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Joolte_hoert

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Schön

Mirabellentage
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Das Cover des Buches hat mich angestrahlt. Es versprüht ganz sommerliche Vibes und hat mich deswegen neugierig gemacht.
In der Geschichte geht es um Anna, die Anfang 50 ist und gefühlt ihr ganzes Leben ...

Das Cover des Buches hat mich angestrahlt. Es versprüht ganz sommerliche Vibes und hat mich deswegen neugierig gemacht.
In der Geschichte geht es um Anna, die Anfang 50 ist und gefühlt ihr ganzes Leben lang als Haushaltshilfe für den Ortspfarrer gearbeitet hat. Doch als dieser überraschend verstirbt, weiß sie erstmal gar nicht wohin mit sich. Denn die beiden waren freundschaftlich sehr verbunden. Dann kommt ein neuer Pfarrer in das beschauliche Blumfeld und die Dorfgemeinschaft schaut nicht schlecht, denn er spricht Plattdeutsch und ist noch ziemlich jung.

Wir begleiten Anna dabei, wie sie die Vorbereitungen für die Beerdigung trifft, den letzten Willen von Josef in die Tat umsetzen möchte und dafür Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrschullehrer Herrn Tanner nimmt. Zwischendurch schwelgt sie immer wieder in Erinnerungen an alte Zeiten. Es hat alles etwas sehr verträumtes. Und auch die Mirabellen kommen im Buch nicht zu kurz.

Ich hatte beim Lesen und Hören Bilder von dem kleinen Dorf Blumfeld vor Augen. Wie die Menschen dort immer am Plaudern sind, wie sie aber auch zusammenhalten. Ich hatte angenehme Lesestunden, einzig die "Rückblenden" waren für mich innerhalb der Kapitel manchmal etwas unübersichtlich. Da fiel es mir dann schwer einzuschätzen, ob es sich gerade um die Gegenwart oder Vergangenheit handelt.
Trotzdem eine tolle, lockere Geschichte, mit kleinen Prisen Humor und sommerlichen Gefühlen.

"Nur wer von Zuhause weggeht, kann Heimkommen".

⭐⭐⭐,5 | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Naja

Jetzt gerade ist alles gut
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Nach "25 letzte Sommer" war für mich klar, dass ich das neue Buch des Autors unbedingt auch lesen möchte. Die Covergestaltung finde ich bei beiden Büchern extrem gelungen und ist durch die pastellige Farbgestaltung ...

Nach "25 letzte Sommer" war für mich klar, dass ich das neue Buch des Autors unbedingt auch lesen möchte. Die Covergestaltung finde ich bei beiden Büchern extrem gelungen und ist durch die pastellige Farbgestaltung sehr ansprechend. Auf 170 Seiten beschreibt Stephan Schäfer die Lebensweise nach einem einschneidenden Erlebnis.

Es war nämlich nur ein kleiner Schnitt am Finger, doch plötzlich hängt das Leben des Erzählers am seidenen Faden. Eine Sepsis wird für ihn lebensbedrohlich. Nach ein paar Wochen der Genesung fängt er an, sein Leben anders zu gestalten, lebenswerter.

Der Autor schreibt bildstark und flüssig. Seine Worte regen zum Nachdenken an, und die Situationen die er beschreibt, kamen mir zum Teil auch bekannt vor. Manchmal muss man Dinge einfach wagen ohne großartig drüber nachzudenken. Mir ist allerdings aufgefallen, dass er anders als in seinem letzten Buch, keine zusammenhängende Geschichte geschrieben hat. Sondern es sind einfach Momentaufnahmen und Ereignisse die irgendwann nach seiner Krankheit mal passiert sind. Hier habe ich mich ein bisschen verloren, es war einfach eine Aneinanderreihung von Erlebnissen. Ein paar haben mich berührt,andere habe ich bereits wieder vergessen. Doch am Ende wurde wieder eine Brücke zum Anfang gebaut,das hat mir gut gefallen.

Ein schöner Roman über die Führung des Lebens nach einem einschneidenden Erlebnis. Wie können wir es noch besser nutzen, genießen und leben?

Anhand der Optik und der Dicke des Buches sicherlich auch eine tolle Geschenkidee. :)

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Gute Atmosphäre

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste
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Bei dem Buch hatte mich der Klappentext sehr angesprochen. Ich hab mir direkt vorgestellt, wie das Leben an der Nordseeküste mit einem Fischereibetrieb und Fischkuttern so ablaufen könnte.

Der Einstieg ...

Bei dem Buch hatte mich der Klappentext sehr angesprochen. Ich hab mir direkt vorgestellt, wie das Leben an der Nordseeküste mit einem Fischereibetrieb und Fischkuttern so ablaufen könnte.

Der Einstieg gefiel mir auch direkt, denn Runa lebt mit ihrem Sohn Finn in Hamburg auf einem Hausboot. Sie arbeitet als Einkäuferin bei einem Fischgroßhändler und verdient dort gut. Bis plötzlich ihr Bruder Peer auf seinem Krabbenkutter verunglückt. Zusammen mit Finn reist sie nach Donaskoog um ihrer Familie beizustehen.
Zu ihrer Familie gehören Milla, Torge und ihr Vater Hauke. Ihre Mutter ist bereits vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Damals saß ihr kleiner Bruder Torge mit im Auto, hat den Unfall aber überlebt. Das Verhältnis untereinander ist ruppig und distanziert. So spricht Hauke seine Kinder immer mit "Tochter", "Sohn" und "Töchterchen" an, statt mit Namen. Genauso wird er nur mit "Vater" angesprochen. Ich dachte zuerst noch, das dies vielleicht der norddeutschen "Ruppigkeit" geschuldet ist, aber irgendwie fand ich das auf Dauer doch ganz schön herb.

Die Themen im Buch waren interessant, aber für mich im Mittelteil doch etwas langatmig. Mir haben die zwischenmenschlichen Begegnungen dafür umso mehr gefallen. Es gab z.B einen Krabbenpulwettbewerb, der das ganze ein wenig aufgelockert hat. Gegen Ende sind für mich aber doch noch ein paar Dinge unaufgeklärt geblieben und das hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen.

Insgesamt ein sehr netter Zeitvertreib, mit tollen Eindrücken von der Nordseeküste, dem Fischereibetrieb und den Krabbenkuttern. Aber die Sympathie gegenüber den Protagonisten war für mich leider nicht wirklich vorhanden.

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde über @lovelybooks.de lesen, und der überwiegenden Mehrheit hat das Buch deutlich besser gefallen als mir. Das heißt: macht euch gerne selbst ein Bild 😊

Vielen Dank an @lovelybooks.de , @dtvverlag und @danelapietrekautorin für das Vertrauen und der Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Ok

Hass ist meine Liebe
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Wie weit kann Hass gehen?
Mia Sommer und Björn Lassner sind das neue Ermittlerteam aus Wuppertal. In diesem Band bekommen sie es mit einem Mörder zu tun, der seine Opfer zu hassen scheint. Kaltblütig ...

Wie weit kann Hass gehen?
Mia Sommer und Björn Lassner sind das neue Ermittlerteam aus Wuppertal. In diesem Band bekommen sie es mit einem Mörder zu tun, der seine Opfer zu hassen scheint. Kaltblütig mordet er Nacht für Nacht.

Die neuen Ermittler haben mir echt gut gefallen, ich fand sie nahbar und authentisch. Björns Frau ist ein bisschen eifersüchtig auf seine neue Partnerin bei der Polizei. Obwohl sie das gar nicht sein müsste, denn Mia lebt glücklich mit einer Frau zusammen.

Der Einstieg war super,der Prolog hatte mich direkt gepackt. Ich wollte wissen,was genau da passiert war und wer das aus welchem Grund tut.
Es gibt insgesamt viele verschiedene Perspektiven innerhalb der einzelnen Kapitel. Zwischen Opfer, Täter, Ermittler und zukünftigen Opfern wird fröhlich hin und her gesprungen. Wen das nicht stört, umso besser. Die Ermittlungsarbeit wird sehr anschaulich in den Vordergrund gestellt, aber es gibt auch immer wieder Schnipsel aus der Perspektive des Täters. Wie er weiter plant. Die Spannung war bis zur Mitte des Buches stetig vorhanden, dann flachte es etwas ab und stieg danach wieder ein wenig an. Für mein Empfinden gab es aber auch einige Passagen die leider ziemlich langatmig waren. Ich hatte irgendwann das Gefühl,das Motiv zu kennen. Aber die Polizei schien noch nicht soweit zu sein.

Den Fall und die Hintergründe fand ich interessant und die Auflösung war okay. Insgesamt konnte es mich aber bedauerlicherweise nicht so packen wie erhofft.

⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Ok

Knochenkälte
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Vor vielen Jahren habe ich die Bücher von Simon Beckett nahezu weggesuchtet. Ich habe sie inhaliert. David Hunter als forensischer Anthropologe ist ein unheimlich spannender Charakter. Durch ihn erhielt ...

Vor vielen Jahren habe ich die Bücher von Simon Beckett nahezu weggesuchtet. Ich habe sie inhaliert. David Hunter als forensischer Anthropologe ist ein unheimlich spannender Charakter. Durch ihn erhielt ich einen Eindruck wie die menschlichen Verwesungsphasen ablaufen. Nach mehr als sechs Jahren erschien nun im November der 7. Fall für David Hunter.

Auf dem Weg zu einer Personensuche bleibt Hunter in der kleinen Ortschaft Edendale stecken. Die Straße ist durch das Wasser vom Berg weggeschwemmt worden. Nun sitzt er fest. Und die Dorfbewohner scheinen alle ziemlich seltsam zu sein.

Schon der Einstieg konnte mich fesseln, denn der Schreibstil von Simon Beckett ist unheimlich einnehmend und anschaulich. So habe ich direkt mit David mitgefiebert und fand es dennoch merkwürdig, dass es nur eine mögliche Zufahrt ins Dorf gab. Und genau diese ist nun nicht mehr passierbar. Noch dazu fällt kurz darauf der Strom aus und die Bewohner sind auf sich alleine gestellt. Hunter kommt bei einer Familie unter, die ein altes Hotel besitzt. Doch niemand mag diese Leute.
Die erste Hälfte des Buches wird dafür genutzt, die Menschen in Edendale genauer vorzustellen. Hunter nimmt uns mit bei seinen Begehungen. Erst als die erste Leiche auftaucht, fängt es langsam an spannender zu werden.

Und das ist auch mein größter Kritikpunkt an der ganzen Sache: Es passiert lange wenig bis gar nichts. Und wenn dann doch mal etwas geschieht, dann hat es mich nur kurz gepackt. Was zu Beginn noch aufregend war bezüglich der Beschreibungen, hat sich im Laufe des Buches abgenutzt. Es war lange Zeit langweilig und ich habe nach dem Sinn gesucht.

Im Gegensatz zu seinen letzten Fällen,wo Hunter immer die Unterstützung der Polizei hatte, ist er hier auf sich alleine gestellt. Ich glaube das hat für mich den größten Unterschied gemacht.

Erst auf den letzten Metern ist es nochmal mächtig spannend geworden und ist zu einem Pageturner mutiert. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Das hätte auch gerne schon viel früher passieren dürfen.

⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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