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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein bemerkenswertes Debüt

22 Bahnen
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Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es stand überhaupt nicht auf meiner Wunschliste. Aber einmal angefangen, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Der ziemlich eigenwillige Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, ...

Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es stand überhaupt nicht auf meiner Wunschliste. Aber einmal angefangen, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Der ziemlich eigenwillige Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, der Roman liest sich einfach und gut.
Die Geschichte um die Schwestern Tilda und Ida und deren alkoholkranke Mutter berührt, sie klingt noch lange nach. So traurig die Situation der kleinen Familie ist, so herzerwärmend handeln die Protagonistinnen.
Ich habe die Lesestunden wirklich genossen, fand jedoch längst nicht alles plausibel. Die Drogenexzesse gingen mir auch auf die Nerven, sie passten für mich nicht wirklich zum Charakter von Tilda. Dennoch ist 22 Bahnen ein erstaunlich gutes Debüt, das sich trotz einiger Schwächen zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Unterhaltsame Ferienlektüre für junge Erwachsene

Never Trust Your Fake Husband
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Im winterlichen Paris rettet Sawyer, ein Agent und Spion, eine junge Frau mit Gedächtnisverlust. Und schon steckt der Leser in einer wilden Verfolgungsjagd durch Frankreich und die Schweiz. Als Tarnung ...

Im winterlichen Paris rettet Sawyer, ein Agent und Spion, eine junge Frau mit Gedächtnisverlust. Und schon steckt der Leser in einer wilden Verfolgungsjagd durch Frankreich und die Schweiz. Als Tarnung spielen die beiden ein Ehepaar, doch bald entwickeln sich echte zarte Gefühle zwischen ihnen. Es stellt sich die Frage, ob der “Husband” am Ende immer noch “fake” sein wird.

Das Buch ist anspruchslos und fröhlich, es unterhält mit lustigen Dialogen und rasanten Verfolgungsjagden in bester James Bond Manier. Eine perfekte Strandlektüre, bei der es niemals langweilig wird.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Sonderdezernat Q lebt weiter!

Tote Seelen singen nicht
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Überraschend und schön, dass es mit dem Sonderdezernat Q weitergeht!
Carl Mork ist zwar nur noch am Rande dabei, aber der neue Fall des Dezernats Q fügt sich gut in die früheren Fälle der Reihe ein. In ...

Überraschend und schön, dass es mit dem Sonderdezernat Q weitergeht!
Carl Mork ist zwar nur noch am Rande dabei, aber der neue Fall des Dezernats Q fügt sich gut in die früheren Fälle der Reihe ein. In diesem Band ist von Beginn weg klar, wer der Mörder ist, die Spannung bleibt trotzdem bestehen. Die Demütigung, die psychische und physische Verletzung, welche dem mörderischen Hass vorausgingen, sind sehr gut beschrieben.
Jussi Adler-Olsen, Line Holm und Stine Bolter sind das Autoren Dreierteam. Sie schaffen es, Sonderdezernat Q glaubhaft in die Zukunft zu führen. Mit dem neuen Polizeichef und mit der neuen Kollegin Elena Henry sind spannende Figuren dazugekommen, deren Entwicklung Potenzial birgt. Weniger gefallen hat mir Rose. Ich empfand sie als überzeichnet und ihr unglaubwürdiges Verhalten ging mir sehr auf die Nerven. Im weiteren fand ich es schade, dass die Autoren so viel Wert auf "Humor" legten. Ein paar sprachliche Stolpersteine und gesuchte Vergleiche weniger wäre mehr gewesen.
Trotz allem hat mir der neue Band gefallen und ich empfehle ihn allen Fans dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Spannende und verstörende Geschichte einer Entführung

Nur das Böse
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Die Studentin Julie wird entführt und über viele Monate in einem fensterlosen Raum gefangen gehalten. Ihr Entführer James und dessen Frau Cora halten Julie für eine "Auserwählte", deren Wille zuerst gebrochen ...

Die Studentin Julie wird entführt und über viele Monate in einem fensterlosen Raum gefangen gehalten. Ihr Entführer James und dessen Frau Cora halten Julie für eine "Auserwählte", deren Wille zuerst gebrochen werden muss.

Der Psychothriller ist spannend, hat allerdings auch einige Längen. Drei Handelsstränge wechseln sich ab: Am meisten Raum nimmt Cora ein. In Rückblenden wird erzählt, wie sie böse gemacht und zu einem Monster geworden ist. Adam, ein ehemaliger Polizist ist auf der Suche nach Cora. Sein Verhalten ist ziemlich undurchsichtig und nur bedingt glaubwürdig. Über Julie erfährt der Leser vor allem, dass sie sich nicht kleinkriegen lässt. Mir fehlt eine glaubhafte Entwicklung von Julies Charakter. Das Ende kann ich nicht nachvollziehen.

Der Psychothriller wird von Nina Petri, Julia Nachtmann und Sascha Rotermund sehr schön gelesen. Dank der drei Stimmen ist es einfach, die Handelsstränge und Personen auseinanderzuhalten.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Actionreicher Abschluss der Reihe

Verraten
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Endlich ist der letzte Band um das Sonderdezernat Q erschienen. Er soll Aufschluss bringen, was vor vielen Jahren passierte, als Anker erschossen, Hardy zu einem Invaliden und Carl angeschossen wurde.

Carl ...

Endlich ist der letzte Band um das Sonderdezernat Q erschienen. Er soll Aufschluss bringen, was vor vielen Jahren passierte, als Anker erschossen, Hardy zu einem Invaliden und Carl angeschossen wurde.

Carl Morck, der Leiter des Sonderdezernats Q, wurde am Ende des 9. Bandes verhaftet, weil auf seinem Estrich ein Koffer voller Drogen und Geld mit seinen Fingerabdrücken gefunden wurde.
Der 10. und zugleich letzte Band der Reihe schliesst nahtlos an diese Verhaftung an. Carl sitzt ohne die für Polizisten üblichen Schutzmassnahmen im Gefängnis. Man fragt sich, warum er von seinen Vorgesetzten dermassen im Stich gelassen wird. Carl muss denn auch mehrmals um sein Leben kämpfen.
"Verraten" dreht sich um die Aufklärung des Druckluftnagler-Falls mit all seinen vielen Fäden und um die Menschen, die Carl helfen seine vermutete Unschuld zu beweisen.

Der Roman ist wiederum gut lesbar und spannend, aber nicht das beste Buch der Reihe. Ich finde, die vielen Actionszenen machen die Geschichte unglaubwürdiger, weniger wäre mehr gewesen.
Trotzdem eine absolute Leseempfehlung für alle Fans vom Dezernat Q und seinen aussergewöhnlichen Charaktere. Schade, heisst es Abschied nehmen!

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