Ein Buch, das wehtut
Da, wo ich dich sehen kann"Da, wo ich dich sehen kann" von Jasmin Schreiber ist ein Werk, das nachhallt. Es thematisiert Femizide und deren verheerende Folgen – ein Thema, bei dem in unserer Gesellschaft und selbst in Familien ...
"Da, wo ich dich sehen kann" von Jasmin Schreiber ist ein Werk, das nachhallt. Es thematisiert Femizide und deren verheerende Folgen – ein Thema, bei dem in unserer Gesellschaft und selbst in Familien viel zu oft weggesehen wird.
Im Zentrum steht die neunjährige Maja, deren Welt in Trümmern liegt: Ihre Mutter Emma wurde vom eigenen Vater ermordet. Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven – von der besten Freundin bis hin zu den Großeltern – sowie die Einbindung authentisch wirkender Dokumente wie Obduktionsberichte und Notrufe, entwickelt die Geschichte eine bedrückende Realität. Besonders die „Was-wäre-wenn“-Szenarien machen die Schuldgefühle der Hinterbliebenen fast körperlich spürbar. Auch wenn die Autorin gelegentlich in Klischees verfällt, schmälert dies die Botschaft kaum: Es ist ein tief berührendes, einfühlsames Buch über ein Trauma, das unter die Haut geht.