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Veröffentlicht am 09.02.2026

Eine warmherzige Small-Town-Romance-Geschichte

Ein Zuhause im Frühling
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Bereits das Cover des Romans mit den Blüten und dem frischen Rotton vermittelt einen fröhlichen, frühlingshaften Eindruck. Es ist vom Stil her den anderen Buchcovern von Julie Caplin nachempfunden. ...

Bereits das Cover des Romans mit den Blüten und dem frischen Rotton vermittelt einen fröhlichen, frühlingshaften Eindruck. Es ist vom Stil her den anderen Buchcovern von Julie Caplin nachempfunden.

In der Geschichte geht es um Ella, einer Künstlerin aus London, die sich vorübergehend um das Haus ihrer Patentante in Wilsgrave kümmern möchte. Sie macht dies wegen einer Beziehungspause und um neue Impulse für ihre Kunst zu finden. Doch in Wilsgrave erwartet sie nicht nur das Cottage ihrer Patentante, sondern auch Tessa, eine Labradorhündin und eine Dorfgemeinschaft, die sie in das Dorfgeschehen einbezieht. Obwohl sich Ella zuerst dagegen sträubt, lässt sie sich jedoch dazu überreden und übernimmt einige Aufgaben. Hierbei wird sie von der Tierarzthelferin Bets unterstützt. Dies führt alles zu sehr unterhaltsamen Ereignissen. Hierbei lernt sie auch Devon, den Tierarzt des Dorfes kennen, der wie Ella geplant hat, nur vorübergehend in der Praxis seines Vaters auszuhelfen. Aber beide haben mit einigen Problemen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen, bei denen sie sich gegenseitig unterstützen.

Es war eine herrliche Kombination von zum Teil schrägen, aber sehr liebenswürdigen Dorfbewohnern, einem tollpatschigen, aber niedlichem Labrador und einer Protagonistin, die nach und nach wieder das Leben zu genießen lernt. Ich habe förmlich gespürt, dass mit dem Frühling auch Ellas Lebensfreude zurückkehrte.

Sowohl die Protagonisten als auch die Nebencharaktere waren sehr schön und mit viel Tiefgang beschrieben. Dazu gab es mehrere Erzählstränge. Dies war einerseits Ellas Leben in Wilsgrave, aber nach und nach habe ich auch etwas über ihr Leben in London und ihre dortige Beziehung erfahren. Hierdurch wurde Ellas Person lebendiger und nahbarer. Auch wenn es traurige Szenen in der Geschichte gab, hat es Julie Caplin immer wieder geschafft, dass die Leichtigkeit in der Geschichte nicht verlorenging und sich Ella nie hat herunterziehen lassen, sondern immer wieder neue Kraft geschöpft hat.

Fazit: Ein frühlingshafter Feel-Good-Roman mit einer Protagonistin, die wieder zurück ins Leben und in ihre Kreativität findet und einer liebevollen Dorfgemeinschaft.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Freunschaft, Liebe und Crime

Juniper Hill | Die Edens 2 |
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Memphis kommt erschöpft mit ihrem Baby im Elois Inn in Montana an und kann vorübergehend in Knox Appartement wohnen. Knox ist hierüber nicht sehr begeistert, willigt jedoch aufgrund der Bitte ...

Memphis kommt erschöpft mit ihrem Baby im Elois Inn in Montana an und kann vorübergehend in Knox Appartement wohnen. Knox ist hierüber nicht sehr begeistert, willigt jedoch aufgrund der Bitte seiner Schwester ein.

Bereits in diesem ersten Abschnitt habe ich mir die Fragen gestellt, weshalb Memphis mit ihrem Baby durch halb Amerika gefahren ist und warum Knox so gegen ihren Einzug in seinem Appartement war. Doch im Laufe der Geschichte werden die Gründe der beiden nachvollziehbar und ich mochte vor allem Memphis mit ihrer Kraft und ihrem Durchhaltevermögen und Knox für seine Warmherzigkeit. Beide kämpften zwar noch immer mit den Problemen aus ihrer Vergangenheit, kommen sich jedoch im Laufe der Zeit näher.

Die Protagonisten waren mir beide sofort sympathisch und auch die Nebenfiguren, insbesondere Knox Familie, waren sehr herzlich. Hierdurch wurde es zu einer schönen Small Town Romance. Doch es gab auch andere Personen, die ein wenig undurchsichtiger waren und wodurch der Crime-Aspekt in die Geschichte eingeflossen ist.

Durch diese verschiedenen Szenarien hat es Devney Perry geschafft eine Geschichte mit Tiefgang, Romantik und Spannung zu schreiben.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Sehr spannend

Stummes Trauma
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Als eine tote junge Frau gefunden wird, stellt sich heraus, dass es sich um eine Patientin von Anna Varga, Psychologin in der ambulanten Psychiatrie, handelt. Dies belastet Anna sehr und sie beginnt neben ...

Als eine tote junge Frau gefunden wird, stellt sich heraus, dass es sich um eine Patientin von Anna Varga, Psychologin in der ambulanten Psychiatrie, handelt. Dies belastet Anna sehr und sie beginnt neben der Polizei und ihrem Chef Miro selbst Fragen zu ihrer Patientin Felicia Frost zu stellen. Hierzu nimmt sie Kontakt zu Freunden und Familie der Toten auf. Gleichzeitig erfährt man jedoch auch etwas über die polizeilichen Ermittlungen. Nachdem eine weitere Frau tot aufgefunden wird, ermittelt auch Miro, Annas Chef, der die Tote kannte.

Diese Perspektivwechsel in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen und haben zur konstanten Spannung beigetragen. Man erfährt sehr viel über das Privatleben von Anna, Miro und der Polizistin Malin. Aber nach und nach erfährt man auch viel über Felicia Frost und ihre Geheimnisse. Hinzu kommt, dass es nicht nur in der Familie der Toten Geheimnisse gab, sondern auch in der Dorfgemeinschaft. Dieses Kleinstadtsetting mit einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der sich Jeder, dessen Vergangenheit und auch das ein oder andere Geheimnis kennt und in der daher auch viel geheimgehalten wird, war es für Anna und Miro umso schwerer etwas herauszufinden.

Der Schreibstil war sehr flüssig und die Autorin hat es geschafft die Atmosphäre des schwedischen Winters mit seiner Kälte und Dunkelheit zu nutzen, um der Geschichte den Spannungsbogen eines Thrillers zu geben.

Bei diesem Thriller hat alles gepasst. Die Protagonisten waren glaubwürdig und sympathisch, die Polizeit hat gut gearbeitet und es gab viele Wendungen in der Geschichte.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Die Geschichte einer starken Frau

Mein Name ist Emilia del Valle
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Bereits das Cover mit der Frau, die bis zu den Hüften im Meer steht und von Möwen umkreist wird, zeigt, dass sich die Geschichte um eine willensstarke Frau dreht. Und dies ist auch der Fall. ...

Bereits das Cover mit der Frau, die bis zu den Hüften im Meer steht und von Möwen umkreist wird, zeigt, dass sich die Geschichte um eine willensstarke Frau dreht. Und dies ist auch der Fall. Emilia del Valle verfolgt von Beginn an ihre Ziele. Zuerst als Autorin von Groschenromanen und später als Journalistin, die mit ihrem Kollegen nach Chile geht, um dort über den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu berichten. Auch in diesem Roman ist es Isabel Allende gelungen historische Fakten zu der Geschichte einer emanzipierten und kämpferischen Frau zu verknüpfen. Aber es ist auch ein Teil der Geschichte ihres Herkunftslandes und ich spüre in den Romanen von Isabel Allende immer wieder autobiographische Aspekte. Besonders gut haben mir auch hier wieder die Landschafts- und Städtebeschreibungen Chiles gefallen. Ein Großteil des Romans nehmen die Kriegsbeschreibungen ein. Diese werden sehr detailliert und durchaus brutal beschrieben. Doch auch hier zeigt sich wieder die Stärke von Emilia del Valle, die diese Grausamkeiten erträgt.

Ein sehr fesselnder Roman in gewohnter Isabel Allende Qualität.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Spannend und wendungsreich

A Good Girl’s Guide to Murder
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Pippa recherchiert für ein Schulprojekt über einen Mordfall, der vor fünf Jahren passierte und bereits abgeschlossen ist. Hierbei geht es um die Ermordung von Andie Bell durch ihren Freund Sal Singh. Andies ...

Pippa recherchiert für ein Schulprojekt über einen Mordfall, der vor fünf Jahren passierte und bereits abgeschlossen ist. Hierbei geht es um die Ermordung von Andie Bell durch ihren Freund Sal Singh. Andies Leiche wurde jedoch nie gefunden, Sal hat den Mord bestritten und sich dann angeblich im Wald umgebracht. Doch Pippa konnte nie glauben, dass Sal der Mörder war und beginnt zu recherchieren. Hierbei kommt sie einigen Ungereimtheiten auf den Grund und auch die von allen geliebte Andie hatte ihre dunklen Seiten. Pippa nutzt für ihre Recherchearbeit einerseits die klassische Interviewtechnik, aber auch morderne Medien wie Social Media und lernt hierdurch Sals Bruder Ravi kennen, der sie bei ihrer Arbeit unterstützt.

Die Geschichte ist sehr spannend und wendungsreich, da bei Pippas Recherche immer mehr Personen aus Andies Umfeld verdächtig werden. Sehr gut haben mir hierbei die Protagonisten Pippa und Ravi gefallen, die einerseits sehr sympathisch, aber auch sehr mutig waren und sich oftmals auch selbst in Gefahr brachten. Dazu kommt das Setting einer typisch britischen Kleinstadt. Der Schreibstil war leicht und flüssig und die Geschichte so spannend, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen.

Es handelt sich zwar um einen Jugendroman, der aber auch für erwachsene Leser sehr zu empfehlen ist.

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