Zwei Handlungsstränge
Das SchattenhausIm Tessin erbt Anna nach dem Tod ihrer Mutter eine Villa. Zusammen mit ihrer Tochter Rieke, die bei der Großmutter aufwuchs, fährt Anna nach Italien, um den Verkauf anzuleiern. Das gestaltet sich nicht ...
Im Tessin erbt Anna nach dem Tod ihrer Mutter eine Villa. Zusammen mit ihrer Tochter Rieke, die bei der Großmutter aufwuchs, fährt Anna nach Italien, um den Verkauf anzuleiern. Das gestaltet sich nicht so einfach, da im Obergeschoss eine alte Frau wohnt, die das Haus nie verlässt.
Wir erleben mit Anna eine Frau, deren Mutter in den 80 ern in Italien lebte. Viel erfahren wir nicht wirklich über die Mutter. Mehr aber über ihren damaligen Liebhaber.
Außerdem lernen wir die egozentrische Charlotte kennen und erfahren etwas über ihre große Liebe und wie sie darum mit allen ihr zustehenden Möglichkeiten kämpfte.
Über Annas Vergangenheit wird nicht viel erzählt. Einzig das sie schon mit 16 schwanger wurde und das Kind zunächst von ihrer Mutter großziehen ließ.
Rieke, wie die Tochter hieß, war lange im Glauben das Anna ihre große Schwester sei.
Die beiden müssen sich auf ihrer Reise erst einmal aneinander gewöhnen, da sie sich bisher nur von kurzen Besuchen her kannten.
Anna merkt schnell, das mit dem Haus im Tessin auch ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit verbunden ist.
So werden die beiden Handlungsstränge in den 80 er Jahren und im aktuellen Jahr 2013 geschickt miteinander verknüpft.
Das Tessin, das Haus und die Charaktere sind gut beschrieben.
Charlotte ist in meinen Augen ziemlich durchgeknallt und ich mochte sie von Anfang an nicht.
Der Handlungsstrang in der Vergangenheit ist ziemlich ereignisreich. Der in der Gegenwart plätschert ein wenig dahin bis es gegen Ende sehr dramatisch wird.
Anna kann ich nicht so recht einschätzen. Über sie und ihre Vergangenheit erfährt man erst gegen Ende ein wenig mehr und kann dann manche Handlungen ein wenig besser verstehen.
Auch Rieke kommt erst gegen Ende besser zur Geltung.
Hier hätte ich mir von beiden ein wenig mehr Tiefgang während des gesamten Hörbuchs gewünscht.
Die Sprecherin hatte eine, für mich, angenehme Stimme, der ich gerne zugehört habe.