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Veröffentlicht am 05.02.2026

Leider nicht mein Ding

Richtig gutes Essen
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Ich glaube „Richtig gutes Essen“ von Junko Takase war vorerst mein letzter Ausflug in die japanische Literatur. Ich werde mit dieser Art zu Schreiben einfach nicht warm. Hier kamen für mich nun sogar zwei ...

Ich glaube „Richtig gutes Essen“ von Junko Takase war vorerst mein letzter Ausflug in die japanische Literatur. Ich werde mit dieser Art zu Schreiben einfach nicht warm. Hier kamen für mich nun sogar zwei Dinge zusammen. Weder der Schreibstil noch der Inhalt konnten mich leider überzeugen. Wer häufiger und gerne Romane aus dem Japanischen liest, sieht die Sache bestimmt vollkommen anders. Für mich ging die Erzählung aber, ausgelöst durch das Verhalten der Charaktere, mit einer permanenten Irritation einher. Besonders Nitani ging mir schnell dermaßen gegen den Strich, auch weil seine Ernährung den Titel des Romans wirklich ins Absurde führt. Außerdem baut sich in seinen Gedanken eine zunehmende Misogynie auf, welche dem Lesenden ziemlich unreflektiert begegnet. Und auch das vorgelebte und erwartete Arbeitsideal ist einfach nur unfassbar ungesund. „Richtig gutes Essen“ bietet denke ich durchaus einen realistischen Einblick in die japanische Büro- und Essenskultur, abgesehen davon ist der Inhalt aber letztlich ziemlich belanglos. Da ich die Geschichte leider nur nach meinem subjektiven Befinden bewerten kann, gibt's von mir gerade noch 3 Sterne und keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Amüsante Lektüre, für Krimifans aber keine große Herausforderung

Bella Barks' letztes Like
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„Bella Barks' letztes Like“ von Michael Buchinger hatte für mich klare Stärken, aber auch einige Schwächen. Zunächst einmal dazu, was ich toll fand. Die Geschichte liest sich absolut kurzweilig, humorvoll ...

„Bella Barks' letztes Like“ von Michael Buchinger hatte für mich klare Stärken, aber auch einige Schwächen. Zunächst einmal dazu, was ich toll fand. Die Geschichte liest sich absolut kurzweilig, humorvoll und mühelos. Es macht großen Spaß wie der Autor die Social Media Welt aufs Korn nimmt und die Herausforderungen des Creator Lifestyles beleuchtet. Mit Leo ist ihm außerdem ein sympathischer und gut greifbarer Protagonist gelungen, welchen ich bis auf einige kleine Ausrutscher, richtig gerne mochte. Der Schreibstil liest sich absolut flüssig und passt soweit perfekt zur Geschichte. Allerdings muss ich zugeben, dass die Krimiaspekte für mich absolut offensichtlich waren und die Handlung dadurch ziemlich vorhersehbar geriet. Schon früh im Buch finden sich sehr offensichtliche Hinweise, von spannendem mit rätseln kann deshalb keine Rede sein. An sich ist die Auflösung aber soweit logisch. Die Comedy ist also top, da sich das Werk aber als Krimi bezeichnet, muss ich es auch innerhalb dieses Genres vergleichen und kann deshalb leider wirklich nicht mehr als 3 Sterne vergeben. Wer aber nicht unbedingt auf große Spannung aus ist und lieber gut unterhalten werden möchte, liegt hier doch richtig.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Sehr Basic und eher für Anfänger:innen interessant

Carlottas vegane Küche
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„Carlottas vegane Küche Easy und schnell. Über 80 Rezepte“ von Carlotta Perego eignet sich meiner Meinung hauptsächlich für alle die gerade selbst anfangen zu kochen oder erstmals in die vegane Küche schnuppern ...

„Carlottas vegane Küche Easy und schnell. Über 80 Rezepte“ von Carlotta Perego eignet sich meiner Meinung hauptsächlich für alle die gerade selbst anfangen zu kochen oder erstmals in die vegane Küche schnuppern möchten. Das beginnt schon mit einer sehr langen gut 60 Seiten umfassenden Einleitung welche für mich persönlich keinen Mehrwert hatte. Ob man Aufräumtipps und Vorschläge zur Küchenorganisation in einem Kochbuch braucht, ist sicherlich Geschmackssache, aber auch die weiteren Tipps setzen einfach sehr weit unten an. Und letztlich gestalten sich so auch die Rezepte im Buch. Wer wie ich bereits auf eine solide Kochbuchsammlung zurück greifen kann, braucht dieses Buch nicht. Einige wenige Gerichte sind dabei durchaus speziell und toll, hier merkt man auch die Nähe zum Italienischen. Vieles wie zum Beispiel Cookies, die Reibekäsealternative oder das Kichererbsencurry habe ich so Ähnlich aber schon zu oft gesehen und ehrlich gesagt besitze ich auch bessere vegane Kochbücher welche mich in der Summe der Rezepte mehr begeistern können. Bereits auf dem Cover wirbt das Buch mit einfachen und schnellen Rezepten. Einfach und damit sehr Anfängerfreundlich sind diese auf jeden Fall. Richtig schnell sind gerade die vollwertigen Hauptgerichte aber nicht. Für alle getesteten Gerichte habe ich etwa eine Stunde benötigt, die Zeitangaben der Autorin sind dabei völlig daneben und meiner Meinung nach nicht realistisch. Auch die Backzeiten stimmen nicht immer. Ein schönes Detail ist es hingegen, dass es häufig Infos gibt wie lange die Gerichte im Kühlschrank haltbar sind und auch alternative Zutaten werden häufig aufgezählt. Alles in allem ist „Carlottas vegane Küche“ eine gute Wahl für ein erstes Kochbuch, da doch viele Basics abgedeckt werden. Wer allerdings schon länger kocht findet denke ich sinnvollere Neuanschaffungen. Alles in allem fällt mein Fazit deshalb ziemlich ernüchternd aus. Leider kann ich für das Werk der sympathischen italienischen Köchin nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Thematisch interessant, Umsetzung aber wenig überzeugend

Großmutters Geheimnis
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„Großmutters Geheimnis“ war mein erstes Buch des Autoren Benjamin Koppel und wird wahrscheinlich auch das letzte bleiben. Dabei ist der Roman inhaltlich doch eigentlich richtig interessant. Es gibt zwei ...

„Großmutters Geheimnis“ war mein erstes Buch des Autoren Benjamin Koppel und wird wahrscheinlich auch das letzte bleiben. Dabei ist der Roman inhaltlich doch eigentlich richtig interessant. Es gibt zwei Zeitstränge, Großmutter Ruth erzählt aus ihrer Vergangenheit und Enkel Alexander begleiten wir 2015/16. An sich erst mal ein klassischer Aufbau welchen viele historische Romane nutzen. Der Einstieg war für mich allerdings in beiden Erzählsträngen holprig. Die Lebensgeschichte von Ruth ist zwar durchgehend interessant, am Anfang ist die Erzählung aber noch sehr sprunghaft und etwas diffus. Nach und nach gewinnt sie dann aber an Kraft und geht auch mehr und mehr in die Tiefe. Besonders der Aufenthalt im Durchgangslager Theresienstadt wird sehr bewegend und authentisch geschildert.

Mit dem aktuelleren Strang wurde ich im Gegenzug dazu nie richtig warm. Einfach alle drei Hauptfiguren waren mir dermaßen unsympathisch, zudem konnte ich Alexanders Verhalten Streckenweise überhaupt nicht nachvollziehen. Manches erklärt sich zwar im Handlungsverlauf, aber längst nicht alles. Dominiert wird dieser Teil der Geschichte von einer sehr detailliert geschilderten Kinderwunschbehandlung. Eigentlich ein total emotionales Thema, welches mich aber aufgrund der Charaktere wirklich kalt ließ. Nachdem mich der Roman im Mittelteil endlich auf beiden Ebenen fesseln konnte, ging es dann leider rasch wieder abwärts. Ein gelungenes Ende kann an und für sich ein Buch durchaus retten finde ich. Hier ist nun genau das Gegenteil passiert und der Autor hat es in meinen Augen einfach nur vermasselt. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen um nicht zu Spoilern. Nur so viel, das Ende wirkt unausgegoren und schnell herunter geschrieben. Diese Auflösung wird der eigentlich tiefgründigen Geschichte in keiner Weise gerecht und ist absolut unglaubwürdig. Und so lässt mich „Großmutters Geheimnis“ leider ziemlich enttäuscht zurück. Insgesamt kann ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben, schade denn das Thema hätte eigentlich mehr hergegeben.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Unterhaltsame, etwas abstruse Geschichte

Engagier dich oder stirb!
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Ein Krimi ist „Engagier dich oder stirb!“ der Autorin Nicole Makarewicz nicht so richtig. Vielmehr ist es eine amüsante Mischung, aus Familiengeschichte und humorvollen Ausführungen einer Drillingsmama. ...

Ein Krimi ist „Engagier dich oder stirb!“ der Autorin Nicole Makarewicz nicht so richtig. Vielmehr ist es eine amüsante Mischung, aus Familiengeschichte und humorvollen Ausführungen einer Drillingsmama. Die Stärken des Romans liegen auch genau darin. Viele der Szenen werden Eltern bekannt vorkommen und sind gerade deshalb witzig. Dann gibt es auch noch einen Mordfall und ehrlich gesagt ist alles was damit zusammenhängt ziemlich abstrus und wenig glaubhaft. Außerdem stellt sich Finja bei ihren "Ermittlungen" teils so ungeschickt an, dass es mich richtig genervt hat. Auch die charakterlichen Darstellungen mancher Figuren waren mir zu platt und nur wenig authentisch. Auch wenn der Roman eigentlich feministisch angehaucht wirken soll, stimmen dafür zu viele Details nicht. Etwa wenn Begriffe wie hysterisch verwendet werden, oder auch wie über andere weibliche Figuren gesprochen wird. Und auch auf den handlungstechnischen Schwenk zum Liebesroman, hätte ich ehrlich gesagt verzichten können. Der Schreibstil ist an und für sich gut lesbar. Die einzelnen Kapitel erscheinen allerdings oft zusammenhangslos und aprubte Themenwechsel gehören zum vorherrschenden Ton. Unübersichtlich wird es dabei aber nicht. Insgesamt hat der Roman für mich sowohl Stärken, als auch Schwächen. Wer aber einen feministischen Krimi erwartet, könnte enttäuscht werden. Letztlich vergebe ich 3 Sterne, da sich das Buch für mich im goldenen Mittelfeld einfügt.

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