Profilbild von KittyCatina

KittyCatina

Lesejury Star
offline

KittyCatina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KittyCatina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2025

Süße, teils tragische Rockstar-Liebesgeschichte

Like Fire in the Night
0

Noch am Anfang, muss ich sagen, fand ich dieses Buch nicht so besonders, doch nach und nach fand ich es tatsächlich immer besser und gegen Ende hin war es dann noch einmal so richtig toll.

Im Grunde bekommt ...

Noch am Anfang, muss ich sagen, fand ich dieses Buch nicht so besonders, doch nach und nach fand ich es tatsächlich immer besser und gegen Ende hin war es dann noch einmal so richtig toll.

Im Grunde bekommt man hier auch nicht unbedingt eine typische Rockstar-Liebesgeschichte, denn erstens ist hier Ivy die Sängerin und zweitens steht sie noch am Anfang ihrer Kariere. Dennoch gibt es aber auch das typische Flair, eine Stammbar, in welcher sie immer ihre Konzerte gibt, Fans und Paparazzi. Allerdings steht hier Ivys großes Geheimnis im Mittelpunkt. Woher kommen ihre tiefgründigen, emotionalen Songtexte und warum weiß man so gut wie nichts über ihre Herkunft? Und hier kommt Milo ins Spiel, der durch die Schulden seines Vaters gezwungen ist, an Geld zu kommen. Natürlich ist hier der Verrat nicht weit entfernt und natürlich ist der Weg, den er einschlägt, nicht moralisch einwandfrei und dennoch waren seine Beweggründe absolut nachvollziehbar, genauso die Gefühle, die sich nach und nach zwischen Ivy und Milo entspinnen. Besonders schön fand ich dabei auch, wie die beiden, anders als in vielen anderen Büchern dieser Art, und dabei auch noch relativ schnell, eine Lösung für beiderlei Probleme finden. Vor allem hätte ich mit dieser Lösung auch nicht gerechnet, was ebenfalls ein Pluspunkt ist. Was ich auch richtig toll fand, ist, dass es schon mitten in dieser Geschichte einen klitzekleinen Ausblick auf die Geschichte von Lennon gibt.

Die Charaktere fand ich ebenfalls super geschrieben. Ivy ist zwar ein angehender Star, aber absolut auf dem Boden geblieben, dankbar und auch zu ihren Fans einfach nur super freundlich. Milo ist ebenfalls ein total lieber Kerl, der einfach nur zwischen den Stühlen sitzt und dennoch lieber selbst leidet, als andere leiden zu lassen. Manchmal war er mir aber auch schon fast ein bisschen zu nah an der Selbstaufgabe.

Alles in allem fand ich diesen Roman insgesamt wirklich gut. Die Geschichte begann etwas zäh, ist aber letztendlich wirklich süß und die Charaktere mochte ich ebenfalls sehr. Auch der Schreibstil ist echt gut, wenn man vom Gendern absieht, was sich scheinbar immer mehr in der Literatur verbreitet und ich so gar nicht leiden mag. Auf jeden Fall bin ich jetzt gespannt auf Lennons Geschichte und erhoffe mir viel davon.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein typischer Cherry, voller Drama und Emotionen

Weil wir es uns versprochen haben
0

Ja, dieses Buch war wieder mal ein typischer Cherry, die Geschichte war ebenfalls wieder emotional, teils dramatisch und teils super süß und ja, irgendwie kann man einfach alle Bücher der Autorin absolut ...

Ja, dieses Buch war wieder mal ein typischer Cherry, die Geschichte war ebenfalls wieder emotional, teils dramatisch und teils super süß und ja, irgendwie kann man einfach alle Bücher der Autorin absolut genießen. Zum Highlight hat es für mich aber leider dennoch nicht ganz gereicht.

Das liegt vor allem daran, dass ich solche Art von Geschichten einfach schon viel zu oft gelesen habe und ich glaube, das ist auch schon das Einzige, was diese wirklich herzerwärmende Story nicht perfekt für mich gemacht hat. Es ist also nicht der Fehler der Autorin, sondern einfach mein Ding. Ansonsten war das ganze Buch einmal mehr großartig, mit größtenteils wunderbaren Charakteren, aber auch einem richtigen Egomanen, die Themen sind wichtig und auf jeden Fall aktuell. So geht es hier vor allem um eine toxische Beziehung, häusliche Gewalt, aber auch um eine alte Liebe, die neu entfacht. Dabei fand ich gerade die Liebesgeschichte zwischen Kierra und Gabriel wirklich toll, sehr respektvoll und voller gegenseitiger Rücksichtnahme. Die Beziehung zwischen Kierra und ihrem Ehemann Henry hingegen ist einfach nur ein Albtraum, da hilft ihr gerade das Wiederaufeinandertreffen mit Gabriel, was ihr auch ein Stück weit Kraft gibt. Vielleicht ist das psychologisch gesehen nicht unbedingt die beste Idee, aber dennoch absolut nachvollziehbar. Gleichzeitig gibt es mit Henrys Tochter Ava aber noch jemanden, die Kierra in ihrer schrecklichen Ehe hält, schließlich hat sie das Mädchen als eigene Tochter angenommen und will sie nicht verlieren. Es ist also alles gar nicht so einfach, wie im echten Leben auch.

Die Charaktere waren, wie schon angedeutet, ebenfalls super geschrieben, sehr realitätsnah und greifbar. Gerade Kierra konnte ich sehr gut nachvollziehen, ihren Kampf, aber auch ihre Zweifel, ihre Liebe für ihre Tochter, aber auch die Zerrissenheit. Ebenso mochte ich Gabriel wirklich sehr, denn er ist, trotz alle Geheimnisse, die nacheinander aufgedeckt werden, einfach nur super verständnisvoll und immer für Kierra da. Und dann ist da noch die aufgeweckte und intelligente Ava, die man einfach nur ins Herz schließen muss, denn obwohl sie ein typischer Teenager ist, ist sie auch super lieb. Dagegen ist Henry ein echter Psychopath, der sich daran erfreut, wenn er seine Frau erniedrigen kann. Ihn kann man einfach nur scheiße finden.

Alles in allem bekommt man hier eben das, was man bei einem Buch von Brittainy Cherry erwarten kann, eine super emotionale, tiefgründige Geschichte, voller Drama und Liebe. Man kann also kaum enttäuscht werden, wenn man ihre Bücher kennt. Ich bin jedenfalls auch von dieser Geschichte wieder begeistert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2025

India und Sid Malone

Die Winterrose
0

Wie schon der erste Band, wird auch dieser wieder aus ganz verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch man einen richtig guten Eindruck von allem bekommt, was geschieht und warum. Außerdem lernt man die ...

Wie schon der erste Band, wird auch dieser wieder aus ganz verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch man einen richtig guten Eindruck von allem bekommt, was geschieht und warum. Außerdem lernt man die verschiedenen Charaktere, ihre Gedanken und Gefühle, dadurch richtig gut kennen, lernt sie lieben, aber auch hassen.

Zudem geht es auch hier um eine sehr starke und für ihre Zeit moderne Frau, die als Ärztin versucht, auch den Ärmsten, vor allem Frauen, zu helfen. Dabei trifft sie auf den charismatischen Gangsterboss Sid Malone und lernt ihn mit der Zeit zu lieben. Rund um die geheime Liebesgeschichte zwischen den beiden gibt es allerdings noch ziemlich viel Nebenhandlungen. So lernt man auch Indias Verlobten Freddy Lytton kennen, der Sid nach dem Leben trachtet und nur nach außen hin eine reine Weste trägt. Was mich extrem gefreut hat war, dass man ebenfalls wieder auf Fiona und Joe aus dem ersten Band trifft, genauso auf Seamie, der gegen Ende der Geschichte etwas weiter in den Mittelpunkt rückt. Und auch Joe geht hier neue Wege, was ihn früher oder später in Gefahr bringt. Überhaupt gibt es einen großen Konkurrenzkamp und ziemlich viele Intrigen, Verrat, Mord und Totschlag. Es gibt echt viele Ereignisse, die mich wirklich wütend gemacht haben, weil dies alles so ungerecht war, aber auch Drama und Romantik. Allerdings muss ich auch sagen, dass es mir hier etwas schwerer gefallen ist, in die Geschichte zu kommen und dass es auch zwischendrin ein paar Längen gab. Ansonsten war die Story aber erneut großartig, spannend und teilweise echt emotional.

Auch die Charaktere fand ich wieder richtig toll und lebensnah geschrieben. Wie schon erwähnt, bekommt man mit India eine sehr willensstarke, kämpferische Frau, die sich für die einsetzt, die keine öffentliche Stimme haben, aber dabei selbst mehr oder weniger unter die Räder kommt. Sid Malone hingegen ist nur nach außen hin der böse Gangster, aber auch er hat Furchtbares erlebt und wird mehrmals verkannt. Dazu kommen Fiona und Joe, die ich in Band eins schon wahnsinnig gern hatte, Seamie, der inzwischen zum Teenager geworden ist und in Band drei seine eigene Story bekommen wird. Und dann ist da noch Freddy Lytton, der einfach nur fürchterlich ist, ein richtig böser, gieriger Mensch, ohne Gewissen.

Alles in allem kann dieser Band nicht ganz mit dem ersten Band mithalten, welcher für mich ein absolutes Highlight war. Dennoch war er wieder großartig, mit kleinen Mängeln, aber insgesamt einer richtig tollen Geschichte und einer Protagonistin, die man nur ins Herz schließen kann. Von mir gibt es deshalb auch eine absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.11.2025

Die Mona Lisa so lebendig wie selten zuvor

Das Geheimnis der Mona Lisa
0

Ich bin nun nicht unbedingt der größte Fan von historischer Literatur, gerade, wenn es doch recht weit in die Vergangenheit geht, doch diese Geschichte hier hat mich dann doch sehr interessiert und ich ...

Ich bin nun nicht unbedingt der größte Fan von historischer Literatur, gerade, wenn es doch recht weit in die Vergangenheit geht, doch diese Geschichte hier hat mich dann doch sehr interessiert und ich muss sagen, dass ich sie letztendlich auch wirklich gut fand.

Der Schreibstil ist dabei der Zeit, in der die Geschichte spielt, wirklich gut angepasst, aber dennoch flüssig lesbar. Ebenso konnte ich mir die Szenerie echt gut vorstellen, da er so bildlich und lebendig ist.

Die Handlung selbst ist aber auch toll und sogar ein Stück weit informativ. Sie zieht sich über einige Jahre und es wird abwechselnd von Lisa und Leonardo da Vinci erzählt, die irgendwann auch aufeinandertreffen werden. Besonders interessant fand ich dabei Lisas Geschichte und ihre Entwicklung, von der geplanten Flucht mit einem der Medici bis hin zur echten, beständigen Liebe. Allerdings kommt es bis dahin zu einigen Intrigen, es gibt Geheimnisse und Verschwörungen. Außerdem hat Lisa als Frau in dieser Zeit nichts zu sagen und um einiges weniger Rechte als die Männer um sie herum. Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht gerade leicht für sie, zudem auch ihr Vater immer mehr seinen wahren Charakter zeigt. Ebenfalls muss sich zwischen ihr und Francesco erst einmal eine Beziehung entwickeln, was ebenfalls nicht leicht ist, schließlich ist diese Ehe die einzige Möglichkeit, um schlimmerem zu entgehen. Dennoch geht ihr neuer Ehemann doch recht liebevoll und sanft mit ihr um, hat unter anderem allerdings auch einen großen Fehler. Diesbezüglich fand ich echt verständlich und in einer Sache sogar schön, wie Lisa damit umgeht.

Auch Leonardos Parts fand ich durchaus interessant, zumal die Autorin es geschafft hat, ihn super lebendig wirken zu lassen. Selten habe ich mich einer Figur aus der Geschichte so nah gefühlt. Ebenfalls sind die Einblicke in seine Arbeit echt interessant und es hat echt Spaß gemacht, ihn als Menschen kennenzulernen, egal, ob er nun im realen Leben auch so war oder nicht. In diesem Roman ist er jedenfalls ein total sympathischer Zeitgenosse, der Lisa mit der Zeit ein echter Freund wird.

Alles in allem kann ich diesen Roman durchaus empfehlen, denn für einen historischen Roman lässt er sich wirklich ausgezeichnet lesen und trotz der vielen verschiedenen Charaktere, mit typisch italienischen Namen, war die Geschichte nicht so verwirrend, wie ich befürchtet hatte. Nur mit ein paar Längen hier und da muss man rechnen, aber die waren auszuhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2025

Super traurig, aber auch zum Heulen schön

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
0

Kaum ein Buch schafft es tatsächlich, mich zu Tränen zu rühren, aber dieses ist nun schon das zweite Buch der Autorin, dessen Geschichte mich gegen Ende hin tatsächlich hat Rotz und Wasser heulen lassen. ...

Kaum ein Buch schafft es tatsächlich, mich zu Tränen zu rühren, aber dieses ist nun schon das zweite Buch der Autorin, dessen Geschichte mich gegen Ende hin tatsächlich hat Rotz und Wasser heulen lassen.

Diese spielt wieder einmal sowohl in der Vergangenheit, nach dem Zweiten Weltkrieg, als auch in der Gegenwart. Es geht wieder darum, was die Vergangenheit aus den Protagonisten, hier Margret und Hardy gemacht hat und wie deren Erfahrungen als Kinder sich auch auf die Gegenwart auswirkt. So müssen beide Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre in verschiedenen Heimen grausame Misshandlungen über sich ergehen lassen, Margret wird sogar gerade dann vergewaltigt, als sie sich endlich in Sicherheit wähnt. Die Autorin hat diesbezüglich sehr realistisch und ungeschönt geschildert, was den beiden angetan wird, sodass ich beim Lesen einige Male mehr als entsetzt, teilweise richtig wütend war. Ebenfalls fand ich sehr nachvollziehbar geschrieben, wie sich Margret und Hardy später immer näher kommen, nämlich sehr langsam und aus einer tiefen Freundschaft und Verantwortungsgefühl heraus.

Auch die Handlung in der Gegenwart ist wirklich gut und eindrücklich geschrieben. Hier begleitet man Emily, die es auch nicht gerade leicht hat. Sie leidet darunter, dass sie keine zuverlässige Bindung zu ihrer Mutter hat. Gleichzeitig kennt sie ihren Vater nicht. Ihr einziger Halt sind ihre Urgroßeltern, die aber noch immer unter den Geschehnissen ihrer eigenen Kindheit zu kämpfen haben. Dies führt zu einer großen Zerrissenheit, welche die Autorin ebenfalls super herüberbringen konnte. Genauso ging es mir mit der Beziehung Emilys zu ihren Urgroßeltern, die Liebe zwischen ihnen, aber auch die kleinen und großen Problemchen, gerade auch, als Emily in die Pubertät kommt.

Was ich der Autorin ebenfalls hoch anrechne, ist, dass sie auch für diesen Roman wieder sehr gut recherchiert zu haben scheint, denn die ganze Geschichte wirkt wie aus dem realen Leben gegriffen, ist sehr bildlich und nachvollziehbar geschrieben. Dazu kommt das super schöne Ende, welches vielleicht etwas sehr emotional ist, aber welches ich persönlich nach all dem Leid, den Problemen und Sorgen auch gebraucht habe. Zudem habe ich das, was dort geschieht, Hardy von ganzem Herzen gegönnt. Einzig einen versöhnlichen Satz gegenüber dem christlichen Glauben habe ich vermisst, denn Gott hat ganz sicher nie gewollt, was den Kindern damals durch die Institution Kirche angetan wurde.

Alles in allem war dieses Buch aber wieder einmal großartig, die Geschichte sehr berührend und gerade in den Teilen, die in der Vergangenheit spielen, schwer zu ertragen. Außerdem hangelt sich die Autorin erneut nah an der Realität entlang und macht auf Missstände aufmerksam, die es wirklich in Deutschland gab. Ich kann diesen Roman deshalb absolut weiterempfehlen und hoffe, dass die Autorin noch mehr schreiben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere