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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

🕵️‍♀️ "Very Dangerous Things": Vom Spiel zum tödlichen Ernst

Very Dangerous Things - Mord nach Plan
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Der Schreibstil
Lauren Muñoz beweist mit ihrem Roman einen sehr einnehmenden Schreibstil, der das Eintauchen in die Geschichte mühelos macht. Die Sätze fließen gut, was bei einem spannungsgeladenen Krimi ...

Der Schreibstil
Lauren Muñoz beweist mit ihrem Roman einen sehr einnehmenden Schreibstil, der das Eintauchen in die Geschichte mühelos macht. Die Sätze fließen gut, was bei einem spannungsgeladenen Krimi essentiell ist, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen. Man merkt, dass das Buch auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist, da es durchweg leicht zugänglich und flott erzählt wird. Es ist keine hochgestochene oder komplizierte Prosa, sondern geradlinig und fesselnd. Besonders die Dialoge wirken oft herrlich direkt und unverblümt, was die Authentizität der jugendlichen Charaktere unterstreicht. Ich habe mich schnell abgeholt gefühlt und das Buch hat sich als echter Pageturner erwiesen, den man am liebsten in einem Rutsch beenden möchte.

Die Geschichte
Die Prämisse ist genial: Eine Highschool, die ihre Schüler zu Kriminologen ausbildet, inklusive eines Wettbewerbs zur Aufklärung eines fiktiven Mordes. Als dann aber eine echte Leiche auftaucht, wird aus dem schulischen Wettstreit plötzlich blutiger Ernst. Diese originelle Ausgangslage hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es hat unheimlich Spaß gemacht, gemeinsam mit Dulce und ihren Freunden Hinweisen nachzugehen und Verdächtige zu wechseln. Die Autorin schafft es, die Spannung konstant hochzuhalten und wirft immer wieder neue Aspekte in den Raum. Das Rätsel ist wirklich knifflig, und ich hätte bis zum Schluss nicht auf die tatsächliche Auflösung getippt, was für einen guten Krimi spricht. Man muss zwar ein paar typische Young-Adult-Elemente wie erste Romanzen und Freundschaftsdramen hinnehmen, aber der Kriminalfall selbst ist meisterhaft konstruiert. Lediglich das Ende wirkte an manchen Stellen etwas überstürzt oder chaotisch, doch insgesamt ist die Storyline fesselnd und voller gelungener Überraschungen.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung für alle, die einen spannenden und originellen Jugend-Krimi suchen.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Ein würdiger Abschluss in eisigen Mythen

Die Skaland-Saga, Band 2 - A Curse Carved in Bone
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"A Curse Carved in Bone" liefert das mit Spannung erwartete Finale der Skaland-Saga um die Schildmaid Freya und Bjorn, den Jarlssohn. Die Handlung setzt nahtlos am Ende des ersten Bandes ein, weshalb ein ...

"A Curse Carved in Bone" liefert das mit Spannung erwartete Finale der Skaland-Saga um die Schildmaid Freya und Bjorn, den Jarlssohn. Die Handlung setzt nahtlos am Ende des ersten Bandes ein, weshalb ein Vorwissen unbedingt notwendig ist, um die komplexen Zusammenhänge sofort wieder zu erfassen.

Die Geschichte dreht sich primär um Freyas tief sitzenden Schmerz des Verrats und ihren inneren Konflikt, während ein großer Krieg droht. Freya und Bjorn müssen sich durch ein Dickicht aus Lügen kämpfen und erkennen, dass ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden ist. Besonders gelungen fand ich, wie Freya in diesem Band über sich hinauswächst und ihren eigenen Weg findet – auch wenn ihr Zorn stellenweise sehr präsent ist. Alle losen Fäden laufen zu einem stimmigen, epischen Ende zusammen.

Der Schreibstil von Danielle L. Jensen ist fesselnd und zieht einen sofort in diese nordisch inspirierte Welt. Die Autorin hält das Tempo konstant hoch, bietet zahlreiche unerwartete Wendungen und schafft es, die mythische Atmosphäre lebendig zu transportieren. Die emotionale Tiefe, besonders in Freyas Entwicklung, ist spürbar. Dies ist ein grandioser Abschluss, der alle Fäden zusammenführt und ein sehr zufriedenes Gefühl hinterlässt. Man schlägt das Buch zu und ist wunschlos glücklich.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Fitzeks neueste Achterbahnfahrt der Gefühle

Der Nachbar
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Sebastian Fitzeks „Der Nachbar“ entführt uns in die beklemmende Gedankenwelt der ehemaligen Strafverteidigerin Sarah Wolff. Gezeichnet von einem alten Trauma und geplagt von Monophobie – der Furcht vor ...

Sebastian Fitzeks „Der Nachbar“ entführt uns in die beklemmende Gedankenwelt der ehemaligen Strafverteidigerin Sarah Wolff. Gezeichnet von einem alten Trauma und geplagt von Monophobie – der Furcht vor dem Alleinsein – sucht sie mit ihrer Tochter Ruby einen Neustart am Rande von Berlin. Doch die erhoffte Ruhe weicht schnell einer tiefen Verunsicherung. Die Geschichte zieht ihre immense Spannung aus den mysteriösen Vorkommnissen in ihrem neuen Zuhause: Wer repariert heimlich Dinge, wäscht die Wäsche oder füllt den Kühlschrank? Man spürt von Anfang an die Anwesenheit eines unsichtbaren Beobachters, der sie keine Sekunde aus den Augen lässt und aus seiner verstörenden Logik heraus nur ihr „Bestes“ will.

Der Schreibstil des Autors ist hier wieder unverkennbar: rasant, nervenzerfetzend und darauf ausgelegt, den Zuhörer nicht mehr loszulassen. Fitzek versteht es meisterhaft, von Kapitel zu Kapitel einen unerträglichen Spannungsbogen aufzubauen. Kaum meint man, einer Lösung auf der Spur zu sein, folgt eine unvorhergesehene Wende, die das gesamte bisher aufgebaute Gerüst der Vermutungen zum Einsturz bringt. Diese Manier, die Geschichte ständig neu zu erfinden, macht das Hören fast schon zwanghaft – Pausieren ist kaum möglich.

Die Geschichte selbst ist, wie bei Fitzek oft der Fall, bewusst an der Grenze des Überspitzen angesiedelt. Manche Wendungen fühlen sich extrem konstruiert an, aber gerade diese Überzeichnung ist Teil des Reizes. Sie regt die eigene Vorstellungskraft an und lässt uns hinterfragen, welche Abgründe in den Köpfen der Menschen tatsächlich existieren könnten. Man fiebert durchweg mit Sarah mit, mal verängstigt und am Rande des Nervenzusammenbruchs, mal entschlossen und kämpferisch. Die Auflösung ist bis zum Schluss undurchsichtig, wenn auch vielleicht nicht gänzlich überraschend für langjährige Fans.

Erwähnenswert ist die Umsetzung als Hörbuch: Simon Jäger transportiert mit seiner unvergleichlichen Stimme die beklemmende Atmosphäre perfekt. Er fängt jedes Flüstern, jede Unsicherheit und jeden Nervenkitzel meisterhaft ein und macht die emotionale Achterbahnfahrt von Sarah Wolff spürbar.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Gefühlsfeuerwerk in der Freundeskreis-Zone

The Friend Zone
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Kaum habe ich mit "The Friend Zone" begonnen, war ich schon mittendrin – dieses Buch zieht einen augenblicklich in seinen Bann. Es ist nicht nur eine lockere Romanze, sondern ein echtes Gefühlsfeuerwerk, ...

Kaum habe ich mit "The Friend Zone" begonnen, war ich schon mittendrin – dieses Buch zieht einen augenblicklich in seinen Bann. Es ist nicht nur eine lockere Romanze, sondern ein echtes Gefühlsfeuerwerk, das sowohl zum Lachen als auch zum tiefen Durchatmen zwingt.

Zur Geschichte: Es beginnt herrlich ungeschickt: Feuerwehrmann Josh, der einen Neuanfang sucht, trifft auf die resolute Shop-Besitzerin Kristen. Ihr erster Austausch ist ein Schlagabtausch, doch das Schicksal – in Form ihrer besten Freunde und deren anstehender Hochzeit – verbindet sie unweigerlich. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich eine prickelnde Anziehung, aber das Glück ist kompliziert. Kristen hütet ein schmerzhaftes Geheimnis um ihre gesundheitlichen Einschränkungen und die damit verbundene Kinderlosigkeit, ein Umstand, der Joshs größten Wunsch nach einer Familie auf den Kopf stellt. Die Autorin hat hier nicht nur die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren perfekt eingefangen, sondern auch ein unglaublich wichtiges, oft tabuisiertes Thema mit viel Sensibilität behandelt. Man fiebert mit Kristen und ihrer inneren Zerrissenheit mit, versteht ihre Schutzmauer und ihren Drang, Entscheidungen für andere zu treffen, um sie vermeintlich zu schonen.

Der Schreibstil: Abby Jimenez hat einen wunderbaren, sehr lebendigen Stil. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Kristen und Josh (Ich-Perspektive), was es leicht macht, ihre jeweiligen Gedanken und Motive nachzuempfinden. Gerade Kristens schlagfertiger, manchmal etwas ungestümer Ton sorgt für köstlich amüsante Momente, die als notwendiger Ausgleich zu den ernsten Themen dienen. Der Humor ist dabei nicht aufgesetzt, sondern ergibt sich organisch aus den Charakteren. Mir persönlich gefiel besonders, wie die Autorin es schafft, die Spannung und die emotionale Intensität aufrechtzuerhalten, ohne dass es sich überladen anfühlt. Es ist einnehmend, fesselnd und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen.

Mein Fazit: Eine absolut empfehlenswerte Lektüre, die mehr ist als nur eine Liebesgeschichte. Sie bietet Tiefe, Humor, tolle Charaktere – inklusive eines bezaubernden Vierbeiners – und zeigt, dass Liebe auch die größten Hindernisse überwinden kann, wenn man bereit ist, ehrlich zu sein und füreinander zu kämpfen.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Herzschmerz und Zimtsterne: Ein winterliches Wohlfühlpaket

Christmas, Love and other Disasters
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Anja Tatlisu hat mit "Christmas, Love and other Disasters" eine Liebesgeschichte geschaffen, die das Prädikat "Cozy Christmas" mehr als verdient. Vom ersten Moment an, als wir in die turbulente Welt von ...

Anja Tatlisu hat mit "Christmas, Love and other Disasters" eine Liebesgeschichte geschaffen, die das Prädikat "Cozy Christmas" mehr als verdient. Vom ersten Moment an, als wir in die turbulente Welt von Elle und Keane eintauchen, fühlt man sich wohl.

Die Geschichte beginnt mit einem Desaster: Elle verpasst wegen eines Wetterchaos ihr entscheidendes Vorstellungsgespräch. Völlig frustriert lässt sie ihren Ärger im Aufzug heraus, ohne zu bemerken, dass ihr einziger Mithörer niemand Geringeres ist als Keane – der Junge, der ihr auf dem Abschlussball das Herz gebrochen hat. Was folgt, ist ein charmantes und unerwartetes Jobangebot von Keane: Elle soll kurzfristig eine große Weihnachtsparty organisieren. Das bietet die perfekte Steilvorlage für eine zweite Chance, auch wenn der Weg dorthin durch alte Missverständnisse und Elles eigene Ängste (die sie nur zu gerne in ihrem "Schneckenhaus" verbringen lassen) kompliziert wird.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei wunderbar flüssig und leicht, was das Zuhören (oder Lesen) zu einem reinen Vergnügen macht. Besonders hervorzuheben ist, wie plastisch und atmosphärisch Tatlisu das weihnachtliche New York schildert. Man kann sich die festliche Dekoration und den Trubel auf den Straßen lebhaft vorstellen, wodurch das Setting selbst zu einem kleinen Highlight wird. Ich mochte auch die niedlichen, kreativen Formulierungen, die der Erzählung einen ganz persönlichen und humorvollen Touch verleihen – so wie eine "miesmuschelige Laune", die Elle manchmal befällt.

Die Charaktere wirken authentisch und liebenswert. Elle ist eine Protagonistin mit Herz und Hirn, auch wenn sie manchmal etwas chaotisch ist und ihre Sozialphobie sie in urkomische, aber auch emotionale Situationen bringt. Keane ist die sprichwörtliche "Green Flag": geduldig, verständnisvoll und fest entschlossen, die Fehler der Vergangenheit wiedergutzumachen. Die Rückblenden helfen, die damaligen Missverständnisse zu verstehen und machen Elles anfängliche Skepsis nachvollziehbar. Die Dynamik zwischen den beiden, inklusive ihres ehrlichen Spiels "Ehrliche oder nette Antwort", ist großartig und sorgt für prickelnde Momente.

Obwohl der Verlauf der Handlung nicht völlig unvorhersehbar ist – es ist schließlich eine weihnachtliche Rom-Com, bei der man auf ein Happy End hoffen darf – schmälert dies das Lesevergnügen keineswegs. Im Gegenteil, die emotionale Entwicklung von Elle und die langsame Annäherung zu Keane sind herzerwärmend und fesselnd.

Insgesamt ist dieses Buch eine zauberhafte, unterhaltsame und emotionale Wintergeschichte mit viel Weihnachtsflair. Ein echtes Wohlfühlbuch, das glücklich macht und das ich gerne weiterempfehle.

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