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Veröffentlicht am 11.11.2025

Ein wunderbar weihnachtliches Karlchen-Abenteuer!

Karlchen hilft dem Weihnachtsmann, ob er will oder nicht (3)
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Karlchen ist entsetzt, als Mama verkündet, dass Weihnachten dieses Jahr viel kleiner ausfallen wird als sonst. Angeblich hat der Weihnachtsmann keine Zeit, aber Karlchen weiß genau, was dahintersteckt. ...



Karlchen ist entsetzt, als Mama verkündet, dass Weihnachten dieses Jahr viel kleiner ausfallen wird als sonst. Angeblich hat der Weihnachtsmann keine Zeit, aber Karlchen weiß genau, was dahintersteckt. Sie ist sich nämlich ganz sicher, dass Mama die Weihnachtsgeschenke bringt. Und da diese unbedingt bei dem diesjährigen Kochwettbewerb den Goldenen Tannenbaum gewinnen will, widmet sie sich ganz dem Kochen, anstatt Weihnachten vorzubereiten. Karlchen beschließt kurzerhand, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Dieses Jahr ist sie der Weihnachtsmann und Opa ihr Wichtel (wovon dieser allerdings zunächst wenig begeistert ist). Zusammen machen sie sich daran, die Adventskalender zu befüllen, was allerdings gehörig schiefgeht. Noch vor dem zweiten Advent verlieren die beiden ihren neuen Weihnachtsjob, aber Karlchen wäre nicht Karlchen, wenn sie nicht schon kurz darauf eine Mission hätte. Eine sehr wichtige und wirklich wahre Weihnachtsmission, die ausgerechnet mit dem alten Ibele zu tun hat, ihrem unfreundlichen Nachbarn...

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Karlchen-Vorlesebuchreihe. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, sie erhöhen aber den Lesegenuss.
Ich liebe die Geschichten rund um Karlchen, sowohl der erste als auch der zweite Band waren absolute Highlights für mich. Das neue Abenteuer konnte ich daher kaum erwarten – und dass dieses auch noch in der Weihnachtszeit spielt, ließ meine Vorfreude nur noch größer werden. Gleich zu Beginn bin ich jedoch ins Grübeln geraten. Bereits auf den ersten Seiten wird uns Leserinnen eröffnet, dass Karlchen weiß, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Da das Buch für Kinder ab 5 Jahren empfohlen wird und viele in dem Alter noch an den Weihnachtsmann glauben, sehe ich diesen Punkt etwas kritisch. Daher mein Tipp: Wenn eure jungen Zuhörerinnen noch den Glauben an den Weihnachtsmann haben, solltet ihr euch besser überlegen, ob ihr diese Geschichte vorlest.

Abgesehen davon bin ich aber mal wieder vollkommen begeistert! Auch dieser Band sprüht nur so vor Witz und Charme und wundervollen, modernen Lönneberga-Momenten. Der Erzählstil erinnert erneut sehr an Astrid Lindgren und die kleine Karlchen ist ein bisschen wie Michel, mit ihren gut gemeinten Hilfsaktionen, die oft für ein totales Durcheinander sorgen. Und wenn ihr Opa auch noch mitmischt, ist das Chaos erst recht vorprogrammiert. Es ist einfach herrlich mitzuerleben, wie Karlchen dieses Jahr das Weihnachtsfest organisiert und dabei allerhand schiefgeht. Man kommt aus dem Schmunzeln stellenweise nicht mehr heraus und muss öfters auch mal laut loslachen. Gleichzeitig ist die Geschichte aber so unheimlich süß und rührend, dass einem ganz warm uns Herz wird. Vor allem das Ende zaubert einem ein breites Lächeln ins Gesicht. Das Autor*innen-Duo Lisa-Marie Dickreiter und Andreas Götz weiß einfach, wie man gute Kinderbücher schreibt und für weihnachtliche Stimmung sorgt. Humorvoll und authentisch erzählen sie die Geschichte aus Kindersicht und sind dabei ganz nah dran am echten Alltag. In die sechsjährige Karlchen muss man sich einfach verlieben, schon allein auf dem Cover erobert sie das Leserherz im Sturm. Pfiffig, mutig und stark geht sie ihren Weg und zeigt uns mit ihrem neuen winterlichen Abenteuer, worauf es an Weihnachten wirklich ankommt.

Illustriert wurde auch dieser Band von Barbara Scholz, deren Stil einfach perfekt zu dieser Reihe passt. Ihre farbenfrohen Bilder kommen wie gewohnt superniedlich und witzig daher und setzen das Erzählte großartig in Szene.

Fazit: „Karlchen hilft dem Weihnachtsmann, ob er will oder nicht“ ist eine herrlich turbulente, lustige und warmherzige Weihnachtsgeschichte ab 5 Jahren mit zauberhaften Illustrationen und einer liebenswerten Heldin zum Gernhaben. Ein wunderbares Wohlfühl-Vorlesebuch zum Schmunzeln, Lachen und Mitfiebern. Wer die Bücher rund um Karlchen noch nicht kennt, hat eindeutig etwas verpasst! Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Trotz meines Kritikpunkts habe ich auch diesen Band zutiefst genossen und leider viel zu schnell beendet. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Eine weitere gelungene und superlustige Fortsetzung!

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Großtante Ilse will heiraten. Schon wieder. Bereits zum vierten Mal wird sie vor den Traualtar treten und natürlich muss die ganze Familie dabei sein. So geht es also für Mama, Papa, Oma, Opa, der achtjährigen ...

Großtante Ilse will heiraten. Schon wieder. Bereits zum vierten Mal wird sie vor den Traualtar treten und natürlich muss die ganze Familie dabei sein. So geht es also für Mama, Papa, Oma, Opa, der achtjährigen Tiffany und ihren älteren Geschwistern Luisa und Max mit dem Auto nach Wuppertal. Schon vor der Abfahrt herrscht das reinste Chaos: Mama ist genervt vom Packen; Papas Laune ist im Keller, weil er einen Kratzer in den Leihbus seines Chefs gefahren hat; Oma sucht verzweifelt ihr Handy; Opa möchte lieber mit dem Zug fahren und Luisa hat (laut Papa) Hormone. Und der 14-jährige Max? Der ist ganz im grün im Gesicht, nachdem er die letzte Nacht auf der Party eines Freundes war und anscheinend den kleinen Feigling nicht so gut vertragen hat. Die Voraussetzungen für eine entspannte Autofahrt stellen also ziemlich schlecht und es kommt, wie es kommen muss. Max kotzt ins Auto und eine herrlich chaotische Reise nimmt ihren Lauf...

Nachdem ich die „Trubel bei Tiffany“-Reihe vor kurzem endlich für mich entdeckt habe, war ich voller Vorfreude auf den fünften Band. Vorkenntnisse sind fürs Verständnis nicht erforderlich, sie steigern aber den Lesegenuss. Vor allem eingefleischte Marc-Uwe Kling-Fans dürfen sich hier über so einige nette Easter Eggs freuen.

Marc-Uwe Kling ist mal wieder ganz in seinem Element und hat uns ein urkomisches Familienabenteuer gezaubert, welches Jung und Alt gleichermaßen Spaß macht. Mit seinem unvergleichlichen Humor erzählt er aus der Sicht der kleinen Tiffany die Geschichte und bringt den ganz normalen Alltagswahnsinn einer mehrköpfigen Familie auf den Punkt. Viele der beschriebenen Situationen werden den meisten garantiert bekannt vorkommen. Ob die Hektik vor der Abreise, ständige Pinkelpausen, Streitereien, Spucktüten, die zum Einsatz kommen – breite Schmunzler und laute Lacher sind hier garantiert! Das Ganze wird typisch Kling sehr überspitzt dargestellt, ist zugleich aber auch so wunderbar wahr und lebensnah. Die Dialoge lesen sich mal wieder köstlich und die Charaktere sind so liebenswert-schräg gezeichnet, dass man sie einfach gernhaben muss.

Auf der Fahrt zu Großtante Ilse geht alles schief, was nur schiefgehen kann. Verständlicherweise sind alle ziemlich genervt (bis auf Tiffany) und man kann mit ihnen eigentlich nur Mitleid haben. Gleichzeitig amüsiert man sich als Außenstehender aber auch einfach nur prächtig und muss unweigerlich an seine eigene Horrorfahrten denken. Manche Gags und Anspielungen werden von jüngeren Kindern vermutlich noch nicht verstanden werden, was deren Lesefreude aber keinen Abbruch tun sollte. Auch dieser Band ist das ideale Vorlesebuch für die ganze Familie, welches nicht nur gute Laune macht, sondern ganz nebenbei auch zeigt, was Alkohol bewirken kann (siehe Buchtitel ;D ).

Astrid Henn hat das Erzählte mit ihrem unverwechselbaren Stil wie gewohnt großartig in Szene gesetzt. Zahlreiche farbenfrohe Illustrationen mit Comicelementen begleiten den Text, stecken voller witziger und liebevoller Details und zaubern einem immer wieder ein Grinsen ins Gesicht.

Fazit: „Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat“ ist eine humorvolle und höchst unterhaltsame Familiengeschichte ab 6 Jahren über einen turbulenten Roadtrip voller Pannen, Spaß und Chaos. Ein herrliches Lesevergnügen für Groß und Klein und die perfekte Lektüre für die nächste lange Autofahrt (kann übrigens auch als Hörbuch genossen werden!). Ich bin mal wieder begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit Tiffany und ihrer liebenswert-schrägen Familie. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Ein schaurig-schöner Gruselcomic!

Suri, die Monsterjägerin
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Die Waise Suri lebt in einem umherziehenden Jahrmarkt und verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, gruselige Geschichten über Monster und wie man sie zähmen kann zu erzählen. Sie ist eine wahre Expertin ...

Die Waise Suri lebt in einem umherziehenden Jahrmarkt und verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, gruselige Geschichten über Monster und wie man sie zähmen kann zu erzählen. Sie ist eine wahre Expertin auf diesem Gebiet und verfolgt einen großen Traum: Sie möchte selbst eine furchtlose Monsterbändigerin werden und die Heldin einer spannenden Geschichte sein. Als sie eines Tages ein goldenes Knäuel im Wald findet, steckt sie es fasziniert ein, nicht wissend, dass es einem Trio von Katzengeistern gehört, die ihr Eigentum um jeden Preis zurückhaben wollen. Nun muss Suri zeigen, was in ihr steckt! Zum Glück muss sie dieses gefährliche Abenteuer nicht alleine bestreiten, sondern hat einen neuen ungeheuerlichen Freund an ihrer Seite. Ob sie es wohl schaffen wird, eine echte Monsterbändigerin zu werden?

Auf diesen Kindercomic habe ich mich richtig gefreut! Das Cover hat mich direkt angelacht und die Story dahinter klang einfach ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe Monstergeschichten und magische Abenteuer! Ihr auch? Dann solltet ihr Suri, die Monsterjägerin, unbedingt kennenlernen!

Jo Rioux legt hier einen vielversprechenden Auftakt einer dreibändigen Graphic-Novel-Reihe vor, der definitiv Lust auf mehr macht. Mit viel Witz und Charme entführt uns die kanadische Künstlerin in eine fantasievolle Welt voller ungewöhnlicher Kreaturen, gefährlicher Monster und verrückter Überraschungen. Ohne langes Vorgeplänkel startet die Geschichte, ist von Beginn an geheimnisvoll und durchzogen von einer wunderbar unheimlichen Atmosphäre. Wer sich gerne ein bisschen gruselt, wird hier ganz auf seine Kosten kommen, vor allem für die Halloweenzeit ist dieses Buch ein großes Vergnügen. Der Schauerfaktor bleibt dabei aber jederzeit kindgerecht – für das empfohlene Lesealter ist diese Reihe auf jeden Fall geeignet. Kinder werden es lieben, die titelgebende Heldin dieser Geschichte zu begleiten und mit ihr mitzufiebern. Suri ist eine tolle Protagonistin: Liebenswert, pfiffig und furchtlos geht sie ihren Weg und zeigt uns, dass auch Mädchen groß und stark sein können und es sich lohnt, an seinen Träumen festzuhalten. Langweilig wird es zu keiner Zeit. Die Mischung aus Spannung, schrägem Humor und Fantasy zieht einen direkt in den Bann und lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Einziger kleiner Wermutstropfen ist das etwas schnelle und offene Ende, nach dem man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Zum Glück lässt uns der Knesebeck Verlag aber nicht allzu lange hibbeln und warten. Der zweite Band soll voraussichtlich im Januar 2026 erscheinen und verspricht wieder ein monstermäßiger Spaß zu werden.

Optisch ist dieser Comic ein besonderes Highlight. Jo Rioux’ Illustrationen sind herrlich atmosphärisch und wohlig-düster und so ausdrucksstark, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. Die Textmenge ist insgesamt sehr überschaubar, die Panelstruktur ist übersichtlich und klar. Für Leseanfänger*innen, Lesemuffel und Comicneulinge ist das Buch daher ideal geeignet.

Fazit: „Suri, die Monsterjägerin . Der goldene Faden“ ist ein spannender und fesselnder Kindercomic mit humorvollem Grusel, schaurig-schöner Magie und einer mutigen Heldin zum Gernhaben. Ein gelungener Reihenauftakt für alle Monsterfans ab 8 Jahren. Also ich bin begeistert von Suris erstem Abenteuer, auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Ein liebenswert-skurriler Monstercomic mit viel Herz und wohligem Grusel!

Stitch Head – Chaos in der Monsterwerkstatt
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In einem kleinen Ort namens Rafferskaff, auf der finsteren Burg Grottenow, lebt der Professor Erasmus. Er gilt als der verrückteste aller verrückten Professoren. Er ist ständig dabei, neue Monster zu ...


In einem kleinen Ort namens Rafferskaff, auf der finsteren Burg Grottenow, lebt der Professor Erasmus. Er gilt als der verrückteste aller verrückten Professoren. Er ist ständig dabei, neue Monster zu erschaffen. Jedes Mal ist er sich sicher, dass es seine genialste Schöpfung wird, doch er ist nie zufrieden. Schon als Junge hat er Monster zusammengebastelt. Der kleine Stitch Head war seine erste Kreatur, zusammengeschustert und genäht aus verschiedenen Materialien. Eine Zeit lang waren die beiden die beste Freunde und unternahmen alles gemeinsam. Doch dann wurde Stitch Heads Meister erwachsen und vergaß seinen kleinen Freund. Obwohl er ihm seitdem keine Beachtung mehr geschenkt hat, bleibt Stitch Head bei ihm, beschützt die Burg und kümmert sich um die durchgeknallten Schöpfungen seines Meisters. Doch dann kommt eines Tages ein reisender Zirkusdirektor in die Stadt. Als er von Erasmus’ Monstern erfährt, möchte er sie unbedingt für seinen Zirkus haben. Stitch Head verweigert ihm jedoch den Einlass in die Burg, denn dort sind „Besucher unerwünscht!“. So schnell lässt sich der Zirkusdirektor jedoch nicht abwimmeln. Er verspricht Stitch Head, einen Star aus ihm zu machen. Aber kann man ihm wirklich trauen?

Bereits vor über zehn Jahren ist die Originalreihe rund um den kleinen Stitch Head erschienen, damals unter dem Namen Stichkopf. Obwohl mich die Bücher schon immer sehr gereizt haben, haben sie es irgendwie nie auf meine Leseliste geschafft. Als ich nun in der Vorschau des dtv Verlags entdeckte, dass der erste Band als Comic neu aufgelegt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Dieses Buch musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut!

Das englische Erfolgsteam Guy Bass und Pete Williamson legt mit „Stitch Head – Chaos in der Monsterwerkstatt“ einen entzückenden Kindercomic vor, in dem weitaus mehr steckt als man zunächst vielleicht vermuten würde. Neben monströs schräger Unterhaltung à la Tim Burton erwarten einen hier auch überraschend tiefgründige Themen wie Einsamkeit, das Anderssein, die Kraft der Freundschaft und der Wunsch nach Zugehörigkeit. Die Geschichte lehrt uns, dass man andere nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilen sollte und dass vieles oft anders ist als es auf den ersten Blick scheint. Sie zeigt uns, was wahre Freundschaft ausmacht und dass es sich lohnt, hinter die Fassade zu schauen – auch bei Monstern und Co. Stitch Head ist ein überaus sympathischer Protagonist, den man sofort ins Herz schließt. Seine Verlorenheit und tragische Loyalität zu seinem treulosen Schöpfer gehen richtig zu Herzen und lösen ein tiefes Mitgefühl in einem aus. Man wünscht diesem kleinen Kerlchen nur das Beste – das er gesehen und geliebt wird und endlich erkennt, wer es wirklich gut mit ihm meint.
Bisweilen kommt die Geschichte schon recht düster und traurig daher, zugleich ist sie aber auch voller Witz und Wärme und begeistert mit großartig kuriosen Gestalten. Dieser Comic ist einfach die perfekte Vorlage für einen Tim Burton-Film. Witzigerweise kommt Stitch Head am 16. Oktober sogar ins Kino. Zwar nicht unter der Regie von Tim Burton, aber „Alles voller Monster!“ verspricht dennoch ein großes Filmvergnügen zu werden. Mich jedenfalls hat der Trailer sofort angefixt.

Optisch ist dieser Comic ein besonderes Highlight. Pete Williamsons schaurig-schöne farbige Illustrationen sind genauso humor- und liebevoll wie der Text und so ausdrucksstark, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. An vielen Stellen wird das Buch über mehrere Panels hinweg auch ganz ohne Text erzählt, sodass es für Erstleserinnen und Lesemuffel ideal geeignet ist.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch noch der zweite Band als Graphic Novel umgesetzt wird. Und bis es – hoffentlich – soweit ist, können wir uns die Wartezeit ja mit dem Film versüßen.

Fazit: „Stitch Head – Chaos in der Monsterwerkstatt“ ist ein berührender und wunderbar skurriler Gruselcomic ab 8 Jahren voller Herz, Humor und Freundschaft. Wohlfühl-Grusel vom Feinsten und ein echter Leckerbissen für alle Monsterliebhaber
innen und Frankenstein-Fans. Ich kann das erste Abenteuer rund um Stitch Head nur empfehlen, mir hat es großen Spaß gemacht! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein fesselndes Zeitreiseabenteuer mit außergewöhnlichem Setting!

Jahrmarkt der Zeitreisenden - Der gestohlene Kristall
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Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandel, Karussell und Autoscooter fahren, stimmungsvolle Rummelmusik, bunter Kirmestrubel – für Liv ist das Alltag. Als Kind einer Schaustellerfamilie wächst ...

Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandel, Karussell und Autoscooter fahren, stimmungsvolle Rummelmusik, bunter Kirmestrubel – für Liv ist das Alltag. Als Kind einer Schaustellerfamilie wächst sie auf dem Jahrmarkt auf und kennt ihn wie ihre Westentasche. Täglich muss sie mithelfen, am Stand Zuckerwatte drehen oder im Kassenhäuschen des Turbo Dancers sitzen. Als ihr eines Tages ein merkwürdig gekleideter Junge auffällt, spürt sie, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und tatsächlich: Kurz darauf verschwindet der Kristall aus dem Karussell ihrer Eltern, der schon immer auf der Spitze gethront hat. Liv ist sich sicher, dass dieser seltsame Junge in der altertümlichen Kleidung dahintersteckt. Sie beginnt ihn zu verfolgen, aber immer wieder gelingt es ihm, vor ihrer Nase zu verschwinden. Doch schließlich schafft sie es, ihn zu überlisten und macht eine unglaubliche Entdeckung: Waggon 8 im „Tunnel of Love“ ist ein Zeitreiseportal! Sie folgt dem Jungen und landet in der Vergangenheit. Ein aufregendes Abenteuer beginnt voller Rätsel und Gefühlsachterbahn…

Zeitreise meets Jahrmarkt, gewürzt mit einer Prise Romantik? Das klang einfach richtig gut! Und wenn diese Mischung dann auch noch aus der Feder von Lena Hach stammt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch gut ist. Ich habe bisher jedes Werk von Lena Hach mit Begeisterung gelesen. Und mit dem ersten Band ihrer neuen Reihe ist ein weiteres dazugekommen.

Schon das geheimnisvoll anmutende Cover, das uns der Tobias Goldschalt gezaubert hat, zieht einen direkt in den Bann und dahinter geht es ganz genauso weiter. Lena Hach schreibt gewohnt mitreißend und humorvoll und so bildhaft und lebendig, sodass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man hört die laute Rummelmusik regelrecht, hat den Duft von Popcorn und gebrannten Mandeln in der Nase und kann das bunt-leuchtende Kirmestreiben richtig vor sich sehen. Die Autorin hat für ihr neues Buch einfach ein geniales Setting gewählt – erfrischend anders, faszinierend mit einem gewissen nostalgischen Flair. Gekonnt fängt sie die besondere Jahrmarktsatmosphäre ein und schildert das Schaustellerleben mit all seinen Facetten. Die Schattenseiten bleiben dabei nicht unerwähnt: Die ständigen Orts- und Schulwechsel, die Vorurteile gegenüber Schaustellern, jeden Tag am Stand stehen und Zuckerwatte verkaufen...Wie man es von Lena Hach kennt, gelingt es ihr mal wieder wunderbar, auch ernstere Themen locker-leicht zu verpacken. Ich-Erzählerin Liv besitzt eine angenehm sarkastische und selbstbewusste Art, mit der man sie schnell ins Herz schließt. Die weiteren vielfältigen Figuren sind jedoch nicht minder gut getroffen, vor allem Jaro ist ein sehr interessanter Charakter, der für ordentlich Spannung sorgt. Es macht einfach Spaß, in dieses Buch einzutauchen und Liv auf ihrem magisch-detektivischen Abenteuer zu begleiten. Dass die Zeitreisen etwas auf sich warten lassen, tut dem Ganzen dabei keinen Abbruch. Die Handlung vermag trotz allem von Beginn an zu fesseln, lädt zum Mitfiebern und Miträtseln ein und wird bisweilen auch ein bisschen romantisch. Letzteres hat für mich persönlich nicht ganz so ins Bild gepasst. Wie alt Liv oder Jaro sind, wird zwar (sofern ich nichts überlesen habe) an keiner Stelle erwähnt, aber da es sich hierbei um einen Roman für Kinder ab 11 Jahren handelt, ist ein Alter von etwa 12 Jahren wahrscheinlich. Dafür haben sich die Figuren für meinen Geschmack ein wenig zu reif verhalten...aber wer weiß, vielleicht empfindet das Zielgruppe ja auch ganz anders. Meine Lesefreude wurde dadurch jedenfalls nicht geschmälert. Ich habe das Buch verschlungen und hätte danach am liebsten sofort zum zweiten Band gegriffen. Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende kann man es wirklich kaum erwarten, weiterzulesen. Hoffentlich lässt die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten.

Fazit: Ein weiteres Mal stellt Lena Hach unter Beweis, dass sie ein Garant für gute Kinder- und Jugendbücher ist. „Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall“ ist ein gelungener Dilogie-Auftakt ab 11 Jahren, der große Lust auf mehr macht (und Appetit auf Zuckerwatte). Ein spannendes und magisches Zeitreiseabenteuer vor atmosphärischer Jahrmarktskulisse, gepaart mit einer zarten Liebesgeschichte. Lena Hach hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Dem zweiten Band fiebere ich schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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