich als Leserin aus der Nähe war die atmosphärische Beschreibung der Stadt ein echtes Highlight. Die Autorin schafft es, das Flair von Baden-Baden lebendig werden zu lassen: Die prachtvollen Gebäude, die mondäne Stimmung und die historische Kulisse sind so detailreich dargestellt, dass ich mich beim Lesen fast selbst durch die Spielsäle flanieren sah.

Besonders beeindruckt hat mich die Hauptfigur Claire – die erste weibliche Croupière im traditionsreichen Casino. Ihre Stärke, Selbstbewusstsein und ihr emanzipiertes Auftreten machen sie zu einer inspirierenden Protagonistin. Durch sie wird deutlich, wie herausfordernd es für Frauen war (und teilweise noch ist), sich in männerdominierten Berufsfeldern zu behaupten. Claires Weg hat mir nicht nur gefallen, sondern auch zum Nachdenken angeregt.

Weniger überzeugt hat mich hingegen die Figur Sophie. Ihre zickige, hinterhältige Art hat mich beim Lesen mehrfach gestört und sogar zu einer einwöchigen Leseflaute geführt. Ich musste mich regelrecht aufraffen, um weiterzulesen – was bei einem Buch, das eigentlich spannend sein sollte, schade ist. Ihr „Ende“ im Roman fühlte sich fast wie eine kleine Genugtuung an, was zeigt, wie stark sie meine Lesestimmung beeinflusst hat.

Insgesamt bietet „Kasino – Neues Spiel, neues Glück“ eine interessante Mischung aus historischer Kulisse, weiblicher Selbstermächtigung und persönlichen Konflikten. Die Stärken liegen klar in der Atmosphäre und der Hauptfigur – die Schwächen in der Charakterzeichnung mancher Nebenfiguren und dem teils langatmigen Mittelteil.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Schöne Werwolf Geschichte für zwischendurch.

When the Moon touches my Soul
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Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen – mystisch, passend zum Werwolfthema und ein echter Hingucker. Die Geschichte selbst ist eine nette, kurzweilige Lektüre mit ca. 250–300 Seiten, ...

Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen – mystisch, passend zum Werwolfthema und ein echter Hingucker. Die Geschichte selbst ist eine nette, kurzweilige Lektüre mit ca. 250–300 Seiten, die sich schnell lesen lässt.

Im Mittelpunkt steht eine toughe Protagonistin, die sowohl als Frau als auch als Werwölfin beeindruckt. Ihre Stärke, ihr Mut und ihre Fähigkeit, für sich selbst einzustehen, waren für mich ganz klar ein Highlight des Buches. Dazu kommen schwere Schicksalsschläge, die sie formen und ihr Tiefe verleihen – zumindest ansatzweise.

Inhaltlich hat mich die Story jedoch nicht komplett mitgerissen. Zwar gibt es einige spannende Momente und emotionale Wendungen, doch insgesamt fehlte mir ein wenig der Tiefgang. Vor allem das Ende kam für meinen Geschmack zu abrupt: Der Bösewicht ist besiegt, Ryan entdeckt plötzlich ihr wahres Ich – und nach einem Monat kehrt er zurück, um ihr eine Chance zu geben. Das Happy End ist zwar schön, aber etwas zu glatt und ohne großes inneres Ringen oder Konfliktlösung.

Fazit: „When the Moon touches my Soul“ ist eine solide Fantasy-Romanze mit einer starken Heldin, einem schönen Setting und einem romantischen Ende. Wer leichte, gefühlvolle Geschichten mit einem Hauch Übernatürlichem mag, wird hier fündig. Für echte Gänsehaut-Momente oder tiefgreifende Charakterentwicklungen reicht es aber leider nicht ganz.

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