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Veröffentlicht am 23.01.2026

Eisige Realität: Klimawandel zwischen den Großmächten

Schmelzpunkt
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In der faszinierenden Welt von Wolf Harlanders »Schmelzpunkt« entführt uns der Autor auf eine Reise in die kalten Gegenden, die eine so wichtige Funktion für den Klimaschutz übernehmen und gerade jetzt ...

In der faszinierenden Welt von Wolf Harlanders »Schmelzpunkt« entführt uns der Autor auf eine Reise in die kalten Gegenden, die eine so wichtige Funktion für den Klimaschutz übernehmen und gerade jetzt zu Beginn 2026 von einem dummen, aber gefährlichen Präsidenten, bedroht werden. Diese Reise verführt aber auch in die Gefühlswelt von Liebe, Verlust und Selbstfindung.

Die Geschichte entfaltet sich in einem Kaleidoskop aus eindrucksvollen Bildern, menschlichen Konflikten und spannenden Momenten zwischen den Figuren rivalisierender Großmächte und Geheimdienste, die den Leser fesseln. Lassen Sie sich von der Erzählkunst Harlanders mitreißen und entdecken Sie, wie der Schmelzpunkt das Leben der Charaktere prägt und verändert.

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Der Klimawandel offenbart bereits seine erschreckenden Auswirkungen. Über dem dauerhaften Eis Grönlands breitet sich eine Wärme aus, die die Temperaturen in Mitteleuropa übertrifft. Obwohl die schroffen Gletscher weiterhin in den klaren Himmel ragen, zerfallen die imposanten Eisformationen und verursachen Erschütterungen im Land. Die Arktis schmilzt.

Der junge Inuk Nanoq Egede ist schockiert, als er im Eis zahlreiche qualvoll gestorbene Tiere entdeckt. Auf der Suche nach Unterstützung findet er leider keine Hilfe bei seinen einheimischen Nachbarn. Stattdessen erhält er Unterstützung von einem deutschen Forschungsinstitut. Die Wissenschaftlerin Dr. Hanna Jordan stellt fest: Diese Tiere sind nicht natürlichen Todes gestorben. Das Volk von Nanoq ist in höchster Gefahr, denn eine Katastrophe droht, die alle bisherigen Ängste übertrifft.

Nelson Carius und Diana Winkels vom BND reisen ebenfalls in die Arktis, die seit Langem im Fokus intensiver globaler Auseinandersetzungen zwischen Russland, China und den USA steht. Der Drang nach Gewinn und Einfluss zieht gefährliche Akteure an, die vor nichts Halt machen. Die Ermittlungen führen direkt in die geheimen Aktivitäten mächtiger Nationen. Bevor das ewige Eis zum Schauplatz eines Konflikts wird, bei dem es nicht nur für Hanna und Nanoq um Leben und Tod geht.

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Grönland, die große, weiße Insel im Nordatlantik, steht in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit. Während »Schmelzpunkt«, der bereits 2022 erschienende Roman die alarmierenden Auswirkungen des Klimawandels thematisierte, sind die Herausforderungen, die das Land und sein Volk seitdem erdulden, nur gewachsen. In einem globalen Wettstreit um seltene Erden scheinen die Menschen und ihre Kultur oft in den Hintergrund zu treten, während die USA in dieser Geschichte noch als vermeintliche Weltenretter auftreten. Doch die Bedrohungen, die Grönland und seine Bevölkerung heute erleiden, sind gravierender als je zuvor, und die Hoffnung auf eine gerechte Lösung schwindet. Allerdings muss man dem Autor Wolf Harlander auch zugestehenm, dass er vor wenigen Jahren nichts über die heuten Ereignisse wissen oder gar ahnen konnte.

In dieser packenden Geschichte »Schmelzpunkt« entfalten sich zwei miteinander verwobene Handlungsstränge: Einerseits wird der Klimaschutz zum dringlichen Thema, während ein ungewöhnliches Tiersterben zu einer romantischen Beziehung zwischen einem Inuit und einer deutschen Wissenschaftlerin führt. Andererseits tobt ein erbitterter Kampf der Großmächte um die wertvollen Ressourcen in der Arktis, begleitet von geheimen Missionen der Geheimdienste, darunter auch der BND, der Ermittler in die frostigen Weiten entsendet. Doch selbst die Agenten des BND sind nicht vor persönlichen Konflikten gefeit, was die Spannung zusätzlich anheizt und die Grenzen zwischen Pflicht und Leidenschaft verschwimmen lässt. Inmitten dieser Herausforderungen müssen die Figuren nicht nur ihre eigenen Überzeugungen, sondern auch die Zukunft der Erde in Frage stellen.

Wolf Harlander hat eine Geschichte konstruiert, die nicht ausnahmeslos mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt. Sie ist mit sehr viel Action gespickt. Prügeleien, Schießeren, Flucht ins Eis, militärische Bedrohungen gehören ebenfalls zum Register wie dialoigreiche Ermittlungen und romantische Begegnungen.

»Schmelzpunkt« von Wolf Harlander ist ein fesselndes Werk, das den Leser auf eine Reise in die Arktis mitnimmt, wo der Klimawandel nicht nur die Landschaft, sondern auch die geopolitischen Spannungen zwischen Großmächten beeinflusst. Harlander gelingt es, komplexe Themen anschaulich und unterhaltsam zu präsentieren. Die packende Erzählweise zieht einen sofort in den Bann und lässt einen über die drängenden Fragen der Ressourcenverteilung und Umweltzerstörung nachdenken.

Allerdings fühlt sich das Buch »Schmelzpunkt« im Vergleich zu aktuellen Entwicklungen etwas verfrüht an, da einige der angesprochenen Aspekte inzwischen an Dringlichkeit gewonnen haben. Dennoch bleibt „Schmelzpunkt“ eine lesenswerte Lektüre, die klug unterhält und zum Nachdenken anregt. Ein Muss für alle, die sich für die Zukunft unseres Planeten interessieren und mehr über die Herausforderungen in der Arktis erfahren möchten.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2025

Kindheit bei den Zeugen Jehovas

Erlöse mich von dem Bösen
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In diesem Buch schildert Sophie Jones ihre erdrückende und kaum vorstellbare Kindheit bei den Zeugen Jehovas.

Obwohl man als Leser bereits einiges über diese christliche Sekte, deren Mitglieder an mancher ...

In diesem Buch schildert Sophie Jones ihre erdrückende und kaum vorstellbare Kindheit bei den Zeugen Jehovas.

Obwohl man als Leser bereits einiges über diese christliche Sekte, deren Mitglieder an mancher Straßenecke Zeitungen anbieten oder an der Haustür Leute für ihren Glauben bekehren wollen, weiß, kann dieses Buch doch aufklären. In vielen Details und mit Beispielen aus ihrem eigenen Leben gibt die Autorin Einblicke in den Verlauf ihrer Kindheit, Eine Kindheit, die sie sich nicht selbst ausgesucht hatte.

Es ist erschreckend, zu lesen, wie sie in ihren Gedanken und Entscheidungen stets hin- und hergerissen wurde zwischen dem Willen, es Gott und den Menschen der Gemeinde gerecht zu machen und dem Verlust der Freiheit, die sie im Leben außerhalb der Gemeinde, Kita, Schule, Arbeitsplatz, Kennenlernen durfte.

Ich habe mehr über die Zeugen Jehovas erfahren als ich ohe Hin schon wusste und es ließ sich gut und nachvollziehbar lesen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

Veröffentlicht am 18.12.2025

Richard Russo beschreibt diesen Mikrokosmos genüsslich in vielen Details

Diese gottverdammten Träume
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Der Roman von Richard Russo beschreibt das Leben in einer Kleinstadt im Osten der USA, im Bundesstaat Maine. Es ist ein Mikrokosmos, der mit vielen Figuren angefüttert ist, wie sie in einer solch kleinen ...

Der Roman von Richard Russo beschreibt das Leben in einer Kleinstadt im Osten der USA, im Bundesstaat Maine. Es ist ein Mikrokosmos, der mit vielen Figuren angefüttert ist, wie sie in einer solch kleinen Stadt vorkommen.

In einer solch kleinen Stadt ist meist auch ein Pub der Dreh- und Angelpunkt zum Leben in diesem Ort. Hier gibt es Neuigkeiten, hier erfährt man, was los ist. Empire Falls ist solch eine kleine Stadt. Sie wurde im wesentlichen von einer Familie aufgebaut. Und die beinahe letzte Person, Mrs Whiting, besitzt immer noch die meisten Immobilien, sorgt für die meisten Arbeitsplätze, sponsert das gesellschaftliche Leben.

Ihr gehört auch der Empire Grill an der Empire Avenue. Zwar ist dies kein Pub, aber dieses Grillrestaurant ist das kulturelle Zentrum in der Stadt. Als Geschäftsführer ist Miles Roby hier tätig, der durchaus noch weiteres vorhat, denn er strebt eine Lizenz zum Alkoholausschank an. Miles Mutter hat jahrelang in der Textilfabrik der Whitings geschuftet. Als das nicht mehr ging, wurde sie die Haushälterin von Mrs Whiting. Diesem Zusammenspiel hat Miles wohl auch seinen Job zu verdanken. Gerne erinnert ihn sein Mitarbeiter auch daran, dass Mrs Whiting eine geborene Robydeaux ist und von irgendwoher muss ja auch der Nachname Roby kommen. Will heißen, Miles wäre bestimmt mit Mrs Whiting verwandt. Doch der will davon nichts wissen.

Im Empire Grill treffen die unterschiedlichsten Figuren aufeinander. Neben dem Geschäftsführer sind es die Angestellten, der Sheriff und die Cops, die Angehörigen dieser Leute, Ehefrauen, Töchter, Söhne, Verwandte und Freunde.

Richard Russo beschreibt in »Diese gottverdammten Träume« diesen Mikrokosmos genüsslich in so vielen Details und auf so angenehme Weise, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein und den Großteil dieser Menschen zu kennen. Zumindest kennt jeder Leser in seinem Bekanntenkreis Leute, die ganz ähnlich ticken wie die Figuren in diesem Roman und ähnliche Eigenschaften aufweisen. Für mich immer wieder verblüffend, dass die nationale Herkunft dabei keine Rolle spielt. Überall auf der Welt verhalten sich Menschen in gleicher Weise.

Nacheinander, Schritt für Schritt, werden die wichtigen Leute beschrieben, die den Ort aufgebaut haben und jetzt immer noch das Sagen haben bzw. deren verbliebenen Erben.

Das geschieht teils in Rückblenden oder aus den Gedanken einzelner Figuren heraus. So schildert Russo die Lebensgeschichten anderer Figuren einfühlsam, nicht ohne Humor und durchaus unterhaltsam. Gleichzeitig lernt man die ursprüngliche Figur, in der die Gedanken über eine andere Figur herumschwirren, nur noch umso besser kennen.

Die Frage nach dem „Was kommt am Ende bei diesem Roman heraus?“ ergibt sich vordergründig in »Diese gottverdammten Träume« nicht. Jedoch beim Lesen und Kennenlernen der kleinen Stadt, die einst offenbar größer war und in der sich Tragödien abgespielt haben müssen erfährt man viel über die Menschen. Was wird aus ihnen? Was wird aus der Stadt, wenn die Fabriken woanders hingezogen sind? Wer ist für so manchen Unfall verantwortlich?

Es sind viele kleine einzelne Geschichten und Schicksale, die der Autor hier in einem großen Roman zusammengerührt hat. Und so mancher Einwohner von Empire Falls hat noch große Wünsche für sein Leben. Doch es sind vielleicht alles nur gottverdammte Träume.

Mit »Diese gottverdammten Träume« können sich Leser in die Welt einer amerikanischen Kleinstadt hineinversetzen und feststellen, dass die Menschen dort genau solche Gedanken und Probleme wie in Deutschland oder jeden anderen Flecken der Erde habe. Deshalb kann ich diesen Roman nur empfehlen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

Veröffentlicht am 12.11.2025

Mittelalter in der Gegenwart

Eifel-Ritter
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Mit »Eifel-Ritter« stellt Monika Tworuschka den zweiten regional angehauchten Kriminalroman vor. Erneut werden die Leser mit der Landschaft und Gepflogenheiten in der Eifel bekanntgemacht. Zusätzlich hat ...

Mit »Eifel-Ritter« stellt Monika Tworuschka den zweiten regional angehauchten Kriminalroman vor. Erneut werden die Leser mit der Landschaft und Gepflogenheiten in der Eifel bekanntgemacht. Zusätzlich hat sie ein Thema gewäht, weches durchaus für viele interessant sein dürfte. Die kriminelle Handlung spielt in der Szene der Mittelaltermärkte, der Mittelalterlager und des LARP – Live Acting Role Play.

In den Anfangskapiteln entfaltet sich eine packende Spannung, die den Leser sofort fesselt und seine Fantasieanregt. Hauptkommissar Johannes Nöthen steht an einem entscheidenden Punkt, während er das Haus einer verdächtigen Person überwacht. In seinem Inneren tobt ein Konflikt zwischen Loyalität und Pflicht, der ihn beinahe zerreißt, denn er hat entscheidende Informationen zurückgehalten. Diese vorgezogene Szene weckt Neugier, da die Leser nicht wissen, warum Nöthen handelt, wie er es tut, und sie unweigerlich wissen wollen, welche Geheimnisse sich hinter seiner Entscheidung verbergen.

Bereits im zweiten Kapitel scheint er ins Mittelalter versetzt zu werden, wo die drückende Atmosphäre von Intrigen und Geheimnissen herrscht. Ein geheimnisvoller Plan nimmt Gestalt an, und offenbar ein Täter benötigt eine passende Verkleidung, um unerkannt zu bleiben – ein Kettenhemd erscheint ihm als ideale Wahl. Während sich das Getümmel der Menschen um ihn herum entfaltet, bleiben die Leser ebenso ratlos und fragen sich, welche dunklen Absichten hinter diesem geheimnisvollen Vorhaben stecken.

In einem faszinierenden Wechselspiel der Erzählstränge entfaltet sich die Geschichte einer alten Chronik, die von der Hündin des Hauptkommissars bei einem Spaziergang mit dessen Tochter entdeckt wird, nur um kurz darauf gestohlen zu werden. Dann findet während eines prächtigen Burgfestes ein grausamer Mord statt, der Nöthen und seine Oberkommissarin auf eine herausfordernde Spurensuche schickt.

Während sich verschiedene interessierte Leute auf die Suche nach der verschwundenen Chronik machen und versuchen, ihre Geheimnisse zu entschlüsseln, verdichten sich die Hinweise für die Polizei, die einen schockierenden Zusammenhang zwischen der Leiche und dem rätselhaften Manuskript offenbaren. Neue Erkenntnisse über die Chronik werfen ein vielschichtiges Licht auf die Motive des Mordes und erhöhen die Spannung enorm.

Die interessante Gestaltung des Druckbildes zieht sofort die Aufmerksamkeit der Leser auf sich. Zitate aus der Chronik sowie aus Zeitungen und Prospekten werden durch verschiedene Schrifttypen hervorgehoben, was die Lesefreundlichkeit erheblich erhöht. Diese bewusste Auswahl der Schriftarten schafft nicht nur visuelle Akzente, sondern lädt auch dazu ein, die Geschichten und Informationen intensiver zu erkunden. So wird jede Seite zu einem spannenden Erlebnis, das zum Verweilen und Staunen einlädt.

In »Eifel-Ritter« von Monika Tworuschka entführt uns die Autorin in eine faszinierende Welt der Mittelaltermärkte und LARP-Veranstaltungen. Die Seiten sind gefüllt mit detaillierten Informationen, die sowohl Neulinge als auch erfahrene Mittelalter-Fans fesseln. Die spannenden Ermittlungen sind durch einen packenden Abschluss gekrönt, der mitfiebern lässt.

Die Vielzahl an Tatverdächtigen hält die Leser in Atem und macht ihnen das Mitraten schwer. Gleichzeitig werden Konflikte im privaten Umfeld der Hauptfiguren entfaltet, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Die aufwendige Gestaltung des Druckbildes tut ihr Übriges, um das Lesevergnügen zu steigern.

Allerdings kann die reichhaltige Einbeziehung der LARP-Szene manchmal verwirrend sein. Die Vielzahl an Namen, sowohl Klarnamen der Teilnehmer als auch deren Rollennamen, erfordert volle Aufmerksamkeit, um nicht den Faden zu verlieren.

Trotz dieser kleinen Hürde ist »Eifel-Ritter« ein fesselndes Leseerlebnis, das jeden Mittelalterliebhaber begeistern wird. Die Mischung aus spannender Handlung und detailreicher Weltgestaltung macht das Buch zu einem Muss für alle, die in die Atmosphäre vergangener Zeiten eintauchen möchten.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

Veröffentlicht am 04.11.2025

Unterhaltsam und Aktuell mit Pariser Flair

Der Raub im Tunnel
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Dies ist der mittlerweile achte Kriminalroman in der Serie über den Pariser Richter Jacques Ricou und seine Freundin, die Journalistin Margeaux, die von dem Autor Ulrich Wickert vor vielen Jahren geschaffen ...

Dies ist der mittlerweile achte Kriminalroman in der Serie über den Pariser Richter Jacques Ricou und seine Freundin, die Journalistin Margeaux, die von dem Autor Ulrich Wickert vor vielen Jahren geschaffen wurde.

In diesem neuen Fall müssen Ricou und Margeaux gemeinsam die Geheimnisse eines verworrenen Raubüberfalls aufdecken, der während der Renovierung eines alten Tunnels in Paris geschah. Die Ermittlungen führen sie durch die Schatten der Stadt, wo sie auf ein Netzwerk von Kriminellen stoßen, das bis in die höchsten gesellschaftlichen und politischen Kreise reicht. Währenddessen denkt der Richter an einen Heiratsantrag, der allerdings dann wegen der sich überschlagenden Ereignisse zerschläögt. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Margeaux erhält immer mehr Ansehen in der Rolle der investigativen Journalistin. Gemeinsam setzen sie alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen, bevor es zu spät ist.

»Der Raub im Tunnel« von Ulrich Wickert ist ein wunderbar kriminalistisches Werk, das politische Nachforschungen mit dem zauberhaften Flair des französischen Lebensstils mischt. Die lebendige Schilderung von Paris, samt seiner charmanten Bistros, zieht den Leser sofort in den Bann – als würde er selbst einen Café au Lait an der Seine genießen. Wickert hat aufgrund seines eigenen Lebens in Paris ein Talent dafür, zahlreiche kleine Details über Straßen, Viertel, Plätze und Gebäude einzuflechten, die glatt über das Wissen aus einem Reiseführer hinausgehen. Die spannende Schilderung der kniffligen Beziehungen zwischen Geheimdiensten und der französischen Regierung ist ein echter Seitendreher, während das ständige Hin und Her zwischen Richtern, Polizei und Medien für ordentlich Schwung sorgt. Wer braucht schon einen Krimi, wenn man ein ganzes Politspiel hat?

Besonders gefallen hat mir die Aktualität um solche Figuren wie Elon Musk, Donald Trump und Emmanuel Marcon und deren Beziehungsgeflecht.

Abschließend lässt sich sagen, dass lesenswerte Kriminalromane im heutigen Paris nicht nur durch ihre fesselnde Handlung bestechen, sondern auch das einzigartige Lebensgefühl der Stadt einfangen. Die Mischung aus geheimnisvollen Verwicklungen und der pulsierenden Atmosphäre der Metropole macht jeden Roman zu einem Erlebnis, das zum Mitfühlen und Nachdenken anregt. Egal, ob Sie ein eingefleischter Krimiliebhaber sind oder einfach nur neugierig auf das Pariser Flair, diese Geschichten laden dazu ein, in eine Welt voller Rätsel und Emotionen einzutauchen. Tauchen Sie ein, und lassen Sie sich von der Magie Paris’ und seinen faszinierenden Kriminalfällen verzaubern.

»Der Raub im Tunnel« von Ulrich Wickert ist ein fesselnder Krimi, der den Leser mit Pariser Flair und aktuellen politischen Bezügen begeistert. Wickert gelingt es, die Themen Korruption in Ministerien und den Einfluss neuer Technologien spannend zu verweben. Die sympathischen Figuren rund um den Protagonisten Ricou bringen zusätzliche Tiefe in die Geschichte, während rätselhafte Verbrechen und brenzlige Situationen für ihn den Nervenkitzel erhöhen. Besonders hervorzuheben ist die mysteriöse Leiche, die dem Plot eine unerwartete zusätzliche Notegeben. Ein unterhaltsames Lesevergnügen für Krimifans und alle, die sich für die Verbindung von Politik und Verbrechen interessieren!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025