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Veröffentlicht am 25.11.2025

Veränderung aber realitätsnah

Glimmer
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Dieses Buch ist wie ein warmer Kakao fürs Nervensystem. In Glimmer geht es um die kleinen, fast unsichtbaren Lichtpunkte in unserem Alltag – Glimmer-Momente –, die unser Körper als sicher wahrnimmt. Bernhard ...

Dieses Buch ist wie ein warmer Kakao fürs Nervensystem. In Glimmer geht es um die kleinen, fast unsichtbaren Lichtpunkte in unserem Alltag – Glimmer-Momente –, die unser Körper als sicher wahrnimmt. Bernhard Tewes, Hypnosetherapeut und Coach, erklärt verständlich und in wohltuend ruhigem Ton, wie wir Trigger erkennen und Stück für Stück loslassen können. Stattdessen lernen wir, was uns wirklich gut tut. Ganz ohne Druck, sondern in liebevollen Mini-Schritten. Die Theorie ist eingebettet in persönliche Erfahrungen des Autors und klug gewählte fiktive Erzählungen, die zeigen: Veränderung ist möglich und zwar ganz realitätsnah.

Meine Lesefalten:

Altbekannte psychologische Konzepte treffen hier auf neue Perspektiven und genau das hat es für mich so spannend gemacht. Ich mochte, wie persönlich das Buch geschrieben ist. Bernhard Tewes erzählt ehrlich von seiner eigenen Geschichte, was sofort Nähe schafft. Kein typisches „Ich zeig dir, wie’s geht“-Sachbuch, sondern eher: „Ich hab’s selbst erlebt und teile, was geholfen hat.“

Die kleinen Beispiele aus dem Alltag der fiktiven Personen waren wie Anker: Ich konnte mich wiederfinden, mitfühlen, mitdenken. Und: Ich habe beim Lesen immer wieder innerlich genickt. Besonders hilfreich war die ganz praktische Anleitung, wie man Schritt für Schritt seine Trigger erkennt und wie wir mit Glimmer-Momenten dagegenarbeiten können. Also: nicht nur lesen, sondern machen!

Ein achtsames, modernes Sachbuch, das nicht belehrt, sondern begleitet. Für alle, die mehr über sich selbst, ihre Muster und ihre Möglichkeiten erfahren möchten, ganz ohne in Selbstoptimierungsstress zu verfallen.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

„Die da oben“ ist ein ruhiger Roman mit viel Nachklang.

Die da oben
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Willkommen in einem Leipziger Mehrfamilienhaus, wo die Türen knarzen, das Leben durch die Wände dringt und sich alles irgendwie gleichzeitig bewegt und stillsteht.
Es ziehen Tess und Moyra ein. Ein junges ...

Willkommen in einem Leipziger Mehrfamilienhaus, wo die Türen knarzen, das Leben durch die Wände dringt und sich alles irgendwie gleichzeitig bewegt und stillsteht.
Es ziehen Tess und Moyra ein. Ein junges PaarAnfang 30, das nicht nur (kaputte) Möbel, sondern auch jede Menge unausgesprochene Themen mitbringt. Tess, kreative Schneiderin mit großer Vision, bekommt durch Moyras Eltern die Chance ihres Lebens: ein eigenes Atelier im Haus. Moyra dagegen? Hängt plötzlich in der Luft, was Job und Richtung angeht und das wackelt dann schnell auch privat.

Im Haus leben seit 30 Jahren Heike und Rolf. Seit Ewigkeiten also. Rolf hatte früher einen Getränkeladen im Haus (jetzt Tess’ Schneiderei! Hallo Schicksal), Heike hält den Alltag irgendwie zusammen. Doch der Laden ist zu, die Zeit hat Spuren hinterlassen und der Blick auf die Welt wird zunehmend schärfer und skeptischer.
Zwischen Tess’ Mitgefühl, Moyras Abstand und der unterschwelligen Frage: Wie halten wir eigentlich alle miteinander aus?, spannt sich ein ganz eigenes Universum auf: still, leise, nah.

Meine Lesefalten:

Ich mochte es, wie dieses Buch so tut, als wäre es zurückhaltend und dabei voller feiner Beobachtungen ist. Kein Drama mit Knalleffekt, sondern diese Art von Alltagsknistern, bei dem man denkt: Jep, genau so wohnen Leute. Genau so reden sie nicht. Genau so spürt man, wenn etwas kippt.
Ich wollte dauernd reinrufen: Redet doch einfach! Aber eben, wie im echten Leben → das ist leichter gesagt.
Der Stil ist klar, nie überladen, und trotzdem steckt zwischen den Zeilen so viel Gefühl. So viel Unsicherheit, Liebe, Wut, Ratlosigkeit.

„Die da oben“ ist ein ruhiger Roman mit viel Nachklang. Er zeigt, wie sehr wir alle mit unseren kleinen Welten beschäftigt sind und wie schwer es ist, Brücken zu schlagen.
Nicht laut, nicht dramatisch, sondern ehrlich, liebevoll, manchmal bitter aber immer menschlich.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Da wird nichts erklärt, sondern gespürt.

Was du siehst
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Ruth haut ab. Ost-Berlin, 1967. Schwanger, verletzt, mit einem Koffer voll Erinnerungen und einem Geheimnis, das tief sitzt. In einem kleinen Dorf im Nirgendwo von Mecklenburg findet sie einen Neuanfang.
Jahre ...

Ruth haut ab. Ost-Berlin, 1967. Schwanger, verletzt, mit einem Koffer voll Erinnerungen und einem Geheimnis, das tief sitzt. In einem kleinen Dorf im Nirgendwo von Mecklenburg findet sie einen Neuanfang.
Jahre später streifen ihre Tochter Jule und Andi (ihr bester Freund oder doch mehr?) durch die Kiefernwälder, teilen Träume, erste Liebe, stille Sommer. Alles fühlt sich richtig an.
Doch dann fällt die Mauer. Und mit ihr kippt auch etwas in Jules Welt. Ein alter Schatten wird sichtbar. Und plötzlich muss sie raus, raus aus dem Dorf, rein in die eigene Geschichte. Während Andi zurückbleibt und wartet.

Meine Leserillen:

Ich seh was, was du nicht siehst … und das ist ein Freund.

Ich hab diesen Roman fast wie ein Farbspiel gelesen – himmelblauer Lieferwagen, griesgraue Dörfer, saphirblaue Erinnerungen. Jede Figur, jeder Ort bekam so seinen eigenen Ton, seine eigene Stimmung.
Was mich besonders gepackt hat: wie feinfühlig die großen politischen Umbrüche, wie die DDR, der Mauerfall, der Aufbruch und alle mit den kleinen, leisen Momenten der Figuren versponnen sind.

Da wird nichts erklärt, sondern gespürt.

Jule und Andi haben mich begleitet wie alte Bekannte. Es war nicht nur eine Geschichte über Liebe, sondern über Verbundenheit. Und über das, was bleibt, wenn alles andere wackelt.

Ein Buch wie ein Blick in eine alte Kiste auf dem Dachboden: voll Erinnerungen, Farben, Geheimnisse und mit einem klopfenden 💛

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Was, wenn politisches Engagement, alte Freundschaften und private Zweifel aufeinandertreffen – mitten in einem Land im Umbruch?

Die Frau der Stunde
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Was, wenn politisches Engagement, alte Freundschaften und private Zweifel aufeinandertreffen – mitten in einem Land im Umbruch?
„Die Frau der Stunde“ erzählt von einer Frau, die sich in einem männlich ...

Was, wenn politisches Engagement, alte Freundschaften und private Zweifel aufeinandertreffen – mitten in einem Land im Umbruch?
„Die Frau der Stunde“ erzählt von einer Frau, die sich in einem männlich geprägten Machtapparat behauptet, während im Hintergrund alte Bande neu geprüft werden.
Es geht um Entscheidungen, Taktik, Enttäuschungen – aber auch um Mut, Loyalität und das ganz große Spiel mit der Macht.
Ein Roman mit Zeitgeist-Wumms: messerscharfer Zeitdiagnose!

Meine Leserillen:
Dieses Buch hat mich direkt reingezogen – nicht mit Pauken und Trompeten, sondern eher mit einem intensiven Summen im Hintergrund, das langsam lauter wird.
Was ich besonders mochte: Wie erschreckend aktuell viele Szenen sind. Die Haltung gegenüber „den Braunen“, die Diskussion um die „Ökos“ – das hätte man auch auf heute übertragen können. Es ist dieses Gefühl: Geschichte wiederholt sich, nur mit neuen Kostümen.

Ja, es ist kein Selbstläufer, vor allem, wenn man politisch nicht ganz sattelfest ist. Es wird einiges vorausgesetzt – Strukturen, Begriffe, Dynamiken. Aber ehrlich? Das passt total zum Thema. Politik ist eben kein Wohlfühl-Sandkasten. Und genau deshalb mochte ich diese Dichte.

Ich hab gelacht (Schneewittchen & die 8 Zwerge!), mit den Figuren mitgefiebert – und manchmal auch schwer geschluckt. Der Druck, der auf politischen Akteurinnen lastet, ist spürbar – ständig beobachtet, ständig bewertet. Keine Fehler erlaubt. Ein falscher Satz und zack – die nächste Schlagzeile.

Und dann das Ende! Wow.
Kein lautes Finale, aber eins mit Nachhall. Man klappt das Buch zu und denkt: Das war nicht einfach ein Roman. Das war ein Statement.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Zwischen Teigschüsseln, vergessenen Rezepten und ganz wundervollen Nachbarn

Die geheime Zutat
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Kate lebt eigentlich das perfekte Leben: ein Häuschen wie gemalt, ein Ehemann zum Verlieben und ein Job, der sie erfüllt. Alles läuft, bis es plötzlich nicht mehr läuft.

Ein Unfall, ein Verlust, ein Loch. ...

Kate lebt eigentlich das perfekte Leben: ein Häuschen wie gemalt, ein Ehemann zum Verlieben und ein Job, der sie erfüllt. Alles läuft, bis es plötzlich nicht mehr läuft.

Ein Unfall, ein Verlust, ein Loch. Und mittendrin: Kate, allein mit ihrer Trauer und einer leeren Küche, in der früher ihr Mann das Zepter geschwungen hat.

Nach einiger Zeit der Trauer – zack! – steht ein verwirrter älterer Herr vor ihrer Tür. Und als hätte jemand leise Glitzer über ihr Leben gestreut, beginnt sich etwas zu verändern.

Zwischen Teigschüsseln, vergessenen Rezepten und ganz wundervollen Nachbarn findet Kate langsam zurück zu sich selbst. Das Kochen, früher nur süßes Beiwerk ihres Mannes, wird zur Brücke in eine neue Welt voller Begegnungen, Geheimrezepte und Herzmomente. Und während ihr eigenes kleines Rezeptbuch Seite für Seite wächst, füllt sich auch ihr Herz wieder mit Leben.

💬 Meine Leserillen:
Dieses Buch ist wie eine Umarmung in Romanform!
Mit ganz viel Gefühl rührt Sue Heath in der großen Schüssel namens Leben und zaubert eine Geschichte, die nach Hoffnung, Menschlichkeit und Zimt duftet.

Kates Weg zurück ins Leben passiert nicht laut, sondern liebevoll, Löffel für Löffel, mit echten Begegnungen, ehrlichen Gesprächen und Figuren, die sich heimlich in mein Herz geschlichen haben.
Es ist leise, aber genau das macht es so besonders. Und: Es verstecken sich ein paar richtig schöne Rezepte zwischen den Seiten! 🍰

“>Die Küche ist das Herz des Hauses< hatte sie gesagt >und wer will schon ein desinfiziertes Herz<“

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