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JaninaEl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2025

Empowernd und relatable

Peace, Moms
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Ich habe Evelyn Weigert nie groß verfolgt, aber da eine Freundin von mir sie so sehr feiert, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben. Ich wusste, dass Evelyn Weigert witzig finden würde, aber fand ...

Ich habe Evelyn Weigert nie groß verfolgt, aber da eine Freundin von mir sie so sehr feiert, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben. Ich wusste, dass Evelyn Weigert witzig finden würde, aber fand wirklich großartig, wie sie diesen tollen, ehrlichen und teilweise provokanten, aber reuelosen Humor aufs Papier gebracht hat. Ich liebe es, wenn Frauen schonungslos ehrlich und direkt sind, weil ich mich das oft nicht traue, aber bin der Überzeugung, dass Frauen wie Evelyn anderen (u.a. mir) helfen, ehrlich mit sich selbst und anderen zu sein.
Ich selbst habe keine Kinder und will auch keine, deshalb hatte ich Sorge, dass mir das Thema des Buches nicht zuspricht, aber ich konnte, obwohl ich zu Vielem als kinderlose Frau nicht relaten kann, das Lesen wirklich genießen. Manche Stellen, die wirklich nur für Eltern interessant und hilfreich (ist immerhin ein Ratgeber) sind, habe ich überspringen, so ehrlich will ich sein. Aber alles, was ich gelesen habe, hat mir wirklich gefallen.
Außerdem habe ich das Buch an oben erwähnte Freundin und Weigert-Superfan verschenkt, die mir seitdem ständig Fotos von Passagen schickt, die sie entweder besonders witzig oder als Mama und Ehefrau sehr nachvollziehbar findet, was mir große Freude bereitet und meinen Punkt bestätigt, dass Bücher und Aussagen wie in diesem Fall von Evelyn Weigert wirklich empowernd und hilfreich für andere sind, vor allem für andere Frauen.
Sorry für die vielen Anglizismen, aber ich wollte in der Rezension, inspiriert von Evelyn, wirklich einfach schreiben, was mir als erstes in den Kopf kam und das sind leider auch oft irgendwelche denglischen Wörter :)

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Moderner Einblick in die Gefühlswelt einer jungen Frau

Dancing Queen
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In „Dancing Queen“ von Camila Fabbri lernen wir die junge Frau Paulina kennen, die zu Beginn des Romans nach einem Autounfall verletzt und desorientiert aufwacht. In den folgenden Kapiteln erleben wir ...

In „Dancing Queen“ von Camila Fabbri lernen wir die junge Frau Paulina kennen, die zu Beginn des Romans nach einem Autounfall verletzt und desorientiert aufwacht. In den folgenden Kapiteln erleben wir ihr Leben, ihren Alltag und alle Hochs und Tiefs in Ausschnitten und verschiedenen Situationen und Begegnungen. Insgesamt sind alle ihre Erlebnisse und Stimmungen sehr schwankend und sie wirkt sehr lost und gleichzeitig schon fast resigniert gegenüber ihrem Leben und in welche Richtung es sich entwickelt hat.
Obwohl man viele verschiedene Situationen ihres Lebens erkundet, ist der Schreibstil doch eher figuren- anstatt handlungsfokussiert, da nicht wirklich viel geschieht, aber dieses Alltägliche und die Stagnation schon sehr viel über die Figuren und vor allem Paulina aussagen. Einerseits gibt dieser detailreiche und gute Schreibstil sehr tiefe Einblicke und ich fühlte oft sehr mit der Protagonistin und verstand sie sehr gut, ohne wirklich erklären zu können, wieso sie mich so ansprach – vielleicht einfach ein grundlegendes Verständnis und eine Gefühlsverbundenheit einer Frau derselben Generation. Andererseits fehlt mir dann doch etwas mehr Handlung und Entwicklung in diesem mit 170 Seiten eher kurzweiligen Buch.
Das Lesen fällt durch die moderne Sprache und kurzen, prägnanten Sätze sehr leicht und fühlt sich relativ natürlich, wobei das relativ wohl etwas mit der Übersetzung aus der Originalsprache zu tun hat, was ja meist etwas Steifheit mit sich bringt oder sich nicht 100% natürlich anfühlt. Jedenfalls hat die Geschichte (auch durch ihren Schreibstil) an einigen Stellen viel mit mir gemacht und sie wird mich auch nicht so schnell loslassen oder aus dem Sinn verschwinden, deshalb würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, vor allem wenn man einen gesellschaftlichen Denkanstoß, das Eintauchen in die Gefühle und Gedanken einer jungen Frau/Gleichgesinnten oder einfach einen interessanten und modernen Schreibstil zu schätzen weiß.
Zuletzt noch zum Cover, das ich sehr schön und geschmackvoll finde und das zuallererst mein Interesse an dem Buch geweckt hat: Es ist auch „in echt“ ein sehr ansehnliches und hochwertiges Buch, das ich mir gerne ins Bücherregal stelle!

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Veröffentlicht am 21.04.2023

Ein Buch wie ein Duett

Straßenmusik
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Die beiden jungen Musikerinnen Chiara und Jonas sind etwas verloren was ihr Leben, ihre Ziele und ihre Kunst angeht. Auf dem Weg nach Amsterdam treffen die beiden aufeinander, lernen sich und ihr, zugegebenermaßen ...

Die beiden jungen Musikerinnen Chiara und Jonas sind etwas verloren was ihr Leben, ihre Ziele und ihre Kunst angeht. Auf dem Weg nach Amsterdam treffen die beiden aufeinander, lernen sich und ihr, zugegebenermaßen immer mal wieder etwas komplizierten, Gegenüber kennen. Sie machen gemeinsam Musik und landen überraschenderweise einen viralen Hit damit.
Die ganze Geschichte liest sich wie ein schöner Song, genauer: wie ein Duett. Der anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Schreibstil erinnert mich zum Beispiel sehr an den Aufbau und die Dynamik eines Duetts. Der sprunghafte Erzählstil wechselt - ähnlich wie bei einem Song die Strukturen zwischen Refrain, Strophe, Bridge – häufig und unvermittelt die Situationen und Perspektiven. Dabei ändert sich auch häufig die Stimmung und Sichtweise, also ganz ähnlich wie Wechsel von Tonart, Tempo, Tonfolge oder Thema beim Musizieren. Und ganz besonders wie bei einem Duett wechseln sich Erzähler
in und dessen Erfahrungen, Emotionen und Sichtweisen ganz unvermittelt ab, überschneiden und Unterbrechen sich. Häufig gibt es bei einem Lied auch keine Pointe oder einschneidende Wendung und so verhält es sich auch bei dieser Geschichte, die eher ein Einblick in den Lebensalltag junger Menschen darstellt, anstatt auf ein Ereignis oder ein Ziel hinzusteuert. Das Buch liest sich wirklich schnell und dabei genießt man die Geschichte genau wie ein gutes Lied wegen genau dem was sie sind: gute Unterhaltung, die etwas in einem auslöst, wenn auch nur für den Moment. Man sollte von diesem Buch nicht mehr und nicht weniger erwarten als von einem tollen Song, an den man sich von Zeit zu Zeit gerne zurückerinnert, auch wenn er vielleicht nicht in der Lieblings-Playlist landet. :)
Ganz besonders schön finde ich außerdem die Gestaltung des Covers, allen voran der Farben und die Haptik des Buches an sich, das sich auch ohne den Umschlag sehr schön anfassen und anschauen lässt.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Ganz nette Geschichte – leider mit wenig Plot

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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In “The Girls Ghostbusting Agency” von Josie Silver gründen die Freundinnen Melody und Marina ebendiese Agentur, da Josie, so wie schon ihre Vorfahrinnen, Geister sehen kann und mit ihnen reden kann. Dadurch ...

In “The Girls Ghostbusting Agency” von Josie Silver gründen die Freundinnen Melody und Marina ebendiese Agentur, da Josie, so wie schon ihre Vorfahrinnen, Geister sehen kann und mit ihnen reden kann. Dadurch möchte sie Orte, in denen es spukt, und die Geister, die diese bewohnen, befreien, denn meist gibt es noch ungelöste Konflikte oder Probleme im Diesseits. Bei ihrem ersten Fall müssen sie sich außerdem mit Melodys Ex Leo Dark und dem Journalisten Fletcher Gunn rumschlagen, die Melody das Leben und den Fall schwer machen und zwischenmenschlich passiert dann auch so einiges.
Ich fand die Prämisse, dass Figuren in dem Buch mit Geistern sprechen und so Konflikte oder Mysterien aus der Vergangenheit aufarbeiten, erstmal sehr vielversprechend. Leider ist das Buch aber nicht besonders spannend und hatte für mich keine Plottwists oder interessante Entwicklungen. Weder im zu lösenden Mordfall noch im persönlichen (Liebes-)Leben von Melody ist wirklich viel überraschendes passiert und ich war teilweise etwas gelangweilt und tat mir schwer, der Geschichte zu folgen, weil viele random oder nicht nachvollziehbare Dinge gesagt und getan wurden. Selbst die Kapitelsetzung und die kurzen Zwischenkapitel waren für mich komplett unsinnig wirr.
Die Geschichte an sich wäre nett und einigermaßen unterhaltsam, wenn die Übersetzung nicht so unerträglich wäre. Ich meine das gar nicht böse, aber die Sprache und Wörter, die in der deutschen Übersetzung verwendet wurden, sind so altbacken und unnatürlich zu lesen. Niemand, egal ob jung oder alt, redet so, oder geht es nur mir so? Ich habe dieses Problem oft, dass mir übersetzte Bücher oft hochgestochen vorkommen und ich deshalb schlecht in die Geschichte, die Figuren und die Welt reinkomme, weil es sich so unnatürlich und unecht anfühlt. Aber selten fiel es mir so schwer.
Ich konnte leider selten einem Buch, das ich fertiggelesen habe, so wenig abgewinnen, aber vielleicht bin ich auch nicht die Zielgruppe und ich hinterlasse diese Rezension mit einem schlechten Gewissen, dass ich so wenig Gutes an dem Buch gelassen habe. Ich glaube, es fließt so viel Arbeit und Wissen und Talent in das Schreiben und in das Übersetzen einer Geschichte und tue mir wirklich schwer, diese Arbeit dann zu kritisieren, aber ich musste ja irgendwas in diese Rezension schreiben und wollte auch ehrlich sein. Ich hoffe, viele andere Leser*innen hatten große Freude an dem Buch :)

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Fantasievolle Idee mit viel Potenzial

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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In „Musenrausch“ von Malou Bichon lernen wir Wanda kennen, die früher leidenschaftlich gern und gut gemalt hat, aber bei einem Unfall nicht nur ihre Freunde, sondern auch jede Inspiration und Motivation ...

In „Musenrausch“ von Malou Bichon lernen wir Wanda kennen, die früher leidenschaftlich gern und gut gemalt hat, aber bei einem Unfall nicht nur ihre Freunde, sondern auch jede Inspiration und Motivation für ihre größte Leidenschaft verloren hat. Überraschenderweise kehrt das Verlangen zu malen eines Abends wie im Rausch zurück, woraufhin ein fremder Mann, Neo, plötzlich bei ihr auftaucht und sie in seine Welt, eine parallele Realität zu unserer, einführt.
Die Geschichte, die Welt, die Bichon baut und ihr Schreibstil sind allesamt sehr speziell und fantasiereich, was zuerst wirklich sehr spannend und fesselnd ist und unheimlich Spaß macht. Allerdings ist alles auch sehr komplex, ausschweifend und in Teilen auch etwas verwirrend und fast schon „zu fantasiereich“. Irgendwie bastelt sie die Logik der Fantasiewelt einfach so hin, um die Erzählung zu rechtfertigen. Gleichzeitig fiel es mir immer wieder schwer, meine Aufmerksamkeit und Konzentration zu behalten, da Bichon sehr bildhaft, detailreich und, wie erwähnt, eben sehr ausschweifend schreibt. An anderen Stellen hat mich dieses liebevolle Worldbuilding aber auch sehr abgeholt. Beispielsweise gefielen mir die vielen kleinen Easter Eggs an Symbolen, Mythen, Religion und Kunst wirklich unheimlich gut.
Wirklich hängen geblieben ist vor allem der Schreibstil, die Kreativität und die Besonderheit an all dem. Die Geschichte dagegen hat mich nur stellenweise überzeugt, aber trotzdem hatte ich eine gute Zeit und bin wirklich beeindruckt von diesem speziellen Werk. Gerade aufgrund dieser sehr speziellen Art würde ich den Roman nicht vorbehaltslos weiterempfehlen, aber bin mir sicher, dass er für die richtige Person ein wunderbares Leseerlebnis darstellt.

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