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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2025

Ein bißchen zu viel

Ostfriesennebel
1

Carina kommt zur Polizei, weil sie glaubt, dass ihr eigener Mann nicht mehr lebt und durch ihren Schwager ersetzt wurde. Die Zwillinge waren schon immer sehr eng und kaum auseinanderzuhalten. Doch sie ...

Carina kommt zur Polizei, weil sie glaubt, dass ihr eigener Mann nicht mehr lebt und durch ihren Schwager ersetzt wurde. Die Zwillinge waren schon immer sehr eng und kaum auseinanderzuhalten. Doch sie ist der festen Überzeugung, dass sie die Rollen getauscht haben. Die Polizei glaubt ihr nur mäßig und verfolgt den Fall nicht, weil eine junge Frau tot auf Bahngleisen gefunden wird und das an vorherige Fälle erinnert.

Den 19. Fall von Ann Kathrin Klaasen dann fand ich als einen der schwächsten der Reihe. Er ist wie immer gut zu lesen und Land und Leute und diverse Werbung wird untergebracht und auch Spannung ist vorhanden. Allerdings ist die Auflösung für mich soweit von jeglicher Realität entfernt, dass es mir zu viel wurde. Ich hoffe, weitere Fälle werden ein wenig besser.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Mord bei Avignon

Das Rot der Vaucluse
0

Bei einem Sturz von einem alten Äquadukt stirbt ein Mann. Kommissar Luc übernimmt den Fall. Doch erst einmal ist gar nicht aufzuklären, wer der Tote überhaupt ist. Es gibt einen Verdächtigen, doch der ...

Bei einem Sturz von einem alten Äquadukt stirbt ein Mann. Kommissar Luc übernimmt den Fall. Doch erst einmal ist gar nicht aufzuklären, wer der Tote überhaupt ist. Es gibt einen Verdächtigen, doch der ist nicht aufzufinden. Unter anderem auch, weil er zusammen mit seiner Freundin die Flucht mit Fahrrädern in unwegsames Gelände vornimmt.

Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen. Der erste Teil ist fast komplett ohne Spannung und ich brauchte eine längere Weile, um die verschiedenen Personen zu erkennen und zuordnen zu können. Teil 2 ist dann wesentlich spannender und die Handlung nimmt an Fahrt auf. Das Ende lässt mich nicht wirklich glücklich zurück, für Details müsste ich aber zu viel spoilern. Was also den Krimi-Teil der Handlung angeht, gibt es Steigerungsmöglichkeiten nach oben. Was allerdings sehr gut gelungen ist, sind die Landschaftsbeschreibungen. Selbst wenn man noch nie in der Gegend war, kann man sich alles bildlich vorstellen und ist mitten in den Örtlichkeiten dabei.

Daher würde ich das Buch empfehlen, wenn jemand eher auf ruhige Krimis steht.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Leider ohne Spannung

Der Tag, an dem Barbara starb
0

Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in ...

Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in die Hand zu nehmen und zu ermitteln. Leider fällt ihr das zunehmend schwerer, denn sie leidet an fortschreitendem Alzheimer. Und den wichtigsten Satz, den Barbara ihr kurz vor dem Tod gesagt hat, hat sie vergessen.

Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Auch wenn ein Cosy Krimi nicht super spannend ist, sollte doch wenigstens ein bisschen Spannung vorhanden sein. Doch das fehlt in diesem Buch komplett. Über weite Strecken geht es ausschließlich um Margarets Krankheit und die entsprechenden Folgen. Da ich selbst erst kürzlich familiär davon betroffen war, kann ich nachvollziehen, dass die Schilderungen sehr authentisch sind. Und ich konnte Margarets Tochter vollkommen verstehen. Im Buch wird sie ziemlich hartherzig dargestellt. Immer, wenn die Geschichte ein klein wenig Fahrt aufnimmt, kommt das Familiäre wieder dazwischen und sofort war alles vorbei. Was die Auflösung des Falles angeht, hatte ich schon sehr zeitig eine berechtigte Ahnung, auch wenn ich den wahren Grund nicht kannte. Alles in allem ist mein Fazit: ein nettes Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Falls eine Fortsetzung angedacht ist, bin ich nicht mehr dabei

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ungewöhnlicher Fall

Signora Commissaria und die kalte Rache
0

In Florenz fühlen sich junge Frauen verfolgt. Doch der Mann begleitet sie praktisch nur bis zur Haustür und lässt sie dann in Ruhe. Am nächsten Tag allerdings finden sie Vermisstenplakate von sich selbst ...

In Florenz fühlen sich junge Frauen verfolgt. Doch der Mann begleitet sie praktisch nur bis zur Haustür und lässt sie dann in Ruhe. Am nächsten Tag allerdings finden sie Vermisstenplakate von sich selbst im Umkreis ihrer Wohnung. Und der Mann scheint praktisch alles über sie zu wissen. Die Polizei ermittelt erst im Stillen, doch als eine junge Frau entführt wird, gehen sie an die Öffentlichkeit.

Das Buch beschreibt einen ungewöhnlichen Fall, der für mich interessant ist, weil er so ziemlich aus dem Rahmen fällt. Die Ermittlungen dazu allerdings beruhen mir ein wenig zu viel auf Zufall und aufgrund der reichhaltigen Rahmenhandlung gerät der Fall fast ins Hintertreffen. So bleibt für mich auch die Spannung auf der Strecke und die Auflösung geschieht dann auf wenigen Seiten. Immer ist die Toskana gut eingebunden, speziell Florenz. Mir ist das Drumherum allerdings manchmal ein wenig zu viel

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Nicht mein Humor

Der Tote im Kamin
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England 1952. Polizeiinspector Grasby wird in das kleine Dorf Elderby aufgrund eines von ihm gemachten Fehlers versetzt. Er soll dort eine Serie an Diebstählen auf verschiedenen Farmen aufklären. Doch ...

England 1952. Polizeiinspector Grasby wird in das kleine Dorf Elderby aufgrund eines von ihm gemachten Fehlers versetzt. Er soll dort eine Serie an Diebstählen auf verschiedenen Farmen aufklären. Doch bereits bei seinem Antrittsbesuch beim örtlichen Lord findet er eine Leiche im Kamin. Die Aufklärung geht nur schleppen vorwärts, denn sowohl die örtliche Polizei wie auch die Bewohner unterstützen ihn nicht wirklich und scheinen mehr als eigenartig zu sein.

Das Buch wird als Cosy-crime beschrieben mit britischem schwarzem Humor. Ehrlich gesagt, konnte ich nicht viel Humor entdecken und wenn, war er jedenfalls nicht meiner. Oder war damit gemeint, dass Grasby quasi gefühlt alle zwei Seiten von jemand deine Pistole an den Kopf gehalten bekommt oder zusammengeschlagen wird. Anfangs war die Geschichte dadurch etwas schwierig, da man sich viele Namen und Personen in kurzer Zeit merken musste. Bis etwa zur Hälfte des Buches war alles auch relativ interessant und nachvollziehbar. Ab dann kommen so viel Längen dazu und die Geschichte wurde immer unglaubwürdiger (für nähere Erklärung müsste ich zu viel spoilern), dass ich mich bis zum Ende des Buches eher durchkämpfen musste, als Spaß am Lesen hatte. So bleibt das Ganze für mich eher Mittelmaß.

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