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Veröffentlicht am 29.11.2025

Kein Feuer entfacht

Schwelbrand
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"Schwelbrand" ist der dritte Band um Ex-Polizistin Liv Hansen, die als Privatdetektivin in Kopenhagen arbeitet.
Als sie einen Anruf von einem möglichen Klienten erhält, der sich verfolgt fühlt, weiß sie ...

"Schwelbrand" ist der dritte Band um Ex-Polizistin Liv Hansen, die als Privatdetektivin in Kopenhagen arbeitet.
Als sie einen Anruf von einem möglichen Klienten erhält, der sich verfolgt fühlt, weiß sie noch nicht, wie dieser neue Auftrag ihr Leben verändern wird. Nachdem beim Anrufer auch noch eingebrochen wird, nimmt Liv den Auftrag an und installiert Sicherheitskameras in der Wohnung und im Garten. Doch noch während sie im Keller ihre Arbeit verrichtet, dringt jemand ins Haus und sperrt sie im Keller ein. Sie wird Zeugin, wie ihr Klient ermordet wird.
Natürlich lässt dieser Vorfall Liv keine Ruhe und sie fängt gemeinsam mit ihrem ehemaligen Boss bei der Polizei zu recherchieren an. Sie unterstützt ihn heimlich mit ihren Recherchen, denn Petter ist an Demenz erkrankt und möchte seine Krankheit so lange es geht verheimlichen.
Liv stößt bei ihren Recherchen auf einen Cold Case, bei dem ihr geliebter Großvater ermittelt hat. 1984 starb in der Freistadt Christiana ein junger Mann unter dubiosen Umständen. Der als drogenabhängig bekannte Mann war der Sohn des Generalstaatsanwaltes, was die Ermittlungen nicht wirklich erleichtert hat. Trotzdem fallen Liv immer wieder einige Ungereimtheiten auf. Als eine weitere Person aus dem damaligen Umkreis plötzlich verschwindet, die mit dem vor kurzem Ermordeten befreundet war, wird der Cold Case plötzlich immer brisanter....

Wie schon in den beiden Vorgänger der Reihe erzählt die Autorin wieder aus drei verschiedenen Perspektiven. Es sind die bereits altbekannten Charaktere von Hannah, die Liv ihre kleine Kellerwohnung vermietet hat, und Nima, der Nachbar mit der Autowerkstätte.
Abwechselnd erzählt Katrine Engberg vom Cold Case, den Liv bearbeitet, von Nima, der Probleme mit einem Drogenboss bekommt und von Hannah, bei der es eher wieder um private Erlebnisse geht.
Dazu kommen zwei Handlungsstränge, die in der Gegenwart und 1984 spielen.

Katrine Engberg hat die Örtlichkeiten sehr bildhaft beschrieben. Vor allem Christiana hatte ich gut vor Augen. Da ich erst im Mai in Kopenhagen war, sind mir auch einige Plätze bekannt vor gekommen. Die Freistadt Christiana, die für Hippies, Kiffer und Aussteiger bekannt ist, habe ich ebenfalls besucht. Ich war allerdings während des Tages dort und nicht bei den üblichen Veranstaltungen am Abend.

Die Handlung ist wieder sehr komplex. Mich hat es manchmal ziemlich gestört, dass sehr schnell zwischen den drei Protagonisten gewechselt wurde. Statt dadurch den Wunsch zu bekommen, schnell weiterzulesen, kam ich öfters aus dem Lesefluss. Die Geschichte empfand ich - trotz den komplexen Handlungssträngen - manchmal zu ausführlich.
Ich konnte das Buch auch jederzeit aus der Hand legen. Ich musste mich aber auch nicht zwingen weiterzulesen, sondern griff wieder gerne zum Kriminalroman. Trotzdem denke ich nicht, dass ich die Reihe - falls sie fortgesetzt wird - weiterverfolgen werde. Mich hat keiner der drei Bände so richtig überzeugen können.


Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Ich werde die Reihe nun mit diesem dritten Band abschließen und keine weiteren Krimis um Liv Jansen lesen.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

War diesmal leider nicht mein Buch

Dunkelnah
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Dies ist leider der erste Thriller von Roman Klementovic, der mich nicht wirklich überzeugen konnte. Ich bin schon seit "Verspielt", seinem ersten Thriller, ein Fan des Autors.
Daher war es für mich überraschend, ...

Dies ist leider der erste Thriller von Roman Klementovic, der mich nicht wirklich überzeugen konnte. Ich bin schon seit "Verspielt", seinem ersten Thriller, ein Fan des Autors.
Daher war es für mich überraschend, dass ich schon von Beginn an schwer in die Geschichte fand. Das ist mir bisher bei Klementovic noch nie passiert. Der Prolog war hingegen noch richtig fesselnd und auch sehr grausam. Ein toller Start!

Danach trat ich gemeinsam mit unserem Protagonisten Simon Winter aus dem Wald, den er auf den Weg zu seinen neuen Arbeitsplatz durchquerte. Ein vor langer Zeit erfolgreiches Hotel, welches nun eher einen Lost Place entspricht, wartet auf seine Renovierungskünste. Das zukünftige Luxushotel soll bald eröffnet werden, was für Simon beim Anblick als unmöglich erscheint. Als er auf die sehr merkwürdigen Besitzer des Hotels trifft, scheint er außerdem der einzige Arbeiter zu sein. Der Mann empfängt ihn mit angelegten Gewehr und einem bissigen Hund, während seine Frau von den grandiosen Möglichkeiten des Hotels schwärmt und den desolaten Zustand nicht zu erkennen scheint. Die vielen dunklen Gänge und Zimmer wirken wie ein Labyrinth und Simon verirrt sich immer wieder darin. Als er erfährt, dass vor nicht langer Zeit eine Frau, die im Hotel gearbeitet hat, verschwunden ist, will er unbedingt herausfinden, was mit ihr geschehen ist. Dies wird bald zur Obsession und man fragt sich als Leser, warum ihm die Sache keine Ruhe lässt. Außerdem spürt man, dass im Hotel etwas Unheimliches vor sich geht und das Gebäude, sowie ihre Bewohner, Gefahr ausstrahlen.
Die inneren Monologe, die Simon mit sich führt, lassen auf sein Innenleben und seine Gefühlswelt schließen.

Zitat, Seite 26:
„Dabei meldet sich seine innere Stimme zurück – noch eindringlicher als zuvor: Du machst einen großen Fehler! Verschwinde, solange du noch kannst!“

Doch Simon bleibt und wird in ein unergründliches Spiel hineingezogen, in dem nichts so ist, wie es scheint.
Von der ersten Seite an weiß man, dass hier etwas nicht stimmen kann. Genau solche Ausgangssituationen beherrscht Roman Klementovic hervorragend. Bei jedem seiner Psychothriller fragt man sich, wer hier die Wahrheit spricht und wer ein unzuverlässiger Erzähler ist. Am Ende gelingt es dem Autor immer wieder, den Leser mit seinen Auflösungen zu überraschen.

Klementovic erzählt seine Psychothriller in Präsens. Die Spannung erhöht er gekonnt mit falschen Fährten. Die düstere und beängstigende Atmosphäre, die der Autor meisterhaft beherrscht, ist ihm auch diesmal gelungen und deshalb gebe ich dem Psychothrilller gerade noch 3 Sterne.
Leider hat mich alles andere an der Geschichte diesmal nicht wirklich überzeugen können und ich kann euch gar nicht wirklich erklären WARUM. Es hat mich ganz einfach nicht gepackt und ich fand doch einiges etwas konstruiert. Das überraschende Ende war jedoch wieder gewohnt unerwartet und trotzdem logisch.

Fazit:
Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt oder dieser Psychothriller des Autors ganz einfach nicht meins. Bisher haben mich alle seine Geschichten begeistert und ich kann nicht genau sagen, warum es diesmal leider nicht so war. Am Besten ihr macht euch selbst ein Bild davon oder lest einfach einen seiner anderen tollen Thriller.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Zu viele Längen

The Secret of Secrets
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Lange haben wir auf einen weiteren Dan Brown gewartet und einer Fortsetzung rund um Robert Langdon. Umso gespannter war ich auf "The Secret of the Secrets", welches nun acht Jahre nach seinem letzten Buch ...

Lange haben wir auf einen weiteren Dan Brown gewartet und einer Fortsetzung rund um Robert Langdon. Umso gespannter war ich auf "The Secret of the Secrets", welches nun acht Jahre nach seinem letzten Buch "Origin" erscheint. Eine sehr lange Zeit und damit mit großen Erwartungen verbunden!

Nach Barcelona sind wir diesmal in Prag. Robert Langdon begleitet seine Freundin Katherine Solomon zur Vorstellung ihres neuen Sachbuches. In diesem schrieb sie über ihre bahnbrechende Entdeckung, welches das menschliche Bewusstsein und außerkörperliche Erfahrung betrifft. Kurze Zeit später wird das Manuskript und alle Backups davon, welches sie ihren Verlag zum Lektorat schickt, vernichtet. Jemand versucht die Veröffentlichung des Buches zu verhindern. Ein brutaler Mord und das Verschwinden von Katherine bringt Robert Langdon ebenfalls in eine gefährliche Situation. Es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod....

Ich habe tatsächlich zwei Wochen für diesen neuen Dan Brown gebraucht, denn die 800 Seiten sind mega dünn und der Inhalt war für mich leider unnötig in die Länge gezogen. Wir haben hier zwar wieder einen typischer Dan Brown - wer aber, wie in den Vorgängerbänden, Symbolik und Rätsel erwartet, wird enttäuscht sein. In "The Secret of the Secrets" gibt es überlange wissenschaftliche Erklärungen, Science Fiction und eine tolle Führung durch Prag und ihre Sehenswürdigkeiten. Ich war 2023 zum zweiten Mal in Prag und finde die Stadt wirklich wunderschön. Beim Lesen bin ich wieder durch die Altstadt gelaufen. habe die Karlsbrücke überquert und war oben bei der Burg. Durch Robert Langdon habe ich einige symbolträchtige Stätten nun auch buchtechnisch näher kennengelernt.
Was das Thema Neurowissenschaften betrifft, habe ich anfangs noch interessiert gelesen. Mit der Zeit wurden die wissenschaftlichen Abhandlungen jedoch immer langweiliger, die mehr Wikipedia Einträgen ähnelten. Überliest man diese mit der Zeit (und ja, ab und an war es notwendig um nicht einzuschlafen), bleiben geheimnisvolle Gegner mit undurchsichtigen Motiven, die es auf Robert und Katherine abgesehen haben.

Kurze Kapitel, Perspektivenwechsel und unterschiedliche Handlungsstränge sind weiterhin das Erfolgsrezept des Autors, welches wir auch diesmal erhalten. Vieles wirkt gegenwärtig jedoch etwas zu aufgesetzt und vorhersehbar.
Die Vorgänger haben mir noch wirklich Spaß beim Lesen gemacht. Diesmal habe ich mich aber leider viel zu oft gelangweilt. Sehr schade!


Fazit:
Der neue Dan Brown ist solide Unterhaltung mit einfach zu viel Infodumping. Leider kommt "The Secret of the Secrets" nicht an die "Illuminati" oder "Sakrileg" heran. 200 Seiten weniger hätten dem Wälzer gut getan, ebenso etwas mehr Spannung und Thrill. Für mich leider eine kleine Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Über die Vergänglichkeit

Ja, nein, vielleicht
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"Ja, nein, vielleicht" ist mein zweites Buch der Autorin, die mir von meiner Nichte empfohlen wurde, die jedes Buch von Doris Knecht verschlingt.
Nach "Die Nachricht" konnte mich aber auch ihr neuester ...

"Ja, nein, vielleicht" ist mein zweites Buch der Autorin, die mir von meiner Nichte empfohlen wurde, die jedes Buch von Doris Knecht verschlingt.
Nach "Die Nachricht" konnte mich aber auch ihr neuester Roman nicht komplett abholen, obwohl sich das Thema um das Älter werden und Vergänglichkeit dreht, welches (leider) in meinem Alter nun doch immer präsenter wird.
Auch die Hauptprotagonistin fühlt sich durch den baldigen Verlustes eines Zahnes plötzlich daran erinnert, dass sie in der zweiten Lebenshälfte angekommen ist. Die Kinder sind ausgezogen und leben ihr eigenes Leben, während sie zwischen der Wohnung in der Stadt und ihrem Häuschen im Waldviertel hin- und herpendelt. Der Vater der Kinder hat sich schon lange verabschiedet und nun ist endlich Ruhe in ihrem Leben eingekehrt. Mit ihrem Hund lebt sie zurückgezogen in ihrem Haus am Land und sinniert über die kommenden Jahre. Was kann sie sich noch von der Zukunft erwarten?
Als sie nach 25 Jahren ihre Jugendaffäre Friedrich in einem Supermarkt wieder trifft, fängt sie an darüber nachzudenken, ob sie nochmals eine Partnerschaft eingehen würde? Friedrich, der mit ihr gemeinsam die Milleniumsnacht in New York im Bett verbrachte, geht ihr nur mehr schwer aus dem Kopf. Doch möchte sie tatsächlich ihr geruhsames Leben am Land teilen und sich den Wünschen eines Mannes richten? Ja, nein oder doch vielleicht?
Die Gedanken sind da, doch als sich ihre Schwester Paula in der Stadtwohnung einnistet und auf ihre Anrufe nicht reagiert und die Zahnarztbesuche zunehmen, tritt Friedrich erstmal in den Hintergrund.

Im Großen und Ganzen begleiten wir die namenslose Ich-Erzählerin bei ihrer täglichen Routine, was einem das Gefühl gibt, aus einem Tagebuch zu lesen. Es passiert nicht wirklich viel. Weite Teile des Romans folgen wir einfach den Gedanken der Erzählerin. Es sind Reflexionen über die Mitte des Lebens und was wir noch erwarten können. Die Freundschaft zwischen Friedrich, die im Klappentext eine viel größerer Rolle einnimmt, spielt sich eher im Hintergrund ab. Auch die Zahnarztbesuche, die zu Beginn noch ein interessantes Metapher waren, nutzen sich durch viele Wiederholungen ab.
Das Männerbild ist durchgehend schlecht und eindimensional. Es wimmelt nur so von Narzissten, Depressiven oder Alkoholikern. Dass ihre beste Freundin Therese plötzlich wieder heiraten möchte, kann sie nicht verstehen und gibt ihr ebenfalls viel Stoff nachzudenken.

Im letzten Viertel wurde ich dann auch noch richtig getriggert, denn die Autorin nimmt das Hochwasser des letzten Jahres, welches genau meine Region betroffen hat, in ihrem Romans auf! Ihr Haus steht an einem Bach, der überflutet werden soll, wenn man den Wetterberichten Glauben schenkt. Ich war wieder im September 2024 angekommen und war beim Lesen alles andere als entspannt. Immer wieder hatte ich die Bilder vor Augen, wie vor meinem Haus die Straße zum Fluss wurde....

Am Ende erkennt die Ich-Erzählerin, was und wer wirklich wichtig ist und dass es davon in ihrem Leben doch so einiges gibt, was sich positiv anfühlt.

Fazit:
Es ist ein leiser, nachdenklicher Roman über Vergänglichkeit, dem begraben von Jugendträumen und setzen neuer Ziele. Für mich war die Geschichte teilweise leider zu belanglos, denn es passiert recht wenig. Die Gedankengänge der Protagonistin konnte ich jedoch oftmals sehr gut nachvollziehen, da ich selbst in diese Altersgruppe falle. Eine Geschichte vor allem für Frauen in der Mitte des Lebens geeignet.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Kaum Spannung - sehr schade!

Salzburgwut
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In seinem zwölften Fall hat Manfred Baumann wieder etwas mehr Politik einfließen lassen. Mich stört das eigentlich weniger, jedoch sollte bei einem Krimi auch die Spannung nicht zu kurz kommen und diese ...

In seinem zwölften Fall hat Manfred Baumann wieder etwas mehr Politik einfließen lassen. Mich stört das eigentlich weniger, jedoch sollte bei einem Krimi auch die Spannung nicht zu kurz kommen und diese habe ich diesmal stark vermisst!

Im Salzburger Sebstiansfriedhof wird frühmorgens ein junger Mann tot aufgefunden. Beim Opfer handelt es sich um Elisas, einen Novizen des Franziskanerordens, der sich wegen seiner Forschungsarbeit auch nachts dort aufhalten durfte. Der angehende Ordensbruder interessierte sich ganz besonders für Paracelsus und seine Lehren. Aus der naheliegenden Kirche sind außerdem Kerzen und ein sakrales Kunstwerk gestohlen worden. Ist Elias etwa den Kirchenräubern in die Quere gekommen und musste deswegen mit dem Tod bezahlen? Dagegen spricht aber die brutale Gewalt gegen den jungen Novizen, die angewendet wurde.

Martin Merana, der erst aus seinem wohlverdienten Italienurlaub zurückgekehrt ist, hat somit bei seiner Rückkehr gleich jede Menge zu tun.
Zum Ermordeten gibt es nur wenig Hintergrundinformationen. Seine Eltern und sein älterer Bruder sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, die ältere Schwester war damals im Ausland. Daraufhin kam Elias in ein Waisenhaus und lebte dort einige Jahre, bis er im oberösterreichischen Enns als Postulant im Franziskanerkloster eintreten durfte. Doch eine Spur führt zu einer Politikerin der HPÖ, der Heimat Partei Österreichs, die Elias kurz vor seinem Tod aufgesucht hat. Was wollte Elias bei der rechtspopulistischen Parteigenossin?

Die Nachforschungen im Umfeld des Toten sind interessant, denn Manfred Baumann erzählt einiges über den Sebastiansfriedhof und dem Leben der Mönche im Franziskanerkloster. Natürlich wird auch die Stadt Salzburg mit ihren Attraktionen wieder sehr bildhaft dargestellt. Die "versteckten" Tipps für künftige Salzburgbesucher sind jedoch etwas weniger gestreut, als in den letzten Krimis. Dafür widmet sich der Autor diesmal sehr viel der Politik. Ich habe zwar sehr ähnliche Ansichten, aber irgendwann war es meiner Meinung einfach zu viel. Ich möchte in einem Krimi Spannung und keine offensichtliche Stellungnahme des Autors zu politischen Parteien oder Personen. Als Leser:in wünscht man sich weder einen erhobenen Zeigefinger, noch die Meinung des Autors pausenlos vorgekaut zu bekommen. Man sollte neutral erzählen und kann trotzdem auf die Gefahr der rechtspopulistischen Parteien hinweisen. Belehrungen sind nicht wirklich erwünscht. Das fand ich sehr schade, denn der Mordfall wäre an sich interessant gewesen, kam aber deshalb viel zu kurz. Zusätzlich war für mich der Täter sehr bald ersichtlich.
Da ich die Reihe von Manfred Baumann sehr mag, gebe ich hier noch gutgemeinte 3 Sterne. Wäre es mein erstes Buch der Martin Merana Serie gewesen, hätte es deutlich schlechter abgeschnitten.

Fazit:
Ein sehr ruhiger, leider auch teilweise langweiliger Krimi mit zu viel politischen Content. Der eigentliche Fall und die Ermittlungen treten deshalb zu sehr in den Hintergrund und werden zur Nebensache. Sehr schade!

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