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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2025

Verrückte Horror-Satire

Feuchte Beute
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Eine Hexenverbrennung im 16. Jahrhundert soll noch mehrere hundert Jahre später weitreichende Folgen für viele Menschen haben. Kurz vor ihrem Tod spricht die Hexe einem Fluch aus, mit dem sie den Grafen ...

Eine Hexenverbrennung im 16. Jahrhundert soll noch mehrere hundert Jahre später weitreichende Folgen für viele Menschen haben. Kurz vor ihrem Tod spricht die Hexe einem Fluch aus, mit dem sie den Grafen ein schweres Schicksal auflegt. Er soll ewig leben, sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandeln und seine Liebsten töten. So gesagt, so geschehen, und mittlerweile hat sich der Fluch schon auf einige Menschen ausgeweitet, denn die gebissenen werden ebenfalls zu Werwölfen, wenn sie nicht vorher aufgefressen werden. Einer will aber das Massaker beenden und begibt sich mit viel Silber bewaffnet in den Kampf. Kann er die Übermacht stoppen?

Der Autor Mathias Krause hat unter seinem Pseudonym Frank J. Freibrodt eine schräge und sehr spezielle Horror-Satire veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem gradlinigen und gut zu lesenden Schreibstil, der aber ganz hemmungslos daherkommt. So werden hier die Genre Splatter-Horror, Erotik und Humor wild durcheinandergewirbelt und ergeben ein außergewöhnliches Buch, welches mir immer besser gefallen hat. Anfangs habe ich mich mit den ungewöhnlich offenen und teilweise auch brutalen Schilderungen schwergetan, aber mit dem eingestreuten schwarzen Humor vermischt es der Autor zu etwas ganz Besonderem. Das mehr als fulminante Finale wartet dann noch mit zwei überraschenden Plots auf, die das Buch in meiner Gunst noch weiter steigerten.

Insgesamt ist "Feuchte Beute" sicherlich ein sehr spezielles Buch und ich glaube hier trennen sich auch die Geister. Es wird explizit auf pikante und brutale Schilderungen hingewiesen und der Hinweis "For Adults only" sollte ernst genommen werden, denn die Satire ist sicherlich nichts vor Zartbesaitete. Mir hat das Buch in seiner überraschenden Art ausgesprochen gut gefallen, so dass ich es unter dem vorgenannten Vorbehalt gerne weiterempfehle und mit vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Spannend bis zur letzten Seite

Verstummte Narben: Thriller
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In ihrem mittlerweile zehnten Fall stößt die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz bei der Obduktion einer Leiche auf einen gerade für sie grausigen Fund. Auf Höhe des Beckenknochens hat der Täter den Abdruck ...

In ihrem mittlerweile zehnten Fall stößt die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz bei der Obduktion einer Leiche auf einen gerade für sie grausigen Fund. Auf Höhe des Beckenknochens hat der Täter den Abdruck eines Siegelrings hinterlassen, was genau die Kennzeichnung eines psychopathischen und bereits inhaftierten Serienmörder für seine Opfer war. Wie kommt dieses Zeichen auf den Körper einer neuen Leiche? Das Merkmal wurde bei den Ermittlungen niemals veröffentlicht. Julia Schwarz nimmt den für sie sehr schweren Schritt auf sich, mit dem Inhaftierten Mörder zu sprechen, da er damals auch ihren jungen Bruder getötet hat. Wird der Mörder ihr bei der Recherche helfen? Die Zeit rennt, denn der Täter hat bereits eine weitere Frau in seiner Gewalt...

Die erfolgreiche deutsche Autorin Catherine Shepherd konnte mich bereits sehr oft mit ihren Thrillern in den Bann ziehen. Ich bin daher auch mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet. Sie erzählt die Geschichte in ihrem gewohnt temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der ersten Leiche sehr gut aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungen und dem persönlichen Bezug zur Hauptprotagonistin Julia Schwarz auf einem aus meiner Sicht stets sehr hohen Niveau gehalten. Auch hier überzeugt Catherine Shepherd wieder mit ihrem Talent, spannende Momente zu schaffen und den Leser immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen auf neue Spuren zu führen, um ihn dann im fulminanten Finale doch noch mit einer genialen Auflösung zu überraschen. Auch die Weiterentwicklung der interessant gezeichneten Protagonisten trägt zum gelingen der Geschichte bei.

Insgesamt ist "Verstummte Narben" für mich die mehr als gelungene Fortsetzung einer tollen Thriller-Reihe, die mich immer wieder fesseln und begeistern kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit fünf von fünf Sternen dementsprechend positiv.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Über den Tod hinaus

Über die Toten nur Gutes
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Der Trauerredner Mads Madsen erfährt von dem Tod seines Freundes Patrick, dessen letzter Wunsch eine Grabrede von ihm war. So macht er sich auf die Spuren der jüngsten Vergangenheit und stößt dabei auf ...

Der Trauerredner Mads Madsen erfährt von dem Tod seines Freundes Patrick, dessen letzter Wunsch eine Grabrede von ihm war. So macht er sich auf die Spuren der jüngsten Vergangenheit und stößt dabei auf Ungereimtheiten, die für den plötzlichen und unerwarteten Tod des Freundes verantwortlich zu sein scheinen. Mads sieht es nun als seine Aufgabe an, der ermittelnden Polizei zuzuarbeiten, gerät dabei aber selbst in den Fokus von Leuten, denen er lieber aus dem Weg gegangen wäre. Wird Mads Patrick einen letzten Dienst erweisen können und die Mörder seines Freundes ausfindig machen?

Der deutsche Drehbuchautor und Schriftsteller Andreas Izquierdo konnte mich schon oft mit seinen Romanen berühren und begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk, dem Kriminalroman "Über die Toten nur Gutes", gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell wieder gefangen nahm. Izquierdo gelingt es aus meiner Sicht immer wieder eine sehr emotionale Tiefe in seinen Geschichten zu verankern. In diesem Fall macht er einen Trauerredner zu einem Ermittler und schlägt so eine Brücke zwischen Leben und Tod. Die Protagonisten werden sehr interessant und sympathisch gezeichnet, was zum Gelingen des Romans beiträgt. Der Spannungsbogen wird mit dem tragischen Tod von Mads Freund direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ungewöhnlichen und charmant beschriebenen Ermittlungsarbeiten auf einem stets hohen Niveau gehalten. Das Finale rundet die Geschichte mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.

Insgesamt ist "Über die Toten nur Gutes" für mich ein toller Kriminalroman mit einer ordentlichen Portion Tiefgang, der mit einer innovativen Ermittler-Konstellation und dem Erzähltalent des Autors voll und ganz überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Raffinierter und komplexer Kriminalfall

Tod zur Teestunde
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Die Lektorin Susan Ryeland hat die spektakulären Geschehnisse der letzten Zeit einigermaßen verarbeiten können, als sie in Londen einen neuen Job angeboten bekommt. Sie soll den jungen Autor Eliot Crace ...

Die Lektorin Susan Ryeland hat die spektakulären Geschehnisse der letzten Zeit einigermaßen verarbeiten können, als sie in Londen einen neuen Job angeboten bekommt. Sie soll den jungen Autor Eliot Crace dabei unterstützen, die erfolgreiche Reihe um den beliebten und genialen Ermittler Atticus Pünd fortzusetzen. Aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit dem Urheber der Krimi-Reihe scheint niemand geeigneter dafür zu sein als sie und schnell erkennt sie auch, dass Eliot Crace anscheinend das Faible von Alan Conway übernommen hat, mit seinen fiktiven Geschichten auf einen realen Kriminalfall hinzuweisen. So kommt Susan Ryeland nicht nur in den Genuss eines spannenden Kriminalromans, sondern landet auch in der Realität wieder mitten in den Ermittlungen zu einem rätselhaften Mord...

Der englische und äußerst erfolgreiche Autor Anthony Horowitz konnte mich mit seinen fesselnden Geschichten bereits mehrfach begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches gleich auf zwei Ebenen aufgebaut und über die jeweiligen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich so eine komplexe und jederzeit die volle Aufmerksamkeit erfordernde Story, in der die beiden Handlungs-stränge nach und nach zu einem Ganzen zusammengeführt werden. Dabei gelingt es Anthony Horowitz ausgesprochen gut, seine Protagonisten weiterzuentwickeln und so zum Gelingen des Buches beizutragen. Der Fall konnte mich bis zum Finale begeistern, in dem ich dann von einer gut nachvollziehbaren Auflösung vollkommen überrascht wurde.

Insgesamt ist "Tod zur Teestunde" ein für mich rundum gelungener Kriminalroman im klassischen englischen Stil, der ohne viel Blut und spektakuläre Taten überzeugen kann. Beeindruckend ist vielmehr die raffiniert ausgefeilte Story und das erzählerische Talent des Autors. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Tödliche Kunst

Der Bildersammler
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Die Kunstrestauratorin Tessa macht eine grausige Entdeckung. In einer verlassenen Kapelle findet sie den Leichnam eines Mannes, der sie direkt an den in vielen Kunstwerken verewigten Heiligen Johannes ...

Die Kunstrestauratorin Tessa macht eine grausige Entdeckung. In einer verlassenen Kapelle findet sie den Leichnam eines Mannes, der sie direkt an den in vielen Kunstwerken verewigten Heiligen Johannes erinnert. Der ermittelnde Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer erkennt schnell die besondere Situation um den Mord und bittet Tessa sich mit ihrem Spezialwissen an den Recherchen zu beteiligen. Scheinbar hat man es mit einem Serientäter zu tun, der von Gemälden inspiriert, grausame Morde begeht und dies dann auch noch in der Öffentlichkeit inszeniert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Ich habe den ersten Band um die sympathische Kunstrestauratorin Tessa "Dunkeldorf" gelesen und war begeistert. Von daher bin ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in den neuen Fall eingestiegen. Die Autorin Liliane Skalecki erzählt die Geschichte in ihrem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in die Kunstwelt und den perfiden Taten eines Serientäters entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers sehr gut aufgebaut und über die besondere Motivation des Täters und den sich als schwierig gestaltenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine sehr clever aufgebaute und durchdachte Story, in der die interessant gezeichneten Hauptprotagonisten zum Gelingen beitragen. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale in den Bann ziehen, wo es dann mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abgerundet wird.

Insgesamt ist "Der Bildersammler" ein wirklich packender Thriller, der mit tollen Protagonisten, einer innovativen und gut inszenierten Story und natürlich dem Erzähltalent der Autorin voll und ganz überzeugen kann. Ich empfehle den Thriller daher sehr gerne weiter und bewerte ihn folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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