Safe Space
Safe SpaceDas Cover kommt relativ unscheinbar daher, wirklich aufmerksam machen würde es mich in der Buchhandlung erst mal nicht.
Der Schreibstil ist angenehm lesbar und die Kapitel haben eine vernünftige Länge. ...
Das Cover kommt relativ unscheinbar daher, wirklich aufmerksam machen würde es mich in der Buchhandlung erst mal nicht.
Der Schreibstil ist angenehm lesbar und die Kapitel haben eine vernünftige Länge. Die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven, in verschiedenen Zeiten und zudem durch Tagebucheinträge unterbrochen ist sehr angenehm.
Die Hauptprotagonistin – eine Psychologin – hat für mich gesehen selbst einen ziemlichen Knacks und da ist die Arbeit in einem Hochsicherheitsgefängnis nicht unbedingt vorteilhaft. Nach und nach lernt man aber ihre Motivation kennen, ob diese nachvollziehbar ist oder nicht muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Sie ist in Gesprächsrunden mit Gefangenen einerseits sehr taff, andererseits lernt man sie aber auch total verunsichert kennen.
Ab der Hälfte nimmt die Geschichte und die Spannung dann auch endlich Fahrt auf, man fiebert mit ob sie nun endlich ihrer persönlichen Lösung zum Verschwinden ihrer Schwester auf die Spur kommt. Und das kommt sie. Durch Zufall, durch Unachtsamkeit oder auch einfach durch den Lauf der Zeit.
Das Ende dann wiederum lässt den Leser etwas verdutzt zurück, es bleiben zum Schluss zwar keine Fragen offen, allerdings mit dem Gefühl der Ungeheuerlichkeit.