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Veröffentlicht am 26.11.2025

Faszinierende Grundidee, aber leider nicht mehr

The Beasts We Bury (Band 1)
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Cover
Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick. Gerade der vermeintliche Jaguar neben den schwarzen Silhouetten in Kombination mit dem Gesamtbild an sich gefällt ...

Cover
Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick. Gerade der vermeintliche Jaguar neben den schwarzen Silhouetten in Kombination mit dem Gesamtbild an sich gefällt mir richtig, richtig gut.

Meine Meinung
Dieses Buch verweilt nun ebenfalls – wie viele andere – seit einer Weile auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Gekauft habe ich es, weil mich neben dem großartigen Cover auch der Inhalt total angesprochen hat. Die Autorin kannte ich bisher überhaupt nicht, was ebenso für den Verlag gilt.
„The beasts we bury“ erleben wir in einem regelmäßigen Sichtwechsel zwischen unseren beiden Protagonisten Mancella und Silver. Auch Mance genannt ist die zukünftige Thronerbin oder hier genannt Prima ihres Landes und ihr Vater versucht mit allen Mitteln ihre Macht zu stärken, um etwaige Gegner einzuschüchtern. Silver besitzt keinerlei Magie, sondern nur die Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und seine beiden Freunde.
Selbst wenn ich zu Beginn meine Zweifel hatte, mochte ich Mancella letztlich ganz gerne. Gerade ihr Bemühen es besser zu machen als ihr Vater, ihre Zweifel sich selbst, aber zu Beginn ebenso Silver gegenüber oder ihr neu gefundener Kampfgeist. Und dennoch komme ich nicht umhin mich zu wundern, warum sie so lange gewartet hat, wirklich etwas zu unternehmen. Es gab einige Äußerungen dazu, dass sie versucht habe zu flüchten oder sich zur Wehr gesetzt hat, aber so fühlte es sich für mich einfach nicht an. Die Magie, die ihr innewohnt und inhaltlich maßgeblich am Verlauf der Geschichte beteiligt ist klang gerade zu Beginn wahnsinnig faszinierend und interessant. Doch wie diese Magie gelebt und beschrieben wird, war im Vergleich dazu eher mau. Es gab wenige nachvollziehbare Erklärungen was Mancellas Fähigkeiten betrifft und lässt das Magiesystem dieser Welt insgesamt sehr blass und farblos aussehen. Hier mangelt es an Fingerspitzengefühl das Leben der verstorbenen Tiere und das Wirken der magischen Fertigkeiten glaubhaft zu vermitteln.
Silver mochte ich von beiden tatsächlich etwas lieber. Ja, auch er machte einige gravierende Fehler – doch hat er eigentlich nichts Schlechtes im Sinn. Er möchte seinem armen Leben als Flüchtiger und Waise entkommen, möchte ein eigenes Haus, Sicherheit und eine reelle Zukunft haben. Silver ist voller Humor, ist ehrgeizig und hat das Herz am rechten Fleck. Er stellt sich hin und wieder etwas dusselig an, aber wer von uns tut das nicht?
Das Worldbuilding ist sehr zurückhaltend und einfach aufgebaut. Ähnlich wie bei Mancellas Magie habe ich viele Aspekte mit den vorhandenen Beschreibungen gar nicht verstehen können. Es mangelt an Tiefgang und der einfachen Tatsache, dass gewisse Fähigkeiten öfter erklärt werden, damit diese wirklich im Gedächtnis bleiben. Die gezeigten Fertigkeiten sind zum Glück nicht die uns allen bekannten, immer gleich klingenden und doch fehlt es für mich an Details das System hier lebendig werden zu lassen. Auch die unterschiedlichen Länder, die verschiedenen Herrscher und dergleichen sind vergleichsweise öde erklärt und zu schnell abgekanzelt worden.
Das Buch hat durchaus spannende Kapitel, aber ebenso einige Längen. Manche Dinge haben für mich nicht unbedingt Sinn gemacht, wie, dass Mance wohl mehrfach versucht hat zu fliehen, aber offenbar nie einen Blick vor die Burgmauern geworfen hat. Das Ende macht einiges her, wenngleich meine mehrfach angesprochene Verwirrung auch hier mit von der Partie war. Den Epilog zum Beispiel kann ich nicht ganz nachvollziehen und für mich braucht es tatsächlich keinen zweiten Band.

Fazit
Trotz eines umwerfenden Covers und einer faszinierenden Grundidee bin ich letztlich in vielen anderen Punkten nicht überzeugt worden. Gerade das Worldbuilding, so vielversprechend es auch war, ist vergleichsweise blass und zu einfach.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Irgendwie ja und irgendwie nein

A Dance of Lies
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Cover
Ich liebe dieses Cover wirklich sehr. Nicht nur die klaren, leuchtenden Farben, sondern gerade die vielen kleinen Details können mich überzeugen. Ganz besonders gelungen finde ich die Tänzerin in ...

Cover
Ich liebe dieses Cover wirklich sehr. Nicht nur die klaren, leuchtenden Farben, sondern gerade die vielen kleinen Details können mich überzeugen. Ganz besonders gelungen finde ich die Tänzerin in der Mitte, die zwar auffällt, aber dennoch wundervoll mit dem restlichen Cover verschmilzt.


Meine Meinung
Mit meinem anhaltenden Buchkaufverbot musste ich erst mal schauen, was auf meinem Stapel ungelesener Bücher mich gerade anspricht. Geworden ist es offensichtlich „A Dance of Lies“, welches ich bereits vor einigen Wochen gekauft habe, da mich sowohl der Titel als auch die Geschichte sofort angesprochen haben. Brittney Arena – also die Autorin – kannte ich bisher noch nicht, was mich ja zum Glück noch nie davon abgehalten hat ein Buch in die Hand zu nehmen.
Ich mochte den Einstieg in dieses Buch wirklich gerne. Man findet sich gleich im Geschehen wieder bzw. in dem, was uns der Klapptext bereits prophezeit hat. Tänzerin Vasalie kann ich ebenso viel abgewinnen, wie ich nicht mochte. Ich musste wirklich lange darauf warten, dass sie ihre eigenen Handlungen in Frage stellt, dass sie über ihren eigenen Tellerrand hinausdenkt, dass ihr schlichtweg der Gedanke kommt, dass ihre eigene Freiheit den Preis von Millionen anderen Menschenleben vielleicht doch nicht wert ist. Auch ihr Kampfgeist und ihr Mut sich zur Wehr zu setzen lassen lange auf sich warten und ich hatte – gerade zum Ende hin – irgendwann keinen Nerv mehr für ihre immer gleich kreisenden Gedanken. Trotzdem konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen, wenngleich ich tiefergehende Emotionen gehend vermisst habe.
Die Dreiecksbeziehung zwischen Vasalie und dem anderen Teilnehmer der Versammlung der Königreiche und jemandem aus dem Königshaus fand ich persönlich unnötig. Ein Love Interest, nämlich Anton, hätte in meinen Augen vollkommen ausgereicht, da die Beziehung zu Love Interest Nummer 2 super oberflächlich war und zwischen den Seiten für mich immer mal wieder komplett in Vergessenheit geraten ist. Mit Voranschreiten des Buches musste ich Anton dafür umso mehr ins Herz schließen. Er war herrlich sarkastisch, intelligent und freundlich – obwohl ich Vasalies Angst vor einem erneuten Missbrauch durchaus nachvollziehen konnte.
So einen richtigen Fantasy-Aspekt gibt es in diesem Buch meiner Meinung nach nicht. Ja, es gibt einige ungewöhnliche Details, gerade was Antons durch Gerüchte weitergetragenes Ableben angeht sowie die Schicksalsmächte, aber wirklich viel Inhalt gibt es dennoch nicht. Witzigerweise mag ich das Worldbuilding trotzdem ganz gerne. Die unterschiedlichen Königreiche, sowie deren Herrscher werden toll beschrieben und wirken authentisch.
Was sich ebenso auf eine bunte Vielzahl von Nebencharakteren ausweitet. Ich bin ein riesiger Fan davon, dass wir als Leser ähnlich unseren Protagonisten gar nicht wirklich wissen, wem wir vertrauen können und wem nicht. Der Titel des Buches macht es nun mal sehr offensichtlich, dass wir von Lügen und Intrigen umgeben sind und man muss manchmal einen Blick hinter die einzelnen Fassaden werfen um zu begreifen, wer wirklich Gut und wer Böse ist. Persönlich habe ich Interaktionen mit anderen Künstlern vermisst, einfach weil es das Level an möglichen Verrätern und Vasalies Suche nach Illians Verbündeten noch etwas höher getrieben hätte.
Insgesamt finde ich das Buch trotz einiger positiver Aspekte nur ganz in Ordnung. Emotional bin ich bei weitem noch nicht abgeholt worden, die Dreiecksbeziehung war furchtbar unnötig und Vasalie war mir lange Zeit nicht so sympathisch und durchsetzungsstark, wie ich es mir gewünscht hätte.


Fazit
Irgendwie mag ich dieses Buch und irgendwie bin ich ebenso nicht überzeugt. Die richtigen Elemente sind auf jeden Fall dabei, doch an der Umsetzung hapert es für mich noch etwas.

Von mir gibt es 3,75 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Klang vielversprechender als es war

Mr. Fixer Upper
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Cover
Obwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte ...

Cover
Obwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte geben können, so wirkt es doch sehr zusammenhanglos.


Meine Meinung
Während Lucy Score – die Autorin – bereits eine bekannte Größe ist, habe ich mit diesem Buch mein erstes von ihr gelesen. "Mr. Fixer Upper" habe ich nicht nur gekauft, weil die Geschichte humorvoll und lesenswert klang, sondern auch weil ich die ähnlich klingende Fernsehserie Fixer Upper abgöttisch liebe.
Aus welchen Gründen auch immer bin ich davon ausgegangen, dass wir das Buch nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Paige erleben, was gar nicht stimmt, denn es gibt durchaus eine Handvoll Kapitel bzw. Abschnitte aus Gannons Sicht. Paige ist störrisch, pragmatisch und ein kleines Organisationstalent. Als wichtiger Teil der Filmcrew geht es hinter den Kameras der Show King of Construction heiß her – vor allem zwischen Paige und Gannon, die immer mal wieder aneinander geraten. Persönlich konnte ich mit Paige nicht immer etwas anfangen. Gerade ab dem Mittelteil bis zum Ende war ich von ihrem Verhalten irgendwann nur noch frustriert. Ja, ich kann verstehen, wenn man an seinen Prinzipien festhält und einen Fehler nicht wiederholen will, doch hier drehen sich die Diskussionen im Kreis, es gibt kein Vor und kein Zurück, Paiges Einsicht dauerte mir schlichtweg zu lang. Auch der Grund für den Streit war so aus der Luft gegriffen und dafür, dass Paige das Reality-TV in und auswendig kennt, hätte sie zumindest versuchen können hinter die Fassade zu schauen.
Auch Gannon war für mich nur ganz in Ordnung. Ehrlich gesagt fand ich den Großteil der Streitereien zwischen den beiden ziemlich unnötig und seine ewige Wiederholung des Kosenamens Prinzessin war ziemlich schnell ganz schön ausgelutscht. Darüber hinaus fand ich sein Engagement Paige zurückzubekommen schön anzusehen, ich habe seine Beziehung zu seiner Schwester Cat und seiner Großmutter geliebt, habe aber ewig gebraucht um zu schnallen, dass der Gute gar kein Amerikaner sondern ein Italiener ist. Ups. Nicht das das etwas ändern oder so, überrascht war ich trotzdem.
Der Schreibstil als solcher war schön verständlich, flüssig und hatte ein paar humorvolle Dialoge. Wenn ich mir aber den Inhalt im Vergleich dazu heranziehe, war das Buch insgesamt nicht so lustig wie ich es erwartet hätte. Dazu kommt, dass es jede Menge Abschnitte gab, wo die Geschichte einen unerwarteten Zeitsprung macht, wo es mich an einigen Stellen echt etwas gestört hat. Manche Szenen wirkten dadurch so abgehackt, so auseinander gezerrt und hätten vielleicht noch den ein oder anderen Blick hinter die Stirn unserer Protagonisten gewährt.


Fazit
Für mich war das Buch leider nur ganz okay. Ich habe einfach mehr Humor, mehr Leichtigkeit und etwas weniger Sturheit von Paige erwartet, wenngleich ich die Show als solche immer wieder ganz spannend und auch emotional fand, wenn hervorgehoben worden ist, für welche Menschen die Häuser renoviert werden.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Bin nicht so richtig abgeholt worden

Crash Test
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Cover

Passend zum Inhalt ist dieses Cover in meinen Augen echt gelungen. Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten, gerade in ihrer Rennfahrerkluft.


Meine Meinung

Nachdem ich zuletzt wieder ...

Cover

Passend zum Inhalt ist dieses Cover in meinen Augen echt gelungen. Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten, gerade in ihrer Rennfahrerkluft.


Meine Meinung

Nachdem ich zuletzt wieder ein paar Bücher aus einem anderen Genre gelesen habe, wollte ich mal wieder einen Liebesroman lesen. Dieses Buch habe ich bereits vor einigen Wochen spontan im Laden mitgenommen, weil mich sowohl das Cover als auch der Inhalt neugierig gemacht haben. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht und weiß auch noch nicht, ob ich zukünftig erneut etwas von ihr lesen möchte. Negativ aufgefallen ist mir als aller erstes wie diese Geschichte wiedergegeben wurde. Die ewigen Rückblicke waren nicht mein Fall. Ich fand es schade, dass wir die Charaktere nicht einfach in einer chronologischen Abfolge begleitet haben, sondern immer wieder durch ganze Kapitel a la „Ich kann mich daran erinnern, wie es vor sechs Monaten gewesen ist…“.

Der Schreibstil als solcher war, davon mal abgesehen eigentlich nicht schlecht, wenn ich nicht manchmal den Eindruck gehabt hätte, dass er ein wenig plump und einfallslos gewirkt hat. Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung liegt, oder tatsächlich an der Autorin. Ich kann mich beispielsweise vage an den Satz erinnern „Er wischte mit den Lippen über meine“ – und von allen Wörtern, die man für den Kontakt von Lippen nutzen könnte, klingt es schlichtweg dumpf und irgendwie nicht passend. Solche Momente hatte ich öfter während des Lesens, aber zum Glück nicht im laufenden Band.

Um ehrlich zu sein bin ich mit beiden Charakteren bis zum Schluss nicht vollständig warm geworden. Persönlich mochte ich Travis etwas lieber als Jacob, was wohl Jacobs ekeligem Verhalten im Krankenhaus zuzuschreiben ist. Am besten gefallen hat mir bei beiden die Charakterentwicklung. Travis, der vom totalen Eigenbrötler zu jemandem wird, der für sich selbst einsteht und endlich eine herrlich bunte Familie bekommt und Jacob, der sich seinen eigenen Ängsten, aber ebenso seiner Familie stellt. Ironischerweise hätte ich bei beiden gerne Rückblicke der Art gesehen, dass wir verstehen, woher ihre Traumata wirklich kommen. Klar, es gibt einige Informationen, die wir nebenbei bekommen, aber diese waren für mich noch nicht glaubhaft genug.

Abgöttisch geliebt habe ich die Dynamik der Nebencharaktere. Gerade Heather, Travis neue Assistentin, muss man einfach lieben. Vor allem die Freundschaften unter den Charakteren, die gemeinsam Verluste verarbeiten oder einfach füreinander da sind, können mich komplett überzeugen.

Ich habs oben bereits kurz angeschnitten, aber ich weiß nicht, ob ich in Zukunft erneut ein Buch von Amy James kaufen und lesen würde. Das Buch war nicht schlecht oder so, hatte gute und schlechte Elemente, aber so richtig überzeugt bin ich halt einfach nicht.


Fazit

Leider konnte das Buch nicht wirklich mit meinen Erwartungen mithalten, denn für mich fehlte es an Tiefgang, Glaubhaftigkeit und neben den Nebencharakteren habe ich wenige Elemente wirklich genossen.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Overhyped

The Knight and the Moth
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Cover

Ich glaube viel besser könnte das Cover gar nicht zum Buch passen, es ist perfekt! Ich liebe die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und auch die genau richtig übereinstimmende Ästhetik ...

Cover

Ich glaube viel besser könnte das Cover gar nicht zum Buch passen, es ist perfekt! Ich liebe die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und auch die genau richtig übereinstimmende Ästhetik der Geschichte.



Meine Meinung

Einmal mehr habe ich mich von Social-Media zum Kauf eines gehypten Buches verleiten lassen. Ich habe in Vergangenheit bereits ein Buch dieser Autorin gelesen, welches ich ganz gerne mochte, weshalb ich zumindest die Hoffnung hatte, dass „The Knight and the Moth“ keine totale Enttäuschung wird.

Ich möchte behaupten, dass ich gar nicht so hohe Erwartungen an diese Geschichte hatte, wie vielleicht andere da draußen und doch bin ich ein klein wenig enttäuscht. Ich fand das Buch nicht schlecht oder so, aber von einem Highlight sind wir ebenfalls noch Lichtjahre entfernt. Angefangen beim Worldbuilding bin ich eben einfach nicht vollständig überzeugt worden. Ich mochte diese Welt als solche gerne, fand einige Elemente interessant und faszinierend zugleich, aber in seiner Gesamtheit auch irgendwie langweilig. Klar, man kann das Rad nicht neu erfinden, aber es gab irgendwie keinen Aspekt, der mich zu hundert Prozent abholen konnte. Als Beispiel, die steinernen Artefakte der Omen hätten so viel Potenzial gehabt Verwirrung, Verzweiflung, aber ebenso andere starke Emotionen hervorzurufen, die für mich ein wenig dadurch kaputt gemacht wurden, dass jedes Omen eine Sache kann, die auch alle anderen Omen können – ohne Erklärung warum das eigentlich so ist. Auch die Omen – die Götter dieser Welt sozusagen – hätten in der Theorie herrlich düster und machtbesessen sein können – was sie durchaus sind, keine Sorge – aber eben nicht in dem Maße, dass es mich von ihrer Habgier und ihrem Stolz überzeugt hätte. Auch das Weissagen, die Kathedrale oder andere zentrale Stichpunkte schaffen es schlichtweg nicht mich umzuhauen.

Ich kann verstehen, dass Leute sagen, der Schreibstil sei poetisch und wunderschön, denn das ist er durchaus. Doch ich hatte den Eindruck, dass sich diese ausschweifenden Beschreibungen eher auf den Anfang zentrieren und sich im Laufe des Buches in – teils – unwichtigen Nebensächlichkeiten verlieren. Ich hätte gerne mehr Details und mehr Fingerspitzengefühl beim Setting, aber ebenso bei den äußerlichen Beschreibungen der Charaktere gesehen.

Ich glaube, ich hätte das Buch mehr genossen, wenn die Autorin sich die Zeit genommen hätte, nicht nur Sybills Zweifel und Ängste oder ihre Zuneigung für Rory herauszuarbeiten, sondern ebenso in die Spannung und Dramatik der Geschichte investiert hätte. Es gab bestimmt ein Dutzend Momente, die Spannung hätten hervorrufen können, die für meinen Geschmack aber zu schnell verstrichen sind. Hier hätte ich mir gewünscht, dass gerade die Kämpfe oder auch einzelne Momente im Speziellen länger aufrechterhalten worden wären.

Auch mit Sybill oder Sechs fühle ich mich nicht wirklich wohl. Erst war sie mir zu stolz, zu überzeugt wirklich etwas Besseres zu sein und dann zu unentschieden, zu zurückhaltend für eine Protagonistin meines Geschmacks und das ewige Ich-weiß-nicht-was-ich-danach-tue ging mir irgendwie auf den Keks.

Tut mir leid das sagen zu müssen, aber das Ende brachte mich zum Augenrollen. Von allen Dingen, die hätten passieren können, war das genau, was ich erwartet hatte. Grundsätzlich ist das Buch ziemlich vorhersehbar, wenn ich ehrlich sein soll. Bisher bin ich nicht davon überzeugt diese Reihe weiterzuverfolgen und muss über meine anderen Geständnisse heraus zugeben, dass ich das Buch nach Beenden eigentlich ganz gerne mochte, jetzt, wo ich ein paar Stunden drüber nachgedacht habe, fällt mir auf, wie wenig ich tatsächlich überzeugt worden bin.



Fazit

Overhyped, wenn man mich fragen würde. Gerade unsere weibliche Protagonistin und das Worldbuilding lassen super viel Potenzial links liegen.



Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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