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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2025

3 ⭐

ARCHAIOS / ARCHAIOS 1
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Dieses Buch hat mich auf eine unerwartete Reise in die Welt der Vampire geführt. Obwohl der Klappentext von einem "bluttrinkenden Monster" spricht, war ich nicht darauf vorbereitet, dass sich die gesamte ...

Dieses Buch hat mich auf eine unerwartete Reise in die Welt der Vampire geführt. Obwohl der Klappentext von einem "bluttrinkenden Monster" spricht, war ich nicht darauf vorbereitet, dass sich die gesamte Geschichte praktisch nur um Vampire dreht. Das war für mich eine Überraschung.

Der Plot selbst war an sich spannend und kohärent geschrieben, allerdings hinterließ er am Ende einige offene Fragen. Das Buch ist unterhaltsam und lässt sich gut lesen, aber ich konnte nie wirklich nachvollziehen, wie der Prolog zur Haupthandlung passt oder was das Ende mit der gesamten Geschichte zu tun hat. Auch der Plottwist und die Entwicklung des Co-Hauptcharakters blieben für mich vage. Diese Unklarheiten verhinderten, dass das Buch zu meinem Favoriten wurde, auch wenn ich es grundsätzlich gut fand und durchaus interessiert bin, wie die Geschichte weitergeht.

Die Welt, die der Autor erschafft, ist düster und packend. Leonard, der älteste Vampir in New York, sorgt für Ordnung und räumt mit denjenigen auf, die ihren Durst nicht kontrollieren können. Die Charaktere sind moralisch ambivalent, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. . Besonders die brutal beschriebenen Szenen der Jagd auf Menschen und Vampire waren teilweise sehr blutig und somit definitiv nichts für schwache Nerven.

Der Wechsel zwischen Leonards Vergangenheit und der Gegenwart gibt einen guten Einblick in seine Beweggründe und Entscheidungen. Die düstere Atmosphäre und die Spannung fesseln einen von Beginn an. Das Ende kommt mit einem Cliffhanger, der viele Fragen aufwirft und das Interesse an der Fortsetzung weckt.

Zusammenfassend war es ein unterhaltsames Buch, das mich jedoch mit einigen offenen Fragen zurückgelassen hat. Fans von düsteren Vampirgeschichten werden hier auf ihre Kosten kommen, aber es ist definitiv nichts für empfindliche Leser. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass einige der offenen Fragen dort beantwortet werden. Von mir bekommt es dezente 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 22.11.2025

2.5 ⭐

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2
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Nach dem Lesen von Band 2 bleibe ich leider enttäuscht zurück. Während mich der erste Teil noch überzeugte und durch seine Charaktere und deren Dynamik fesselte, kann "Rebel Witch" dieses Niveau nicht ...

Nach dem Lesen von Band 2 bleibe ich leider enttäuscht zurück. Während mich der erste Teil noch überzeugte und durch seine Charaktere und deren Dynamik fesselte, kann "Rebel Witch" dieses Niveau nicht halten.

Die Handlung wirkt vorhersehbar und voller überstrapazierter Tropes, die kaum noch Spannung erzeugen. Dazu kommen Szenen, die sich wiederholten und den Lesefluss somit unnötig hemmten.

Die Charaktere bleiben zwar interessant, ihre Stärken werden jedoch nicht konsequent genutzt. Die romantische Spannung zwischen Rune und Gideon ist nach wie vor gut aufgebaut, reicht aber nicht aus, um die erzählerischen Schwächen auszugleichen.

Das Tempo ist flott, doch das Ende wenig überraschend und der Plot insgesamt vorhersehbar.

Veröffentlicht am 14.11.2025

2.5 ⭐

Ember King
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Ich gehöre offenbar zu den wenigen Lesern, die vom dritten Band der Reihe enttäuscht wurden. Leider konnte mich die Geschichte diesmal nicht emotional fesseln. Viele Entwicklungen waren von Anfang an vorhersehbar, ...

Ich gehöre offenbar zu den wenigen Lesern, die vom dritten Band der Reihe enttäuscht wurden. Leider konnte mich die Geschichte diesmal nicht emotional fesseln. Viele Entwicklungen waren von Anfang an vorhersehbar, sodass bereits früh abzusehen war, welche Charaktere ihr Schicksal ereilen würden. Auch der große Showdown, der das Finale hätte tragen sollen, wirkte auf mich überraschungsarm und wenig mitreißend, wodurch ein entscheidender Teil der Spannung verlorenging.

Besonders bedauerlich ist dies vor dem Hintergrund, dass die ersten beiden Bände mich noch vollkommen überzeugt und gefesselt haben. In diesem Teil gingen sowohl die Intensität der Handlung als auch die emotionale Tiefe der Charaktere weitgehend verloren. Darüber hinaus blieben zentrale Aspekte des Worldbuildings und die Zusammenhänge des Krieges bis zum Ende weitgehend unklar, was das Potenzial der Geschichte erheblich einschränkte.

Insgesamt hinterlässt der Band den Eindruck, dass viele interessante Ansätze und erzählerische Möglichkeiten nicht ausgeschöpft wurden. Für mich ist dies ein schwächerer Abschluss, der die Erwartungen an den bisherigen Verlauf der Reihe leider nicht erfüllen konnte.

Veröffentlicht am 12.11.2025

2.5 ⭐

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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Wanda war einst voller Leidenschaft für die Kunst – bis sich ihre Gemälde eines Tages in etwas Dunkles, Verstörendes verwandelten. Seitdem hat sie den Pinsel beiseitegelegt. Als sie es irgendwann doch ...

Wanda war einst voller Leidenschaft für die Kunst – bis sich ihre Gemälde eines Tages in etwas Dunkles, Verstörendes verwandelten. Seitdem hat sie den Pinsel beiseitegelegt. Als sie es irgendwann doch wieder wagt, sich der Kunst zu öffnen, begegnet sie Neo – einem Fremden, der keiner sein dürfte. Er ist eine Muse, sichtbar geworden, obwohl das eigentlich unmöglich ist. Zwischen ihnen entsteht ein Band, das sie untrennbar miteinander verbindet – und beide in Gefahr bringt.

So faszinierend die Idee auch war, so sehr blieb die Umsetzung für mich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der Schreibstil ist überaus bildhaft, beinahe poetisch, doch die ausschweifenden Sätze und endlosen Beschreibungen ließen mich oft den roten Faden verlieren. Ich verlor mich in Worten, statt in der Geschichte – und musste vieles mehrmals lesen, um überhaupt zu begreifen, worauf die Szene hinauswill.

Auch die Handlung selbst wirkte stellenweise überladen. Zu viele Eindrücke, zu viele Figuren, zu viele Andeutungen. Besonders im ersten Drittel fiel mir das Lesen schwer, und ich fand nur schwer in die Geschichte hinein. Ein tieferes Verständnis der griechischen Mythologie hätte hier sicher geholfen, denn vieles blieb für mich rätselhaft oder nur halb erklärt.

Was mich dennoch bei der Stange hielt, war der Kunstaspekt – atmosphärisch, sensibel und eindringlich beschrieben. Hier spürte ich die Emotionen, die Leidenschaft, das Herz des Buches. Die Liebesgeschichte dagegen wirkte blass, eher eine Randnotiz als ein tragendes Element.

Am Ende blieb für mich der Eindruck eines Romans voller schöner Ideen, der jedoch in seiner eigenen Sprache und Symbolik versinkt. Faszinierend, aber schwer zugänglich – wie ein Gemälde, das man bewundert, ohne es wirklich zu verstehen.

Veröffentlicht am 04.11.2025

2.5 ⭐

The West Wind – Reich aus Licht und Dornen (The Four Winds 2)
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Trotz einer vielversprechenden Idee konnte mich dieses Buch leider nicht wirklich begeistern. Die Grundgeschichte klang spannend und bot eigentlich alles, was ein guter Fantasy-Roman mit einer Prise Romantik ...

Trotz einer vielversprechenden Idee konnte mich dieses Buch leider nicht wirklich begeistern. Die Grundgeschichte klang spannend und bot eigentlich alles, was ein guter Fantasy-Roman mit einer Prise Romantik braucht – doch die Umsetzung blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Das Erzähltempo zog sich unnötig in die Länge, wodurch die Spannung früh verloren ging. Viele Szenen wirkten, als hätten sie allein den Zweck, die Seiten zu füllen, anstatt die Handlung wirklich voranzutreiben oder die Figuren zu vertiefen.

Dabei steckt durchaus Potenzial in der Geschichte, und einige Momente waren durchaus interessant. Nur fehlte mir das gewisse Etwas – die Dynamik, das Gefühl, dass etwas wirklich auf dem Spiel steht. Auch die romantische Entwicklung konnte mich nicht überzeugen; sie blieb blass und wirkte eher beiläufig als emotional mitreißend.

Am Ende blieb bei mir der Eindruck eines Buches, das mit einer strafferen Erzählweise und mehr emotionaler Tiefe viel stärker hätte sein können. So war es zwar keine Qual zu lesen, aber leider auch kein Roman, der lange im Gedächtnis bleibt.