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Veröffentlicht am 04.11.2025

Wahnsinnig gut

Botanik des Wahnsinns
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"Botanik des Wahnsinns" von Leon Engler ist ein Werk, das die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Schattenseiten des Lebens auf eindringliche Weise beleuchtet. Die Erzählung entfaltet sich über ...

"Botanik des Wahnsinns" von Leon Engler ist ein Werk, das die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Schattenseiten des Lebens auf eindringliche Weise beleuchtet. Die Erzählung entfaltet sich über mehrere Generationen einer Familie, wobei der Blickwinkel des Sohnes, Enkels und Urenkels die Vielschichtigkeit der familiären Dynamik offenbart. Dieses Buch ist nicht nur eine chronologische Aufzählung von Ereignissen, sondern eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den seelischen Abgründen, die oft im Verborgenen bleiben.

Engler thematisiert die Tabuthemen, die in vielen Familien im Stillen leiden: Depressionen, Alkoholismus, Suizidversuche und die ständige Suche nach dem Sinn des Lebens. Diese Themen werden nicht nur angesprochen, sondern auch in ihrer drängenden Realität erfahrbar gemacht. Der Protagonist, der auch als Psychologe tätig ist, versucht, die eigene Familiengeschichte zu verstehen und gleichzeitig seine persönlichen Erfahrungen in der Psychiatrie zu reflektieren. Diese Verbindung zwischen persönlichem Erleben und professionellem Wissen verleiht der Erzählung eine authentische Tiefe.

Die Sprache des Autors ist klar und einfühlsam, wodurch der Leser sich leicht in die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere hineinversetzen kann. Engler meidet anklagende Töne und schafft stattdessen Raum für Verständnis und Empathie. Diese Herangehensweise führt dazu, dass der Leser sich mit den Protagonisten identifizieren kann, selbst wenn ihre Entscheidungen und Lebenswege herausfordernd und schmerzhaft sind.

Ein zentraler Aspekt des Buches ist die Frage nach dem, was Normalität bedeutet. Engler lädt den Leser ein, über die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen nachzudenken und zu hinterfragen, was es bedeutet, "normal" zu sein.

Insgesamt ist "Botanik des Wahnsinns" ein bemerkenswertes Werk, das tief in die menschliche Psyche eintaucht und dabei die Komplexität von Familienbeziehungen und psychischen Erkrankungen beleuchtet. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und den Leser dazu ermutigt, sich mit den oft unangenehmen Wahrheiten des Lebens auseinanderzusetzen. Leon Engler hat mit diesem Werk ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt, das sowohl literarisch als auch psychologisch von Bedeutung ist.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Wunderbar gestaltet

Perla und der Pirat 2
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Isabel Allendes „Perla und der Pirat“ ist bereits der zweite Band einer Kinderbuchreihe. Mir ist der erste unbekannt, das ist hier nicht problematisch, die Geschichte ist verständlich und vollständig.
Mir ...

Isabel Allendes „Perla und der Pirat“ ist bereits der zweite Band einer Kinderbuchreihe. Mir ist der erste unbekannt, das ist hier nicht problematisch, die Geschichte ist verständlich und vollständig.
Mir war die Autorin bislang nur aufgrund ihrer Literatur für Erwachsene bekannt und ich lese sie seit Jahren wirklich sehr gerne.
Die wunderschönen Illustrationen von Sandy Rodríguez stechen als Erstes hervor: Sie sind großflächig, farbenfroh und passen komplett zum Text.
Beim Vorlesen gibt es also immer eine Menge zu betrachten, Kleinigkeiten und Details auf jeder Seite zu entdecken. Es gibt sogar ein kleines Suchspiel nach einem Zauberer.
Perla, ein kleiner Hund, ist Nicos bester Freund. Der Pirat ist ein neuer Nachbar und spielt in einer Band.
Als Nico auf dem Schulweg vom Weg abkommt, schließt sich Perla mit dem Piraten zusammen, und sie beginnen die Suche.
Eine wunderbare Geschichte über Freundschaften und Zusammenstehen in allen Situationen, überwinden von Krisen.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Überzeugend

Mein Name ist Emilia del Valle
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„Mein Name ist Emilia del Valle“ von Isabel Allende ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Sie erzählt überzeugend und schafft wieder eine fesselnde Geschichte.

Der Roman braucht Zeit: Wer längere Erzählungen ...

„Mein Name ist Emilia del Valle“ von Isabel Allende ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Sie erzählt überzeugend und schafft wieder eine fesselnde Geschichte.

Der Roman braucht Zeit: Wer längere Erzählungen mag, wird belohnt. Ab einem bestimmten Moment konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Emilia wächst in einer liebevollen Umgebung auf. Mutter und Stiefvater begleiten sie, und ihr Mut sowie Selbstbewusstsein wachsen, vor allem durch den Stiefvater. Sie schreibt zunächst unter einem Pseudonym, da der Beruf damals ein Männerberuf war. Später, als Journalistin, verwendet sie ihren echten Namen.

Ihre Arbeit führt Emilias Weg schnell nach Chile, Heimat ihrer Wurzeln, das gerade von einem blutigen Bürgerkrieg erschüttert wird. In Chile fühlt die Autorin sich daheim und gelingt es, das Geschehen lebendig zu machen.

Der Roman bietet politische Tiefe, Brutalität des Krieges und eindrucksvolle Naturbeschreibungen. Land und Menschen entstehen beim Lesen deutlich vor dem inneren Auge.

Emilia bleibt trotz allem ihrem Weg treu, lässt sich nicht einschränken und geht mutig voran. Das Buch wirkt eindringlich, und Emilia ist als Protagonistin hervorragend gezeichnet.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Irgendwann reicht es

Moribundus
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"Moribundus" von Armands A. Asimov ist der erste Schritt auf der Animals Lane und ich bin jetzt, nach der Lektüre, schon sehr gespannt auf die weiteren.
Garv ist ein kleiner Kater und er erzählt uns hier ...

"Moribundus" von Armands A. Asimov ist der erste Schritt auf der Animals Lane und ich bin jetzt, nach der Lektüre, schon sehr gespannt auf die weiteren.
Garv ist ein kleiner Kater und er erzählt uns hier seine Geschichte, genauso wie er sie auch erlebt hat. Es ist eine sehr interessante Erfahrung das Geschehen aus Tiersicht mitzuerleben. Und nein, es ist keine niedliche Kuschelgeschichte für Kinder. Denn dieser Kater erlebt das Grauen in seinem Alltag und entfesselt es dann selber. Ich möchte hier aber auch nicht den Inhalt vorwegnehmen.
Der Schreibstil ist mitunter sehr poetisch und wunderschön beschreibend und dann kommen wieder Beschreibungen von Grausamkeiten und Leid, die sich auch einbrennen. Ich finde es sehr wichtig, die Gedanken und Gefühle des Katers zu verfolgen, ja klar, so wie ein Mensch sie sieht, aber absolut vorstellbar.
Die Kapitel sind kurz und schnell gelesen, die Situation eskaliert relativ schnell und es kommen auch einige fantastische Elemente dazu.
Der erste Teil der Geschichte, und das ist das tieftraurige daran, ist genauso vorstellbar in so einigen Haushalten, der zweite ist dann schon eher der Fantasie des Autors geschuldet.
Ich mochte die Geschichte sehr, weil sie Anregungen zum Nachdenken bietet und noch eine ganze Zeit lang nachhallt.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Auf der Spur des Piraten

Das Grab des Piraten
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"Das Grab des Piraten" von Gerhard Wegner ist der fünfte Teil einer Reihe. Für mich war er der erste und das war überhaupt nicht störend. Alles, was man wissen musste, wurde im Laufe der Geschichte mit ...

"Das Grab des Piraten" von Gerhard Wegner ist der fünfte Teil einer Reihe. Für mich war er der erste und das war überhaupt nicht störend. Alles, was man wissen musste, wurde im Laufe der Geschichte mit erklärt, das Abenteuer war in sich abgeschlossen.
In diesem Buch geht es auf eine spannende Suche, der Suche nach dem berühmten Piraten Sir Francis Drake, also seinen sterblichen Überresten und fast nebenbei auf eine Schatzsuche.
Das Team rund um den erfolgreichen Archäologen Dr. Michel Thromberg mit der Odyssee ist in Bergungen versiert und erfolgreich. Aber hier bekommen sie es mit einflussreichen Gegenspielern und auch Unterstützern zu tun. Die Suche gerät zu einem Politikum.
Das Buch ist von Beginn an spannend und mir gefällt diese Mischung aus historischen Begebenheiten und reiner Fantasie des Autors sehr gut. So kann man tief in die Geschichte eintauchen.
Die Charaktere werden gut gezeichnet, die Umgebung bildhaft beschrieben und die Action-Szenen sind in atemloser Spannung inszeniert. Man möchte fast keine Lesepause einlegen.
Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich auch andere Bücher aus der Reihe nachholen werde.

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