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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

spannend und genial

Der Blutmacher
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Der "Blutmacher" von Elias Haller führt den Leser in grausame Tiefen der menschlichen Gewalt und dies alles Live im Internet. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn erst einmal dachte, schon wieder Live-Hinrichtungen, ...

Der "Blutmacher" von Elias Haller führt den Leser in grausame Tiefen der menschlichen Gewalt und dies alles Live im Internet. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn erst einmal dachte, schon wieder Live-Hinrichtungen, die habe ich in den letzten Jahren doch schon mehr fach gelesen.

Doch Elias Haller, wäre nicht Elias Haller, wenn er mit seinem Thriller nicht noch einmal ganz neue Wege beschreiten würde. Der Mörder ist skrupellos, kalt und nicht leicht einzuordnen. Tara Kromberg kommt an ihre Grenzen und ist diesmal persönlich zu involviert, darum wird sie von dem Fall abgezogen. Tara lässt sich, wie bekannt sein sollte, nicht so leicht aufs Abstellgleis schicken und ermittelt auf eigene Faust, mit Unterstützung von Gabriel weiter.

Sie und Gabriel sind mittlerweile als Team zusammengewachsen und haben ein großes Potenzial hoffentlich noch einige Bände zu füllen.

Wie bisher alle Bücher von Elias Haller, hat mich auch "Der Blutmacher" äußerst gut unterhalten. Sein Scheibstil ist klar strukturiert und seine Charaktere entwickeln sich kontinuierlich von Band zu Band weiter. Dabei wird nie zu viel Augenmerk auf das Privatleben, aber dennoch genug, um eine Verbindung zu den Ermittlern aufbauen zu können.

Wieder einmal ein gelungener Thriller aus der Feder von Eliaas Haller.

Veröffentlicht am 04.12.2025

altersentsprechende Umsetzung

Heldentage
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"Heldentage" von Martin Schäuble war nicht mein erstes Buch des Autors. Er beschäftigt sich immer mit wichtigen Themen und bringt diese auf den Punkt. Schon mit "Alle Farben grau" konnte er mich überzeugen.

Der ...

"Heldentage" von Martin Schäuble war nicht mein erstes Buch des Autors. Er beschäftigt sich immer mit wichtigen Themen und bringt diese auf den Punkt. Schon mit "Alle Farben grau" konnte er mich überzeugen.

Der Einstieg mit Nilos Spielsucht und der daraus resultierenden Eskalation gegen seine Mutter bringt ihn in die Psychiatrie. Dort trifft er auf Faris, der eine ähnliche Symptomatik an den Tag legt. Als sie gemeinsam mit Mayla flüchten, kommen sie sich auf eine besondere Art näher.

Mir hat hier der kurze, knackige Schreibstil von Martin Schäuble wieder sehr gut gefallen. Seine Dialoge zwischen den Jugendlichen sind altersentsprechend gewählt, ohne zu sehr abzudriften. Besonders Faris und Nilo mit ihrer Kumpelhaftigkeit, die in dem Alter wichtig für die Entwicklung Jugendlicher ist, wird super transportiert.
Die Reise auf der Flucht ist spannend zu lesen und die Themen Freundschaft, Sucht und Vertrauen nehmen einen hohen Stellenwert ein, ohne dabei in kitschige Sentimentalität zu entgleiten.

Es gibt ein gutes Ende, was altersentsprechend gestaltet ist.

Das Buch wird ab 12 Jahren empfohlen, was ich mit den Augen einer Erzieherin nur unterschreiben kann. Für mich ist dieses Jugendbuch sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 25.11.2025

spannende Wendungen

Eisnebel
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"Eisnebel" der Autorin Alice Marshall war für mich das erste Buch der Autorin.

Nach der Leseprobe war ich mir noch nicht schlüssig, ob ich mit der Story warm werde. Zu oft habe ich schon Bücher ...

"Eisnebel" der Autorin Alice Marshall war für mich das erste Buch der Autorin.

Nach der Leseprobe war ich mir noch nicht schlüssig, ob ich mit der Story warm werde. Zu oft habe ich schon Bücher mit ähnlichem Setting gelesen.

Als Theo Connor kennenlernt, einen gut betuchten jungen Mann aus einer langen reichen Dynastie, kann sie ihr Glück kaum fassen. Connor trägt sie auf Händen, beschenkt sie reich und möchte sie so schnell wie möglich heiraten. Dafür gibt es allerdings noch eine Hürde zu bewältigen:
Theo muss in den Augen seiner Familie für Connor würdig gehalten werden. Was liegt da näher, Weihnachten auf dem "Familienberg" in Idlewood mit der gesamten Familie zu verbringen. Doch kaum ist dies geplant, bekommt Theo Nachrichten, die sehr bedrohlich wirken: Sie soll die Hände von Connor lassen....

Die Autorin versteht es, eine spannende Atmosphäre zu schaffen, die mit unheimlich vielen Wendungen aufwarten kann.

Insgesamt kann ich sagen, mich hat der Thriller gut unterhalten und empfehle ihn gerne weiter.

Veröffentlicht am 23.11.2025

beeindruckendes Buch

Was nicht gesagt werden kann
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David Szalay hat mit seinem Buch "Was nicht gesagt kann" zu Recht den Booker Preis 2025 gewonnen.

Der Autor beschreibt in klaren Worten das Leben vom Ungarn István ab seinem 15. Lebensjahr. Die Plattenbausiedlung, ...

David Szalay hat mit seinem Buch "Was nicht gesagt kann" zu Recht den Booker Preis 2025 gewonnen.

Der Autor beschreibt in klaren Worten das Leben vom Ungarn István ab seinem 15. Lebensjahr. Die Plattenbausiedlung, in der István mit seiner Mutter lebt, wird direkt zu Beginn äußerst stark beschrieben. Die Trostlosigkeit seines Lebens fließt förmlich durch die Seiten. Dies ändert sich, als er mit einer wesentlich älteren Nachbarin in Kontakt kommt und daraus eine Affäre entsteht. Da hatte ich kurz Bedenken, ob der Autor sich nun nur noch auf die sexuellen Praktiken dieses ungleichen Paares fokussiert, doch diese Angst war unbegründet. Sie gehörte einfach irgendwie zu István`s Entwicklung dazu.
Durch einen wirklich dummen Zufall kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem Ehemann der Nachbarin, bei dem dieser verstirbt. István`s weiterer Lebenslauf scheint mit seiner Verurteilung und dem Leben im Jugendgefängnis besiegelt. Im folgenden Kapitel gibt es in der Geschichte einen Zeitsprung, wie noch einige Male in deren Verlauf.

Mich hat der Schreibstil des Autors wieder beeindruckt, die Distanz und gleichzeitige Nähe, die er damit schaffen kann, sucht seinesgleichen in der Literatur. Seine Art zu erzählen hat mich ganz nah an das Leben von István mit all seinen Höhen und Tiefen, Glücksmomenten, Schuldfragen und Einstellungen teilhaben lassen.

Veröffentlicht am 13.11.2025

Authentisch und berührend

Wir alten Hasen
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"Wir alten Hasen-Mut in bewegten Zeiten" besticht schon mit seiner sehr ansprechenden Aufmachung. Die sogenannten "alten Hasen" sind Persönlichkeiten, die mich teils schon mein ganzes Leben begleiten.

Initiator ...

"Wir alten Hasen-Mut in bewegten Zeiten" besticht schon mit seiner sehr ansprechenden Aufmachung. Die sogenannten "alten Hasen" sind Persönlichkeiten, die mich teils schon mein ganzes Leben begleiten.

Initiator war Konstantin Wecker, den ich dieses Jahr noch auf einem wunderbaren Konzertabend gesehen und vor allem gehört habe.

Mit dabei, mit tollen Gedanken und inspirierenden Ideen, die Mut machen können sind: Michaela May, Willy Astor, Nomi Baumgartl, Heribert Prantl, Gerald Hüther, Anne Devillard, Tilman Sprengler, Isolde Ohlbaum und Rainer M. Schießler. Wie schon an den Namen und deren Persönlichkeiten zu sehen, kommen alle aus unterschiedlichen Genres und Lebenswirklichkeiten.

Gerade dies macht das Buch mit seinen Geschichten so nahbar und authentisch. Trotz ihrer Kürze bleiben die einzelnen Geschichten lange im Gedächtnis, da sie einiges anstoßen und auch berühren.

Den Titel: "Wir alten Hasen" finde ich exzellent ausgewählt, wobei sich das Buch für mich besonders auch für jüngere Menschen wunderbar als Geschenk eignet und von mir ganz bestimmt zu Weihnachten an einige Menschen in meinem Umfeld verschenkt wird.