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Veröffentlicht am 09.01.2026

Bisschen hinter meinen Erwartungen

War Hour
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Lysta lebt in Armut und ständiger Angst an einem der Höfe von Aloria. Denn in diesem Reich werden magische Kräfte nicht angeboren, sondern in einem Trialing erworben, und ihr König zwingt seine Bevölkerung ...

Lysta lebt in Armut und ständiger Angst an einem der Höfe von Aloria. Denn in diesem Reich werden magische Kräfte nicht angeboren, sondern in einem Trialing erworben, und ihr König zwingt seine Bevölkerung zu dieser meist tödlichen Prüfung. Als Lysta ihm in die Hände fällt und überraschend überlebt, soll sie zu einer Waffe gemacht werden. Doch ein Spion eines anderen Hofs könnte ihr die Möglichkeit geben, endlich für ihr Volk zu kämpfen. Doch wem kann Lysta wirklich trauen?

War Hour hat eine richtig tolle Basis. Wie cool ist es bitte, dass magische Fähigkeiten dort gewonnen werden können? Jede Prüfung bezieht sich auf die Gaben oder Tugenden des jeweiligen Hofes, das heißt die Fähigkeiten, mit denen man da rauskommt, können von Hof zu Hof und dann auch nochmal von Person zu Person unterschiedliche Ausprägungen haben. Tolle Idee. Und auch generell die verschiedenen Höfe, und das neutrale Land, auf dem sich alle treffen können, um Konflikte zu klären. Welt und Magie sind interessant. Dazu kommt eine unfreiwillig reingezogene Protagonistin und ein launischer junger König eines anderen Hofs, der schwer zu durchschauen und irgendwie auch anziehend ist. Inklusive einem engen Freundeskreis, der ein wenig zugänglicher ist als er. Super Mischung und fand ich definitiv in den Grundzügen sehr gelungen.

Jedoch bliebt das Buch ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hatte das Gefühl, dass es ein wenig das Potenzial, das in der Idee steckte, verschenkt hat. Denn alles blieb ziemlich oberflächlich. Ich hab wenig Gefühl für die Höfe und das World Building bekommen, die Charaktere blieben eher eindimensional, in der neutralen Festung plätscherte die Handlung ein wenig, und mich hat das emotional alles nicht so erreicht wie erhofft.

Es ist trotzdem immer noch ein interessantes Buch, das auch neugierig auf die Fortsetzung macht und sich sehr gut lesen lies! Ich hatte nur ein bisschen was epischeres erwartet, das war vielleicht auch mein Fehler. Es kann ja auch nicht immer jede Geschichte übermäßig episch auftrumpfen.

Von mir gibts 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Etwas unter den Erwartungen, aber interessant

House of Zodiac - Sternenstaub
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Jupiter wollte eigentlich nur ein Wochenende mit ihrem Bruder und ihrer besten Freundin genießen. Doch als sie auf einem Jahrmarkt ein seltsames Amulett aus einem Spielzeugautomaten angelt, stürzt alles ...

Jupiter wollte eigentlich nur ein Wochenende mit ihrem Bruder und ihrer besten Freundin genießen. Doch als sie auf einem Jahrmarkt ein seltsames Amulett aus einem Spielzeugautomaten angelt, stürzt alles ins Chaos. Plötzlich wird sie verfolgt und ehe sie sich versieht, landet sie in Zodiac. Einer Parallelwelt, in der Magie durch Sternzeichen bestimmt wird und in der sie sich mitten im Konflikt zwischen den vier herrschenden Häusern wiederfindet. In dieser Welt, in der jeder in ihr entweder eine Gefahr oder ein Mittel zum Zweck sieht, kann sie sich nur an den geheimnisvollen Nox halten – doch auch ihm ist nicht zu tauen, denn er hat seine eigenen Pläne ...

House of Zodiac ist eine spannende Geschichte, die es mir am Anfang allerdings nicht leicht gemacht hat. Ich habs zu Beginn gar nicht gefühlt, fand es etwas ungelenk geschrieben bzw. die Dialoge und Situationen haben mich nicht so überzeugt. Vor allem das Ganze zwischen Jupiter und Leto. Ich war mir sicher, dass das nicht meine Reihe wird und habs erstmal weggelegt.

Doch als ich es dann weitergelesen habe, wurde es recht schnell rasanter und verworrener und als es nach Zodiac ging, fand ich auch die Welt interessant ausgearbeitet. Gerade als Jupiter letztlich mehr unterwegs ist, auf Gestalten trifft oder den Einfluss des Amuletts spürt, wurde ich neugierig. Auch fand ich ihre Reaktionen auf all das (vor allem zu Beginn) wenn auch manchmal nervig, so aber absolut realistisch. Es gibt auch einige andere interessante Charaktere mit viel Potenzial, Romance ist hier allerdings (noch) nicht wirklich vorhanden – da es vier Bände werden, kommt das aber vermutlich noch. Am Ende haben sich die Ereignisse ziemlich überschlagen, offene Fragen und Drama gab es en masse, und insgesamt hat das Buch es doch noch geschafft, dass ich weiterlesen möchte.

Auch wenn es nicht das Highlight wurde, das ich mir erhofft habe, war es ein gutes Buch mit Potenzial für Steigerung in den kommenden Bänden.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Atmosphärischer Sog

Die glorreiche Rache der Maude Horton
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London, 1850: Maudes Schwester Constance ist tot. Sie war als Junge verkleided an Bord eines Schiffes Richtung Arktis unterwegs, doch ihre letzten Tage sind unklar. Laut Kapitän war es ein Unfall, doch ...

London, 1850: Maudes Schwester Constance ist tot. Sie war als Junge verkleided an Bord eines Schiffes Richtung Arktis unterwegs, doch ihre letzten Tage sind unklar. Laut Kapitän war es ein Unfall, doch als Maude das Tagebuch ihrer Schwester in die Hände fällt, ahnt sie, dass mehr dahintersteckt. Entschlossen, das Schicksal von Constance aufzuklären, begibt sich Maude in zwielichtige Ecken, bereit, um jeden Preis Gerechtigkeit für ihren Verlust zu erlangen ...

»Die glorreiche Rache der Maude Horton« ist ein atmosphärisch wahnsinnig stark geschriebenes Buch! Der Schreibstil transportiert einen unmittelbar ins Geschehen, vermittelt Geräusche, Gerüche, Gefühle und Gegenden als würde man selbst mittendrin stehen. Das war wirklich unglaublichg gelungen. Von der ersten Seite an war ich gebannt, wie gut die Autorin das schafft. Egal, ob es um Maudes Recherchen in London geht, oder die Rückblicke auf das Schiff in der Arktis. Es war roh, echt, und teilweise erschreckend.

Denn das Buch ist durchaus nichts für schwache Nerven. Es gibt viele intensive brutale oder auch ekelige Beschreibungen, die zur Story total gut passten, die man aber lesen können muss. Generell fand ich, dass diese unangenehmen Einsichten den Hauptteil der Geschichte ausgemacht haben, und die "Rache" darunter sehr gelitten hat. Maude war für mich passiver als erwartet, hat wenig konkrete Pläne geschmiedet, und am Ende war das Ergebnis zwar nicht enttäuschend, aber definitiv auch nicht glorreich.

Mir hat einfach dieses aktive "starke junge Frau nimmt für ihre Schwester die Dinge selbst in die Hand und lässt sich nicht unterkriegen" im Fokus gefehlt, was ich erwartet hatte. Es gab auch viele Kapitel aus Sicht des sozusagen Gegenspielers. Es war zwar interessant, seine Motivation zu kennen, aber so tief in seinen Kopf zu gucken hätte ich nicht gebraucht.

Trotzdem war Maude auch nicht unsympatisch, ebenso mochte ich es, die Gedanken von Constance zu verfolgen. Ich mochte, dass es durchaus einige Überraschungen gab und generell eben, mit wie viel Liebe zum Detail die Geschichte gewoben wurde.

So fand ich das Buch auf jeden Fall interessant zu lesen, atmosphärisch wirklich bombastisch, aber inhaltlich nicht, was ich mir erhofft hatte.

3-3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Guter Auftakt mit Luft nach oben (3,5-4)

Heir of Storms
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Blaze führt ein abgeschottetes Leben, denn seit durch ihre Geburt eine große Katastrophe ausgelöst wurde, wird die Sturmweberin allseits gefürchtet. Doch heute hat Blaze gar keinen Zugriff mehr auf ihre ...

Blaze führt ein abgeschottetes Leben, denn seit durch ihre Geburt eine große Katastrophe ausgelöst wurde, wird die Sturmweberin allseits gefürchtet. Doch heute hat Blaze gar keinen Zugriff mehr auf ihre Magie. Umso überraschender, dass sie gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Flint zum Turnier am Hof des Kaisers gerufen wird. In diesem Wettkampf werden die nächsten Herrschenden über die vier Königreiche entschieden. Blaze muss im Goldenen Palast nicht nur ihre Gabe neu entdecken, sondern sich auch durch das Intrigenspiel ihrer Mitstreiter navigieren. Dabei bekommt sie von mehreren Seiten ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit. Wem kann sie überhaupt trauen?

Heir of Storms ist eine richtig schöne Jugendbuch Court-Fantasy, die ich gerne gelesen habe. Die Idee mit den vier Königreichen, der Elementarmagie und dass Herrschaft gewonnen wird, fand ich echt cool. Auch dass Blaze als Sturmweberin in eine Feuerfamilie geboren und ihre Magie so unberrechenbar ist, ist ein superspannender Ausgangspunkt.

Ich mochte das Treiben am Goldenen Palast, die vielen unterschiedlichen Charaktere und die Prüfungen, denen sie sich unterziehen mussten. Der Spannungsbogen bleibt stetig oben und es ist immer was los. Es gibt ungeahnte Kräfte, überraschende Verwicklungen zwischen Charakteren, Andeutungen von Verhältnissen zu Nachbarländern, eine mysteriöse Geschichte aus der Vergangenheit und viele Geheimnisse. Gerade gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse total und machen nochmal etliche Fragen und Möglichkeiten für die Fortsetzungen auf. Das war richtig gut!

Blaze war mir als Protagonistin am Anfang lange zu naiv und zu passiv. Was durch die Art und Weise, wie sie aufgewachsen ist, zwar nachvollziehbar ist, aber trotzdem manchmal ein wenig nervig zu lesen. Ich glaube, wäre ich jünger, hätte es mich weniger gestört. Außerdem war so das Machtgefälle zwischen ihr und dem Prinzen bzw. Fox nicht so meins, ich lese einfach nicht mehr gern, wenn die Protagonistin neben dem überaus mächtigen und charmanten Gegenpart viel zu leise, schüchtern und unsicher ist.

Man hat aber zum Glück schon eine deutliche Entwicklung während des Buches bei Blaze gemerkt, sodass da auch ganz viel Möglichkeit für Band 2 drinsteckt. Außerdem war Fox durchaus ein sehr interessanter Charakter. Es gibt über beide noch vieles zu erfahren/aufzuklären. Auch Flint oder die anderen haben Entwicklungen durchgemacht, die mich glauben lassen, dass uns in Band 2 nochmal was ganz neues erwarten wird.

So ist es ein noch nicht komplett überzeugender, aber sehr solider Reihenauftakt, dessen Handlungsverlauf immer spannender und rasanter wurde, und bei dem ich große Hoffnung für die Fortsetzungen habe. Ich bin total neugierig, wo uns das noch alles hinführt. Eine schöne Jugendfantasy!

3,5-4 Sterne

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Gaming meets Second Chance

Level One: Feelings Reloaded
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Johanna kann es nicht fassen! Eigentlich sollte die Gamescom der Anfang ihrer Karriere als Narrative Designerin sein, doch dann muss sie mit anblicken, wie ihre eigene Idee von jemand anderem präsentiert ...

Johanna kann es nicht fassen! Eigentlich sollte die Gamescom der Anfang ihrer Karriere als Narrative Designerin sein, doch dann muss sie mit anblicken, wie ihre eigene Idee von jemand anderem präsentiert wird. Und dieser Jemand ist ausgerechnet ihr Ex Lukas, gefeierter Streamer und Game Designer. Während sie das noch zu verarbeiten versucht, bittet Lukas sie plötzlich um Hilfe, als ein Hackerangriff die Spieldaten löscht. Aber kann eine Zusammenarbeit funktionieren, mit allem, was zwischen ihnen steht?

Obwohl Second Chance nicht meine liebste Romance ist, fand ich die Prämisse mit dem Ex und dem Ideenklau super spannend. Und auch das Gaming Thema hat mich sehr neugierig gemacht und ist wirklich interessant umgesetzt. Ich zocke zwar ab und zu gern, versteh aber nicht viel von der Branche. Daher mochte ich die Einblicke zur Spieleentwicklung, zu Game Design, was da alles zugehört und wie der Prozess aussieht sehr.

Der Schreibstil war außerdem super angenehm, sodass ich durch die ersten Seiten wirklich nur geflogen bin. Es hat sich da eine ziemlich coole Story angebahnt, und auch die Rückblicke waren toll, um nebenbei mehr aus der Vergangenheit zu verstehen.

Nach und nach hat mich das Buch allerdings ein wenig verloren, und das lag leider an Johanna und Lukas. Zu Beginn mochte ich Johanna gern, doch irgendwann hat mich gestört, dass ich bei ihr kaum Charakterentwicklung wahrgenommen habe. Sie hat nie den Mund bei irgendwas aufgemacht, nie etwas eingefordert, und statt über sich selbst hinauszuwachsen, wurde sie immer nur noch unsicherer. Am Ende hat sich ihre Charakterzeichnung meiner Meinung nach total mit der von Lukas vermischt, weil beide irgendwie sehr gleiche Gedanken bekamen und immer ähnlicher wurden.

Bei Lukas merkt man recht schnell, dass hinter dem Gaming Star viel Unsicherheit steckt, und man erfährt auch schnell, warum. Obwohl auch zu Beginn schon ein paar Aktionen von ihm kamen, die ich nicht gut fand, war ich echt neugierig auf ihn. Aber auch hier hatte ich das Gefühl, dass zu spät zu wenig Aufarbeitung kam. Er hat sich nie richtig erklärt, nie vernünftig entschuldigt für seine Taten. Generell haben die beiden kaum miteinander gesprochen, und trotzdem hieß es nach jedem kurzen Dialog immer "ja wir hatten jetzt alles geklärt" oder "es gab nun nichts mehr zu sagen". Doch, schon.

Wo ich zu Beginn noch mitgefiebert habe und super gespannt war, wie sich alles zwischen den beiden entwickelt, hab ichs irgendwann nicht mehr wirklich gefühlt. Dazu kommt, dass ich einige Ungereimheiten festgestellt habe, was Erzählungen, zeitliche Abfolgen o.ä. anging.

Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es ausgeht, und am Ende hatte ich doch wieder ein eher gutes Gefühl, weil die beiden noch etwas die Kurve bekommen haben. Ich würde nicht weiterlesen, wenn es in Band 2 um das gleiche Paar ginge. Aber da ich die Gaming Insights und den Schreibstil sehr mag, habe ich noch Interesse am Folgeband!

3,5 Sterne

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