Fesselndes Prequel mit kleinen Schwächen
Wild ReverenceMatilda ist die letztgeborene Göttin im Reich der Underlings und lebt dadurch in ständiger Gefahr, bis sie lernt, sich gegen die anderen Götter zur Wehr zu setzen. Als wäre das nicht genug, freundet sie ...
Matilda ist die letztgeborene Göttin im Reich der Underlings und lebt dadurch in ständiger Gefahr, bis sie lernt, sich gegen die anderen Götter zur Wehr zu setzen. Als wäre das nicht genug, freundet sie sich auch noch mit einem sterblichen Jungen an. Doch durch unerwartete Ereignisse vergehen Jahre, bis sie Vincent wieder begegnet. Zu diesem Zeitpunkt befindet er sich bereits in akuter Lebensgefahr, weshalb Matilda beschließt, alles zu tun, um ihm zu helfen.
Da mich die eigentliche Dilogie mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat, war ich zunächst unsicher, ob ich das Prequel überhaupt lesen sollte. Zum Glück habe ich mich dafür entschieden, denn inhaltlich steht es weitgehend für sich und hat nur wenig mit der Dilogie gemeinsam. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm und ich bin schnell in die Geschichte hineingefunden. Der Einstieg verläuft eher ruhig und teilweise etwas schleppend, bevor das Tempo nach und nach deutlich anzieht. Besonders die Szenen im Reich der Menschen fand ich spannend, während im Reich der Götter die Zeit manchmal fast stillzustehen scheint. Diese Abwechslung hat mir gut gefallen. Positiv ist auch die Erzählweise aus den Perspektiven von Matilda und Vincent. Dadurch erhält man einen guten Einblick in ihre Gedanken und lernt gleichzeitig beide Welten besser kennen. Matilda war mir sofort sympathisch und ich fand es interessant, sie durch ihre Kindheit und Jugend zu begleiten, auch wenn durch die Zeitsprünge manches nur angerissen wird. Vincent wirkt dagegen an einigen Stellen etwas blass und ich hätte mir für ihn etwas mehr Tiefe gewünscht.
Alles in allem ist es eine schön erzählte Vorgeschichte, die sich angenehm lesen lässt und die Welt der Reihe sinnvoll erweitert.