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Veröffentlicht am 10.11.2025

Eine einfühlsame und berührende Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft und Liebe!

Ein ganz besonderer Ort
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Darum geht es:

Suzanna Peacock führt auf den ersten Blick ein geordnetes Leben. Sie ist verheiratet mit Neil und lebt in der Nähe ihrer Familie. Doch innerlich fühlt sie sich leer und unruhig. Die ungelöste ...

Darum geht es:

Suzanna Peacock führt auf den ersten Blick ein geordnetes Leben. Sie ist verheiratet mit Neil und lebt in der Nähe ihrer Familie. Doch innerlich fühlt sie sich leer und unruhig. Die ungelöste Vergangenheit, besonders das Fehlen ihrer leiblichen Mutter, lässt sie nicht los. Aus dem Bedürfnis heraus, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und etwas Eigenes zu schaffen, eröffnet sie das Peacock Emporium, ein Café und Laden, das schnell zum Mittelpunkt des Ortes wird. Dort findet Suzanna neue Freundschaften und beginnt, sich selbst besser zu verstehen. Als sie Alejandro begegnet, wird ihr klar, dass sie ihr Leben und ihre Gefühle ordnen muss.



Mein Leseeindruck:

Der Roman ist eine Geschichte, die auf fast 500 Seiten viel Raum für Gefühle, Figuren und Entwicklungen bietet. Der Einstieg fiel mir zunächst sehr schwer. Die vielen Zeitsprünge und die Vielzahl der Figuren erforderten viel Konzentration und haben mich zeitweise verwirrt. Doch ab der Mitte veränderte sich alles. Die Figuren wurden greifbar, ihre Geschichten berührten mich, und die Ereignisse überraschten mich immer wieder. Jojo Moyes Schreibstil ist dabei das Herzstück des Buches. Warm, feinfühlig und sinnlich, durchzogen von ihrem charmanten britischen Humor. Man spürt ihre Liebe zum Detail und zu den kleinen, menschlichen Momenten, die die Geschichte lebendig machen. Besonders gefallen haben mir die zentralen Themen: Die Suche nach den eigenen Wurzeln und der Wunsch, den eigenen Platz im Leben zu finden. Das Ende wirkte für mich sehr realistisch und rund, nicht übertrieben romantisiert, sondern glaubwürdig und versöhnlich. Insgesamt ist „Ein ganz besonderer Ort“ eine berührende Geschichte, die Trost und Geborgenheit schenkt, gleichzeitig aber auch zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Auch wenn man sich anfangs ein wenig durchkämpfen muss, wird die Geduld reich belohnt.

Fazit:

4/5 Sterne! Der Roman ist eine einfühlsame und berührende Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft und Liebe, die trotz eines etwas schwierigen Einstiegs mit Wärme und Authentizität überzeugt.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Ein stiller, bewegender Roman über Angst, Mut und den langen Weg in die Selbstbestimmung.

Nest
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Darum geht es:

Das Leben von der schwangeren Ciara Fay wird zunehmend von Angst und Kontrolle geprägt. Ihr Ehemann ist die Ursache dafür. An einem Frühlingstag fasst sie den Entschluss, ihr Zuhause in ...

Darum geht es:

Das Leben von der schwangeren Ciara Fay wird zunehmend von Angst und Kontrolle geprägt. Ihr Ehemann ist die Ursache dafür. An einem Frühlingstag fasst sie den Entschluss, ihr Zuhause in Dublin zu verlassen. Gemeinsam mit ihren zwei kleinen Töchtern flieht sie vor ihrem bisherigen Leben. Ohne finanzielle Sicherheit versucht sie, fern von Familie und Freunden, sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Während sie einen Unterschlupf sucht und nach einem Ort ringt, den sie endlich zuhause nennen kann, wird die junge Mutter immer wieder von Zweifeln heimgesucht, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Wird es ihr diesmal gelingen, wirklich frei zu bleiben?

Mein Leseeindruck:

In dem Roman begleiten wir Ciara Fay, eine Frau, die unter der emotionalen und psychischen Gewalt ihres Mannes leidet. Sie hat zwei kleine Kinder, ist erneut schwanger und hat in den vergangenen Jahren kaum mehr getan, als zu funktionieren und zu überleben. Ihr Alltag besteht aus Kontrolle, Angst und innerer Erschöpfung, und doch wächst in ihr langsam der Wunsch nach Freiheit - für sich selbst und ihre Kinder. Die Autorin erzählt diese Geschichte mit einer bemerkenswerten Ruhe. Es gibt keine großen Dramen, keine überzogenen Wendungen stattdessen entfaltet sich das Geschehen leise, beinahe unscheinbar, und gerade das macht es so eindringlich. Man spürt in jeder Zeile, wie tief Ciara in ihrem inneren Kampf gefangen ist. Im Mittelteil hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die Handlung etwas zieht. Doch rückblickend passt auch dieses gemächliche Tempo zu Ciaras Geschichte. Trotz dieser kleinen Längen habe ich das Buch insgesamt sehr gerne gelesen, und besonders das Ende hat mich zufrieden und mit einem Gefühl leiser Hoffnung zurückgelassen.

Fazit:

4/5 Sterne! Ein stiller, bewegender Roman über Angst, Mut und den langen Weg in die Selbstbestimmung. Sehr ruhig erzählt, aber mit einer Kraft, die nachhallt.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein warmherziges Wohlfühlbuch mit Charme, Witz und Alpenkulisse.

Herzklopfen in der Bergpraxis
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Darum geht es:
Die junge Medizinerin Sanna Thaler ist Landärztin mit Leib und Seele. Ihre Patienten, die Naturheilkunde und das Leben in den Bergen bedeuten ihr alles. Als ihr Bruder ausgerechnet Mats ...

Darum geht es:
Die junge Medizinerin Sanna Thaler ist Landärztin mit Leib und Seele. Ihre Patienten, die Naturheilkunde und das Leben in den Bergen bedeuten ihr alles. Als ihr Bruder ausgerechnet Mats Lindberg, Notarzt, Karrieretyp und Gefühlsmuffel, zum Aushilfsarzt in ihre Allgäuer Praxis schickt, ist Ärger vorprogrammiert. Zwischen traditionellen Heilkräuter, sturen Dorfbewohnern und grundverschiedenen Weltansichten prallen zwei Lebensentwürfe aufeinander. Doch während Mats auf seinen Traumjob in Boston wartet, gerät seine klare Linie ins Wanken, denn je mehr er Sanna und das Leben im Dorf kennenlernt, desto mehr wird ihm klar. Vielleicht steckt hinter dem Chaos mehr Wahrheit, Wärme und Liebe, als er je erwartet hatte.

Mein Leseeindruck:
Schon auf den ersten Seiten habe ich mich in die Geschichte fallen lassen können. Der Einstieg gelingt leicht, und die Protagonisten waren mir sofort sympathisch. Besonders Sanna, die mit Herzblut als Landärztin im Allgäu arbeitet, und Mats, der karrierefokussierte Großstadtarzt, der ganz plötzlich in ihre Welt stolpert, haben mein Leserherz im Sturm erobert. Die Schlagabtausche zwischen den beiden? Herrlich! Ich musste so oft schmunzeln, dass mir das Grinsen kaum aus dem Gesicht wich. Was mich absolut begeistert hat: Die Autorin Jana Lukas beschreibt das kleine Dorf und die umgebende Natur so liebevoll und bildlich, dass ich beim Lesen förmlich durch die Alpenlandschaft spaziert bin. Für mich war dieses Buch wie eine kleine, wohltuende Auszeit vom Alltag. Voller Herzenswärme, Humor und ganz viel Gefühl. Ich habe mich beim Lesen und erst recht danach rundum beseelt gefühlt. Ich freue mich riesig auf den zweiten Teil, der schon ganz bald erscheint! (ET 16. Juli 2025 „Traummomente in der Bergpraxis"). Die Bergpraxis hat definitiv einen festen Platz auf meiner Leseliste gefunden.

Fazit:

4/5 ⭐️ Ein warmherziges Wohlfühlbuch mit Charme, Witz und Alpenkulisse.
Perfekt zum Abschalten und Träumen.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein Buch wie eine sanfte Umarmung. Ruhig, ehrlich und einfach schön.

Ein Kräutergarten zum Verlieben
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Darum geht es:
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, stehen plötzlich vor dem Erbe ihrer Kindheit, einem alten Hof am Rande von Xanten, umgeben von Feldern, Erinnerungen und ungesagten ...

Darum geht es:
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, stehen plötzlich vor dem Erbe ihrer Kindheit, einem alten Hof am Rande von Xanten, umgeben von Feldern, Erinnerungen und ungesagten Worten. Was als nüchternes Renovierungsprojekt beginnt, wird zu einer Reise zurück zu ihren Wurzeln. Mit dem wandernden Tischler Jasper zieht nicht nur Hilfe, sondern auch neues Leben in den Hof ein.
Mein Leseeindruck:
Was für ein schönes Buch! Diese Geschichte hat mich wirklich berührt, ganz leise, sehr sanft und unheimlich ehrlich. Liv und Maike sind zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und gerade das macht ihre Beziehung so spannend. Zwischen Nähe und Distanz, alten Wunden und neuem Vertrauen entfaltet sich eine Geschichte, die ganz ohne großes Drama tief unter die Haut geht. Ich mochte beide Schwestern unheimlich gerne, jede auf ihre Weise. Ihre Gegensätze, ihre Unsicherheiten, aber auch die zarten Momente, in denen sie einander wiederfinden. Das war so feinfühlig geschrieben, dass man beim Lesen fast selbst Teil dieser Familie wird. Besonders schön fand ich, wie viel Atmosphäre in diesem Buch steckt. Die Autorin beschreibt den alten Hof, die Felder, Wiesen und die Natur drumherum mit so viel Liebe, dass man förmlich spürt, wie still und weit dieser Ort ist. Es ist ein Buch, das entschleunigt. Und dann ist da Jasper! Mit ihm zieht ein leiser Wind der Veränderung in die Geschichte. Es ist nichts Aufgesetztes, sondern eine wohltuende Präsenz, die etwas in Bewegung bringt.
Fazit:
4/5 Sterne! Eine berührende, atmosphärische Geschichte über Familie, unausgesprochene Dinge und den Mut zum Neuanfang. Ein Buch wie eine sanfte Umarmung. Ruhig, ehrlich und einfach schön.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein intensiver, sorgfältig komponierter Thriller über Verlust, Erinnerung und die Grauzonen menschlicher Wahrnehmung.

Himmelerdenblau
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Darum geht es:

Seit zwanzig Jahren fehlt von Julie Novak jede Spur. Ihr Verschwinden hat die Familie zerstört, doch ihr Vater Theo weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Er ist überzeugt, dass Julie noch ...

Darum geht es:

Seit zwanzig Jahren fehlt von Julie Novak jede Spur. Ihr Verschwinden hat die Familie zerstört, doch ihr Vater Theo weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Er ist überzeugt, dass Julie noch lebt, auch wenn seine fortschreitende Demenz seine Erinnerungen immer stärker auslöscht. Als die junge True-Crime-Podcasterin Liv den alten Fall für eine neue Staffel aufgreifen will, sieht Theo darin seine letzte Chance, die Wahrheit zu finden. Gemeinsam beginnen sie zu recherchieren und stoßen auf Widersprüche, alte Verletzungen und ein Geflecht aus Schweigen und Schuld. Was geschah wirklich im Jahr 2003? Welche Rolle spielt Julies ehemaliger Freund Daniel, der ein Zimmer im Haus seiner Mutter wie ein Heiligtum verschlossen hält? Und was, wenn Julie gar nicht gerettet werden will?

Mein Leseeindruck:

Mit Himmelerdenblau legt Romy Hausmann erneut einen Thriller vor, der beweist, warum sie zu den prägnantesten Stimmen des deutschsprachigen Spannungsgenres gehört. Ihr unverwechselbarer Schreibstil - präzise, atmosphärisch dicht und emotional vielschichtig - hat mich sofort in den Bann gezogen. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in dieser eindringlichen Geschichte gefangen. Der Thriller entfaltet sich ruhig. Romy Hausmann setzt weniger auf rasante Wendungen als auf psychologische Tiefe und die feinen Risse in ihren Figuren. Besonders beeindruckend fand ich die Figur des Vaters Theo, der zwischen klarem Verstand und dem Nebel seiner Demenz schwankt. Nie ist sicher, ob seine Wahrnehmungen der Realität entsprechen oder bereits von seinem schwindenden Gedächtnis verzerrt werden. Ich habe beim Lesen mitgerätselt, gezweifelt und Theorien entwickelt, nur um mich immer wieder in die Irre führen zu lassen. So stark die Geschichte über weite Strecken ist, so sehr hat mich das Ende allerdings etwas enttäuscht. Nach all der psychologischen Intensität hätte ich mir von der Autorin ein kraftvolleres, überraschenderes Finale gewünscht. Mir war es zu unspektakulär.

Fazit:

4/5 Sterne! Trotzdem bleibt Himmelerdenblau für mich ein intensiver, sorgfältig komponierter Thriller über Verlust, Erinnerung und die Grauzonen menschlicher Wahrnehmung.

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