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Veröffentlicht am 24.11.2025

Buch hat mich sprachlos gemacht

Feuer
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Das Buch hat mich sprachlos gemacht und doch werde ich versuchen meine Eindrücke in Worte zu fassen. John Boyne erzählt diese aufwühlende Geschichte in zwei Zeitebenen. Da gibt es die kleine Freya, deren ...

Das Buch hat mich sprachlos gemacht und doch werde ich versuchen meine Eindrücke in Worte zu fassen. John Boyne erzählt diese aufwühlende Geschichte in zwei Zeitebenen. Da gibt es die kleine Freya, deren Mutter sie einfach zur Oma abgeschoben hat. Nur einmal im Sommer verbringt Freya einige Zeit bei der Mutter. Für Freya keine schönen Wochen, denn die Mutter zeichnet eines aus, wechselnde Männerbekanntschaften und Desinteresse an ihrer Tochter. Einsam verbringt sie die Ferien. Bis sie die Zwillinge des Vermieters ihrer Mutter kennenlernt. Sie sind nur zwei Jahre älter als sie und anfangs genießt Freya das Zusammensein mit den beiden 14jährigen bis Arthur und Pascoe Spiele vorschlagen, die Freyas Leben nachhaltig beeinflussen werden. Zu erfahren, was Freya da erlebt hat, hat mich regelrecht sprachlos gemacht. Aber wenn man denkt, schlimmer kann es nicht kommen, dann schafft der Autor es auf jeden Fall zu toppen.
Mit viel Ehrgeiz schafft Freya es aus dem sozialen Tief ihrer Kindheit herauszukommen. Jetzt ist sie plastische Chirurgin und genießt hohes Ansehen in ihrem beruflichen Umfeld. Mir erschien sie sehr schroff gegenüber den Kollegen, geht sozialen Kontakten strikt aus dem Weg. Sie führt ein sehr isoliertes Leben. Aber das muss sie auch, denn sie verfolgt einen teuflischen Plan. Sie will Rache und wie die aussieht, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Ein Buch der Extreme, dass den Leser schockt und trotzdem wunderbar unterhält. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Warten auf die Fortsetzung hat sich gelohnt

Geschenk des Loslassens
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Nun ist es bereits der 8. Band um die Kinder der Hansens und wir schreiben das Jahr 1928. Das Hansens läuft gut, wirft Gewinne ab und alle könnten glücklich sein. Doch so ist es nicht. Amala, die Feinfühlige, ...

Nun ist es bereits der 8. Band um die Kinder der Hansens und wir schreiben das Jahr 1928. Das Hansens läuft gut, wirft Gewinne ab und alle könnten glücklich sein. Doch so ist es nicht. Amala, die Feinfühlige, merkt, dass Eduard Ahrendsen sich verändert und das nicht zum Besseren. Nicht alle drei Gesellschafter des Hansens stimmen sich bei anstehenden Entscheidungen ab, nein, Eduard fällt sie oft allein. Auch sein Wesen kommt ihr verändert vor. In diesem Band wird Eduard in meinen Augen zur Hauptfigur. Schon immer hatte ich befürchtet, dass seine Verbindung zu Gerd Nolte, dem Drogenbaron aus Berlin, nichts Gutes für Eduard bringen wird und so kommt es auch. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Mitleid mit ihm haben oder ihn verurteilen soll. Auf jeden Fall sind seine Entscheidungen in diesem Band sehr gefährlich. Bin gespannt, was daraus noch erwächst.
Therese ist wieder nach Wien gezogen. Während in Hamburg in der Hansen-Villa immer viel Trubel herrschte, wird ihr hier so allein in ihrer alten Villa ihre Einsamkeit immer mehr bewusst. Die Kinder sind selbstständig, ihr Café beschäftigt sie nur wenige Stunden und dann wartet das einsame Haus wieder auf sie. Irgendwie tut sie mir leid.
Gefallen hat mir, wie Robert, der vor seiner Rückreise nach Amerika auch noch den Wiener Teil der Familie kennenlernen wollte, Emma verdeutlicht, was ihre Liebelei mit einem Kollegen bedeutet und sie bei der Entscheidung wie ihr Leben weitergehen soll unterstützt. Da hat mich Robert unwahrscheinlich an seine Mutter Luise erinnert.
Aber auch in Amerika läuft es bei Elsa Harris Familie so gar nicht gut. Fazit: mit den Hansens wird es nie langweilig. Ich bin bereits jetzt auf die Fortsetzung gespannt. Genug Triggerpunkte hat Ellis Carsta ja gesetzt. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

historischer Roman, der starke Emotionen weckt

Die Heilerin des Nordens
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Dieser historische Roman entführt die Leser in den Polarkreis. Hier leben die Samen, in Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten. Es ist ein karges Leben, das jahrein und jahraus immer die gleichen ...

Dieser historische Roman entführt die Leser in den Polarkreis. Hier leben die Samen, in Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten. Es ist ein karges Leben, das jahrein und jahraus immer die gleichen Wege und Pfade geht. Hier lebt die Familie Krysi in engem Familienverband. Miija ist noch sehr jung als sie und ihre Familie erkennen, dass sie die Kräfte einer Heilerin, einer Schamanin in sich hat. Ihre Mutter, selbst Schamanin, ist sich sicher, dass Miijas Fähigkeiten weit über ihre eigenen hinausgehen. Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin das Miteinander zwischen Menschen, Tier und Natur wie auch die Traditionen der Samen beschrieben hat. Auch ganz menschliche Gefühle innerhalb der Dorfgemeinschaft und Fehlverhalten Einzelner fließen in die Handlung mit ein, lassen ein lebendiges Bild des Lebens der Samen im 19. Jahrhundert entstehen. Mich hat es sehr berührt, mit wie wenig diese Menschen auskommen. Aber besonders habe ich Miija bewundert wegen ihrer Großzügigkeit und ihrer Spendenbereitschaft gegenüber allen, denen es noch schlechter geht. Immer wieder wir Miija bewusst, dass ihr Einsatz für andere aber auch eines mit sich bringt – Einsamkeit. Gleichzeitig erkennt diese junge Frau aber auch, wie ungerecht es ist, dass ihre Kinder keine Bildung erhalten, die Samen keine Steinhäuser bauen dürfen, als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Sie ist nicht die Einzige, die diese Missstände erkennt, aus denen mit Eintreffen eines Missionars im Winterquartier blanker Hass und Gewalt entsteht. Es hat mich alles macht ganz wunderbar unterhalten, so dass ich gerne 5 Lese-Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Was für ein spannender Auftakt

Die Tiefe: Versunken
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Ich finde diesen Auftakt von Die Tiefe absolut gelungen. Mascha Krieger ist noch immer auf der Suche nach ihren Wurzeln. Sie will, nachdem ihre Eltern ihr endlich von der Adoption erzählt haben, endlich ...

Ich finde diesen Auftakt von Die Tiefe absolut gelungen. Mascha Krieger ist noch immer auf der Suche nach ihren Wurzeln. Sie will, nachdem ihre Eltern ihr endlich von der Adoption erzählt haben, endlich ihre leibliche Mutter finden.
Doch jetzt ist sie erst einmal in der Soko See, die ihr Halbbruder Holger Dietrich leitet. Die Soko sucht den Mörder einer jungen Frau, die am Ufer des Pelsiner Sees nahe Anklam gefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Holger Dietrich als Soko-Leiter wäre in seinem Job wesentlich besser, wenn er sich nicht immer wieder über Vorschriften hinwegsetzen, die Arbeit der Kollegen anerkennen würde und nicht immer im Mittelpunkt stehen wollte. Für mich ist er als Leiter der Soko ein Alptraum. Lässt andere Kollegen nicht zu Wort kommen, geschweige erträgt er Widerworte. Mit anderen Worten, ein Chef wie ihn sich jeder wünscht.
Ganz anders dagegen ist arbeitet Tom Engelhardt von der Außenstelle Sellnitz. Seit kurzem ist er mit Mascha enger befreundet und die würde viel lieber ihn bei seinen Ermittlungen zum Vierfachmord auf der Ostsee unterstützen. Aber auch in Sellnitz läuft nicht alles rund, woran Damian de Vries, der Fallanalytiker des LKA, schuld ist. Beim Lesen habe ich gedacht, ja wie im richtigen Leben, einen Quertreiber gibt es überall. Das hat das Geschehen sehr authentisch und lebendig gemacht.
Im Buch tauchen auch noch andere Personen und Orte auf, die man bis zum Schluss nicht einordnen kann. Das hat bei mir für Spannung gesorgt. Das Ende kommt ziemlich abrupt. Da die Autorin aber genug Spannungstrigger gesetzt hat, freue ich mich bereits jetzt auf die Fortsetzung. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne, eine Leseempfehlung inklusive.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

viel Aufregung, gelungenes Ende

Die Berghebamme – Zeit der Kinder
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Maria Saller hat trotz ihres widrigen Starts ins Leben schon so viel erreicht. Sie ist als Berghebamme in Brannenburg angesehen, ihre Ehe mit Georg, dem Arzt der Region, ist glücklich und doch fehlt noch ...

Maria Saller hat trotz ihres widrigen Starts ins Leben schon so viel erreicht. Sie ist als Berghebamme in Brannenburg angesehen, ihre Ehe mit Georg, dem Arzt der Region, ist glücklich und doch fehlt noch eines. Sie möchte so gerne Mutter selbst werden. Ein Wunsch, der monatlich zu tiefer Enttäuschung bei ihr führt und besonders schlimm ist es, wenn sie wieder einem neuen Erdenbürger auf die Welt geholfen hat. Nachdem sie ihre trüben Gedanken, man kann es treffender Depression nennen, überwunden hat, stellt sie sich mit ihrem Mann Georg einer neuen Aufgabe. Sie will für die ledigen Mütter ein Geburtenhaus eröffnen, gleich bei ihr auf dem Dannerhof. Viele Dorfbewohner sind gegen ihren Plan, versuchen die Umsetzung zu vereiteln. Nach deren Meinung sind die Mädels selber schuld an ihrer misslichen Lage. Es ist aufregend mitzuerleben, wie gefährlich es für die Sallers wird und welchen Anfeindungen sie gegenüberstehen. So konnte ich auch verstehen, dass Maria nicht nur einmal überlegt hat, ihren Plan fallenzulassen. Aber es gibt auch Unterstützer im Dorf und das mitunter von Leuten, denen man das gar nicht zugetraut hätte.
Ich fand diesen letzten Band sehr aufregend und unterhaltsam. Die Autorin bedankt sich am Ende des Buchs, dass sie Maria auf ihrem Lebensweg begleiten durfte. Das fand ich rührend. Ich muss sagen, dass auch mir Maria ans Herz gewachsen ist.
Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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