"If it makes you happy" war nicht perfekt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber ich habe es so genossen und mich darin so wohlgefühlt, dass es für mich trotzdem ein 5-Sterne-Buch ist.
Es hat ...
"If it makes you happy" war nicht perfekt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber ich habe es so genossen und mich darin so wohlgefühlt, dass es für mich trotzdem ein 5-Sterne-Buch ist.
Es hat mich zum Beispiel irritiert, dass Michelle kaum um ihre Mutter trauert. Ja sie ist sehr "sparsam" mit ihren Gefühlen und macht alles mit sich selbst aus, aber dennoch konnte ich das nicht nachvollziehen. Auch war die Beziehung zwischen ihr und Cliff an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen. Ich wollte beide die ganze Zeit schütteln und sagen, dass sie einfach endlich mal miteinander reden sollen. Auch die eine Sache mit Emily war so vorhersehbar und auch wenn ich verstehe, was dadurch verdeutlicht werden sollte, hätte ich mir einfach was anderes gewünscht, um das darzustellen. Auch war das Thema dann so schnell abgehakt, als wäre es nie gewesen, es hatte keine Konsequenzen für Emily, das fand ich etwas schade. Hier hätte man gut Verantwortungsbewusstsein rüber bringen können.
Ich habe die Wortgefechte zwischen Cliff und Michelle und Cliffs Umgang zu seinen Töchtern so geliebt. Generell ist Cliff ein so toller Book Boyfriend, verständnisvoll, zuvorkommend und einfach liebevoll. Die Geschichte spielt Ende der 90er und es war so erfrischend, dass nicht alle ständig am Handy hingen und es kein Social Media gab. Die Bewohner von Copper Run waren zum Teil schrullige Individuen, aber liebenswert.
Das Ende war so schön und ich habe vor allem den Epilog aus Rockets Sicht gefeiert. Hier werden einige Blicke in die Zukunft geworfen, wobei gleichzeitig einiges unklar bleibt und so jeder für sich die Geschichte weiterspinnen kann.
Herbst Vibes kamen definitv bei mir an und am Ende bin ich sogar richtig in Weihnachtsstimmung gekommen, weil die Geschichte im Dezember endet.
Ich habe das Buch im englischen Original gelesen, es war verständlich und lies sich flüssig lesen.
Peer’s zweiter Fall führt uns dieses Mal in die Dunstkreise der organisierten Kriminalität, welche er im Rahmen einer Triathlonvorbereitung undercover aufklären muss. Bereits nach einigen Minuten Lesen ...
Peer’s zweiter Fall führt uns dieses Mal in die Dunstkreise der organisierten Kriminalität, welche er im Rahmen einer Triathlonvorbereitung undercover aufklären muss. Bereits nach einigen Minuten Lesen viel mir auf, dass der zweite Fall flüssiger, ja erwachsener geschrieben war. Man merkt, dass Achilles nach seinem letzten Buch einiges dazu gelernt hat, der Schreibstil ist flüssiger, ja nahezu fesselnder und macht immer Lust, weiter zu lesen. Im ersten Teil war die Geschichte toll, aber es haperte für mich an einigen Stellen am reinen Handwerk, davon ist nun nichts mehr zu spüren.
„Lügen haben schnelle Beine“ hat mich in seinen Bann gezogen und ich habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Da ich selbst interessierter Ausdauersportler bin, interessiert mich das Thema Laufen sehr und der Triathlon ist für mich eine spannende Sportart. Achilles hat von der Materie viel Ahnung und das merkt man.
Triathlon ist keinesfalls die Paradedisziplin von Protagonist Peer, dem talentierten Läufer, ganz im Gegenteil. Er hasst Schwimmen und auch dem Fahrradfahren kann er anfangs nichts abgewinnen, das kommt im Buch auch gut rüber und sorgt für einige lustige Aktionen. Schön finde ich die persönliche Verbindung zu seinem verstorbenen Vater, dessen Diamant-Rennrad er hier aus dem Keller holt, um damit am Triathlon teilzunehmen und welches er im Verlauf des Buches auch wieder restauriert.
Spannend ist die Entwicklung von Marina Gabor, der talentierten Triathletin, in die Peer in jüngeren Jahren verknallt war und die nun Seite an Seite mit ihm für seinen ersten Triathlon trainiert. Das Buch lebt zum großen Teil von den Spannungen zwischen den beiden, von der Unsicherheit, die Peer noch immer plagt, von seiner nicht erwiderten Liebe und dem Wunsch nach mehr, dem Ankommen, dem Verlangen nach Marina.
Auch zwei weitere Figuren, die aus dem ersten Teil bekannt sind, machen überraschende und fesselnde Entwicklungen durch, darauf möchte ich aber nicht weiter eingehen, da diese sonst zu viel vorwegnehmen würden. Nur so viel, das Buch ist wirklich eine Empfehlung wert.
Fazit
Ich empfehle das Buch allen, die mit dem Laufen nichts am Hut haben, aber einen spannenden, und auch lustigen Krimi suchen. Von mir eine klare Empfehlung.
Seit „Wolke Sieben ganz nah“ auf der Leipziger Buchmesse angekündigt wurde, habe ich mich darauf gefreut. Und das Buch war ein unglaubliches Lesevergnügen. Angefangen bei der wunderschönen optischen Gestaltung ...
Seit „Wolke Sieben ganz nah“ auf der Leipziger Buchmesse angekündigt wurde, habe ich mich darauf gefreut. Und das Buch war ein unglaubliches Lesevergnügen. Angefangen bei der wunderschönen optischen Gestaltung über den angenehmen Schreibstil und die liebgewonnenen Charaktere bis zu der einzigartigen Story mit tollen Plottwists habe ich alles daran geliebt.
„Weil das Leben zu kurz ist, um herumzutrödeln.“
Zitat Seite 270
Dieses Zitat beschreibt das Buch sehr passend. Protagonistin Delphie hat in der Geschichte eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Ich muss sagen, dass ich mich sehr in ihr wiedergefunden habe. Sie ist gern für sich, meidet Menschen und unbekannte Situationen, möchte niemanden zu nah an sich heranlassen, um die Trauma ihrer Jugend nicht zu wiederholen. Sie schätzt ihren geregelten Alltag und möchte kein Chaos darin. Wie sie nach und nach die Menschen in ihrer Umgebung kennen und lieben lernt, war herzerwärmend und alles fügte sich wundervoll zusammen. Wie sie am Ende für sich und andere einsteht, hat mir imponiert.
Neben Delphies einmaliger Art haben die Nebencharaktere schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden, allen voran Mr Yoon. Delphies stummer Nachbar und die Beziehung der beiden zueinander haben mich sehr berührt. Wie sie sich umeinander kümmern sollte es im wahren Leben viel öfter geben. Ich wäre unglaublich gern ein Teil der Gemeinschaft, die im Laufe der Handlung entsteht. Manchmal sollte man einfach auf Nachbarn, Supermarkt-Angestellte oder andere Bekannte, die man eigentlich oft sieht, aber mit denen man nicht wirklich etwas zu tun hat, zugehen. Daraus können wundervolle Freundschaften entstehen und sogar ungeahnte, fast schicksalshafte, Begegnungen werden.
Die Liebesgeschichte habe ich so ähnlich schon erahnt, dennoch hat es die Autorin geschafft, mich an etlichen Stellen zu überraschen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Plottwists und amüsanten Situationen sorgten dafür, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.
Das Buch hat mich aber auch sehr zum Nachdenken angeregt. Ich habe gelacht, geweint und viel für mich mitgenommen. Das Leben ist zu kurz, um es nicht voll auszuschöpfen. Kirsty Greenwood ist es perfekt gelungen, das mit den Charakteren darzustellen.
Fazit
Absolute Leseempfehlung für alle, die sich verlieben wollen: in wundervolle Charaktere, eine einzigartige Handlung und in das Leben mit all seinen Facetten.
Schon immer hat mich das Universum fasziniert. „Weltraum-Dokus“ liefen früher ständig bei mir (heute fehlt oft einfach die Zeit). Ich besuche gern Sternwarten und liebe es, die Sterne zu beobachten. Als ...
Schon immer hat mich das Universum fasziniert. „Weltraum-Dokus“ liefen früher ständig bei mir (heute fehlt oft einfach die Zeit). Ich besuche gern Sternwarten und liebe es, die Sterne zu beobachten. Als vom Droemer-Verlag das Buch „Alien Earths“ angekündigt wurde, war ich deshalb sofort Feuer und Flamme. Und was soll ich sagen, es hat mich begeisert. „Alien Earths“ war wie meine geliebten Dokus, nur eben als Buch.
Überzeugt hat mich vor allem der Schreibstil der Autorin. Locker-leicht und amüsant, mit vielen Anekdoten aus ihrem (Forscher)-Leben und praktischen Beispielen hat sie es geschafft, die Themen gut zu erklären und die Suche nach Planeten und Leben im All interessant zu gestalten. Ich liebe „Der Marsianer“ und „Der Astronaut“ von Andy Weir und mein Herz machte einen Hüpfer, als Lisa Kaltenegger beide in „Alien Earths“ erwähnte. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Sturm zu Beginn der Geschichte um „Marsianer“ Mark Watney gar nicht so gravierend hätte sein können aufgrund der dünnen Athmosphäre des Planeten Mars? „Selbst ein gigantischer Sturm von 160 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit (würde sich) wie eine zarte Brise anfühlen.“ (Zitat Seite 145).
Ich habe mir unglaublich viel markiert. Ein paar Dinge wusste ich tatsächlich schon, aber ich habe auch sehr viel neues gelernt. Gelungen ist, dass Lisa Kaltenegger am Ende eine Zusammenfassung der im Buch erklärten Erkenntnisse gibt. Wie schwierig es ist, überhaupt Leben zu finden und was man dabei alles beachten muss, hat sie toll erklärt. Sie erwähnte auch immer wieder die Wichtigkeit, zusammenzuarbeiten, verschiedene Fachbereiche und auch Laien können mithelfen. Damit schlägt sie einen Bogen zum bereits erwähnten Film „Der Marsianer“ in dem die ganze Welt zusammenarbeitet, um einen Menschen zu retten. Ich wünschte, wir würden alle zusammenarbeiten, um uns alle zu retten.
Die Autorin geht im Buch nicht nur auf die Suche nach außerirdischem Leben ein, sie spricht auch klar und deutlich eine Mahnung aus, dass wir Menschen besser auf unseren Heimatplaneten aufpassen müssen:
„Es wird nirgend einen Planeten geben, der so perfekt für uns geeignet ist, wie die Erde – weil wir uns genau hier auf diesem besonderen blauen Punkt im Kosmos entwickelt haben.“
Zitat Seite 280
Ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren noch so entdeckt wird. Die Technik verbessert sich immer weiter und bereits jetzt haben ForscherInnen tausende neuer Planeten gefunden, darunter einige vielversprechende Kanditaten, die Leben hervorgebracht haben können.
„Wir leben in einer Zeit unglaublicher Entdeckungen.“
Zitat Seite 286
Fazit
Eine faszinierende Reise zu neuen Welten, die sich liest wie eine bildgewaltige Dokumentation. Ich habe so viel neues gelernt und liebe Lisa Kalteneggers Schreibstil. Ich empfehle das Buch allen Weltraum-Interessierten.
Was für ein Abenteuer! Ich liebe Romane, die in der uns bekannten Realität spielen, in der es aber etwas Besonderes gibt, wie zum Beispiel Zeitschleifen. „Falls wir uns morgen wieder sehen“ klang für mich ...
Was für ein Abenteuer! Ich liebe Romane, die in der uns bekannten Realität spielen, in der es aber etwas Besonderes gibt, wie zum Beispiel Zeitschleifen. „Falls wir uns morgen wieder sehen“ klang für mich deshalb einfach perfekt.
Die optische Gestaltung ist umwerfend, der Farbschnitt harmonisiert wunderbar mit dem Cover und der Innengestaltung. Und auch das Innere des Buchs hat mich überzeugt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, man fliegt nur so durch die Seiten und ich habe mir einiges markiert. Protagonist Clark spricht die Leser direkt an, es wirkt, als würde man ihm gegenübersitzen und er seine Geschichte persönlich erzählen, was alles noch nahbarer macht.
„Du darfst nicht zulassen, dass Angst dich von dem abhält, was du wirklich tun willst.“
Zitat Seite 194
Besonders überzeugt hat mich, wie nachvollziehbar die Reaktionen und Gefühle von Protagonist Clark sind und wie er sich in den unterschiedlichen „Stadien“ der Zeitschleife verhält, von der Schockstarre über die Flitterwochen-Gefühle bis zur Panik und Antwortsuche. Ich habe im letzten Jahr ein Buch mit demselben Thema gelesen und auch wenn man Geschichten nicht unbedingt miteinander vergleichen sollte, fielen mir Parallelen auf, aber auch Unterschiede. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass mir „Falls wir uns morgen wieder sehen“ besser gefallen hat. Das liegt eben an der Nachvollziehbarkeit, aber auch an den Charakteren.
Zu Beau konnte ich leider keine richtige Bindung aufbauen, ich hatte auch gedacht, dass er mehr Raum in der Geschichte einnimmt. Positiv aufgefallen ist mir, wie der Autor vor allem durch Beau Kritik am Bildungssystem ausübt und dass er kein großes Ding draus macht, dass Beau schwarz ist. Das wird nur erwähnt, während er anspricht, dass schwarze Autofahrer öfter angehalten werden, auch ohne Grund. Insgesamt werden Haut- und Haarfarben und andere körperliche Eigenschaften oder sexuelle Orientierung kaum beschrieben, denn darauf kommt es einfach nicht an. Das Äußere ist egal, wichtig ist, was im Herzen ist.
Clark habe ich dafür aber sofort in mein Herz geschlossen. Es war so schön, wie er sich im Verlauf der Handlung entwickelt, wie er über sich hinauswächst und welche Erkenntnisse er mit uns Lesern teilt. Auch die Nebencharaktere wuchsen mir nach und nach ans Herz und ich liebe es, wie sich am Ende alles findet und zusammenfügt.
„Ich sehne mich wieder nach den Möglichkeiten, die mir der 20. September offenbaren könnte. Mir wird klar, dass auch ich im Leben von anderen eine wichtige Rolle spiele.“
Zitat Seite 158
An manchen Stellen drohte die Geschichte etwas in die Länge gezogen zu werden, doch dann kam immer wieder Spannung auf, bis Clark dann eine Entdeckung machte. Ab diesem Punkt konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und ob er es in den 20. September schafft. Es war so spannend, dass ich die letzten 150 in einem Rutsch weggelesen habe. Das Ende lies mich dann auch ganz verloren zurück. Die Geschichte endete an einer perfekten Stelle, aber dennoch wollte ich mehr, wollte einfach wissen, was danach kommt. Ein Epilog wäre großartig gewesen, ich verstehe aber, warum der Autor die Geschichte genau an diesem Punkt beendete.
„Falls wir uns morgen wieder sehen“ spricht so viele Themen an und passt vermutlich auf viele Menschen und Lebenslagen, denn jeder fühlt sich mal einsam. Oft haben kleine Abweichungen große Auswirkungen und noch öfter sind die Dinge nicht ganz so wie sie scheinen. Wir sollten uns viel öfter einen Ruck geben und auf andere zugehen. Sollten das Schöne im Alltäglichen sehen, Dinge von einem anderen Standpunkt aus betrachten und uns auch mal verletztlich zeigen, unsere Gefühle zulassen und aussprechen.
„… es manchmal die traurigsten Menschen sind, die am breitesten lächeln.“
Zitat Seite 167
Fazit
Wundervolle, nahbare Charaktere, wichtige Themen und super spannend. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert, gelacht, geweint und gehofft. Für mich ein Jahres-Highlight und absolute Leseempfehlung.