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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Pure Magie

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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Seit Jahren verbirgt Ren ihre Lichtmagie – bis ihre Familie von einem Dämon angegriffen wird. Da bricht das Licht aus ihr heraus; so hell, dass es selbst ihre Feinde sehen. Doch Ren hat noch andere Sorgen: ...

Seit Jahren verbirgt Ren ihre Lichtmagie – bis ihre Familie von einem Dämon angegriffen wird. Da bricht das Licht aus ihr heraus; so hell, dass es selbst ihre Feinde sehen. Doch Ren hat noch andere Sorgen: Ihr Onkel wurde durch den Dämon vergiftet und sie muss dringend ein Heilmittel finden. Auf ihrer Suche begegnet ihr ausgerechnet Sunho – ein Kopfgeldjäger, der auf sie angesetzt wurde. Sunho ahnt nicht, wer Ren wirklich ist. Und wie sehr ihre Schicksale miteinander verwoben sind.Ren und Sunho getrennt voneinander und lernt sie und ihre Leben besser kennen. Ren ist Akrobatin und reist mit ihrer Familie jedes Jahr durch das Land, um Vorstellungen zu geben. Ihre Tante hat Ren immer wieder eingeschärft, ihre geheimen magischen Kräfte nicht zu benutzen. Doch als Rens Onkel bei ihrer letzten Vorstellung von einem Dämon angegriffen wird, bricht im Versuch, ihn zu retten, ihre Lichtmagie aus Ren heraus. Als klar wird, dass ihr Onkel durch den Dämon vergiftet wurde, macht sich Ren auf die Suche nach einem Heilmittel.

Die Beziehung zwischen Ren und Sunho entfaltet sich behutsam und bleibt wohltuend subtil, wodurch sie sich natürlich und glaubwürdig anfühlt. Beide Figuren überzeugen mit Tiefe – Ren als willensstarke junge Frau mit geheimen Kräften und Sunho als loyaler, verschlossener Charakter mit einer berührenden Vergangenheit. Zwar gestaltet sich der Einstieg in die magische Welt zunächst etwas zäh, doch das Erzähltempo steigert sich kontinuierlich und entwickelt zum Ende hin eine spürbare Dynamik. Besonders das atmosphärische Worldbuilding, das zwischen düsterer Unterwelt und schwebender Stadt changiert, verleiht der Geschichte einen besonderen Reiz.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Tolles Buch

Der verschwundene Buchladen
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Drei Fremde entdecken unabhängig voneinander einen geheimnisvollen Buchladen, der sie in eine magische Welt voller Rätsel und unerwarteter Verbindungen zieht. Während Opaline in den 1920ern vor ihrer brutalen ...

Drei Fremde entdecken unabhängig voneinander einen geheimnisvollen Buchladen, der sie in eine magische Welt voller Rätsel und unerwarteter Verbindungen zieht. Während Opaline in den 1920ern vor ihrer brutalen Familie flieht und ein neues Leben in einem alten Buchladen beginnt, kämpfen Martha und der Bücherliebhaber Henry in der Gegenwart mit ihren eigenen Schatten – bis sie durch eben diesen Laden aufeinandertreffen. So verwoben sich ihre Geschichten zu einem Abenteuer, das zeigt, dass die außergewöhnlichsten Geschichten manchmal in uns selbst beginnen.

Die ineinander verwobenen Zeitebenen und Perspektiven enthüllen nach und nach die Verbindung zwischen den drei Protagonist:innen, wodurch sich die anfängliche Verwirrung in eine fesselnde Klarheit verwandelt. Dank der fein ausgestalteten Figuren und ihrer nachvollziehbaren Emotionen entsteht eine atmosphärische Geschichte, die sowohl berührt als auch spannend bleibt. So bietet der Roman eine abwechslungsreiche Handlung, in der Charaktertiefe und mitreißender Plot gleichermaßen überzeugen.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Guter Einstieg

Daughter of Ruin. Götterblut
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Als Thronerbin des letzten Wikingerstammes ringt Freya zwischen ihrer Pflicht, ihr Volk zu schützen, und ihrer Sehnsucht nach Freiheit und Liebe, die sie in ihrer brutalen Welt nicht zeigen darf. Als ihr ...

Als Thronerbin des letzten Wikingerstammes ringt Freya zwischen ihrer Pflicht, ihr Volk zu schützen, und ihrer Sehnsucht nach Freiheit und Liebe, die sie in ihrer brutalen Welt nicht zeigen darf. Als ihr verborgenes Mitgefühl entdeckt wird, soll sie ausgerechnet den Mann töten, der einst ihr Herz brach – Odins eigenen Schützling. Statt sich diesem Befehl zu beugen, entscheidet sie sich für einen gefährlichen Pakt mit ihrem Feind, der ihre Überzeugungen ins Wanken bringt. So wird Freyas Weg zu einer Reise, die nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern das ihres gesamten Volkes unwiderruflich verändert.

Freya, Odins Schützling, lebt zwischen Pflicht und innerer Rebellion, während ihr verborgenes Geheimnis und die Feindseligkeit ihrer Mutter eine ständige Spannung erzeugen. Was sich auch durch das ganze Buch zieht. Als Freya dann auch noch den Auftrag erhält, Fenrir zu töten, der Mann, der einst ihr Herz brach – wird sie damit zu einer Entscheidung zwang, die ihre Zukunft und somit auch ihr Schicksal unwiderruflich verändert. Da aber ihr Volk von einer mysteriöse Krankheit bedroht wird. Muss Sie sich mit Fenrir zusammen tun um zu fliehen. Die Geschichte hat eine schöne Atmosphäre und ist bildhaft beschrieben. War für mich aber jetzt nicht tiefgründig.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Book Eaters

The Book Eaters
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In den Mooren Yorkshires lebt ein geheimer Clan, dessen Mitglieder Bücher wie Nahrung verschlingen. Als Devon einen Sohn mit einem gefährlichen Hunger nach den Gedanken lebender Menschen zur Welt bringt, ...

In den Mooren Yorkshires lebt ein geheimer Clan, dessen Mitglieder Bücher wie Nahrung verschlingen. Als Devon einen Sohn mit einem gefährlichen Hunger nach den Gedanken lebender Menschen zur Welt bringt, wird er zur gejagten „Abart“. Um ihn zu retten, flieht sie vor ihrem Clan und dessen grausamen „Rittern“ in die Menschenwelt, wo sie zu verzweifelten Taten gezwungen ist. Ein zweiter, mysteriöser Clan scheint Hoffnung zu bieten – doch diese erweist sich als trügerisch.

Das Leben der Buchesser ist geprägt von strengen Regeln, patriarchaler Kontrolle und der gnadenlosen Ausbeutung der wenigen Frauen, die zu arrangierten Ehen und raschen Schwangerschaften gezwungen werden. Hier hat das Gefühl Ähnlichkeit zu Handmaidstale zu lesen… Die Geschichte zeigt hier klar das männliche Bild als grausam und brutal da, was übergeordnet allem steht. Trotz allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn man die „Geschichte“ schon irgendwie her kennt.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Gut, aber ein Tick zu lang

Sieben Jahre
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„Sieben Jahre“ von Tanja Kinkel hat mich mit gemischten Eindrücken zurückgelassen. Einerseits beeindruckt der Roman durch seine enorme historische Dichte: politische Intrigen, wechselnde Bündnisse und ...

„Sieben Jahre“ von Tanja Kinkel hat mich mit gemischten Eindrücken zurückgelassen. Einerseits beeindruckt der Roman durch seine enorme historische Dichte: politische Intrigen, wechselnde Bündnisse und die bedrückende Atmosphäre eines Krieges, der Europa prägt und dennoch sinnlos erscheint. Andererseits fiel es mir schwer, in die Handlung hineinzufinden. Der Einstieg ist komplex, voller Figuren und Perspektivwechsel, und insgesamt wirkte die Geschichte für meinen Geschmack stellenweise recht langatmig.

Trotzdem liest sich das Buch gut, sobald man sich orientiert hat. Besonders eindrucksvoll fand ich die Darstellung der zerrütteten Familie Friedrichs II. – die brutale Erziehung durch den Soldatenkönig, die lebenslangen Verletzungen der Geschwister und die daraus erwachsenden Rivalitäten. Friedrich und Heinrich sind faszinierende, aber emotional schwer zugängliche Figuren; Kinkel zeigt viel Kopf, wenig Herz.

Wirklich lebendig wurde der Roman für mich durch Figuren wie Prinzessin Amalie und vor allem durch Hannibal, den jungen afrikanischen Pagen. Seine Perspektive bringt Wärme und Menschlichkeit in eine Erzählung, die oft von Strategie, Machtkalkül und familiärer Kälte geprägt ist. Hier wünschte ich mir mehr Raum.

Trotz einiger Längen und eines für mich holprigen Einstiegs hat sich die Lektüre gelohnt. „Sieben Jahre“ ist ein akribisch recherchierter, atmosphärisch dichter Roman, der die Epoche Friedrichs des Großen eindrucksvoll greifbar macht – auch wenn er emotional nicht immer ganz nahekommt. Aufgrund dieser Aspekte vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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