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Veröffentlicht am 30.03.2026

Unterhaltsame Familienkomödie

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Familie Duval hat alles, was man sich wünschen kann. Geld, Personal und eine hübsche Villa samt hochwertigem Fuhrpark. Nach einer frühmorgendlichen Durchsuchung durch die Polizei ist Ehemann Sebastian ...

Familie Duval hat alles, was man sich wünschen kann. Geld, Personal und eine hübsche Villa samt hochwertigem Fuhrpark. Nach einer frühmorgendlichen Durchsuchung durch die Polizei ist Ehemann Sebastian in Untersuchungshaft und Isabell flieht mit ihren erwachsenen Kindern Clara und Lucas vor der Presse. Lucas erinnert sich daran, dass Isabell die Hälfte ihres Elternhauses gehört und so landet die Familie schließlich nach einer abenteuerlichen Reise in Deerhusen. Die Konten sind gesperrt und das restliche Bargeld ist schon nach der Hinfahrt fast vollständig aufgebraucht.

Die einzelnen Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das macht die Geschichte abwechslungsreich und unterhaltsam und man kann sich gut in die Handlung einfinden. Die einzelnen Charaktere sind sehr unterschiedlich. Stine, die Schwester von Isabell, versucht sich mit ihrer kleinen Pension über Wasser zu halten und ist vom Auftauchen ihrer Schwester, mit der sie seit Jahren kein Wort gesprochen hat, mehr als überrascht. Wohl oder übel arrangieren sich alle mit der neuen Situation und machen das Beste daraus. Wobei die Ansichten darüber, was das Beste ist, ziemlich konträr sind. Mit viel Humor und Charme wird der Alltag der Zweckgemeinschaft beschrieben und auch die ein oder andere Überraschung bleibt nicht aus.

Für eine kleine Flucht aus dem Alltag ist das Buch perfekt. Schon beim Blick auf das Cover wird klar, dass es sich nicht um eine alltägliche Geschichte handelt. Eine Familienkomödie mit überzeichneten Charakteren, die kein Klischee auslassen und dadurch den Leser schmunzelnd und teilweise auch etwas ungläubig zurücklassen. Das Buch kann ich allen empfehlen, die Familiengeschichten mögen und Lust auf einen Ausflug in eine andere Welt haben. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autorenduos.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Vom Leben auf dem Land

Gekommen, um zu bleiben
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Das Cover hat mich direkt angesprochen - mit den Hühnern und dem vielen Grün hat es gleich einen idyllischen Eindruck auf mich gemacht. Das Buch ist mir aber auch ins Auge gefallen, da ich schon die ersten ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen - mit den Hühnern und dem vielen Grün hat es gleich einen idyllischen Eindruck auf mich gemacht. Das Buch ist mir aber auch ins Auge gefallen, da ich schon die ersten beiden Bücher der Autorin gelesen habe. Nachdem im zweiten Buch die Probleme und Schwierigkeiten auf dem vorherigen Hof im Fokus standen, war ich sehr gespannt darauf zu lesen, was sich seit dem Umzug alles getan hat.

Tatsächlich ist seitdem einiges passiert. Die Autorin hat die verschiedenen Themen größtenteils chronologisch aufgeteilt und schildert diese kurzweilig in einzelnen Kapiteln. Die Geschichte beginnt mit dem Umzug in die Steiermark und schildert das Ankommen auf dem neuen Hof und den Alltag mit den Tieren und der Natur, aber auch mit vielen Gästen in der Wald-WG. Der Innenteil wird durch zwei Bilderstrecken ergänzt. Dadurch und dank der detaillierten Karte im Innenteil der Umschlagseite kann man sich einen genauen Eindruck der Gegebenheiten und von den Tieren verschaffen und ist nicht nur auf die eigenen Fantasie angewiesen.

Ich finde es bemerkenswert, wie offen und ehrlich die Autorin die Szenen aus ihrem Leben schildert. Sowohl die schönen als auch die traurigen Ereignisse, die im Alltag mit Tieren vorkommen, beschreibt sie anschaulich und streut dazu noch Fakten zur Tierhaltung ein. Auch ihre persönlichen Probleme kommen zur Sprache, ohne überhandzunehmen. Ein authentischer Bericht über das Leben auf dem Land mit Licht- und Schattenseiten, den ich allen ans Herz legen kann, die Tiere mögen und gerne Erfahrungsberichte lesen.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 01.03.2026

Familienbande auf der Insel

Leuchtturmzauber
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Beim Blick auf das Cover sind mir sowohl das hübsche Reetdachhaus als auch die Kutsche direkt ins Auge gefallen. Vielleicht handelt es sich bei den beiden Pferden um Ernie und Bert, die gemeinsam mit einigen ...

Beim Blick auf das Cover sind mir sowohl das hübsche Reetdachhaus als auch die Kutsche direkt ins Auge gefallen. Vielleicht handelt es sich bei den beiden Pferden um Ernie und Bert, die gemeinsam mit einigen anderen Pferden für die Inselspedition Lüders unterwegs sind. Im Buch geht es um Julia, die auf Juist die Inselspedition ihrer Familie am Leben hält. Seit ihre Mutter die Familie unerwartet verlassen hat und ihr Vater mit diesem Verlust kämpft, kümmert sie sich um das Unternehmen. Männer sind rar auf der Insel, doch dann kommt ihr Jugendschwarm Lukas zurück auf die Insel, auf der man sich zwangsläufig regelmäßig über den Weg läuft.

Das Setting der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das Konzept der autofreien Insel finde ich sehr spannend und als Tierliebhaberin hat es mich gefreut, dass die Pferde eine wichtige Rolle einnehmen. Für jemanden, der an Autos gewöhnt ist, ist es kaum vorstellbar, dass fast alles mit der Kutsche transportiert werden muss. Julia habe ich von Beginn an ins Herz geschlossen. Sie kämpft darum, die Inselspedition zu erhalten, auch wenn das alles andere als leicht ist. Sowohl der Verlust ihrer Mutter als auch die regelmäßigen Trinkgelage ihres Vaters belasten sie zusätzlich zur täglichen Arbeit. Auch ihre beste Freundin Wiebke habe ich sehr gemocht. Sie zögert nicht, auch unangenehme Dinge auszusprechen und ist immer für Julia da.

Dank dem bildhaften Schreibstil konnte ich mich von Beginn an gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Liebesgeschichte ist geprägt von einigen Höhen und Tiefen und gerät vor allem im letzten Drittel durch ernste Themen ein wenig in den Hintergrund. Das verleiht dem Wohlfühlroman Tiefgang. Wer Liebes- und Familiengeschichten mag und eine Welt abseits des normalen Alltags entdecken möchte, wird an diesem Buch seine Freude haben. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und hoffe, dass die Nordsee-Reihe fortgesetzt wird.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Die kalte Jahreszeit

Wintern
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Schon beim ersten Blick auf das Cover wird klar, um welche Jahreszeit es geht. Den Winter. Das Buch ist eine Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und persönlichen Erfahrungen der Autorin. Es geht ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover wird klar, um welche Jahreszeit es geht. Den Winter. Das Buch ist eine Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und persönlichen Erfahrungen der Autorin. Es geht darum, wie Menschen in verschiedenen Ländern den Winter erleben, wie sie sich an die dunkle und kalte Jahreszeit angepasst haben und welche Strategien sie dafür nutzen. Es gibt Tipps zur Zeitumstellung, zur Gestaltung des Winters im Januar, Februar und März, nachdem die Feste und Rituale der Weihnachtszeit vorbei sind und wie wir es schaffen, den inneren Schweinehund zu überwinden und auch im Winter draußen aktiv zu sein.

Ich fand das Buch sehr abwechslungsreich und konnte einige praktische Anregungen mitnehmen. Oftmals wird der Sommer als schönste Jahreszeit gesehen und der Winter mit gemischten Gefühlen betrachtet. Ich finde es spannend, dass die Autorin diesem Phänomen auf den Grund geht und viele Beispiele für die positiven Seiten des Winters findet. Das Buch lädt dazu ein, die eigene Einstellung zum Winter unter die Lupe zu nehmen und die Dinge insgesamt positiv zu betrachten. Ein Ratgeber, der mit Vorurteilen aufräumt und den Blick für eine unterschätzte Jahreszeit schärft.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Reise in die Vergangenheit

Maybe this is how it starts
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Im Buch geht es um Millie, die die große Liebe ihrer kürzlich verstorbenen Nachbarin Rose finden möchte. Aufgrund eines technischen Problems werden alle Flüge gestrichen und sie schließt sich deshalb kurzentschlossen ...

Im Buch geht es um Millie, die die große Liebe ihrer kürzlich verstorbenen Nachbarin Rose finden möchte. Aufgrund eines technischen Problems werden alle Flüge gestrichen und sie schließt sich deshalb kurzentschlossen Hollis an, einem Bekannten, der mit dem Auto in die gleiche Richtung unterwegs ist. Auf ihrer Reise haben die beiden einige spannende und skurrile Erlebnisse und über allem schwebt die Frage, ob sie es rechtzeitig zu Elsie ins Hospiz schaffen werden.

Der Schreibstil des Buchs ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich hatte teilweise das Gefühl, mit Millie und Hollis im Auto zu sitzen. Während mir Millie von Anfang an sehr sympathisch war, ist mir Hollis lange ein Rätsel geblieben. Er ist einerseits sehr aufmerksam und fürsorglich und andererseits immer wieder missmutig und verschlossen. Im Verlauf des Romans ist die Entwicklung der beiden sichtbar und die Hintergründe für ihr jeweiliges Verhalten werden klarer.

Die Geschichte von Rose und Elsie wird zwischen den einzelnen Kapiteln in Rückblenden erzählt. Das macht die beiden nahbar und ihre Vergangenheit greifbar. Die beiden Frauen haben sich im Krieg kennengelernt. Der Alltag war damals sicher furchtbar, wird aber nicht näher thematisiert. Hier hätte ich mir mehr Einblicke oder zumindest Andeutungen gewünscht.

Sowohl witzige als auch traurige und schwierige Momente sind Teil der Handlung, diese Mischung fand ich sehr gelungen. Obwohl der Grund der Reise traurig ist, ist der Roadtrip spannend und unterhaltsam, ohne oberflächlich zu sein. Allen, die gerne Liebesgeschichten lesen, kann ich das Buch wärmstens empfehlen.

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