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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

👑 Der Preis der Macht: "Sweetest Betrayal" 🔮

The Sweetest Betrayal
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Mein Fazit zum großen Finale
Ich habe dieses Finale mit großer Spannung erwartet und gleichzeitig mit einem weinenden Auge begonnen, denn es ist immer schwer, eine geliebte Geschichte abzuschließen.

Natalie ...

Mein Fazit zum großen Finale
Ich habe dieses Finale mit großer Spannung erwartet und gleichzeitig mit einem weinenden Auge begonnen, denn es ist immer schwer, eine geliebte Geschichte abzuschließen.

Natalie Mae führt uns direkt in eine explosive Situation: Krieg steht vor der Tür Orkenas, und die junge, neue Herrscherin Zahru, die Mestrah, steht unter immensem Druck. Während sie sich um diplomatische Lösungen bemüht, merkt sie schnell, dass ihre Friedensversuche auf wenig Gegenliebe stoßen. Die Verantwortung lastet schwer auf ihren Schultern, und man spürt bei jeder ihrer Entscheidungen, wie sie mit sich ringt. Ihre Entwicklung ist dabei besonders hervorzuheben: Das unsichere Mädchen aus Band eins ist zu einer mächtigen Anführerin herangewachsen. Aber diese Macht, die sie von den Göttern erhalten hat, ist gefährlich. Ihr Misstrauen wächst, und die Grenze zwischen notwendiger Härte und dem Verlust ihrer eigenen Werte verschwimmt zusehends.

Der Schreibstil der Autorin ist von Beginn an mitreißend. Während die ersten Bände sich Zeit genommen haben, die Welt aufzubauen, legt "Sweetest Betrayal" ein deutlich höheres Tempo vor. Die Seiten fliegen nur so dahin, und selbst in ruhigeren Momenten herrscht eine unterschwellige Anspannung, die einen festhält. Zwar stolpert man hier und da über verschachtelte Sätze, doch das nimmt der Sogwirkung der Erzählung kaum etwas. Die Geschichte wird größtenteils aus Zahrus Ich-Perspektive erzählt, was einen tiefen Einblick in ihre zerissene Gefühlswelt und ihre strategischen Überlegungen ermöglicht.

Neben Zahru glänzen auch die Nebenfiguren, die in diesem Band ihre ganz eigenen Veränderungen durchmachen. Die spannungsgeladene Dynamik, besonders zwischen Zahru und Kasta, ist ein Kernstück der Geschichte. Das Hin und Her mag manchmal nerven, aber es passt zur Jugend der Figuren und ihren komplexen Umständen. Generell ist das Buch ein würdiger Abschluss, der Themen wie Vertrauen, Rache und die korrumpierende Natur der Macht eindrucksvoll verarbeitet.

Es ist ein fesselndes Abenteuer, das Fantasy-Fans in seinen Bann ziehen wird.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Magie, Liebe und Selbstfindung in New Orleans

Whispered Words
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Schon der erste Satz zieht einen unaufhaltsam in die Welt von New Orleans. Maike Schmitts Schreibstil ist bemerkenswert bildgewaltig. Ich konnte die Atmosphäre der Stadt förmlich riechen und die Musik ...

Schon der erste Satz zieht einen unaufhaltsam in die Welt von New Orleans. Maike Schmitts Schreibstil ist bemerkenswert bildgewaltig. Ich konnte die Atmosphäre der Stadt förmlich riechen und die Musik in den Gassen hören. Die Kulisse des familiengeführten Hotels ist dabei mehr als nur ein Ort – sie ist ein lebendiger Teil der Handlung, der perfekt zur Geschichte passt.

Die Geschichte von Belle und Ames ist zutiefst berührend. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine gefühlvolle Slow-Burn-Romance. Beide Protagonisten kämpfen mit massiven Selbstzweifeln und den Schatten ihrer Vergangenheit. Ames, der blockierte Schriftsteller, und Belle, deren Zukunftsängste sie lähmen. Es war wunderbar zu verfolgen, wie sich das anfängliche, vorsichtige Knistern zu einer tiefen, echten Verbindung entwickelt. Ihre Gespräche und der Einsatz von Tarot-Karten verleihen der Handlung eine besondere Tiefe und einen Hauch von Magie, ohne überladen zu wirken. Besonders das Found-Family-Gefühl, das durch Belles Geschwister und Freunde entsteht, wärmt das Herz ungemein.

Allerdings gab es Passagen, in denen ich mir eine straffere Erzählweise gewünscht hätte, besonders bei den detaillierten Erklärungen von Nebensträngen, die im weiteren Verlauf keine Rolle spielen. Auch die anhaltende Unsicherheit von Ames war an manchen Stellen etwas langwierig. Mein größter Kritikpunkt bleibt jedoch das Ende. Es kommt überraschend und lässt viele Nebenhandlungen, die mir im Laufe des Buches wichtig geworden sind, offen.

Trotz dieser kleinen Wermutstropfen ist „Whispered Words“ ein Roman, der Mut macht. Er handelt davon, zu sich selbst zu finden und das Leben auch dann zu genießen, wenn die Seiten leer bleiben. Eine absolute Empfehlung für alle, die emotionale Geschichten mit einer einzigartigen Kulisse lieben.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

🌟 Fluch der zweiten Chance: Der Südwind und eine verletzte Prinzessin

The South Wind – Reich aus Blut und Gold (The Four Winds 3)
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✍️ Der Schreibstil: Poesie trifft Drama
Alexandria Warwicks Art zu schreiben ist zweifellos atmosphärisch und sehr bildgewaltig. Sie beherrscht es, die sengende Hitze der Wüste und die düstere Pracht der ...

✍️ Der Schreibstil: Poesie trifft Drama
Alexandria Warwicks Art zu schreiben ist zweifellos atmosphärisch und sehr bildgewaltig. Sie beherrscht es, die sengende Hitze der Wüste und die düstere Pracht der Paläste lebendig werden zu lassen. Ihre Sprache hat oft eine beinahe melodische Qualität, die gerade die emotionalen Szenen unter die Haut gehen lässt. Leider wird dieser an sich fesselnde Stil in der Erzählung manchmal dazu genutzt, Streitigkeiten und innere Konflikte über Gebühr auszudehnen. Gerade im Mittelteil verliert sich die Geschichte in langwierigen "Second Chance"-Dynamiken, bei denen die Autorin jede Auseinandersetzung zwischen Sarai und Notos bis zum Äußersten ausreizt. Dies führt dazu, dass die sonst so poetischen Worte an diesen Stellen unnötig anstrengend wirken und der Lesefluss stockt.

👑 Die Geschichte: Wut, Fluch und ein Gott im Hintergrund
Der Fokus dieses dritten Bandes liegt auf Prinzessin Sarai und Notos, dem Südwind. Sarai ist von ihrer verletzten Wut über Notos’ Verrat getrieben, was sie über weite Strecken als Hauptfigur schwer zugänglich macht. Ihre "Prinzessin"-Mentalität und die ständige Fixierung auf den Schmerz machen sie zeitweise fast unsympathisch. Der eigentliche Plot – der Fluch, die Bedrohung des Königreichs und das sagenumwobene Labyrinth – tritt dabei stark in den Hintergrund.

Wir begleiten Sarai, wie sie den Konflikt mit ihrem Vater bis zur letzten Seite zelebriert, während die eigentlich tickende Zeitbombe ihres Fluches beinahe vergessen wird. Hauptschauplätze wie das Labyrinth oder der eigentliche Gegenspieler, Prinz Balior, tauchen erst auf den letzten hundert Seiten wirklich prominent auf. Balior bleibt dabei erschreckend blass und eindimensional, was die Bedrohung weniger spürbar macht.

Notos, der Südwind, ist zwar als der bisher besonnenste der Götter dargestellt, wird aber durch seine intensive, fast schon problematische Fixierung auf Sarai und unnötige Eifersuchtsschübe etwas entwertet. Logiklöcher und unpassende Szenen – wie eine explizite Szene inmitten höchster Gefahr im Labyrinth – wirken erzwungen und reißen aus der ansonsten oft so magischen Welt heraus.

Trotz dieser Schwächen gibt es emotionale Lichtblicke: Die Darstellung von Sarais Auseinandersetzung mit ihrem inneren Kind ist sehr berührend und gelungen.

Fazit
"The South Wind" ist ein in sich abgeschlossener Band, der jedoch leider der schwächste der Reihe ist. Obwohl die Grundthemen (Wüste, Götter, Fluch) fesseln, liegt der Fokus zu stark auf dem Second-Chance-Beziehungsdrama, was den Plot und die Charaktere leider verflachen lässt.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Magie, Romantik und ein Hauch von Kürbis

Spookily Yours
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"Spookily Yours" von Jennifer Chipman entführt einen in die perfekte Herbstwelt von Pleasant Grove, wo die Luft nach Gewürzen und die Stimmung nach Halloween duftet. Das Buch beginnt mit einer wundervoll ...

"Spookily Yours" von Jennifer Chipman entführt einen in die perfekte Herbstwelt von Pleasant Grove, wo die Luft nach Gewürzen und die Stimmung nach Halloween duftet. Das Buch beginnt mit einer wundervoll gemütlichen Atmosphäre und Willow, einer Hexe, deren Leben sich vorwiegend um ihr Café dreht. Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf, als der sprechende Kater Damien auftaucht, der in Wirklichkeit ein Dämon ist. Diese Dynamik zwischen Willow und Damien ist der Kern des Buches und funktioniert hervorragend. Die Chemie ist spürbar, und die sich entwickelnde Romanze fühlt sich authentisch und aufregend an, besonders als er seine menschliche Gestalt annimmt.

Der Schreibstil ist charmant und lässt sich flüssig lesen, was das Eintauchen in die Geschichte leicht macht. Humorvolle Dialoge, romantische Augenblicke und ein leichtes Spannungsgefühl wechseln sich ab. Die Autorin schafft es, die Geschichte durchweg interessant zu gestalten, ohne dass sie sich gestreckt anfühlt. Besonders gefiel mir, dass die Romantik mit einer Prise Geheimnis gewürzt ist – Damiens wahre Absichten sind lange unklar und sorgen für eine zusätzliche Ebene der Spannung.

Obwohl das Buch in der "Cozy"-Kategorie beginnt, entwickelt es sich zu einer leidenschaftlichen Romantasy-Geschichte, die mit einer gewissen „Spice“ überzeugt. Diese Szenen sind jedoch gut in die Handlung integriert und dienen dazu, die tiefe Verbindung zwischen den Charakteren zu unterstreichen. Wer auf der Suche nach einer kurzweiligen, magischen Liebesgeschichte mit starker Atmosphäre ist, wird mit diesem Buch eine gute Zeit haben. Es ist die ideale Lektüre für alle, die sich an einem kalten Herbsttag einkuscheln möchten.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein Hauch von Zimt und Herbstzauber

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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Stefanie Neebs „Copenhagen Cinnamon 1. Delicate“ ist wie ein gemütlicher Herbsttag in Buchform. Der Schreibstil ist fließend und angenehm, er lässt die Seiten wie von selbst umblättern. Man taucht sofort ...

Stefanie Neebs „Copenhagen Cinnamon 1. Delicate“ ist wie ein gemütlicher Herbsttag in Buchform. Der Schreibstil ist fließend und angenehm, er lässt die Seiten wie von selbst umblättern. Man taucht sofort in die Atmosphäre des kleinen Kopenhagener Cafés ein, riecht den Kaffee und die Zimtschnecken förmlich. Es ist eine Geschichte, die sich anfühlt, als würde man in einen warmen Pullover schlüpfen.

Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Charaktere Jonna und Mads gestaltet hat. Beide haben ihre Päckchen zu tragen, und die Entwicklung ihrer Beziehung wirkt deshalb so echt und unaufgeregt. Man verfolgt ihre Annäherung, die nicht nur von zärtlichen Momenten, sondern auch von einer unterliegenden Spannung geprägt ist. Gerade die Wechsel zwischen ihren Perspektiven bringen eine schöne Dynamik in die Geschichte, die stets neugierig macht, wie es weitergeht.

Was die Handlung angeht, ist es mehr als eine einfache Liebesgeschichte. Die dunkle Vergangenheit der beiden Protagonisten sorgt für eine unerwartete Tiefe, die dem Buch einen gewissen Ernst verleiht. Das Gefühl, dass mehr hinter der Fassade steckt, zieht sich durch die gesamte Erzählung und macht das Ende umso glaubwürdiger. Es ist genau diese Mischung aus Wohlfühl-Atmosphäre und emotionaler Tiefe, die das Buch ausmacht. Wer einen Roman sucht, der herzerwärmend ist, aber auch mit Ecken und Kanten überzeugt, ist hier genau richtig. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

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