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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2025

Es weihnachtet sehr!

Ring the Bells
3

"Ring the Bells" von C. K. McDonnell ist jetzt schon der fünfte Teil dieser absolut fantastischen Reihe und ich hoffe hier kommen noch so einige Bände nach. Bei dieser Reihe lohnt es sich alle Teile und ...

"Ring the Bells" von C. K. McDonnell ist jetzt schon der fünfte Teil dieser absolut fantastischen Reihe und ich hoffe hier kommen noch so einige Bände nach. Bei dieser Reihe lohnt es sich alle Teile und in richtiger Reihenfolge zu lesen, der jeweilige Fall ist zwar abgeschlossen, aber die Charaktere entwickeln sich weiter und es ist ein Teil des Vergnügens alte Freunde und Feinde wieder zu treffen.
In der Redaktion der Stranger Times steht alles für die Weihnachtsfeier bereit, dann geht gar nichts mehr, alle Computer stehen still.
In einem Buchclub wird bei einer Lesung ein Gott beschworen und es endet sehr blutig.
Der Gott sucht den Glauben in unserer Welt, seine Anhänger und findet sie ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt.
Letztendlich geht es um nichts geringeres als um die Rettung unserer Welt, so wie wir sie kennen und es gibt so einige Mächte, die für die eine oder andere Seite am Werk sind.
Das Buch hat eine tolle Szene nach der anderen, es strotzt vor schwarzem Humor und wilden Anspielungen, hat aber auch ernste Töne zum nachdenken zu bieten.
Für mich ist diese Reihe ein rundum gelungenes Fantasy-Vergnügen, die ich wirklich jedem ans Herz legen möchte. Es macht Spaß und ich warte schon jetzt auf die nächste Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Tiefgründig

Himmelerdenblau
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"Himmelerdenblau" ist Romy Hausmanns bisher tiefgründigster Thriller, der den Leser emotional vollständig einnimmt.
Als langjährige Leserin von Romy Hausmann war ich erneut von diesem Werk überrascht und ...

"Himmelerdenblau" ist Romy Hausmanns bisher tiefgründigster Thriller, der den Leser emotional vollständig einnimmt.
Als langjährige Leserin von Romy Hausmann war ich erneut von diesem Werk überrascht und zutiefst gefesselt. Die geniale Erzählstruktur, die das 20 Jahre zurückliegende Verschwinden von Theos Tochter Julie beleuchtet, wird durch die einzigartige Situation des Protagonisten veredelt. Theo, der alte, demenzkranke Vater, der verzweifelt gegen das Vergessen ankämpft, um die Wahrheit zu finden, ist eine absolut beeindruckende Figur.
Hausmann gelingt hier ein wahres Meisterstück: Die Darstellung der Demenz ist vielschichtig, respektvoll und schafft es, trotz der ernsten Thematik auch Momente menschlicher Heiterkeit einzuflechten. Es ist diese außergewöhnliche Empathie für Theos innere Welt, die mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ.
Die Dynamik zwischen Theo, der ermittelnden Podcasterin Liv und seiner schützenden zweiten Tochter ist jederzeit plausibel und nachvollziehbar begründet. Der Fall selbst, der von einer neuen Spur aufgerollt wird, mündet in einen komplett unerwarteten und absolut brillanten Twist. Eine klare Empfehlung für jeden, der psychologisch tiefgehende und überraschende Thriller sucht.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Ein mystisches Meer der Geheimnisse

Unbeugsam wie die See
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Emilia Harts "Unbeugsam wie die See" erzählt eine Geschichte über drei Zeitebenen hinweg (1800, 1999, 2019), deren Fäden sich an einem dramatischen Ort über dem Meer zusammenfügen. Trotz der Sprünge bleibt ...

Emilia Harts "Unbeugsam wie die See" erzählt eine Geschichte über drei Zeitebenen hinweg (1800, 1999, 2019), deren Fäden sich an einem dramatischen Ort über dem Meer zusammenfügen. Trotz der Sprünge bleibt die Erzählung dank klarer Kennzeichnung immer gut nachvollziehbar.

Im Zentrum stehen die schrecklichen Erfahrungen von Deportationsgefangenen im Jahr 1800 sowie die Schicksale von Jess (die unter einer rätselhaften Wasserallergie leidet) und ihrer Schwester Lucy in der jüngeren Vergangenheit.

Besonders hervorzuheben ist die geheimnisvolle und intensive Stimmung, die das Buch durchzieht. Die Autorin schafft eine glaubhafte Verbindung von realen historischen Ereignissen (wie den Frauengefangenentransporten) und fantastischen Elementen. Die Sprache ist ausgezeichnet und hat mich tief beeindruckt. Ein Roman, der Sehnsucht nach dem Meer weckt und starke weibliche Schicksale auf einzigartige Weise verbindet.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Eine Vollmond-Dystopie: Kinder gegen Werwolf-Eltern

Bite Risk – Kein Entkommen
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"Bite Risk" von S.J. Wills ist ein unheimlich spannendes Jugendbuch, ideal für junge Leser, die leichte Gruselabenteuer lieben. Die Autorin kombiniert geschickt Elemente aus dem Werwolf-Roman, dem Krimi ...

"Bite Risk" von S.J. Wills ist ein unheimlich spannendes Jugendbuch, ideal für junge Leser, die leichte Gruselabenteuer lieben. Die Autorin kombiniert geschickt Elemente aus dem Werwolf-Roman, dem Krimi und der Dystopie.

Die Handlung spielt in dem abgelegenen Ort Tremorglade, dessen Alltag vom Virus "Corpus pilori" bestimmt wird. Die erschreckende Norm: Alle erwachsenen Bewohner verwandeln sich bei Vollmond in blutrünstige Werwölfe, genannt Ripper. In dieser Nacht sind die Kinder auf sich allein gestellt, um ihre Eltern in Käfigen zu sichern – eine faszinierende und beunruhigende Ausgangslage!

Als die Freunde Sel und seine Freundin die merkwürdigen Ereignisse zu hinterfragen beginnen, entfaltet sich die Geschichte zu einer rasanten Detektivstory. Sie müssen selbstständig handeln, entdecken Überraschendes und erleben eine bedeutende Entwicklung. Die Geschichte ist durchweg fesselnd, bietet überraschende Wendungen und eine Prise Humor.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Gruselige Schweinerei

Regnum
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"Regnum" von Armands A. Asimov ist jetzt schon der zweite Schritt auf der Animals Lane und ich bin jetzt, nach der Lektüre, schon sehr gespannt auf die weiteren. Das Grauen ist hier noch tiefer als beim ...

"Regnum" von Armands A. Asimov ist jetzt schon der zweite Schritt auf der Animals Lane und ich bin jetzt, nach der Lektüre, schon sehr gespannt auf die weiteren. Das Grauen ist hier noch tiefer als beim ersten Buch und geht beim Lesen direkt unter die Haut.
Dieses Mal führt uns unsere Reise in eine große Schweinemastanlage. Die Schweine selber bilden dort eine Art Gesellschaftsform aus, es wird regiert, es wird unterdrückt und Intrigen gesponnen. Aber alle träumen gemeinsam vom versprochenen Paradies in "Regnum", wohin sie abtransportiert werden, wenn sie ihr bestimmtes Gewicht erreicht haben. Auch hier gibt es aber Jemanden, der tiefer blickt und dafür verachtet wird. Es gibt hier sehr viele Spiegel, die uns, den Menschen, vorgehalten werden. Sehr viele Umgangsformen und Ausgrenzungen, bis hin zu Wegsehen und Ignorieren.
Über dem Allem steht aber auch hier der Mensch, mit seiner Gier und Nichtachtung dem Wesen Tier gegenüber. Hier wird das Leid sehr schnell absichtlich vergrößert und die Lage eskaliert.
Kein Buch für schwache Nerven oder einen schwachen Magen, die gezeichneten Bilder gehen unter die Haut. Es ist gerade deshalb ein wichtiges Buch, dass zum nachdenken und vielleicht umdenken anregt. Ich würde es mir wünschen, zu unser aller Wohl.
Der Schreibstil ist großartig und eindringlich, ich bin gespannt auf die weiteren Bücher der Reihe.

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