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Veröffentlicht am 04.01.2026

Mord aus Bruderhass?

Mord im Planetarium
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Im Wien des Jahrs 1927 wird Österreichs erstes Planetarium eröffnet das die Besucher in Scharen anlockt. Anton und Ernestine wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Doch dann ist ein Besucher ...

Im Wien des Jahrs 1927 wird Österreichs erstes Planetarium eröffnet das die Besucher in Scharen anlockt. Anton und Ernestine wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Doch dann ist ein Besucher tot. Es wird klar, dass er auf unnatürliche Weise gestorben ist. Anton und Ernestine ermitteln.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Da ich schon ein paar Bücher der Autorin gelesen habe, wollte ich dieses unbedingt auch lesen, ungeachtet der Tatsache, dass es schon der zehnte Band einer Reihe ist. Doch das war mir in dem Moment noch nicht bekannt. Unklarheiten im Text gab es nicht, also auch nichts, was meinen Lesefluss zu stören vermocht hätte. Ich musste mich in die Protagonisten hineinversetzen, was mir ganz gut gelungen ist. Allerdings hatte ich das Gefühl, da irgendwas versäumt zu haben, da ich die Vorgänger ja nicht gelesen habe. Vielleicht mache ich das ja noch. Aber nun zu diesem Buch. Dass Konrad Faber einem Mord zum Opfer gefallen ist, sagt ja schon der Buchtitel. Doch wer hatte ein Motiv? Gut, die Brüder Faber mochten sich nicht, ja, sie hassten sich regelrecht. Doch woher kam dieser Hass? Und würde man den Bruder deshalb gleich ermorden? Doch auch sonst scheint in der Familie Faber nicht alles eitel Sonnenschein zu sein. Ernestine ist neugierig und stellt Fragen. Dann ist da noch die Protestaktion wegen des Urteils im Schattendorfprozess. Und diese Aktion mündete in einem Desaster, milde ausgedrückt. Anton begab sich dann auch noch in Lebensgefahr, weil er die beiden Kinder Rosa und Fritzi suchte. Auch einen Polizistenkollegen hat es erwischt. Allerdings war mir der total unsympathisch. Ich mochte ihn nicht. Was sich am Ende ergab, war zu Anfang noch nicht offensichtlich, also irgendwie schon eine Überraschung. Das Buch war sehr spannend mit Familie gespickt, hat mich gefesselt und auch gut unterhalten. daher eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Ein Weltkulturerbe

Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
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Seft, begnadeter Feuersteinhauer, will den Ritualen zu Beginn des neuen Jahres beiwohnen. Er will
Steine eintauschen und Neen suchen, die er liebt. Ihre Familie wohnt in Wohlstand und biete Seft Zuflucht ...

Seft, begnadeter Feuersteinhauer, will den Ritualen zu Beginn des neuen Jahres beiwohnen. Er will
Steine eintauschen und Neen suchen, die er liebt. Ihre Familie wohnt in Wohlstand und biete Seft Zuflucht vor seinem brutalen Vater und Brüdern. Joia ist Neens Schwester und Priesterin. Sie träumt von einem Monument aus großen Steinen, Das inspiriert Seft und wird zu ihrem gemeinsamen Lebenswerk. Doch die Dürreperiode sät Misstrauen zwischen den Stämmen und eine grausame Gewalttat führt zu offenem Krieg

Meine Meinung
Das Buch ließ sich gut lesen .Es ist Literatur über eine Zeit, von der ich noch nie gelesen habe, nämlich 2.500 Jahre v. Chr. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Es gab auch keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. Das Buch erzählt von der Entstehung bzw. Wiederaufbau von Stonehenge gegen einige Widerstände. Joia hatte die Vision von dem Kreis aus Steinen, denn bisher war er teilweise aus Holz, was zu schnell zerstört werden konnte. Und Seft, begnadeter Handwerker, suchte nach einer Möglichkeit, Steine zu dem Kreis zu transportieren. Ds gefiel nicht allen Völkern, aus dieser Gegend und sie leisteten Widerstand was letztendlich, wie im Klappentext bereits gesagt, in einem Krieg endete. Doch schon vorher gerieten sie sich wegen anderer Dinge in die Haare. Wie das Buch endet kann man sich denken, denn heute ist Stonehenge Weltkulturerbe. Mich hat dieses Buch sehr interessiert. Es hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Es ist lesenswert, ich empfehle es gerne weiter und vergebe fünf Sterne.

Veröffentlicht am 25.11.2025

Gefährliche Artefakte

Das vergessene Museum
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Liam ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Er hält sich in London als Fahrradkurier über Wasser. Eines Tages muss er ein Paket in einem Privatmuseum abliefern und wird dort Zeuge eines Überfalls. ...

Liam ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Er hält sich in London als Fahrradkurier über Wasser. Eines Tages muss er ein Paket in einem Privatmuseum abliefern und wird dort Zeuge eines Überfalls. Für den Mann kann er nichts mehr tun, doch überträgt dieser ihm ein Symbol auf seine Haut und macht ihn damit zum neuen Siegelwahrer des Museums. Liam wird sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen, das Museum verwahrt magische Artefakte die auch gefährlich sind. Und von gefährlichen Gegnern werden die Museen bedroht und Liam wird klar. Dass seine eigene Vergangenheit mit den Geheimnissen verknüpft ist.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Liam, der von heute auf morgen plötzlich Kurator eines Museums war, das gefährliche Artefakte barg. Und er musste lernen, damit umzugehen. Dabei half ihm der alte, verstorbene Kurator )ich denke, ich verrate da nicht zu viel, denn das passiert ziemlich am Anfang des Buches). Wie das vonstattenging, denn der Mann war ja gestorben, ja das muss der Leser selbst herausfinden. Auf jeden Fall gab es gefährliche Abenteuer für Liam, denn die Feinde des Museums waren zahlreich und listenreich. Mit Liam zog noch sein Freund Harry in das Museum ein, und es gab auch überraschenden ‚Besuch‘ aus Berlin. Die Abenteuer sind spannend und das Buch hat mir gut gefallen. Es hat mich gefesselt und ich litt mit den Protagonisten und freute mich, wenn ein Abenteuer gut ausging. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, wie eigentlich alle Bücher von Andreas Suchanek die ich bisher gelesen habe. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 25.11.2025

Überall Probleme

Das Kamelienhaus
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Lucy soll nach ihrem Studium in die Firma ihrer Mutter in der Bretagne einsteigen. Sich dort wieder einzufinden ist nicht ganz einfach. Da kommt eine Reise nach Japan zur Kamelien-Ömanufaktur gerade wie ...

Lucy soll nach ihrem Studium in die Firma ihrer Mutter in der Bretagne einsteigen. Sich dort wieder einzufinden ist nicht ganz einfach. Da kommt eine Reise nach Japan zur Kamelien-Ömanufaktur gerade wie gerufen. Sie lernt, unterwegs Finn kennen und verlebt einen Tag in Tokio mit ihm. Doch es er wirklich so, wie sei ihn sieht? Wird ihre Mission für die Familienkosmetikfirma gelingen? Die Kamelien-Öl-Manufaktur in Japan steht, da der Inhaber kürzlich gestorben ist vor dem Aus und Ludys Reise geht anders aus als gedacht.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, denn keine Unklarheiten im Text vermochten meinen Lesefluss zu stören. Es gab sie einfach nicht. In die Geschichte bin ich gut reinekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Für Lucy hat es mich gefreut, dass sie in Tokio, nachdem Ihre Freundin, wie der Leser erfahren wird, verhindert war, doch noch etwas Gesellschaft hatte. Und dann der Schock auf der Kamelieninsel, als sie erfuhr, dass der Mann, den sie aufsuchen wollte, verstorben ist. Man hatte vergessen, ihrer Mutter das mitzuteilen. Doch wer weiß, wozu das gut war. Die eigenen Probleme treten etwas in den Hintergrund, denn eine Firma, die Lucy verabscheut, will die ganze Insel kaufen. Lucy setzt allesdaran, dass dies nicht geschieht. Doch was wird ihre Mutter zu ihren Plänen sagen, denn auch in der Bretagne tauchen Probleme auf. Der Leser wird dies erfahren. Mit hat das Buch sehr gut gefallen, denn es ist sehr spannend geschrieben. Ein Verdacht, den ich von Anfang an bzw. fast Anfang an hatte, hat sich im Laufe des Buches bestätigt, aber es hat mich trotzdem gefesselt und auch sehr gut unterhalten. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 04.11.2025

Schwere Zeiten

Die stille Heldin
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Das Schicksal einer starken Mutter in zwei Weltkriegen und ein Mutterkreuz das sie nicht gewollt hat.
Runau im Jahr 1905: Helene wird gezwungen, den brutalen Großbauern Otto zu heiraten. Er befiehlt und ...

Das Schicksal einer starken Mutter in zwei Weltkriegen und ein Mutterkreuz das sie nicht gewollt hat.
Runau im Jahr 1905: Helene wird gezwungen, den brutalen Großbauern Otto zu heiraten. Er befiehlt und sie muss gehorchen. Auch die Kinder müssen bis zum Umfallen schuften. Otto fällt im ersten Weltkrieg und die sechsfache Mutter muss den Bauernhof allein bewirtschaften. Da lernt sie ihre große Liebe, den Grenzsoldaten Ewald kennen und bekommt noch sechs weitere Kinder. Doch bald stellt der Nationalsozialismus die Familie vor eine Zerreißprobe. Helene verliert durch Unfälle, den Krieg und ein Kriegsverbrechen fünf ihrer zwölf Kinder. Doch sie behält ihr großes Herz, das letztendlich auf eine schwere Probe gestellt wird. Hera Lind erzählt auf bewegende Weise vom Schicksal einer Mutter im Krieg, so wie es wohl viele erlebt haben. Doch sie feiert auch mit dieser Familiengeschichte die Liebe.


Meine Meinung
Dad Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, konnte doch keine Unklarheit im Text meinen Lesefluss stören. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte ich gut in die Protagonisten hineinversetzen.
Hier natürlich in Helene, die mit 16 Jahren zwangsverheiratet wurde. Ahnten ihre Eltern nicht, was sie ihr damit antaten? Das arme Mädchen und ein doppelt so alter Mann, der mit Frauen nicht umgehen konnte, ja für den sie nur ein Objekt der Begierde waren und dazu da, seine Befehle zu befolgen. Eine eigene Meinung? Nein das ging gar nicht. Doch einmal konnte sie sich durchsetzen, aber wann, das muss der geneigte Leser selbst herausfinden. Ihr Ehemann Otto musste 1915 in den Krieg, aus dem er nicht zurückkam. Bei ihrer Hochzeit musste sie für unzählige Gäste noch selbst kochen, bzw. sie auch allein bedienen. Und dann bekam sie noch etwas alle zwei Jahre ein Kind, wurde also mit fünf Kindern Witwe, das sechste war unterwegs. Dass Otto im Krieg gefallen ist, war wohl Helenes Glück, denn in Ewald Lembke hat sie ihre große Liebe gefunden. Mit ihm bekam sie noch einmal sechs Kinder. In der Nazizeit und in dem zweiten Weltkriegerlebt sie alles Hässliche, was eine Frau und Mutter zu erleben kann. Die Jungen mussten in den Krieg, zum Teil waren sie auch noch begeistert davon. Die Einzige, die von dieser Ideologie nicht überzeugt war, war Helen, doch Ewald glaubte seiner Frau nicht, denn angeblich hatten ja Frauen keine Ahnung von Politik. Wenn das, was in dem Buch über die russische Besatzung steht wahr ist, dann waren die auch nicht besser. Helen war und blieb der Ruhepol in der Familie. Wirklich alt ist Helen ja nicht geworden, was aber bei diesem Leben in Stress und Sorge und zwei Kriegen keine Wunder war. Hera Lind hat hier wieder einen Tatsachenroman geschrieben, der mich sehr berührt hat. er hat mir gefallen, ich war gespannt, wie es weitergeht. Das Buch hat mich auch gefesselt und gut unterhalten. Daher eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.