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Veröffentlicht am 05.12.2025

Freundschaft und Hoffnung

Wir sehen uns wieder am Meer
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So ein fantastisches Buch! Trude Teige versteht es brillant, die Vergangenheit durch die authentische Darstellung der historischen Ereignisse zum Leben zu erwecken. Auch sensible und schwierige Themen ...

So ein fantastisches Buch! Trude Teige versteht es brillant, die Vergangenheit durch die authentische Darstellung der historischen Ereignisse zum Leben zu erwecken. Auch sensible und schwierige Themen fasst sie so gekonnt in Worte, dass das Lesen leicht ist, aber dennoch sehr berührend, dramatisch und eindrucksvoll.

Schauplatz ist zunächst das von Deutschen besetzte Örtchen Bodø in der Provinz Nordland in Norwegen. Dorthin verschlägt es die Krankenschwester Birgit nach dem Tod ihrer ersten Liebe Ilja. Bei ihm hat die Norwegerin russisch gelernt und ihre Liebe zu Russland entwickelt.

Trude Teige hat die Atmosphäre des besetzten Ortes Bodø sehr authentisch eingefangen. Die Beschreibung der Lebensumstände in den Lagern der Zwangsarbeiter kann niemanden kalt lassen. Birgit schaut nicht weg, sondern versucht zu helfen, so gut sie kann. Sie freundet sich mit der Ukrainerin Nadja an, die aus ihrer Heimat verschleppt wurde, um in der Fischfabrik zu arbeiten. Besonders berührend finde ich, wie die Freundschaft der Frauen ihnen Kraft gibt und sie trotz aller Verluste und traumatischen Erlebnisse nicht aufgeben lässt. Dadurch strahlt die Geschichte für mich so viel Hoffnung und Positivität aus, eben weil es immer wieder Menschen gibt, die alles riskieren, um anderen zu helfen.

Birgit gerät zwischen die Fronten, dabei wollte sie nur helfen. Das hat mich tief berührt. Aber tröstlich finde ich, dass trotz der schlimmen Umstände die Freundschaften Halt geben und einen positiven Blick in die Zukunft zulassen. Auch wenn manche Wunden niemals verheilen werden und mehr als oberflächliche Narben zurücklassen.

Ein wunderbares Buch, das mich genauso beeindruckt hat wie die beiden vorherigen Bücher.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Berührender Roman über Mut und Sehnsucht

Der Wind von Yorkshire
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Das englische Bradford war im 19. Jahrhundert die Welthauptstadt der Wollindustrie und ist Schauplatz des Romans „Der Wind von Yorkshire“ von Lia Scott.

Doch zunächst entführt Lia Scott mich in die Craven ...

Das englische Bradford war im 19. Jahrhundert die Welthauptstadt der Wollindustrie und ist Schauplatz des Romans „Der Wind von Yorkshire“ von Lia Scott.

Doch zunächst entführt Lia Scott mich in die Craven Dales, einem Teil der malerischen Yorshire Dales. Dort leben June Barlow und ihre beiden Schwestern zusammen mit ihrem etwas weltfremden Vater und ihrer Tante auf einer idyllisch gelegenen Farm. Als die ältere Schwester schwer erkrankt, macht sich June schweren Herzens auf den Weg nach Bradford, um dort das für die Behandlung nötige Geld zu verdienen. Dort trifft sie auf Franky O’Donovan, den sie ein paar Jahre früher mit ihren Schwestern kennen gelernt hat und obwohl sie ihn in nicht so guter Erinnerung hat, war sie die ganze Zeit fasziniert von ihm.

Schon die ersten Zeilen haben mich gefangen genommen. Lia Scott hat einen wunderschönen Schreibstil, leicht und flüssig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Craven Dales sind vor meinen inneren Augen in voller Schönheit erblüht und stehen nun erst recht auf meiner Bucketlist für Großbritannien. Die kleine Familie muss man einfach mögen, ihr Alltag wird so schön beschrieben.

Schon seit den Geschichten über die schottischen Dennon Geschwister bin ich ein großer Fan von Lia Scott. Sie schafft es auch dieses Mal, mich schon nach ein paar wenigen Seiten zu fesseln. Die Figuren sind authentisch und vielschichtig – allen voran June, die mit Mut und Entschlossenheit ihr Schicksal in die Hand nimmt. Auch Franky O’Donovan ist eine beeindruckende Figur und seine geheimnisvolle Vergangenheit sorgt für Spannung.

Starke Charaktere eingebettet in eine atmosphärische Kulisse, ich habe das Buch geliebt und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Faszinierende und eindrucksvolle Hommage

In uns der Ozean
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„In uns der Ozean“ von Theresia Graw ist ein bewegender Roman, der die Lebensgeschichte der berühmten Umweltaktivistin Rachel Carson nachzeichnet. Das Buch entführt mich in die Zeit der 1920er und 30er ...

„In uns der Ozean“ von Theresia Graw ist ein bewegender Roman, der die Lebensgeschichte der berühmten Umweltaktivistin Rachel Carson nachzeichnet. Das Buch entführt mich in die Zeit der 1920er und 30er Jahre und vermittelt eindrucksvoll, wie schwierig es für Frauen damals war, wissenschaftlich zu arbeiten und gesellschaftliche Anerkennung zu erlangen. Besonders berührend ist, wie Rachel trotz aller Rückschläge und Herausforderungen ihrer Leidenschaft für die Natur treu bleibt und unermüdlich für deren Schutz kämpft. Ihre unerschrockene Recherche zur Gefährlichkeit von DDT und der Mut, Missstände öffentlich zu machen, machen sie zu einer inspirierenden Figur.

Der Roman ist stilistisch klar und atmosphärisch dicht geschrieben. Die bildhafte Sprache lässt mich die Leidenschaft von Rachel Carson für das Meer und die Umwelt unmittelbar nachempfinden.

Der Roman ist nicht nur eine Hommage an eine starke Frau, sondern auch eine Mahnung an uns alle, wie wichtig es ist, sich für die Natur einzusetzen. Theresia Graw gelingt es, die gesellschaftlichen und politischen Zwänge jener Zeit sensibel darzustellen und gleichzeitig die Hoffnung und den Kampfgeist ihrer Protagonistin hervorzuheben. „In uns der Ozean“ ist daher ein sehr wichtiges Buch nicht nur für Menschen, die sich sowieso schon für die Umwelt einsetzen. Es regt dazu an, über die eigene Verantwortung nachzudenken und gibt Mut, für das Richtige einzustehen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Bingo!

Über die Toten nur Gutes
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Es ist schon ziemlich genial und ungewöhnlich, einen Trauerredner auf Ermittlungstour zu schicken. Andreas Izquierdo hat es wieder einmal geschafft, mich zu überraschen und zu begeistern!

Schauplatz ist ...

Es ist schon ziemlich genial und ungewöhnlich, einen Trauerredner auf Ermittlungstour zu schicken. Andreas Izquierdo hat es wieder einmal geschafft, mich zu überraschen und zu begeistern!

Schauplatz ist das Städtchen Glücksburg an der Ostsee. Dort lebt Mads, ein etwas naiver junger Mann mit seinem verschrobenen Vater Fridtjof zusammen in einem Haus. Allein das schon bietet Potential für viele humorvolle Szenen … ich sage nur Bingo! Fridtjof ist schon eine Marke der ganz speziellen Art. Mads geht aber so souverän mit seinem Vater um, das ist schön und lässt mich oft lächeln.

Mads arbeitet recht erfolgreich als Trauerredner. Als dann sein bester Freund aus Jugendtagen im benachbarten Beerdigungsinstitut eingeliefert wird, kommen die Erinnerungen und damit auch der Wille, den Tod von Patrick nicht einfach so hinzunehmen. Vor allen Dingen muss er ja recherchieren, denn Patrick hat eine wirklich gute Rede verdient. So nehmen die Dinge ihren Lauf und Mads endet nicht nur einmal in einer ziemlich prekären Situation. Nachdem der Anfang ziemlich leicht und humorvoll war, so wird es immer spannender und auch gefährlicher für Mads. Ich mochte ihn von Anfang an und gegen Ende des Romans habe ich tiefen Respekt und Hochachtung für seine Entwicklung und seinen Mut. Was Mads auf sich nimmt, wie er mit Rückschlägen, Schuld und familiären Verstrickungen ringt, ist manchmal schmerzhaft zu lesen, aber stets authentisch und bewegend.

Nicht nur Hauptfiguren, auch die Nebencharaktere sind liebevoll und pointiert gezeichnet. Herr Barnardy, der stille Beobachter, ist für mich die heimliche Lieblingsfigur – unaufdringlich und doch mit einer Präsenz, die Spuren hinterlässt. Das „Team“, das sich rund um Mads formiert, bietet reichlich Potential für weitere Bände.

Andreas Izquierdo hat sich seinen besonderen Schreibstil, den ich so liebe, auch hier bewahrt, aber geizt auch nicht mit Cliffhangern. Das Buch lebt von seiner Mischung aus Spannung, menschlichen Abgründen, skurrilem Humor und echter Herzenswärme. Andreas Izquierdo gelingt es, große Themen wie Schuld, Vergebung und Familie in eine ungewöhnliche Kriminalgeschichte einzubetten, ohne je ins Kitschige abzudriften.

Eine Geschichte voller Wendungen und Emotionen, die ich mit einem Lächeln beendet habe.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Emotional, dramatisch und spannend

Wie Risse in der Erde
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Liebe, Verlust, Wut, Vergebung sind die zentralen Themen in diesem Buch, das mein Herz gestohlen hat. Am Ende muss ich fast weinen, weil ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet habe und weil mir das Ende ...

Liebe, Verlust, Wut, Vergebung sind die zentralen Themen in diesem Buch, das mein Herz gestohlen hat. Am Ende muss ich fast weinen, weil ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet habe und weil mir das Ende so gut gefällt.

Schauplatz ist das fiktive Örtchen Hemston in North Dorset, einer wunderschönen Gegend an der englischen Südküste. Dort erlebe ich eine ganze Palette an Emotionen. Selten hat mich ein Buch dermaßen gefesselt. Der Roman beginnt mit einem Todesfall, aber die Autorin lässt mich lange Zeit im Dunkeln tappen. Erst ganz am Ende erfahre ich, was passiert ist. Bis dahin erlebe ich in Rückblenden, wie die große Jugendliebe von Beth und Gabriel begonnen hat und wie sie endete. Ich erlebe die glückliche kleine Familie Beth, Frank und ihren Sohn Bobby und auch das Unglück, bei dem Bobby sein Leben verliert. Clare Leslie Hall erzählt auf verschiedenen Zeitebenen und manchmal nur in Andeutungen, so dass ich vieles vermute, aber nicht weiß.

Als Gabriel mit seinem Sohn Leo in die Heimat zurück kehrt, läuft vieles aus dem Ruder und die Idylle auf der Farm von Beth und Frank wird empfindlich und nachhaltig gestört.

Die Sprache ist eingängig und emotional. Das ist eines dieser Bücher, die ich einfach nicht weglegen konnte. Beth wird sehr facettenreich dargestellt, ich habe viele Einblicke in ihre Gedanken, da sie in der Ich-Form erzählt. Gabriel und Frank bedienen schon einige Klischees, aber nicht so, dass es mich stört. Sie sind nun mal grundverschieden, der extravagante Schriftsteller und der gütige und bodenständige Farmer. Ich erlebe Beths Konflikte, ihr Zögern, ihr schlechtes Gewissen, ihr Begehren und ihre Zerrissenheit hautnah mit. Ich selbst bin hin und hergerissen zwischen Verständnis und Empörung. Aber es gibt kein schwarz und weiß, sondern ganz viel dazwischen
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Dieses Buch ist ein emotionaler Liebesroman, eine dramatische Familiengeschichte und ein spannender Thriller in einem und ich habe es geliebt.

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