Spicy, chaotisch und überraschend emotional
Heated RivalryHeated Rivalry handelt von Ilya und Shane, die sich schon früh in ihrer Eishockey Karriere begegnen und auf dem Eis zu Rivalen werden. Hinter der sportlichen Konkurrenz entwickelt sich jedoch über Jahre ...
Heated Rivalry handelt von Ilya und Shane, die sich schon früh in ihrer Eishockey Karriere begegnen und auf dem Eis zu Rivalen werden. Hinter der sportlichen Konkurrenz entwickelt sich jedoch über Jahre hinweg eine heimliche, intensive Verbindung zwischen ihnen, die sie immer wieder auseinanderreißt und gleichzeitig zueinander zurückzieht. Während sie öffentlich um Ruhm, Karriere und Anerkennung kämpfen, müssen sie privat herausfinden, wie viel sie für einander riskieren wollen. Was als Rivalität beginnt, wird zu einer komplizierten, emotionalen und sehr körperlichen Beziehung, die sich über Jahre hinweg entwickelt.
Ich bin über den Hype rund um die Serie auf das Buch gestoßen. Die habe ich selbst noch nicht gesehen, aber jetzt steht sie definitiv auf meiner Liste. Dadurch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen und gleichzeitig auch überhaupt keine klare Vorstellung davon, was mich eigentlich erwartet. Am Ende hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen.
Der Schreibstil war für mich angenehm und überraschend leicht zu lesen. Dass es in der dritten Person geschrieben ist, hat mich überhaupt nicht gestört, im Gegenteil – ich fand die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten sogar sehr gelungen, weil man so beide Seiten der Beziehung gut nachvollziehen konnte. Gerade diese Wechsel haben viel dazu beigetragen, dass man ihre Dynamik besser versteht.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass sich die Geschichte über einen relativ langen Zeitraum zieht und dabei nicht unbedingt extrem viel klassische Handlung passiert. Das hat sich zwischendurch ein bisschen gezogen und war stellenweise etwas anstrengend. Gleichzeitig muss man aber auch sagen: Der Fokus liegt hier weniger auf Plot-Twists als auf der Beziehung der beiden.
Und diese Beziehung ist definitiv das Herzstück des Buches. Es ist sehr „spicy“, das sollte man wissen, aber was bei mir wirklich hängen geblieben ist, war weniger das Körperliche als die Dynamik zwischen den beiden. Die Gespräche, das Necken, der Humor. Ich musste tatsächlich öfter grinsen oder sogar kichern, weil die beiden zusammen einfach so gut funktionieren. Diese Mischung aus Rivalität, Nähe und gegenseitigem Verständnis hat das Lesen für mich richtig unterhaltsam gemacht.
Unterm Strich: Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, bin ohne große Vorbereitung reingegangen und wurde positiv überrascht. Kein perfektes Buch für mich in jedem Detail, aber eins, das mich emotional und durch die Figuren wirklich abgeholt hat – und jetzt habe ich umso mehr Lust auf die Serie.