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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Rasante und spannende Reise auf die Philippinen

Heaven's Gate
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Ein wirklich spannender Krimi auf einer vermeintlichen Trauminsel. Der ehemalige deutsche Profisurfer Caruso gammelt zwischen Wellen, Hängematte und Rumflaschen vor sich hin. Die Insel Surogao ist längst ...

Ein wirklich spannender Krimi auf einer vermeintlichen Trauminsel. Der ehemalige deutsche Profisurfer Caruso gammelt zwischen Wellen, Hängematte und Rumflaschen vor sich hin. Die Insel Surogao ist längst nicht so paradiesisch wie man vermuten könnte. Doch Caruso scheint es egal zu sein, er scheint seinen Antrieb im Leben irgendwo auf Hawaii verloren zu haben. Eine schöne Spanierin weckt ihn mit einem Auftrag aus seiner Lethargie. Er soll ihren verschwundenen Sohn finden und stößt auf ein Netz aus Drogen, Verrat und Tod. Caruso ist ein sehr interessanter Charakter, ich folge ihm gern. Auch die Polizisten, Freunde und insbesondere der Schrauber und Technik-Freak Yahoo sind gut gezeichnet. Die Szenerie zwischen Touristenmeile, Surfermekka und trostloser, schäbiger Armut ist gut eingefangen. Der nahenden Regenzeiten sehen die Bewohner mit lethargischer Angst und einer Ausweglosigkeit entgegen. Man scheint sein Schicksal akzeptiert zu haben und versucht das Beste für sich herauszuholen. Dabei ist oft nicht Boshaftigkeit sondern der schiere Wille zu Überleben ausschlaggebend. So fühlt sich der Leser schnell selbst als Teil dieser schäbig-charmanten Insel. Der deutsche Drogenboss Diego, der gerade erst aus der Haft entlassen ist und sich bald in der Bedeutungslosigkeit einer Kleinstadt wiederfindet, passt für mich zunächst schwer ins Bild. Letztlich fügt sich aber alles zusammen. Der Schreibstil ist spannend und kurzweilig. Caruso verlässt am Ende zwar die Insel, ich würde mich aber freuen, wenn es ein Wiedersehen gibt.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Kurzweilige Spannung vor toller Kulisse

Emma
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Ich war sehr gespannt auf diesen Thriller von Jean Reno. Emma, eine junge schöne Frau aus der Bretagne und Tariq, ein reicher, sehr attraktiver und mächtiger Mann aus dem Oman. Beide fühlen sich seit ihrer ...

Ich war sehr gespannt auf diesen Thriller von Jean Reno. Emma, eine junge schöne Frau aus der Bretagne und Tariq, ein reicher, sehr attraktiver und mächtiger Mann aus dem Oman. Beide fühlen sich seit ihrer ersten Begegnung zu einander hingezogen. Tariq lädt Emma unter einem Vorwand in den Oman ein, dort überschlagen sich die Ereignisse. Die erste Hälfte des Buches ist angenehm zu lesen, aber es passiert noch nicht so viel. Die Kulisse ist sowohl in Frankreich als auch im Oman wunderbar eingefangen. Beinahe liest es sich wie eine Tourismuswerbung sowohl für die raue Bretagne als auch für die Schönheit des Oman. Die Schilderungen sind sehr bildhaft und opulent. Das stört mich nicht, ist aber anders als erwartet. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung Fahrt auf. Emma muss ihren Geliebten bespitzeln, bringt sich immer mehr in Gefahr. Ich kann mir die Geschichte auch sehr gut als Mini-Serie oder Spielfilm vorstellen. Tolle Bilder, schöne Menschen und eine Prise Action. Was sich mir nicht so ganz erschließt, ist dieser beinahe magische Energiefluss in Emmas Händen, der sowohl Heilung als auch Unglück bringt. Dieser Punkt ist mir etwas zu spirituell. Dennoch hat mir die Lektüre gefallen, wenn es auch nicht der komplexeste, wendungsreichste Thriller war, den ich bisher gelesen habe. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich Emma auch in weiteren Bänden folge. Der Epilog lässt darauf schließen. Vielleicht begegnen sich die beiden Liebenden ja auch mal wieder. Auf jeden Fall ein kurzweiliger Spannungsroman.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Packend, aber etwas vorhersehbar

The Woman in Suite 11
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Nach Woman in Cabin 10 bot sich eine Fortsetzung regelrecht an. Was ist mit Carrie passiert nachdem Lo vom Schiff geflohen war? Der Nachfolger „Woman in Suite 11“ hat ein ähnliches Setting, statt Luxuskreuzfahrt ...

Nach Woman in Cabin 10 bot sich eine Fortsetzung regelrecht an. Was ist mit Carrie passiert nachdem Lo vom Schiff geflohen war? Der Nachfolger „Woman in Suite 11“ hat ein ähnliches Setting, statt Luxuskreuzfahrt ein oder sogar zwei Luxushotels, neue und bekannte Gesichter, Geheimnisse und wieder das Spiel um Macht und Gier. Soweit so gut. Auch dieser Thriller liest sich flott. Lo ist erwachsen geworden, hat zwei Kinder und lebt mittlerweile in den USA. Für die Eröffnung eines Hotels wird sie in die Schweiz eingeladen und begegnet dort einer Frau, die sie nur allzu gut kennt. Das alles überrascht wohl wenige Leser und ist auch ok. So ist die Fortsetzung nun mal angelegt. Doch auch die weitere Handlung ist relativ vorhersehbar. Das ist schade. Ich hätte mir hier mehr Reibung zwischen den Frauen gewünscht und weniger Einvernehmen. Das Rätsel um den Mörder des alten Patriarchen ist schnell gelöst, auch der vermeintliche Twist im hinteren Teil nicht wirklich überraschend. Ich hätte mir hier etwas mehr erhofft, das Unerwartete oder Rätselhafte gewünscht. Lo erscheint mir auch noch naiver als im ersten Teil. Da mir Schreibstil und Schauplatz aber gut gefallen und ich mich trotzdem recht kurzweilig unterhalten fühlte, gibt es trotzdem 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Eine Geschichte in einer Geschichte

Elf ist eine gerade Zahl
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Das erste, das mich bei diesem Buch neugierig gemacht hat, ist das Cover. Der Fuchs wirkt märchenhaft mit seinen an Streichhölzer erinnernden Beinen. Dann natürlich der ungewöhnliche Titel - 11 ist eine ...

Das erste, das mich bei diesem Buch neugierig gemacht hat, ist das Cover. Der Fuchs wirkt märchenhaft mit seinen an Streichhölzer erinnernden Beinen. Dann natürlich der ungewöhnliche Titel - 11 ist eine gerade Zahl. Ungewöhnlich ist dieses Buch über ein schwerkrankes Mädchen und ihre Mutter auf jeden Fall. Es ist ein Roman über Krankheit und Trauer und auch ein Märchen von einem starken Mädchen, einem Silberfuchs und einer magischen Welt, in der es die Schatten zu besiegen gibt. Beide Geschichten sind gekonnt verwoben. Die Figuren, Paula und Pola verschwimmen teilweise. Durch den ständigen Wechsel zwischen Märchen und echtem Leben entsteht Spannung und eine gewisse Sogwirkung. Die Geschichte gibt Paula Hoffnung und Kraft. Wie geht man mit seinem Schicksal um? Hoffnung und Schmerz liegen nah beieinander? Kämpfen oder aufgeben? Ja, diese Buch handelt von Krankheit und ist stellenweise sehr traurig. Doch die märchenhafte Suche Polas nach einem Ausweg aus der Welt der Schatten schenkt Hoffnung und Licht, in Form des wundervollen Silberfuchses als Begleiter. Ein bewegender Roman.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Ein überaus zarter Roman

Lichtungen
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Ein kleiner, dünner Roman. Eleganz, leise und doch voller Kraft. Was mich von der ersten Seite an begeistert ist diese Zartheit. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle, weder zu viel noch zu wenig. Bilder, ...

Ein kleiner, dünner Roman. Eleganz, leise und doch voller Kraft. Was mich von der ersten Seite an begeistert ist diese Zartheit. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle, weder zu viel noch zu wenig. Bilder, Gefühle steigen vor dem geistigen Auge auf. Im Zentrum stehen Lev und Kato. Die Autorin erzählt eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Vertrauen, aber auch Verlust und dem Erwachsenwerden. Von hinten nach vorn taucht der Leser in das Leben der beiden Protagonisten ein. Aus Levs Perspektive wird die enge Beziehung zu Kato erzählt. Ihre Freundschaft ist ein Band, das über die Jahre mal enger, mal weiter geworden ist, beide aber dennoch verbindet. Auch die Figuren am Rand sind wichtig und haben ihren Platz. Meine Lieblingsfigur ist die Oma, die direkt und dennoch liebevoll ist und die Wahrheit im Verborgenen erkennt bevor sie da ist. Durch die sehr sprunghafte Erzählweise zwischen den einzelnen Kapiteln wird man als Leser mitten ins Geschehen geworfen. Manchmal verliere ich allerdings den Faden, muss mich erst zurechtfinden und habe die im vorherigen Kapitel aufgebaut Nähe zu den Figuren etwas verloren. Das ist schade, da ich so etwas auf Distanz bleibe. Dennoch ist dieser Roman ein wunderbares Kleinod, das den Leser auf die Reise nach Rumänien vor und in den Wendejahren nimmt. Dabei sind die Sätze so gekonnt gesetzt, das ich beim Lesen immer wieder staunen muss.

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