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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2025

tolles Buch

Eisnebel
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Meinung: Das Cover hat mich im ersten Moment vollkommen in seinen Bann gezogen. Dieses frostige, fast bedrohliche Motiv hat sofort eine Neugier in mir geweckt, die ich nicht mehr ablegen konnte. Ich wollte ...


Meinung: Das Cover hat mich im ersten Moment vollkommen in seinen Bann gezogen. Dieses frostige, fast bedrohliche Motiv hat sofort eine Neugier in mir geweckt, die ich nicht mehr ablegen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, welche Geschichte in dieser eisigen Stille verborgen liegt. Genau dieses Gefühl, eine Mischung aus Spannung, Beklemmung und Faszination hat mich durch das gesamte Buch begleitet. Das Setting hat mich sofort mitgerissen. Ich konnte den Schnee unter meinen Füßen knirschen hören, spürte die beißende Kälte auf meiner Haut und diese tiefe, einsame Abgeschiedenheit, die mich beim Lesen regelrecht umklammert hat. Die Atmosphäre war so intensiv, dass sie mich auch zwischen den Kapiteln nicht losgelassen hat. Theodora reist zum ersten Mal zur Familie ihres Verlobten Connor. Ein luxuriöses Winterdomizil fernab jeder Zivilisation klingt verführerisch, aber genau diese Isolation verleiht der Geschichte eine unheimliche Schwere. Von Anfang an wird klar: Theo ist dort nicht willkommen. Diese unterschwellige Feindseligkeit, das ständige Beobachtetwerden, das Gefühl, geprüft und bewertet zu werden all das hat sich mir beim Lesen direkt auf die Brust gelegt. Und als dann auch noch die anonymen Drohungen auftauchen, von jemandem aus der eigenen Familie. Die Story beginnt ruhig, fast zaghaft, doch genau diese Stille trägt etwas Bedrohliches in sich. Schon bald zieht der Spannungsbogen an und bleibt dann durchgehend hoch.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht, sodass man mühelos tief in die Handlung eintaucht. Weil Theo selbst erzählt, erlebt man ihre Unsicherheit, ihre Angst und ihre inneren Konflikte besonders intensiv. Sehr schnell wird klar, dass ihre Vergangenheit eine große Rolle spielt.
Die Charaktere sind detailreich ausgearbeitet, auch wenn sie bewusst auf Distanz bleiben. Aber genau dieses Gefühl von Fremdheit macht die Geschichte so wirkungsvoll. Ich habe mich genauso verloren und fehl am Platz gefühlt wie Theo. Dieses Misstrauen, diese latente Anspannung zwischen den Figuren, das war so greifbar, dass es mich bis zum Schluss begleitet hat.
Die Wendungen sind klug gesetzt, niemals überzogen, sondern genau richtig dosiert, um mich immer wieder eiskalt zu erwischen. Auch ohne klassische Ermittlungen bleibt die Geschichte durchgehend spannend.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 05.12.2025

ein tolles Buch

Emma Bell
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Meinung: Als mir dieses Buch angeboten wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort gefangen genommen und genau mit diesem Gefühl bin ich in die Geschichte ...

Meinung: Als mir dieses Buch angeboten wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort gefangen genommen und genau mit diesem Gefühl bin ich in die Geschichte gestartet.
Der Einstieg wirkt ruhig, fast sanft, doch unter der Oberfläche brodelt eine Spannung, die mich sofort gepackt hat. Ich wollte unbedingt wissen, wohin mich diese Reise führen würde. London 1846: Ruth Thomas ist zweiundzwanzig, unverheiratet und damit für ihre Mutter ein einziges Ärgernis. Als diese Ruth dabei erwischt, wie sie eines der Hausmädchen küsst, eskaliert alles. Wut, Scham, Verstoßung und schließlich die Verbannung aufs Land, zu einem Onkel, der ihr die „unmoralischen Gelüste“ austreiben soll.
Doch dort begegnet Ruth niemand Geringerer als Emma, der jungen Ehefrau ihres Onkels. Und mit ihr erwachen Gefühle, die viel zu groß sind, um sie zu verdrängen. Das Tempo bleibt über weite Strecken gemächlich, aber gerade diese Ruhe schafft eine Atmosphäre, die fast schon magisch wirkt. Die selbst gezeichneten Illustrationen der Autorin haben mich zusätzlich begeistert, sie verleihen der Geschichte eine eigene Handschrift und ließen mich vieles beinahe sehen, als stünde ich selbst im Raum.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr zugänglich. Mit den Charakteren konnte ich lange nicht ganz warm werden. Sie blieben mir ein wenig fern. Erst gegen Ende fand ich einen echten Zugang zu Ruth. Die Gefühle zwischen ihr und Emma kamen dafür recht plötzlich, fast so, als würde mich die Szene selbst überrumpeln.
Dafür haben mich die Nebenfiguren umso mehr berührt. Besonders Clara habe ich sofort ins Herz geschlossen; sie wirkt lebendig, liebevoll und unglaublich fein gezeichnet.
Die vielen Details waren einerseits atmosphärisch ein Geschenk, andererseits haben sie meinen Lesefluss ab und zu etwas gebremst. Trotzdem hat mich das viktorianische Setting mit all seiner Dunkelheit und seinem leisen Schrecken sehr fasziniert. Am Ende hätte ich mir hier und da etwas mehr Tiefe gewünscht, ein paar Schatten mehr, ein paar Seelenregungen stärker

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Veröffentlicht am 18.11.2025

spannend

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Meinung: Ich habe mich so sehr gefreut, endlich den neuen Fall von Maya Topelius lesen zu dürfen! Die Reihe von Sandra Åslund gehört für mich inzwischen zu den Krimis, auf die ich mich jedes Mal ganz besonders ...

Meinung: Ich habe mich so sehr gefreut, endlich den neuen Fall von Maya Topelius lesen zu dürfen! Die Reihe von Sandra Åslund gehört für mich inzwischen zu den Krimis, auf die ich mich jedes Mal ganz besonders freue, weil sie nicht nur spannend sind, sondern auch so viel Herz haben.
Maya reist für einen kurzen Urlaub nach Bornholm, um ihre Eltern zu besuchen und ihren neuen Freund vorzustellen. Doch die Idylle währt nicht lange: In der alten Schlossruine wird eine Leiche entdeckt und plötzlich findet sich Maya mitten in einer Mordermittlung wieder. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Pär beginnt sie zu ermitteln. Als ein weiterer Mord geschieht, führen die Spuren in die Vergangenheit und alles scheint auf unerklärliche Weise miteinander verbunden zu sein.
Sandra schreibt so lebendig und atmosphärisch, dass man sich sofort nach Bornholm versetzt fühlt. Ihr Stil ist leicht und flüssig, und doch schafft sie es, Tiefe und Emotionen in jedes Kapitel zu legen. Ich mag ihre Art, Spannung und Menschlichkeit miteinander zu verweben. Maya und Pär sind für mich ein absolutes Lieblingsduo, authentisch, sympathisch Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt und mitgefühlt. Besonders schön finde ich, wie die Autorin den Kriminalfall mit Mayas persönlicher Geschichte verknüpft. Dadurch entsteht eine emotionale Dichte, die den Roman weit über die reine Spannung hinaushebt.
Ein spannender, gefühlvoller und atmosphärischer Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.11.2025

tolles Buch

The Business Trip
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt. Zwei Fremde, eine Reise ohne Wiederkehr. Stephanie ist erfolgreich und auf Geschäftsreise, Jasmine dagegen will einfach nur fliehen, weg von ihrem gewalttätigen ...

Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt. Zwei Fremde, eine Reise ohne Wiederkehr. Stephanie ist erfolgreich und auf Geschäftsreise, Jasmine dagegen will einfach nur fliehen, weg von ihrem gewalttätigen Freund. Zwei Frauen, die sich nicht kennen, aber im selben Flugzeug sitzen. Kurz darauf verschwinden beide spurlos.Einige Tage später schreiben sie ihren Freunden die exakt gleiche SMS über denselben Mann. Und plötzlich werden ihre Nachrichten immer verstörender … Schon nach ein paar Seiten war ich komplett drin. Die Geschichte hat mich sofort gepackt und ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Verschwinden steckt. Alles wird aus mehreren Perspektiven erzählt und die Handlung ist in vier Abschnitte aufgeteilt. Am Anfang habe ich kurz den Überblick verloren, weil viele Figuren auftauchen, aber das fügt sich schnell zusammen. Besonders toll fand ich die eingebauten Chatnachrichten, sie lockern das Ganze auf und bringen richtig Tempo rein. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, man fliegt nur so durch die Seiten. In der Mitte gab es ein paar Längen; da hätte man ruhig etwas kürzen können. Die Wendungen haben mich wirklich überrascht! Einige Szenen waren sehr detailreich, was den Spannungsbogen kurzzeitig langgezogen hat. Der eigentliche Thema Story kam dann etwas später als erwartet, aber als sie endlich da war: wow! Einen Teil hatte ich zwar geahnt, aber das Ende hat mich trotzdem erwischt, auch wenn es ein bisschen schnell ging. Ein spannendes, clever aufgebautes Thrillerdebüt, das ich absolut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Tolles Buch

Eleven Liars
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Nachdem mich Robert Gold bereits mit seinem Debütroman überzeugen konnte, war meine Erwartung entsprechend hoch. Auch diesmal gelingt es dem Autor, mit seinem angenehm flüssigen und leicht zugänglichen ...

Nachdem mich Robert Gold bereits mit seinem Debütroman überzeugen konnte, war meine Erwartung entsprechend hoch. Auch diesmal gelingt es dem Autor, mit seinem angenehm flüssigen und leicht zugänglichen Schreibstil sofort eine stimmige Atmosphäre zu erzeugen. Die Kapitel sind kurzgehalten, was das Lesen dynamisch macht und dafür sorgt, dass die Handlung trotz komplexer Entwicklungen gut vorankommt. Der Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen ist gut nachvollziehbar, auch wenn der Einstieg für mich anfangs etwas wirr wirkte. Erst nach und nach fand ich vollständig in die Geschichte hinein.
Inhaltlich baut sich die Spannung konstant auf, erreichte für mein Empfinden jedoch nie ein wirklich packendes Niveau. Die aufgedeckten Geheimnisse sind zwar intensiv und teilweise erschütternd, doch das ganz große Mitfiebern blieb bei mir aus. Was mich dafür umso mehr überzeugt hat, sind die Figuren. Besonders DI Dani Cash ist mir mit ihrer herzlichen, nahbaren Art schnell ans Herz gewachsen. Auch Ben Harper wirkt authentisch und glaubwürdig, und sowohl Haupt- als auch Nebenfiguren besitzen ausreichend Tiefe, um die Handlung zu tragen. Überraschende Wendungen gibt es manches ist nur Fassade, manches führt bewusst auf falsche Fährten , doch zum aktiven Miträtseln reichte es für mich nicht ganz.
Trotz des etwas holprigen Einstiegs entfaltet sich der Spannungsbogen spätestens im letzten Drittel deutlich stärker und mündet in ein gelungenes, unerwartetes Ende, das alle offenen Fragen schlüssig beantwortet. Besonders das Finale hat für mich vieles wieder herausgeholt.

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