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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Zauberchaos

Marnie Mitternacht. Das gestohlene Zauberbuch (Band 2)
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Der zweite Band startet mit einem guten Einstieg. Man findet sich sofort wieder in der sympathische Minitier-Akademie zurecht. Die Geschichte wirkt von Anfang an stimmig und gut zusammengefügt.
Die neue ...

Der zweite Band startet mit einem guten Einstieg. Man findet sich sofort wieder in der sympathische Minitier-Akademie zurecht. Die Geschichte wirkt von Anfang an stimmig und gut zusammengefügt.
Die neue Mond-AG und Krabbler-Contest sind die neuen Highlights in Marnies Schulleben. Während Marnie und ihre Freunde eifrig Sticker für den Contest sammelt, versucht der Schmetterling Veronika mithilfe des gestohlenen Mondzauberbuchs zu schummeln. Die Zaubersprüche gehen jedoch schief, sodass sie schließlich gemeinsam mit Marnies Team in einem unbekannten Teil des Gartens landet. Von dort aus müssen sie einen Weg zurückfinden, gar nicht so einfach…so voller Gefahren.
Das Trio aus Marnie, Stella und Flavio ist toll. Die Freunde sind hilfsbereit, motivierend, warmherzig und herrlich lustig (vor allem Stella!). Man merkt, wie gut sie als Team funktionieren und wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Besonders auffällig ist Marnies positive Art: Obwohl Veronika teilweise extrem gemein ist und Marnie wirklich hart zusetzt, bleibt sie freundlich und nett, manchmal schon fast schwer zu glauben.
Insgesamt ist es eine nette, spannende und liebevoll erzählte Geschichte, die sich auch sehr gut zum Vorlesen für Kinder im Alter von 6–7 Jahren eignet. Die Illustrationen passen auch sehr gut.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Magie, Verrat und fliegende Städte

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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Eine magisch-orientalische Wüstenwelt mit Erdgebundenen (Menschen) und dem Himmelsvolk (Garudas, vogelähnliche Menschen mit Flügeln) geprägt von klaren Machthierarchien und festen Grenzen.
Im Mittelpunkt ...

Eine magisch-orientalische Wüstenwelt mit Erdgebundenen (Menschen) und dem Himmelsvolk (Garudas, vogelähnliche Menschen mit Flügeln) geprägt von klaren Machthierarchien und festen Grenzen.
Im Mittelpunkt steht Nargis, die zwar ein ruhiges, aber eher benachteiligtes Leben mit ihrem Großvater führt. Zufällig findet sie einen verletzten Adler-Garuda, Mistral. Er ist auf der Flucht, denn seine Familie wurde vom Thron gestürzt. Sein Ziel ist klar: die Rückkehr an die Macht. Trotz aller Unterschiede begleitet Nargis ihn auf seinem gefährlichen Weg. Ihre Gabe durch den Gesang die Elementargeister zu beeinflussen scheint da sehr hilfreich zu sein.
Die Reise gestaltet sich spannend und sehr gefährlich, stellenweise auch ziemlich brutal. Auf der Flucht oder im Kampf, es gibt viele unterschiedliche Begegnungen: Garudas, Rochas, Himmelspiraten.
Nargis als Hauptfigur hat mir gut gefallen. Mistral wirkt zu Beginn noch etwas hölzern, fügt sich aber mit der Zeit gut ins Gesamtbild ein. Anfangs bilden die beiden ein klares „Team wider Willen“, geprägt von Misstrauen und Gegensätzen, nähern sich jedoch allmählich an.
Die fremdartigen Begriffe sind anfangs ein kleiner Stolperstein, lassen sich jedoch bald gut überlesen und tragen zur besonderen Atmosphäre der Welt bei.
Etwas ungewohnt und überhöht, aber passend zu der dramatischen Entwicklung, ist die starke Bedeutung von Wort und Ehre. Obwohl sich die Figuren nicht besonders mögen und einander misstrauen, halten sie ihre Versprechen und riskieren dafür sogar ihr Leben.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Die Leere und Brustpanzer

Royal Institute of Magic, Band 4 - Die geheimnisvolle Legende
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Der Rhythmus bleibt gewohnt unterhaltsam und spannend. Irgendwie hat man die Befürchtung, dass es langsam eintönig wird: immer ein neues Rüstungsteil pro Band.
Aber im Gegenteil, jedes Band bringt etwas ...

Der Rhythmus bleibt gewohnt unterhaltsam und spannend. Irgendwie hat man die Befürchtung, dass es langsam eintönig wird: immer ein neues Rüstungsteil pro Band.
Aber im Gegenteil, jedes Band bringt etwas Neues, etwas Unerwartetes, und so bleibt die Geschichte weiterhin frisch und fesselnd.
Bevor die Suche nach dem Brustpanzer starten kann, müssen Ben und seine Freunde erst das Spiel Zauberattacke überstehen und anschließend die Prüfung zur dritten Klasse meistern.
Dabei ist Aaron ist so unerträglich arrogant und unsympathisch, dass man ihn einfach hassen muss. Seine Bosheit treibt die Spannung zusätzlich an und lässt die Konfrontationen besonders emotional wirken.
Ben entwickelt sich weiter. Er lässt sich nicht mehr so leicht provozieren und handelt deutlich weniger impulsiv.
In diesem Band erfährt man mehr über die unbekannte Leere und die Zwerge spielen eine wichtige Rolle. Auf die üblichen Drei ist Verlass, mit geeinigten Kräften kriegen sie vieles gut hin.
Im Vergleich zu den Vorgängern ist es diesmal jedoch teilweise düsterer und brutaler.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Magisch und mitreißend

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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Nach der Flucht aus dem verhassten Internat findet Cassie bei ihrer unbekannten, eher distanzierten und kühlen Tante ein neues Zuhause. Hier eröffnet sich Cassie eine vollkommen neue Welt voller Magie ...

Nach der Flucht aus dem verhassten Internat findet Cassie bei ihrer unbekannten, eher distanzierten und kühlen Tante ein neues Zuhause. Hier eröffnet sich Cassie eine vollkommen neue Welt voller Magie und Gefahren. Am Rande des Dorfes liegt der Hagwald, der als Übergangsort zwischen der menschlichen Welt und der magischen (nicht umbedingt freundlichen) Welt der Faerie dient. Cassies Tante ist die sog. Haghexe und wacht über das Grenzgebiet. Trotzdem gelingt es immer wieder, dass Goblins illegale Übertritte wagen und dabei alles Mögliche stehlen…sogar Kinder.
Cassie findet sich schnell in ihrem neuen Leben zurecht. Sie schließt Freundschaften und wird in den Hexenzirkel aufgenommen, wo junge Hexen ausgebildet werden. Doch ihre Neugier und Wunsch, ihre verschwundene Mutter zu finden, führen sie immer wieder in den verbotenen Wald. Dabei verstößt sie gegen die Warnungen ihrer Tante und gerät in gefährliche Abenteuer.
Die Geschichte ist spannend und fesselnd. Sie enthält viele typischen Elemente einer magischen Fantasy-Geschichte. An sich nicht Neues und dennoch sehr unterhaltsam. Cassie ist eine sympathische Heldin. Sie interagiert mit vielen interessanten Charakteren (z.B. die sprechende Katze oder die Rivalin Ivy, sie ist wirklich ein nettes Früchtchen) und es macht die Geschichte abwechslungsreich. Ihre Beziehung zur Tante ist angespannt, doch hinter der Strenge verbirgt sich echte Fürsorge.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein gemeinsames Zuhause

Das Haus mit der kleinen roten Tür
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Es ist ein stilles, liebevoll illustriertes Bilderbuch, das mit wenigen Worten eine tiefgehende Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und das Gefühl von Zuhause erzählt.
Zwei ruhige, zurückhaltende ...

Es ist ein stilles, liebevoll illustriertes Bilderbuch, das mit wenigen Worten eine tiefgehende Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und das Gefühl von Zuhause erzählt.
Zwei ruhige, zurückhaltende Charaktere: Olivia, die in einem Haus mit einer kleinen roten Tür lebt, und Maus, die allein in einem alten Baum wohnt. Als ein Schneesturm das Zuhause der Maus zerstört, versucht Olivia, ihr mit vielen kreativen Ideen ein neues Zuhause zu finden. Doch nichts scheint zu passen, bis sie Maus schließlich bei sich aufnimmt. Erst dann fühlt sich alles richtig an.
Die Geschichte kommt mit wenig Text aus, dafür sprechen hier vor allem die Bilder. Gerade das vorletzte Bild des Hauses mitten im Blumenmeer bleibt im Gedächtnis.
Die dünnen Klappen, öfter mal getarnt als Tür, waren beim Kind natürlich sehr beliebt. Es gibt viel zu entdecken (mit und ohne Klappen): Was verbirgt sich im Haus der Maus? Welche Bilder hängen an der Wand? Was befindet sich in den Schränken?
Die sanfte Erzählweise und ruhige Bildsprache geben die beiden Charaktere gut wieder: vorsichtig, freundlich, hilfsbereit. Zwei Wesen, die sich langsam annähern und miteinander ein neues Zuhause schaffen.

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