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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Ran an die Stifte!

Der Comic-Club
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Ein paar junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten und Ideen gründen in ihrer Schule einen Comic Club und erfahren, angeleitet von der Bibliothekarin, alles was man über Comics wissen muss. Sie ...

Ein paar junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten und Ideen gründen in ihrer Schule einen Comic Club und erfahren, angeleitet von der Bibliothekarin, alles was man über Comics wissen muss. Sie lesen und diskutieren über Comics, aber vor allem beginnen sie selbst kurze Bildergeschichten zu erfinden und zu zeichnen. Die Ideen und Erklärungen sind so gut, dass man beim Lesen selbst gern mit zeichnen würde.
Im Buch geht es um Aufbau und die Einteilung einer Seite, wie Körpersprache und Mimik Emotionen vermitteln und dass es eigentlich kein Richtig und kein Falsch gibt, dass man auch kein spezielles Talent braucht und man einfach mal ausprobieren sollte. Besser wird man allein durch Übung.
Aber nicht alle sind mit dem Tun der Kinder einverstanden. Manche Erwachsenen unterstützen sie, doch ein Vater hat auch Vorurteile. Die soziale Bedeutung spielt hier also auch eine Rolle.
Die Kinder des Clubs schaffen es dann aber wirklich kleine Minicomics herzustellen, sie zu verkaufen und erste Fans zu gewinnen. Und ich wünsche mir, dass dieser Trend in diesem Buch auch in die realen Schulen schwappt und Kindern zu einem neuen, coolen Hobby verhilft.
Hinten im Buch sind sogar mögliche Berufe aufgeführt und ein Glossar erklärt Fachbegriffe, wie Crawlines, Splashpagages und Rinnsteine.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

1000 Tage

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Fast tausend Tage ist Alvas Papa schon tot, als sich mit einer schwarzen Katze seltsame Vorkommnisse zu häufen beginnen. Alva vermisst ihren Vater schrecklich und hat sich geschworen herauszufinden wie ...

Fast tausend Tage ist Alvas Papa schon tot, als sich mit einer schwarzen Katze seltsame Vorkommnisse zu häufen beginnen. Alva vermisst ihren Vater schrecklich und hat sich geschworen herauszufinden wie und warum er sterben musste. Jetzt aber hört sie plötzlich wieder seine Schritte und trifft auch noch auf ein seltsames Mädchen im blauen Mantel.
Der Blickwinkel verschiebt sich nun hin zu Alva, während Heidi und Harry weniger präsent sind. Der Erzählstil wirkt, passend zu Alvas Charakter, im Vergleich zum ersten Buch, etwas zurückhaltender. Der Grusel baut sich langsamer und subtiler auf, doch beginnt man die Zusammenhänge zu begreifen, geht auch diese Geschichte richtig unter die Haut.
Mir selber erschien ‚Sternengrab‘ etwas Kind gerechter aufgebaut, die Handlung etwas Zeit mitbringt sich an die Mysterien zu gewöhnen. Ängste könnten aber beide Bücher auslösen, daher empfehle ich sie erst selber zu lesen, bevor man sie an das eigene Kind weitergibt.
Wer aber Grusel abkann und ihn mag, kann sich hier auf eine tolle Geschichte freuen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Bunt wie ein Regenbogen

Sonne und Regen – So ist unser Leben
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Der Papa muss zur Arbeit, doch das Wiedersehen wird durch das Vermissen umso schöner. Und der Regen? Der sperrt uns nicht ins Zimmer, der macht Pfützen, die so schön nach allen Seiten spritzen. Mal zankt ...

Der Papa muss zur Arbeit, doch das Wiedersehen wird durch das Vermissen umso schöner. Und der Regen? Der sperrt uns nicht ins Zimmer, der macht Pfützen, die so schön nach allen Seiten spritzen. Mal zankt man sich und dann ist alles wieder gut. Und mal schlafen wir einfach geborgen ein. Die Gefühle sind bunt wie ein Regenbogen und alle gehören sie zu uns. Die Gegensätze in diesem Buch unterscheiden nicht zwischen gut und schlecht, sie zeigen nur wie verschieden man sich fühlen kann. Und sie laden dazu ein das Leben und die kleinen Dinge wertzuschätzen.
Finns Geschichte ist schön und dem Kind gegenüber sehr zugewandt und liebevoll. Die Verbindung der Eltern zum kleinen Finn ist geprägt von Vertrauen und Zuversicht und auch zu Freundin Marie ist eine große Innigkeit zu spüren. Mit dem Streit zwischen den beiden, aber auch dank der anderen Situationen lernen Kinder ihre Gefühle zu benennen und anzunehmen. Dass keine Emotion negativ besetzt ist, gefällt mir dabei ganz besonders.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Ganz weihnachtszauberhaft

Mister O'Lui feiert Weihnachten
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Mister O’Lui hat uns wieder richtig gut gefallen. Der Biberbär und sein kleiner Freund Rupert sind aber auch zu knuffig. Dazu noch dieser schöne Zeichenstil- herrlich! Aber was wäre all dies ohne die ...

Mister O’Lui hat uns wieder richtig gut gefallen. Der Biberbär und sein kleiner Freund Rupert sind aber auch zu knuffig. Dazu noch dieser schöne Zeichenstil- herrlich! Aber was wäre all dies ohne die entsprechende Geschichte? Für Rupert sieht sein erstes Weihnachten an. Aber weil er mit den Traditionen nicht vertraut ist, Zeit O’Lui ihm alles. Auch dass man seine Wünsche auf einen Zettel schreibt. Und Rupert beginnt alle anderen Tiere zu fragen, was sie sich denn wünschen. Tja, nur ist er von deren Wünschen so begeistert, dass er diese übernimmt. Und dann kommt es wie es kommen musste… Das tolle an den Geschichten vom Biberbären ist, dass sie nicht nur schön sind, sondern auch herzlich und immer eine kleine Lebensweisheit mitliefern. Sie belehren nicht, aber sie zeigen auf. Und das ist einfach nur toll.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Heldin wider Willen

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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„Er musste sein Vertrauen in einen Himmelspiraten, einen Pfau und eine krückenschwingenden Hexe setzen- so fangen selten Heldengeschichten an.“ (Zitat von Seite 129).
Diese jedoch schon! Die Handlung ...

„Er musste sein Vertrauen in einen Himmelspiraten, einen Pfau und eine krückenschwingenden Hexe setzen- so fangen selten Heldengeschichten an.“ (Zitat von Seite 129).
Diese jedoch schon! Die Handlung spielt in einer fiktiven, indisch geprägten Welt mit phantastischen Elementen (Elementargeister, geflügelten Menschen, riesigen Vögeln, Himmelsschiffen und einer schwebenden Stadt) und einer recht faszinierenden Herrscherkultur, die im Umbruch ist. Wer hier aber auch welcher Seite steht und wer Gut und Böse verkörpert, kristallisiert sich erst spät heraus. Selbst die Hauptcharaktere reihen sich darin ein. Nargis war mir zu Anfang alles andere als sympathisch, doch mit ihrem erst widerwillig begonnenem Abenteuer wandelt sie sich enorm. Sie beginnt Zusammenhänge zu begreifen und ihren Weg zu gehen, während auch Mistral von ihr und den Abenteuern lernt und seine Vorurteile niederlegt. Auch wenn ihrer beider Abenteuer ein paar kleine, aber unbedeutende Ungereimtheiten auswies, hatte ich mich rasch festgelesen und sie mit Spannung verfolgt. Besonders fasziniert hat mich hier aber auch das Worldbuilding inklusive mehrerer Stämme und einer Vergangenheit, die sogar noch das heute bestimmt.
Ich habe Werbung für dieses Buch gesehen in der es mit ‚Skandar‘ in einem orientalischen Setting verglichen wird. Auch wenn hier keine blutrünstigen Einhörner drin vorkommen, die Stimmung ist ähnlich (vielleicht etwas weniger düster) und die Handlung genauso fesselnd.

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