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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2025

Schwächer

Die verlassene Tochter
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Rose lebt in London und gerade ist ihre Mutter gestorben. Beim Aufräumen findet sie einen Brief aus Argentinien indem sie erfährt dass ihre Mutter einen gut in diesem Land geerbt hat sie fährt hin und ...

Rose lebt in London und gerade ist ihre Mutter gestorben. Beim Aufräumen findet sie einen Brief aus Argentinien indem sie erfährt dass ihre Mutter einen gut in diesem Land geerbt hat sie fährt hin und das Gut entpuppt sich als ein wertvolles Anwesen mit vielen polo-pferden. Dort lernt sie auch Benjamin kennen und lieben. Sie findet heraus, warum ihre Mutter das gut bekommen soll und wie alles mit der Familie zusammenhängt...

Das Buch ist ein weiterer Teil aus der Reihe der Töchter. Auch wenn ich nicht alle kenne, war dieses für mich das bisher schwächste. Natürlich ist diese Reihe eine Art Märchen für Erwachsene und man muss nicht alles wörtlich nehmen. Trotzdem sollte meiner Meinung nach der Inhalt einigermaßen stimmig sein und das war hier oft nicht. Ich hatte das Gefühl, und das Buch musste schnell fertig werden und so wurde z.B das volljährigkeitsalter nicht beachtet, auf dem großen gut gab es so gut wie kein Personal, jedenfalls kam es im Buch nicht vor. Ein Poloturnier wird innerhalb einer Woche organisiert. Auch wenn das mit Fremdfirmen und routiniert erfolgt, scheint es mir nicht wirklich realistisch. So sind es viele Kleinigkeiten, die mich irgendwie gestört haben dabei kann die Autorin eigentlich gut schreiben und vor allem die Geschichte in der Vergangenheit ist wie bei den anderen Büchern viel tiefer und stärker. Ich kann nicht wirklich eine Leseempfehlung aussprechen, möchte aber auch niemanden vom Lesen abhalten. Die Autorin hat weitere Bücher angekündigt und ich hoffe, dass diese dann wieder stärker werden.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Die Vertriebenengeschichte berührt

Heimat aus Eis und Asche
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1945 in Ostpreußen. Der Zweite Weltkrieg nähert sich dem Ende und die Rote Armee kommt immer näher. Die Menschen fliehen. Ellie will sich mit ihrer Tochter auf den Weg machen, doch ihre Mutter will nicht ...

1945 in Ostpreußen. Der Zweite Weltkrieg nähert sich dem Ende und die Rote Armee kommt immer näher. Die Menschen fliehen. Ellie will sich mit ihrer Tochter auf den Weg machen, doch ihre Mutter will nicht mit. So warten sie im Prinzip viel zu lange und fliehen erst, als es eigentlich schon zu spät ist. Unterwegs werden sie von den Russen aufgegriffen und bei einer Gruppenvergewaltigung verliert Ellie ihre Tochter. Sie versucht alles, um sie wiederzufinden..

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es um die Flucht 1945. Zum anderen geht es im Jahr 1993 darum, dass Lena mit 52 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde. Sie versucht, ihre richtige Familie zu finden. So wie es diese zwei Zeitebenen gibt, ist das Buch für mich auch zweigeteilt. Die Geschichte in der Vergangenheit ist unheimlich stark geschrieben und sehr berührend. Man hat immer das Gefühl, man ist in dem Geschehen direkt dabei, man spürt die Angst und die Kälte. Man spürt die Ausweglosigkeit und den Krieg.

Genau das ist in der Gegenwart leider nicht so. Dort ist die Hauptfigur, Lena, zum Teil extrem unsympathisch und man kann viele Entscheidungen von ihr nicht wirklich nachvollziehen. Manches geschieht extrem schnell und zu bleiben eine Menge Fragen offen und einige der Nebenfiguren waren für mich auch eher unnötig. Das Ende ist dann in meinen Augen nicht ganz so gelungen. Trotzdem war das Buch durchweg sehr gut lesbar. Und das Thema auch extrem wichtig.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Ein bißchen zu viel

Ostfriesennebel
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Carina kommt zur Polizei, weil sie glaubt, dass ihr eigener Mann nicht mehr lebt und durch ihren Schwager ersetzt wurde. Die Zwillinge waren schon immer sehr eng und kaum auseinanderzuhalten. Doch sie ...

Carina kommt zur Polizei, weil sie glaubt, dass ihr eigener Mann nicht mehr lebt und durch ihren Schwager ersetzt wurde. Die Zwillinge waren schon immer sehr eng und kaum auseinanderzuhalten. Doch sie ist der festen Überzeugung, dass sie die Rollen getauscht haben. Die Polizei glaubt ihr nur mäßig und verfolgt den Fall nicht, weil eine junge Frau tot auf Bahngleisen gefunden wird und das an vorherige Fälle erinnert.

Den 19. Fall von Ann Kathrin Klaasen dann fand ich als einen der schwächsten der Reihe. Er ist wie immer gut zu lesen und Land und Leute und diverse Werbung wird untergebracht und auch Spannung ist vorhanden. Allerdings ist die Auflösung für mich soweit von jeglicher Realität entfernt, dass es mir zu viel wurde. Ich hoffe, weitere Fälle werden ein wenig besser.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Mord bei Avignon

Das Rot der Vaucluse
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Bei einem Sturz von einem alten Äquadukt stirbt ein Mann. Kommissar Luc übernimmt den Fall. Doch erst einmal ist gar nicht aufzuklären, wer der Tote überhaupt ist. Es gibt einen Verdächtigen, doch der ...

Bei einem Sturz von einem alten Äquadukt stirbt ein Mann. Kommissar Luc übernimmt den Fall. Doch erst einmal ist gar nicht aufzuklären, wer der Tote überhaupt ist. Es gibt einen Verdächtigen, doch der ist nicht aufzufinden. Unter anderem auch, weil er zusammen mit seiner Freundin die Flucht mit Fahrrädern in unwegsames Gelände vornimmt.

Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen. Der erste Teil ist fast komplett ohne Spannung und ich brauchte eine längere Weile, um die verschiedenen Personen zu erkennen und zuordnen zu können. Teil 2 ist dann wesentlich spannender und die Handlung nimmt an Fahrt auf. Das Ende lässt mich nicht wirklich glücklich zurück, für Details müsste ich aber zu viel spoilern. Was also den Krimi-Teil der Handlung angeht, gibt es Steigerungsmöglichkeiten nach oben. Was allerdings sehr gut gelungen ist, sind die Landschaftsbeschreibungen. Selbst wenn man noch nie in der Gegend war, kann man sich alles bildlich vorstellen und ist mitten in den Örtlichkeiten dabei.

Daher würde ich das Buch empfehlen, wenn jemand eher auf ruhige Krimis steht.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Leider ohne Spannung

Der Tag, an dem Barbara starb
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Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in ...

Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in die Hand zu nehmen und zu ermitteln. Leider fällt ihr das zunehmend schwerer, denn sie leidet an fortschreitendem Alzheimer. Und den wichtigsten Satz, den Barbara ihr kurz vor dem Tod gesagt hat, hat sie vergessen.

Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Auch wenn ein Cosy Krimi nicht super spannend ist, sollte doch wenigstens ein bisschen Spannung vorhanden sein. Doch das fehlt in diesem Buch komplett. Über weite Strecken geht es ausschließlich um Margarets Krankheit und die entsprechenden Folgen. Da ich selbst erst kürzlich familiär davon betroffen war, kann ich nachvollziehen, dass die Schilderungen sehr authentisch sind. Und ich konnte Margarets Tochter vollkommen verstehen. Im Buch wird sie ziemlich hartherzig dargestellt. Immer, wenn die Geschichte ein klein wenig Fahrt aufnimmt, kommt das Familiäre wieder dazwischen und sofort war alles vorbei. Was die Auflösung des Falles angeht, hatte ich schon sehr zeitig eine berechtigte Ahnung, auch wenn ich den wahren Grund nicht kannte. Alles in allem ist mein Fazit: ein nettes Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Falls eine Fortsetzung angedacht ist, bin ich nicht mehr dabei

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