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Veröffentlicht am 02.03.2026

Schaffen es ihre Freunde, Nirvy zu retten?

Vanas Erbe
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Zum Inhalt:
Nachdem ihr Vater sie nicht mehr unterrichten kann, möchte die 13-jährige Nirvy eine Ausbildung zur Kriegerin auf der Schule Nordgard beginnen. Doch Nirvy ist nicht wie alle anderen und bekommt ...

Zum Inhalt:
Nachdem ihr Vater sie nicht mehr unterrichten kann, möchte die 13-jährige Nirvy eine Ausbildung zur Kriegerin auf der Schule Nordgard beginnen. Doch Nirvy ist nicht wie alle anderen und bekommt vom ersten Tag an zu spüren, was die anderen Schülerinnen und Schüler von ihr halten. So erlebt sie tägliche Schikanen und Mobbing. Einzig in ihrer Zimmernachbarin Ylvie findet sie eine Freundin. Wäre das noch nicht genug, wird Nirvy entführt und erlebt, wie es ist, dem Feind ausgeliefert zu sein. Dabei weiß sie nicht, dass ihre Freunde schon auf der Suche nach ihr sind. Doch können sie Nirvy wirklich retten?

Meine Meinung:
Wir begleiten die 13-jährige Nirvy nach Nordgard, einer Schule, auf der sie ihre Ausbildung zur Kriegerin absolvieren möchte. Dort erlebt sie vom ersten Tag an Mobbing und Diskriminierung wegen ihres Aussehens. Es ist richtig heftig, was Nirvy auf der Schule erleben muss. Zumal sie gefühlt keine Chance hat, etwas richtig zu machen, sondern vielmehr nur Ablehnung erfährt. Dadurch fühlt man mit ihr vom ersten Moment an mit. Zudem fand ich es wirklich bewundernswert, dass sie sich trotz aller Schikanen nicht hat unterkriegen lassen, sondern sich durchbeißt, kämpft und ihr gutes Herz nicht verliert. Nirvy ist ein sympathisches, wissbegieriges und kämpferisches junges Mädchen, das neben allem Übel auch lernt, wie es ist, Freunde zu haben, und was man gemeinsam bewirken kann.

Zwar ist die Protagonistin nur 13 Jahre alt und auch die anderen Schüler sind nicht wesentlich älter, dennoch denke ich, ist dies kein Buch für Kinder oder Jugendliche. Denn neben Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung wird die Handlung auch immer grausamer und brutaler. So wird Nirvy entführt und gefoltert, und auch wenn dies nicht explizit beschrieben wird, kann man sich ihre Verletzungen dennoch gut vorstellen. Zudem erlebt sie mit, wie sich ihr Peiniger Vladr seiner Frau aufdrängt, die eigentlich eh nur da ist, um ihm Nachwuchs zu gebären, nur um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Die Handlung ist bis auf ein paar Ausnahmen durchweg spannend und ich war gespannt, was Nirvy alles erlebt. Zudem fand ich das, was man über die Welt erfährt, in der sie lebt, mit den verschiedenen Ländern, ihrer Kultur, ihren Regeln und ihrer Religion, interessant, und ich hoffe, im nächsten Band mehr darüber zu erfahren. Außerdem ist mir besonders Nirvys Zimmernachbarin Ylvie ans Herz gewachsen, die Nirvy vom ersten Moment an unterstützt, sie beschützt und sich immer für sie einsetzt. In ihr findet Nirvy eine wahre Freundin.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, in der wir die 13-jährige Nirvy auf die Schule Nordgard begleiten, auf der sie eine Ausbildung zur Kriegerin absolvieren möchte. Da Nirvy nicht nur Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung wegen ihres Aussehens von den anderen Mitschülern erfährt, sondern die Handlung an Grausamkeit und Brutalität zunimmt, als Nirvy entführt wird, ist dies nicht unbedingt eine Geschichte für Kinder und Jugendliche. Ich habe Nirvy gleich in mein Herz geschlossen, habe mit ihr mitgefühlt und war gespannt, was sie alles erlebt. Zudem war ich neugierig darauf, was man alles über die Kultur, die Regeln und die Religion der verschiedenen Länder erfährt.

Veröffentlicht am 12.02.2026

Kann es für Ariana und Obsidian überhaupt eine Zukunft geben?

Twisted Truth
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Zum Inhalt:
Obsidian Voss, Sid genannt, hat einen Unfall beim Surfen und ertrinkt fast. Zum Glück wird er von einer jungen Frau in letzter Sekunde gerettet. Er versucht, sie anschließend zu finden, doch ...

Zum Inhalt:
Obsidian Voss, Sid genannt, hat einen Unfall beim Surfen und ertrinkt fast. Zum Glück wird er von einer jungen Frau in letzter Sekunde gerettet. Er versucht, sie anschließend zu finden, doch es gelingt ihm nicht. Was Sid nicht weiß, ist, dass seine Retterin die Stelle als seine Assistentin annimmt. Denn Ariana Clarke muss einen Weg finden, die hohen Schulden ihres Vaters zu begleichen, bevor ihm Schlimmes passiert. Dafür soll sie wertvolle Gegenstände auf Midnight Manor stehlen, die ihr Bruder dann veräußert. Womit Ariana jedoch nicht gerechnet hat, ist, dass dieser unfreundliche, abweisende und arrogante Kerl von einem Chef ihr unter die Haut geht. Je näher sich Ariana und Sid kommen, desto mehr gerät ihr Plan ins Wanken. Was wird geschehen, wenn Sid herausfindet, wieso sie wirklich auf Midnight Manor ist?

Meine Meinung:
Ariana ist eine starke und sympathische junge Frau. Mir hat gefallen, dass sie sich von Sid nicht hat unterkriegen lassen, sondern ihm Kontra gibt. Man merkt, wie wichtig ihr ihre Familie ist, für die sie alles tun würde, um sie zu beschützen. Ich konnte ihren Zwiespalt wegen der Machenschaften ihres Vaters nachvollziehen. Man merkt immer wieder, wie sehr es ihr missfällt, die Familie Voss zu bestehlen, damit sie die Schulden ihres Vaters begleichen kann. Gerade wegen der verzwickten Lage, in der sie steckt, habe ich von Anfang bis Ende mit ihr mitgefiebert und war gespannt, wie die ganze Geschichte ausgehen wird.

Wie Obsidian, Sid genannt, so tickt, hat man bereits in den vorherigen Bänden miterleben können. Dennoch muss ich sagen, ist er in meinen Augen einer von den humaneren Brüdern, was mich nicht wirklich überrascht hat. Seine spezielle Vorliebe fand ich schon grenzwertig und sein gerade zu Anfang unmögliches Verhalten Ariana gegenüber war nicht in Ordnung. Ich konnte aber nachvollziehen, wieso er eine so große, starke Mauer um sich und vor allem um sein Herz aufgebaut hatte. Was sein Vater ihm angetan und eingeredet hat, ist schrecklich. Ich finde, man merkt, wie gut ihm Ariana tut und wie sie Stück für Stück seine Mauer zum Bröckeln bringt. Sie zeigt ihm, dass sein Bild von sich selbst nicht in allen Punkten der Wahrheit entspricht. Man merkt, wie viel ihm Ariana bedeutet, und mir hat gefallen, nach und nach hinter Sids Fassade blicken zu dürfen.

Die Liebesgeschichte zwischen Ariana und Sid hat mir gut gefallen. Gerade durch Sids Vergangenheit und Arianas wahren Grund für ihren Aufenthalt auf Midnight Manor, war nie klar, ob es für beide überhaupt ein gutes Ende geben konnte. Zumal sie gefühlt in einem Moment einen Schritt vorankamen, um im nächsten gleich wieder zwei Schritte zurückzutreten. Das alleine hat schon für Spannung gesorgt. Ich fand das Tempo, in dem sich ihre Gefühle entwickelten und ihre Beziehung sich vertiefte, dennoch passend zu ihrer Situation und zu ihnen als Personen, die einigen Ballast mit sich herumschleppen.

Fazit:
Eine Geschichte über zwei Personen, die ihre Geheimnisse haben und einigen alten Ballast mit sich herumtragen. Ich habe Ariana gerne auf ihrem Weg begleitet, war gespannt, ob sie die Schulden ihres Vaters bezahlen kann und ob sie es schafft, die harte Schale von Sid zu knacken. Zudem hat mir die Liebesgeschichte zwischen Ariana und Sids sehr gut gefallen, ebenso wie das Tempo, in dem sie sich entwickelt. Denn dieses hat wunderbar zu den beiden und der Situation, in der sie stecken, gepasst. An Sids Verhalten konnte ich einiges nicht gutheißen, ebenso fand ich seine spezielle Vorliebe grenzwertig. Dennoch konnte ich nachvollziehen, wieso es sich so abweisend und hart verhält.

Veröffentlicht am 27.01.2026

Wer ist Tamsyn wirklich?

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Zum Inhalt:
Tamsyn wächst als Prügelmädchen auf. So muss sie für alle Verfehlungen der Prinzessinnen die Strafe auf sich nehmen. Das macht ihr nichts aus. Schließlich ist dies eine angesehene Stellung ...

Zum Inhalt:
Tamsyn wächst als Prügelmädchen auf. So muss sie für alle Verfehlungen der Prinzessinnen die Strafe auf sich nehmen. Das macht ihr nichts aus. Schließlich ist dies eine angesehene Stellung am Königshof. So sieht es Tamsyn auch als ihre Pflicht an, anstelle einer ihrer Schwestern den gefürchteten Grenzlord Fell Dryhten zu heiraten. Als dieser erst nach der Hochzeitsnacht erfährt, dass er keine echte Prinzessin geheiratet hat, ist Fell außer sich vor Wut. Dennoch bleibt ihm nichts anderes übrig, als Tamsyn mit auf seine Festung Borg zu nehmen. Auf dem Weg dorthin spüren beide, wie bereits in der Hochzeitsnacht, eine besondere Verbindung zueinander. Doch als Tamsyn herausfindet, wer sie wirklich ist, weiß sie nicht, was sie tun soll. Denn sollte Fell ihr Geheimnis erfahren, wäre das ihr sicherer Tod.

Meine Meinung:
Tamsyn ist eine tolle junge Frau, die in einer ziemlich ungesunden Umgebung aufwächst. Ich fand es erschreckend, wie normal es für die Königsfamilie und auch Tamsyn ist, dass sie für die Taten der Prinzessinnen mit Prügel bestraft wird. Tamsyn konnte ich dabei noch verstehen, da sie von Kindesbeinen an nichts anderes kannte als diese verdrehte Auffassung von Gerechtigkeit. Ich finde, man merkt deutlich, wie einsam sie ist, wie sehr sie sich nach Liebe, Zuneigung und jeder noch so kleinen Aufmerksamkeit sehnt. Ich habe gerade wegen der Umstände, unter denen sie aufwuchs, umso mehr mit ihr gefühlt, mitgefiebert und gehofft, dass sie durch die Heirat mit Fell nicht in die nächste Abhängigkeit rutscht. Was ihr Geheimnis anging, hatte ich schon früh eine Vermutung, die sich bewahrheitet hat. Dennoch war ich gespannt, wie sie damit umgeht, da es vieles ändert.

Was ich von Fell halten sollte, wusste ich nicht so recht. Ich konnte seine Beweggründe zur Heirat gut nachvollziehen, ebenso seine Reaktion wegen des Betrugs des Königs. Dennoch wusste ich nie so recht, wie ich ihn einschätzen sollte. Denn auf der einen Seite behandelt er Tamsyn nicht unbedingt besser als die Königsfamilie, auf der anderen Seite ist er fürsorglich und ihm scheint doch etwas an ihr zu liegen. Vielleicht konnte mich die Liebesgeschichte zwischen Tamsyn und Fell auch deswegen nicht ganz packen. Mir schwankte es einfach zu sehr zwischen großer Leidenschaft und kalter Schulter. Dennoch war ich gespannt, wie sich ihre Beziehung mit der Zeit entwickelt.

Alles, was man über die Magie und die Drachen erfährt, fand ich spannend und interessant. Zwar ist dies nicht so viel und wird erst ziemlich spät zum Thema. Dennoch bekommt man ein paar interessante Einblicke und ich bin gespannt, was man im nächsten Band noch so erfährt.

Fazit:
Ein gelungener und spannender Auftakt, in dem wir Tamsyn dabei begleiten, wie sie sich auf eine ungewisse Reise begibt, die alles für sie verändert. Ich habe Tamsyn gerne auf ihrer Reise begleitet und war gespannt, wie sie mit dem Geheimnis um ihre Identität umgeht. Die Liebesgeschichte zwischen Tamsyn und Fell konnte mich nicht ganz packen. Dennoch war ich gespannt, wie sich ihre Beziehung mit der Zeit entwickelt, gerade in Bezug auf Tamsyns Geheimnis. Alles, was man rund um die Magie und die Drachen erfährt, ist interessant und spannend, auch wenn das Thema erst spät thematisiert wird.

Veröffentlicht am 22.01.2026

Kann Elodie ihre Mission erfüllen?

Kingdom of crystal Hearts
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Zum Inhalt:
Auf dem Kontinent Brillant leben die Adligen im Wohlstand, während das Volk gezwungen ist, in den Minen zu arbeiten. Dort bauen sie unter unwürdigen Bedingungen Edelsteine ab, damit die Adligen ...

Zum Inhalt:
Auf dem Kontinent Brillant leben die Adligen im Wohlstand, während das Volk gezwungen ist, in den Minen zu arbeiten. Dort bauen sie unter unwürdigen Bedingungen Edelsteine ab, damit die Adligen weiterhin ihre magischen Kräfte daraus ziehen können. So hat Elodie ihre ganze Familie in den Minen verloren und ist gezwungen, sich als Diebin durchzuschlagen. Bei einem Turnier zu Ehren des Geburtstags des Prinzen planen Elodie und ihre Rebellenfreunde, sich als Adelige auszugeben, um ganz nah an die Königsfamilie heranzukommen. Denn für eine bessere Zukunft für das Volk planen sie, die Königin und den Prinzen zu töten. Doch es soll anders kommen, als sich bei Elodie ungeahnte magische Kräfte entfalten. So ist sie gezwungen, mit der Königin und ihrem Gefolge zu reisen und weiterhin eine Adelige zu spielen. Während Elodie nach einer weiteren Möglichkeit für ein Attentat sucht, kommt sie dem Prinzen immer näher. Denn dieser zieht sie mit seiner ruhigen und mysteriösen Art immer mehr in seinen Bann. Schafft es Elodie dennoch, an ihrem Plan festzuhalten?

Meine Meinung:
Elodie ist eine starke Protagonistin, die sich nicht scheut, die Dinge in die Hand zu nehmen. Sie ist kämpferisch, einfallsreich und sehr loyal. Ich konnte ihre Gründe, wieso sie gegen das Königshaus ist und für eine gerechtere Welt kämpft, voll und ganz verstehen. Ebenso konnte ich nachvollziehen, wieso sie so handelte und reagierte, wie sie es tat. Dadurch habe ich von Anfang an mit ihr mitgefiebert, gelitten und war gespannt, wie sie sich aus den vielen gefährlichen Situationen befreit.

Rafe war mir ehrlich gesagt zu blass und einfach nicht greifbar. Er wirkt sehr still und zurückgezogen, scheint aber mehr mitzubekommen, als seiner Außenwelt bewusst ist. Man kann durch seine Mimik und wenigen Taten zwar erahnen, was er von den Handlungen seiner Mutter, vom Magiesystem und den Zuständen in seinem zukünftigen Reich hält. Einen wirklichen Einblick in seine Gedanken bekam man aber erst im letzten Drittel der Geschichte und das war für mich viel zu spät. Deswegen konnte mich auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Elodie nicht erreichen.

Einen großen Raum hingegen nimmt die Königin ein. Sie ist eine machthungrige, brutale und hinterhältige Person, bei der man nie so recht weiß, woran man ist. Das allein hat schon einen Teil der Spannung ausgemacht. Zudem hat Elodie kaum eine Ahnung davon, wie man sich als Adelige verhält, und droht deswegen immer wieder, aufzufliegen und auch ihre sich anbahnenden Gefühle für Rafe sind bei ihrer Mission sehr hinderlich. So war die Handlung durchgehend spannend.

Das Magiesystem, das auf verschiedenen Edelsteinen beruht, und die verschiedenen Orte des Königreichs, was sie voneinander unterscheidet und somit auch ihre spezielle Magie, fand ich interessant. Deswegen hätte ich es schön gefunden, wenn man mehr darüber erfahren hätte. Denn ich fand, durch die ganzen Intrigen der Königin kam dieser Teil zu kurz.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, in der wir Elodie auf ihrer Mission begleiten, die immer wieder neue Herausforderungen für sie bereithält. Ich habe mit Elodie vom ersten Moment an mitgefiebert und gelitten. Zudem war ich gespannt, was ihr Weg für sie bereithält. Rafe war mir hingegen einfach zu blass und nicht greifbar, weswegen auch die Liebesgeschichte von Elodie und Rafe mich nicht erreicht hat. Das Magiesystem, das auf verschiedenen Edelsteinen beruht, die verschiedenen Orte und was sie und ihre Magie voneinander unterscheidet, fand ich interessant und hätte gerne viel mehr darüber erfahren.

Veröffentlicht am 13.12.2025

Woher kommen Prestons mysteriöse Träume?

A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2)
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Zum Inhalt:
Euphemia Sayre, Effy genannt, hat es endlich geschafft. Sie darf als erste Frau Literatur studieren. Doch dies wird nicht gern gesehen. So wird sie nicht nur von ihren männlichen Kommilitonen, ...

Zum Inhalt:
Euphemia Sayre, Effy genannt, hat es endlich geschafft. Sie darf als erste Frau Literatur studieren. Doch dies wird nicht gern gesehen. So wird sie nicht nur von ihren männlichen Kommilitonen, sondern auch von einigen Professoren herablassend behandelt. Dabei hat Effy noch mit den vorherigen Geschehnissen und dem, was sie und Preston herausgefunden haben, zu kämpfen. Nur ihr Freund Preston Héloury schafft es, ihr ein wenig Halt zu geben. Doch auch Preston kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Zudem plagen ihn in letzter Zeit mysteriöse Träume von einer versunkenen Stadt. Was hat es mit Prestons Träumen auf sich? Könnte vielleicht ein Stück Wahrheit in ihnen stecken?

Meine Meinung:
Wegen allem, was Effy und Preston erlebt haben und aktuell erleben, konnte ich durchaus verstehen, wieso sie so mit sich hadern, sich minderwertig fühlen und große Verlustängste haben. Dennoch denke ich, hätten sie aus dem bereits Erlebten lernen müssen, was für mich nicht ersichtlich war. Vielmehr schien es so, als ob sich immer einer der beiden in einer Abwärtsspirale befindet, dann vom jeweils anderen aufgebaut wird, um dann selbst wieder in eine Abwärtsspirale zu geraten. Das nervte mich irgendwann nur noch. Mir fehlte da einfach eine gewisse Entwicklung und ich fragte mich viele Male, wieso sie nicht einfach miteinander reden. Ich finde, bei beiden sieht man, wie schnell man wieder in alte Muster fallen kann und wie schwierig es ist, aus diesen erneut auszubrechen. Ich war gespannt, ob sie es dennoch schaffen, und fand es gleichzeitig erschreckend, dass niemand merkt, wie es den beiden geht.

Die sich im ersten Band langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Effy und Preston konnte ich in diesem Band ehrlich gesagt nur bedingt spüren. Vielmehr scheinen sich beide immer mehr zu entfremden. Es gibt zwar immer wieder Momente, in denen man merkt, dass sich beide etwas bedeuten und wichtig sind, mir war das aber einfach zu wenig.

Die Autorin hat es geschafft, die melancholische, düstere Stimmung die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten. Das hat zu dem, was Effy und Preston erleben und miterleben müssen, sehr gut gepasst. Dennoch denke ich, sollte man das Buch vielleicht nicht unbedingt lesen, wenn man in einem Stimmungstief ist. Denn ich fand die Stimmung stellenweise doch recht bedrückend.

Interessant fand ich Prestons Flucht an diesen mysteriösen Ort. Nach und nach erfährt man immer ein bisschen mehr, was die Spannung anheizt und neugierig macht. Mich hat es zumindest neugierig gemacht, was es mit dem Ort und den Glocken auf sich hat und wie und ob das alles etwas mit Effys Recherchen zu tun hat. Am Ende wird es noch mal spannend, als alle Fäden zusammenkommen und herauskommt, was es mit Prestons Vision auf sich hat. Außerdem deckt Preston am Ende etwas Unglaubliches auf, mit dem ich nicht gerechnet hätte.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich etwas zwiegespalten zurückgelassen hat. Ich fand Prestons Flucht an diesen mysteriösen Ort interessant. Dadurch, dass man nach und nach immer mehr erfährt, wird die Spannung angeheizt und man wird immer neugieriger darauf, ob das alles etwas mit Effys Recherchen zu tun hat. So konnte mich die Autorin mit etwas, das Preston am Ende aufdeckt, überraschen, weil ich damit nicht gerechnet habe. Leider konnte ich die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Effy und Preston nicht ganz spüren. Beide scheinen sich immer mehr zu entfremden. Zwar merkt man schon, dass sie sich etwas bedeuten und sich wichtig sind, das war mir aber einfach zu wenig. Zudem fehlte mir bei beiden einfach eine gewisse Entwicklung im Allgemeinen und gerade im Hinblick auf den Umgang mit ihren Ängsten, Sorgen und Problemen.