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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Höllisch gut

Luzifer junior (Band 3) - Einmal Hölle und zurück
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Luzifer senior ist spurlos verschwunden! Stattdessen hat sein Bruder die Regentschaft in der Hölle übernommen. Luzie und seine Freunde Lilly, Aaron und Gustav sowie Luzies Hausdämon Cornibus machen sich ...

Luzifer senior ist spurlos verschwunden! Stattdessen hat sein Bruder die Regentschaft in der Hölle übernommen. Luzie und seine Freunde Lilly, Aaron und Gustav sowie Luzies Hausdämon Cornibus machen sich auf die Suche nach Luzifer und reisen dazu in die Unterwelt – undercover natürlich.

Das Buch ist der dritte Band der inzwischen stattlichen Reihe um den Sohn des Höllenfürsten. Luzie geht in der menschlichen Welt zur Schule und hat hier Freunde gefunden. Wie alle Bände bisher ist auch dieser spannend und humorvoll geschrieben und genial illustriert, so dass man sich auf ein neues teuflisches Abenteuer mit Luzie und seinen Freunden freuen kann. Diesmal spielt die Geschichte fast ausschließlich in der Hölle, das bietet seinen eigenen Reiz, denn Luzies Onkel hat die Hölle nach seinen eigenen Ideen umgeformt – fast immer widerspricht das den Vorstellungen der höllischen Bewohnern selbst. Man fiebert mit und fragt sich mit Luzie und seinen Freunden, wem man denn hier vertrauen kann...

Dieses Kinderbuch mit seinen Comic-Anteilen eignet sich sehr gut für Leser ab 10 Jahren, die neben viel Spannung und Humor auch ein bisschen Grusel haben wollen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.10.2025

Auf der Suche nach der eigenen Identität

Wohin du auch gehst
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Mit zwölf Jahren wurde Bijoux, nach den Unruhen in Kinshasa, zu ihrer Tante Mira nach London geschickt. Das Mädchen erlebt die Tante als eher unnahbar und kalt, dafür ist sie aber sehr aktiv in einer religiösen ...

Mit zwölf Jahren wurde Bijoux, nach den Unruhen in Kinshasa, zu ihrer Tante Mira nach London geschickt. Das Mädchen erlebt die Tante als eher unnahbar und kalt, dafür ist sie aber sehr aktiv in einer religiösen Gemeinschaft. Als junge Frau verliebt Bijoux sich in eine Frau, doch Tante Mira lehnt gleichgeschlechtliche Liebe vehement ab, genauso wie sie es in ihrer religiösen Gemeinschaft erlebt. Bijoux muss sich entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten will. Dabei erfährt sie nach und nach den wahren Grund, warum sie vor vielen Jahren von Afrika nach Europa kam...

Diese Geschichte verknüpft viele Themen zu einem äußerst vielschichtigen Roman. Wie vielschichtig die Erzählung ist, deckt sich erst nach und nach auf, bis hin zu einem großen Geheimnis kurz vor den letzten Seiten. Mich hat zunächst der historische Hintergrund fasziniert, kannte ich doch nicht sehr viel aus dem afrikanischen Land Zaire bzw. Kongo. Auch die Migrationsgemeinschaften in Frankreich sowie in England sind äußerst gelungen wiedergegeben. Spannend sind die Lebenswege der Frauen in dieser Geschichte, sie ahnen dabei selbst nicht, wie stark sie sind. Sogar Mira, anfangs eher unsympathisch dargestellt, konnte ich nach und nach gut verstehen. Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich mich gut in die Charaktere hineinfinden und die erzählten Probleme gut nachvollziehen. Überhaupt erscheint mir der Roman sehr authentisch, da die Autorin Christina Fonthes hier sicherlich aus eigenen Quellen schöpft. Als übergreifendes Thema (von mehreren) zeigt sich hier die Suche nach der eigenen Identität, und hier hat das Buch mir mit seiner Vielschichtigkeit imponiert.

Mich hat dieser Roman immer mehr in seinen Bann ziehen können, so dass ich das Buch unbedingt weiter empfehlen möchte. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.10.2025

Voll aus dem Leben gegriffen

Himmel ohne Ende
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Charlie ist fünfzehn. Sie vermisst ihren Vater. Als sich dann ihre beste Freundin einer anderen Mitschülerin zuwendet, fühlt Charlie sich noch mehr als Außenseiterin als bisher. Sie fühlt sich, als wäre ...

Charlie ist fünfzehn. Sie vermisst ihren Vater. Als sich dann ihre beste Freundin einer anderen Mitschülerin zuwendet, fühlt Charlie sich noch mehr als Außenseiterin als bisher. Sie fühlt sich, als wäre die Welt hinter einer Glasscheibe. Ein neuer Mitschüler allerdings kommt in die Klasse, Kornelius, der sofort den Spitznamen Pommes erhält. Und mit ihm erlebt Charlie jede Menge traurige, tragische, lustige und schöne Momente.

Mit ihren fünfzehn Jahren ist Charlie auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. So wie das nun mal die Aufgabe in der Pubertät ist. Das erscheint nicht immer einfach. Das Buch schildert Charlies Sicht der Dinge, es spiegelt tatsächlich die Suche dieser Jugendlichen nach allem, was Sinn gibt in ihrem Leben. Das fällt umso einfacher, da Charlie ihre Geschichte ja selbst erzählt, so dass man als Leser jeden Moment sehr intensiv mit ihr zusammen erlebt.

Diese Geschichte trifft ausgezeichnet die Gedanken der fünfzehnjährigen Charlie. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 22.10.2025

Satirisches Lesevergnügen

Das Geschenk
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In Berlin tauchen Elefanten auf, mitten in der Großstadt und in großer Anzahl. Was auf den ersten Blick ganz spannend klingt, wird bald zu einem Problem. Die Tiere sind ein Geschenk des Präsidenten von ...

In Berlin tauchen Elefanten auf, mitten in der Großstadt und in großer Anzahl. Was auf den ersten Blick ganz spannend klingt, wird bald zu einem Problem. Die Tiere sind ein Geschenk des Präsidenten von Botswana, es ist seine Antwort auf die Entwicklungspolitik Deutschlands gegenüber seinem Land: 20 000 Elefanten hat er nach Deutschland geschickt. Bedingung ist, dass sie frei leben dürfen im Land, so wie es Deutschland gegenüber Botswana verlangt hat. Und sie dürfen auch nicht gejagt werden.

Ich habe zunächst gelächelt über das Geschenk des Präsidenten von Botswana, finde ich es doch eine echt passende Aufgabe, die er mit den Elefanten den deutschen Politikern übergibt. Doch nach dem Lächeln kam das Nachdenken darüber, was Entwicklungspolitik bewirken soll und wie unüberlegt oder gar weltfremd sie doch manchmal ist. Die satirische Überzeichnung der Geschichte ist bestens gelungen und entführt den Leser in die Tiefen des politischen Alltags. So entsteht beste Unterhaltung, die nicht nur äußerst witzig ist, sondern auch sehr zum Nachdenken anregt.

Dieser satirische Roman hat mich bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2025

Weihnachtsabenteuer in Finnland

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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OTTO ist kein einfacher Campingbus, nein, er ist ein Zauberbus! Und so gerät der Urlaub in Finnland in der Weihnachtszeit zu einem echten Weihnachtsabenteuer, mit verschneiten Wäldern, funkelnden Polarlichtern, ...

OTTO ist kein einfacher Campingbus, nein, er ist ein Zauberbus! Und so gerät der Urlaub in Finnland in der Weihnachtszeit zu einem echten Weihnachtsabenteuer, mit verschneiten Wäldern, funkelnden Polarlichtern, echten Wichteln und sogar dem Weihnachtsmann höchstpersönlich.

Mit OTTO wird jede Reise zu etwas ganz besonderem! Es gibt bereits mehrere Bücher aus dieser Reihe, doch man muss sie nicht kennen, um in die Abenteuer mit diesem Zauberbus einzusteigen. Diesmal geht die Reise nach Finnland, und so erfährt der kleine Leser ganz nebenbei einiges über die Natur und über die Menschen in Finnland. Die Geschichte ist bezaubernd illustriert, man kann so richtig eintauchen in die Bilder und sich dabei ausgiebig weihnachtlich ausleben. Eine gute Vorbereitung für die Weihnachtszeit sowie für das Land selbst, falls dort mal ein Urlaub mit Kind anstehen sollte.

Dieses OTTO-Buch ist bestens geeignet für Kinder ab 4 Jahren und bietet sich an zum Vorlesen und zum Entdecken der vielen kleinen Geschichten, die in den Bildern erzählt werden. Und ja, es macht Spaß, auf jeder Seite auf die Suche nach dem kleinen Wichtel zu gehen. Hier gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung und vergebe natürlich auch alle 5 möglichen Sterne.