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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Beeindruckender Familienroman

Die Verlorene
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Änne ist schon sehr alt, als sie auf einmal ein Bild zugeschickt bekommt. Kurz danach stirbt sie. Ihre Tochter Ellen und die Enkelin Laura wissen nichts von dem Bild. Und beim Suchen in den alten Unterlagen ...

Änne ist schon sehr alt, als sie auf einmal ein Bild zugeschickt bekommt. Kurz danach stirbt sie. Ihre Tochter Ellen und die Enkelin Laura wissen nichts von dem Bild. Und beim Suchen in den alten Unterlagen kommen Dinge zutage, die sie ebenfalls nicht wissen und auch nicht richtig einordnen können. Als Laura kurz darauf auch noch schwanger wird und nicht mehr arbeiten soll, entschließt sie sich, nach Schlesien zu fahren und die Spuren von Änne zu erforschen. Was sie herausfindet, ändert so ziemlich alles …

Ein wunderbares Buch. Es spielt auf zwei Zeitebenen und erst nach und nach erfährt man die Geschichte. Sie ist sehr berührend. Die Zeit im zweiten Weltkrieg in Schlesien birgt viele Geheimnisse. Aber auch die Gegenwart ist nicht konfliktlos. Das wird sehr gut miteinander verbunden und man hat sofort Bilder vor Augen und viele der Figuren sind unheimlich vielschichtig, aber sympathisch und man schließt sie ins Herz. Dazu kommen noch einige Geheimnisse, die vieles drehen und die man so nicht erwartet. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Sehr unterhaltsam

DUMONTs Unnützes Reisewissen Frankreich
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Das Buch zählt von A bis Z sogenanntes unnützes Reisewissen über Frankreich auf. Dabei geht es um Fakten, Geschichten vom Hörensagen oder auch knallharte Tatsachen. Die Kapitel sind kurz, maximal zwei ...

Das Buch zählt von A bis Z sogenanntes unnützes Reisewissen über Frankreich auf. Dabei geht es um Fakten, Geschichten vom Hörensagen oder auch knallharte Tatsachen. Die Kapitel sind kurz, maximal zwei bis drei Seiten, und enthalten wirklich querbeet alles, was man als Frankreichreisender zwar nicht unbedingt braucht, was eine Reise aber auf jeden Fall unterhaltsamer macht. Wobei tatsächlich nicht alles unnütz ist. Um ein Beispiel zu nennen: an manchen Metrostationen in Paris kann man sich Regenschirme ausleihen. Bei kurzfristigem Unwetter doch eine wirklich gute Idee. Ob man allerdings wissen muss, dass es in einigen Ecken Ufo- Landeverbote gibt, ist sicherlich nicht überlebenswichtig - wie man richtig auf Französisch schimpft, dagegen vielleicht schon.

Um es kurz zusammenzufassen: das Buch macht unheimlich viel Spaß. Ob man sich die Fakten merkt oder nicht, ist glaube ich, nicht wichtig. Denn bis dahin fühlt man sich extrem gut unterhalten und kann sicherlich mit dem einen oder anderen punkten. Ein hübsches Geschenk für Leute, die gerne reisen oder Frankreich mögen oder für Reiseleiter, die glauben, schon alles zu wissen. Allerdings auch für jene, die nicht glauben, alles zu wissen, die aber auf einer Reise witzige kurze Sachen zur Unterhaltung ihrer Gäste gebrauchen könnten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Überwiegend sehr spannend

Lügennebel
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Sechs Studenten wollen gemeinsam ein paar Tage Winterferien im Are verbringen. Die 2 Mädchen und 4 Jungen feiern anfangs sehr ausgelassen mit extrem viel Alkohol, fahren Ski und nehmen auch Drogen. Bis ...

Sechs Studenten wollen gemeinsam ein paar Tage Winterferien im Are verbringen. Die 2 Mädchen und 4 Jungen feiern anfangs sehr ausgelassen mit extrem viel Alkohol, fahren Ski und nehmen auch Drogen. Bis eines morgens eines der Mädchen tot im Schnee liegt. Niemand will der Täter gewesen sein. Doch fast alle lügen bei den Aussagen.
Kommisssarin Hanna unterbricht für den Fall ihren Kurzurlaub mit ihrem neuen Freund. Auch Daniel kniet sich rein, was ihm viele familiäre Probleme einbringt. Und auch Anton gerät in Schwierigkeiten.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und ist auch überwiegend sehr spannend. Gerade am Anfang geht es quasi hin und her mit den Verdächtigungen. In der Mitte lässt die Spannung etwas nach, hier geht es oft um die privaten Probleme. Trotzdem ist man irgendwie immer dabei, denn es gibt in jedem neuen Kapitel Informationen, die alles verändern und teilweise kippen. Die Dynamik in der Jugendlichengruppe ist extrem und sehr schnell brechen die Gegensätzlichkeiten auf. Dabei gehen die Ermittlungen nur langsam vorwärts und die Gefahren werden immer größer. Das ist sehr gut beschrieben. Es gibt auch genügend Ansätze für eine Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Geschichte pur

Die fremde Königin
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951 im heutigen Italien. Die verwitwete italienische Königin Adelheid ist zusammen mit ihrer Tochter gefangen. Sie soll Berengar bzw. dessen Sohn heiraten, damit dieser offiziell die italienische Krone ...

951 im heutigen Italien. Die verwitwete italienische Königin Adelheid ist zusammen mit ihrer Tochter gefangen. Sie soll Berengar bzw. dessen Sohn heiraten, damit dieser offiziell die italienische Krone bekommt. Doch mit Hilfe von Gaidemar, einem deutschen Panzerreiter, gelingt ihr die Flucht und bald ist sie am Hofstaat von König Otto, der sie kurz danach heiraten wird. Damit ist sie die höchste Frau im deutschen und italienischen Reich. Doch die Macht muss verteidigt werden und es steht mehr als nur ein Krieg vor der Tür.

Das Buch ist wie immer bei der Autorin Geschichte pur. Dabei beschreibt sie die Vorgänge wunderbar nachvollziehbar und man ist sofort in den Kapiteln drin und möchte einfach nur mehr lesen. Die damaligen Zeiten - auch sehr grausame - sind realistisch beschrieben und man kann zumindest ansatzweise nachvollziehen, was die Leute damals dachten und warum sie so handeln. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Beste Schokolade pur

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2)
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Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz. Es gibt schon einige renommierte Schokoladenhersteller. In Bern allerdings versucht sich gerade der junge Rudolph Lindt an der Herstellung der besten Schokolade. ...

Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz. Es gibt schon einige renommierte Schokoladenhersteller. In Bern allerdings versucht sich gerade der junge Rudolph Lindt an der Herstellung der besten Schokolade. Von seiner Familie erhält er relativ wenig Unterstützung, sein Vater hätte es lieber gesehen, wenn der Sohn auch Apotheker geworden wäre. Es dauert lange und braucht viele Versuche, dem gewünschten Ergebnis näher zu kommen...

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um die Familien Lindt und Sprüngli. Es ist wunderbar lesbar und man erfährt sehr viel über die Schokoladenherstellung und die Probleme der damaligen Zeit damit. Gleichzeitig ist es aber auch eine Familiengeschichte, eigentlich sind es mehrere. Auf diese Weise erfährt man auch sehr viel über die Stellung und Möglichkeiten der Frauen zu dieser Zeit. Auch etwas z. B. über fehlendes Patentrecht in der Schweiz oder über die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und die Schwierigkeiten, diese zu überwinden. Das alles ist in kurzen wechselnden Kapiteln aus Sicht der jeweils Beteiligten beschrieben und lässt sich leicht lesen. Ich kann das Buch nur mit einer sehr guten Schokolade vergleichen (Suchtgefahr inklusive). Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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