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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2023

kurz, aber eindringlich

Macht
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„Macht“ von Heidi Furres ist ein kurzer, aber sehr eindringlicher Roman, der geschrieben werden musste für all die Frauen, die ungehört blieben.

Liv, Mitte dreißig und Mutter zweier Kinder, hat ein Geheimnis.Sie ...

„Macht“ von Heidi Furres ist ein kurzer, aber sehr eindringlicher Roman, der geschrieben werden musste für all die Frauen, die ungehört blieben.

Liv, Mitte dreißig und Mutter zweier Kinder, hat ein Geheimnis.Sie wurde vor Jahren vergewaltigt und hat dies nie öffentlich gemacht, auch ihr Mann weiß nichts davon.Doch dieses Ereignis, erst sorgsam vergraben, kommt wieder an die Oberfläche als Liv, die in einem Pflegeheim arbeitet, mit dem Bruder einer neuen Patientin konfrontiert wird, der wegen Vergewaltigung angeklagt wurde. All ihre Selbstbeherrschung und ihre Taktiken, die sie angewandt hat, um nicht in die Opferrolle zu kommen, brechen weg und lassen Wut, Trauer und Machtlosigkeit zurück.
Sehr eindrucksvoll schildert die Autorin, was solch ein Ereignis mit einer Frau macht, welche Gefühle und Ängste sie ein Leben lang begleiten.Dieser Akt der Machtdemonstration eines Mannes ist zerstörerisch für jede Frau.

Wir erleben Liv, wie sie dagegen ankämpft das Ereignis Macht über sich bekommen zu lassen und wie schwer es ist, dies ohne fremde Hilfe zu schaffen.

Die Autorin schreibt sehr eindringlich und als Leser bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon , wie Liv sich fühlt.

Kein einfaches, dafür aber umso wichtigeres Buch.

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Veröffentlicht am 05.12.2022

und es geht weiter

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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" Tage des Lichts" ist mittlerweile der dritte Band um die Kinderklinik Weißensee und auch in diesem Band ist wieder ordentlich was los. Die Ehen von Marlene und Emma kriseln, die ehemalige Widersacherin ...

" Tage des Lichts" ist mittlerweile der dritte Band um die Kinderklinik Weißensee und auch in diesem Band ist wieder ordentlich was los. Die Ehen von Marlene und Emma kriseln, die ehemalige Widersacherin von Marlene hat das Sagen in der Klinik und macht Emma das Leben schwer und die Klinik steht kurz vor der Schließung. Emmas Sohn Theodor macht Probleme und Marlene begräbt ihren Traum vom eigenen Kind.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man fiebert mit den Protagonisten mit. der Erfindung ds Penicillin durch Flemming wird kurz erwähnt, auch die Kinderpflege und bestimmte Erkraankngen spielen wieder eine Rolle, aber in erster Linie geht es um die Leben und Familien von Emma und Marlene.

In bestimmten Situationen fand ich die Schilderung mancher Begebenheiten etwas unpassend zur Zeit, dass z.B. Emmas Mann kocht und den Tisch deckt und abräumt, denn die Rollenverteilung war damals schon klar geregelt.Aber Ausnahme von der Regel hat es sicherlich auch gegeben.Alles in allem fügt sich aber alles und alles wird gut, was ich manchmal etwas zu glatt fand.

Das Buch ist aber unterhaltsam und flüssig geschrieben und es hat Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 05.08.2022

spannender und vielschichtiger Roman

Die versteckte Apotheke
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" Die versteckte Apotheke " von Sarah Penner hat mich überrascht, hatte ich durch den Einband doch etwas ganz anderes, oberflächlicheres erwartet.

Dieses Buch spielt auf zwei Zeitebenen, wobei mir die ...

" Die versteckte Apotheke " von Sarah Penner hat mich überrascht, hatte ich durch den Einband doch etwas ganz anderes, oberflächlicheres erwartet.

Dieses Buch spielt auf zwei Zeitebenen, wobei mir die Vergangenheit ein Ticken besser gefallen hat, weil der Erzählstrang in der Gegenwart schon einige Längen aufweist.

Nella , die Protagonistin der Vergangenheit, bietet Frauen, deren Männer gewalttätig sind, im 18.Jahrhundert eine elegant Lösung an, sie loszuwerden. Aus vermeintlich harmlosen Medikamenten michscht Nella einen tötlichen Coktail. Doch ihre Arbeit ist gefährlich, vor allem als Eliza in ihr Leben tritt.

In der Gegenwart erfährt Caroline kurz vor ihrer Hochzeit, dass ihr Mann sie betrogen hat. Ganz so einfach wie in der Vergangenheit , kann sie sich ihres Verlobten nicht erledigen. Sie reist nach London, um das Ganze zu verarbeiten und findet im Schlamm der Themse ein Fläschchen. Ihre Recherche förden Erstaunlicher zu Tage, lassen sie aber auch wieder zu sich selbst finden.

Dieses Buch ist sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Man erfährt einigs über die Medizingeschichte und andere Fakten.
Vor allem der historische Teil hat mir sehr gut gefallen, d wie schon gesagt, die Gegenwart einige Längen aufweist.
Die Protagonisten sind toll und sehr facettenreich beschrieben, sodass man gut mit ihnen mitfiebern kann.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

solide

Romeos Tod
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Sabine Thiesler hat in ihrem neuen Buch „Romeos Tod“ zwei Menschen in den Mittelpunkt ihres Thrillers gestellt,die eine gefährliche Mischung darstellen.

Jan Jespik,ein begnadeter Schauspieler,der sich ...

Sabine Thiesler hat in ihrem neuen Buch „Romeos Tod“ zwei Menschen in den Mittelpunkt ihres Thrillers gestellt,die eine gefährliche Mischung darstellen.

Jan Jespik,ein begnadeter Schauspieler,der sich zwischen Genie und Wahnsinn bewegt und jeglichen Bezug zur Realität verloren hat,feiert auf einer Provinzbühne große Erfolge mit dem Hamlet.Bei seiner Premiere lernt er Mona kennen,die ihn von Anfang an fasziniert und die er zu seiner Muse erklärt.Fortan ist sein Können auf der Bühne mit dieser Frau verbunden.Doch Mona ist eine Frau,getrieben von Rachegedanken,die Jan für ihr Vorhaben instrumentalisiert.
Ich bin dem neuen Thriller von Sabine Thiesler häufig atemlos gefolgt.Die Darstellung von Jan Jespik fand ich sehr gelungen,als Leser merkte man wirklich ,wie abgedreht diese Person war,die sich in ihrer eigenen Welt bewegte und jeglichen Bezug zur Realität verloren hatte und Mona,eine Frau,die schon in früher Kindheit tiefe Narben davongetragen hat,die ihr Selbstbildnis und ihr späteres Handeln bestimmen.Dass dies zu einer brisanten und explosiven Mischung werden kann,wenn Rache das Handeln bestimmt,wird hier sehr spannend in Szene gesetzt.
Die Autorin baut ihre Geschichte sehr geschickt auf,in dem die Wahrheiten erst sehr spät ans Tageslicht kommen.Dadurch zieht sich die Spannung wirklich durch das ganze Buch.Der Leser wechselt immer wieder zwischen Sympathie und Antipathie Mona gegenüber,zwischen Verständnis und Unverständnis.
Für mich war dieses Buch ein sehr gelungener Psychothriller,den ich Liebhabern dieses Genres unbedingt empfehle.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

hat mir nur bedingt gefallen

Treppe aus Papier
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Gefällt
christianewuensche
und 87 weitere Personen

„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern ...

Gefällt
christianewuensche
und 87 weitere Personen

„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern auch wegen der Grundidee des Buches, nämlich eine Haus seine Geschichte erzählen zu lassen.

Drei Frauen spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch, das 1920 beginnt und bis in die Gegenwart reicht.
Nele, die jüngste der Frauen behandelt in der Schule das Thema Nationalsozialismus und Gründung der BRD. Da die anstehende Geschichtsklausur für ihren Abschluss von hoher Bedeutung ist, versucht sie an Informationen über diese Zeit zu kommen. Ihre Eltern sind sehr verhalten bei ihren Auskünften, aber eine Mitbewohnerin im Haus, Irma, 1933 geboren,erzählt Nele von dieser Zeit und so kommt Nele ins Nachdenken und will auch etwas über die eigene Familie erfahren.
Fragen werden aufgeworfen,wer war Schuld, wer trägt Mitschuld, welche Rolle hatten meine Eltern, meine Großeltern? Sicherlich Fragen, die sich viele Nachkriegsgenerationen gestellt haben.

Die Idee ein Haus einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte anhand von Lebensgeschichten der Bewohner erzählen zu lassen fand ich grandios, genau deshalb habe ich auch zu diesem Buch gegriffen. Allerdings habe ich mich ein bisschen schwer mit der Umsetzung getan. Es dauerte etwas bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, weil ich sie zu Anfang schon als etwas wirr empfunden habe, das hat sich aber beim Weiterlesen gegeben. Die Zeitsprünge, die nicht unbedingt immer durch Abschnitte gekennzeichnet waren, waren auch nicht unbedingt für ein flüssiges Lesen hilfreich. Auch bei der Sprache habe ich mich etwas schwer getan. Ich mag es wenn mit Worten gespielt wird, ich mag auch ausschweifende Satzgebilde, aber hier war mir von allem etwas zu viel.
Mich soll ein Buch unterhalten, ich möchte mich beim Lesen entspannen und das ist mir hier nicht wirklich gelungen. Es ist ein Buch das sicherlich eine ganz wichtige Aussage hat und die Idee des Buches war wirklich toll, doch das Buch ist einfach sehr anstrengend zu lesen, was mir etwas den Spaß genommen hat. Aber dies ist ein rein subjektiver Eindruck und ich bin sicher, dass andere Leser es mögen auf Sätzen rumzukauensie dreimal zu lesen, weil sie so schön klingen und sowas dieses Leseerlebnis nur bedingt überzeugend für mich.

Ein Buch das vom Inhalt und der Idee überzeugt und sehr wichtig ist, mir in der Umsetzung aber das Lesen schwer gemacht hat.

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