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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Dranbleiben lohnt sich!

Einer wird sterben
1

Vor Stella Johannsons Haus steht ein schwarzer Mercedes mit zwei Insassen, die sich kaum rühren. Tagelang, nächtelang. Stella hat Angst, sie wird immer panischer. Wenn doch nur ihr Mann endlich nach Hause ...

Vor Stella Johannsons Haus steht ein schwarzer Mercedes mit zwei Insassen, die sich kaum rühren. Tagelang, nächtelang. Stella hat Angst, sie wird immer panischer. Wenn doch nur ihr Mann endlich nach Hause käme und sie beruhigen würde! Doch Paul, der als Pilot arbeitet, ist gerade irgendwo auf der Welt und weit weg.

Der Schreibstil ist flüssig, der Lesefluss gut, die Kapitellänge mit den Cliffhängern ideal. Trotzdem fand ich anfangs nicht so schnell in das Buch. Nach einem sehr spannenden Prolog waren die nachfolgenden Kapitel eher langweilig und die hysterische Art von Stella nervte mich. Doch dann nahm die Geschichte Fahrt auf und der überraschende Schluss ist total unerwartet und absolut glaubwürdig. Und plötzlich wird klar, warum welche Personen wie gehandelt haben.

Ein Psychothriller, der noch lange zu denken gibt!

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein bemerkenswertes Debüt

22 Bahnen
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Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es stand überhaupt nicht auf meiner Wunschliste. Aber einmal angefangen, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Der ziemlich eigenwillige Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, ...

Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es stand überhaupt nicht auf meiner Wunschliste. Aber einmal angefangen, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Der ziemlich eigenwillige Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, der Roman liest sich einfach und gut.
Die Geschichte um die Schwestern Tilda und Ida und deren alkoholkranke Mutter berührt, sie klingt noch lange nach. So traurig die Situation der kleinen Familie ist, so herzerwärmend handeln die Protagonistinnen.
Ich habe die Lesestunden wirklich genossen, fand jedoch längst nicht alles plausibel. Die Drogenexzesse gingen mir auch auf die Nerven, sie passten für mich nicht wirklich zum Charakter von Tilda. Dennoch ist 22 Bahnen ein erstaunlich gutes Debüt, das sich trotz einiger Schwächen zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Unterhaltsame Ferienlektüre für junge Erwachsene

Never Trust Your Fake Husband
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Im winterlichen Paris rettet Sawyer, ein Agent und Spion, eine junge Frau mit Gedächtnisverlust. Und schon steckt der Leser in einer wilden Verfolgungsjagd durch Frankreich und die Schweiz. Als Tarnung ...

Im winterlichen Paris rettet Sawyer, ein Agent und Spion, eine junge Frau mit Gedächtnisverlust. Und schon steckt der Leser in einer wilden Verfolgungsjagd durch Frankreich und die Schweiz. Als Tarnung spielen die beiden ein Ehepaar, doch bald entwickeln sich echte zarte Gefühle zwischen ihnen. Es stellt sich die Frage, ob der “Husband” am Ende immer noch “fake” sein wird.

Das Buch ist anspruchslos und fröhlich, es unterhält mit lustigen Dialogen und rasanten Verfolgungsjagden in bester James Bond Manier. Eine perfekte Strandlektüre, bei der es niemals langweilig wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Netter Wohlfühlroman

Sternstunde der Liebe
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Rumer und Zeb waren während der Jugendzeit unzertrennlich. Als sich ihre Gefühle vertiefen, mischt sich Rumers Schwester Elizabeth ein. Zeb heiratet sie, doch die Ehe wird unglücklich und trotz des gemeinsamen ...

Rumer und Zeb waren während der Jugendzeit unzertrennlich. Als sich ihre Gefühle vertiefen, mischt sich Rumers Schwester Elizabeth ein. Zeb heiratet sie, doch die Ehe wird unglücklich und trotz des gemeinsamen Sohns trennen Zeb und Elizabeth sich. Jahre später verbringen Vater und Sohn einen Sommer in Zebs Heimatstadt. Alte Gefühle flackern wieder auf.

Sternstunde der Liebe ist für mich ein typischer Sommer- und Strandroman. Emotionale Charaktere, gefühlvolle Beziehungen, einige Wendungen und das Happy End in Sicht. Am schönsten sind die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen der amerikanischen Ostküste, sie machen Lust auf einen Besuch der Gegend. Die Geschichte selbst zieht sich ziemlich in die Länge, 150 Seiten weniger wäre für mich mehr gewesen.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Düstere Geschichte, die unter die Haut geht

Einsam wie der Tod
1

Halvard Björnstad ist streng gläubig. Mit seinem Fanatismus terrorisiert er seine Familie. Während die Mutter farblos und verschüchtert wirkt, versuchen die beiden Töchter sich im Versteckten aufzulehnen. ...

Halvard Björnstad ist streng gläubig. Mit seinem Fanatismus terrorisiert er seine Familie. Während die Mutter farblos und verschüchtert wirkt, versuchen die beiden Töchter sich im Versteckten aufzulehnen. Elin, 13-jährig, wird von Halvard oft geschlagen, Sanna, 11, missbraucht er. Er rechtfertigt die Übergriffe vor sich selbst mit dem Glauben, dass Sanna von Lilith, einem Dämon, besessen sei. Die Situation eskaliert und Halvard kommt bei einem Bootsunfall vermutlich ums Leben, er wird nach einigen Jahren für tot erklärt.
Die erwachsene Sanna arbeitet als Journalistin und öfters auch für Wolf Larsen, Ex-Polizist und Privatermittler. Als ein Podcaster die These aufstellt, dass Halvard noch am Leben sein könnte, bittet Sanna Wolf um seine Hilfe. Gemeinsam machen sich die beiden auf Spurensuche, die von der Telemark in Norwegen auf die schottischen Orkneyinseln führt.

Das Buch ist flüssig geschrieben und grösstenteils spannend zu lesen. Die Landschaften sind bildhaft beschrieben, die Charaktere interessant. Besonders gelungen ist die Beschreibung der Macht, die Halvard auf die Familie ausübt und welche Probleme Gewalt und Missbrauch im Leben der Mädchen auslösen.
Die Story selbst empfinde ich als zu konstruiert und daher nicht sehr glaubwürdig. Die vielen Zufälle minderten mein Lesevergnügen.

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