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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

ein tolles Buch

Nur ein paar Nächte
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Gefällt
im_lesehimmel
und 20 weitere Personen

„Nur ein paar Nächte „von Fabian Neidhardt ist ein grandioses Buch über Familie und was sie sein kann.
Ben ist Mitte dreißig und alleinerziehender Vater ...

Gefällt
im_lesehimmel
und 20 weitere Personen

„Nur ein paar Nächte „von Fabian Neidhardt ist ein grandioses Buch über Familie und was sie sein kann.
Ben ist Mitte dreißig und alleinerziehender Vater der zwölfjährigen Mia und er lebt das Leben,mit dem er zufrieden ist.Doch eines Tages steht sein Vater vor seiner Tür und bittet ihn,ihn für ein paar Tage aufzunehmen.Nicht ganz einfach für Ben,dessen Verhältnis zu seinem Vater nie konfliktfrei war.Als dann Mia von der Polizei aufgegriffen wird,weil sie ausgebüxt ist,um zu ihrer Mutter zu fahren gerät Ben unter emotionalen Druck.
Was für ein grandioses Buch.Ich habe es in einem Tag verschlungen,weil ich einfach wissen wollte,wie das alles endet.Wir erfahren in Rückblicken ,warum das Verhältnis zum Vater so ist wie es ist und warum Ben mit Mia allein ist und das in einer Sprache,die ich absolut überzeugend fand .
Das Buch erzählt von Nähe,aber auch von Loslassen,von nicht ausgesprochenen Gefühlen und verpassten Entscheidungen und es zeigt,dass letztendlich Familie das Wichtigste ist.
Ich wünsche diesem Buch viele Leser,weil es das einfach verdient

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Veröffentlicht am 15.12.2025

dieses Buch hat mich berührt

Entzwei
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Was für ein Buch!Was für ein Debüt!Ich bin immer noch ganz voll davon,zumal dieses Buch wahre Begebenheiten zur Grundlage hat.

Ein fataler Tauschhandel trennt die Zwillinge Alma und Helene gleich nach ...

Was für ein Buch!Was für ein Debüt!Ich bin immer noch ganz voll davon,zumal dieses Buch wahre Begebenheiten zur Grundlage hat.

Ein fataler Tauschhandel trennt die Zwillinge Alma und Helene gleich nach ihrer Geburt.Während Helene bei ihrem Vater und der Großmutter auf einem Apfelhof groß wird,wächst Alma bis zu ihrem 5. Lebensjahr bei ihrerMutter und nach deren Tod in einem katholischen Kinderheim auf.Wir schreiben die 50/60 ziger Jahre,in denen das Aufwachsen in solchen Heimen die Hölle war.Grausame Erziehungsmethoden und Züchtigungen waren an der Tagesordnung.

Die Autorin erzählt aus der wechselnden Sicht der Geschwister und die Geschichte nimmt einen Lauf, mit dem ich nie gerechnet hätte.Wüsste man nicht,dass es sich um eine wahre Geschichte handelt,die das Ganze um so trauriger macht,könnte man der Autorin für den genialen Ausgang der Geschichte gratulieren.Gratulieren kann man auf jeden Fall,denn dieses Buch hat es verdient.

Mich hat dieses Buch sehr berührt und manchmal fassungslos gemacht.Auch sprachlich ist dieser Roman sehr ansprechend,was das Buch noch einmal doppelt lesenswert macht.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

erschreckendes Szenario

Koogland
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„Koogland“ ist ein fiktionaler Krimi,der in einer nicht ganz so fernen Zukunft spielt und wenn man ihn mit unserer Realität abgleicht,gar nicht so unrealistisch wirkt.

In Ostfriesland hat es nach einer ...

„Koogland“ ist ein fiktionaler Krimi,der in einer nicht ganz so fernen Zukunft spielt und wenn man ihn mit unserer Realität abgleicht,gar nicht so unrealistisch wirkt.

In Ostfriesland hat es nach einer verheerenden Sturmflut,bedingt durch den Klimawandel,große Schäden an den Deichen gegeben.Grosse Landstriche zwischen den beiden Deichen,die sogenannten Köge,die besiedelt waren,sind zerstört worden,viele Menschen gestorben.
Die Regierung hat den Eigentümern Entschädigungen angeboten und will den Landstrich nicht wieder besiedeln.Doch einige Einwohner wehren sich,nehmen die Entschädigungen nicht an,machen die Regierung für das Unglück verantwortlich,da sie die Deiche nicht geschützt und ausgebessert hat.
Sie wollen in den Kögen wohnen bleiben,gründen ihre eigene „Republik Koogland“ mit eigenen Gesetzen und Gerichtsbarkeit und einem „Anführer“.Mit Deutschland wollen sie nichts mehr zu tun haben.Sie werben Leute an,die auf den verlassenen Höfen leben und arbeiten sollen.Bis auf wenige Ausnahmen,versucht die Gemeinschaft autark zu leben.

Auch die Krankenschwester Lara strandet hier.Allerdings strebt sie kein Leben in dieser Gemeinschaft an,sondern sucht nach ihrer Schwester Alina,die hier mit ihrem Freund lebt und plötzlich nichts mehr von sich hören lässt.Was ist passiert ?

Das Buch zu lesen war schon gruselig.Ein Leben nach dem Vorbild der „Reichsbürger“, die sich vom Staat und allen Institutionen lösen,ihren eigenen Staat aufbauen und den Staat aushebeln wollen,nach ihren eigenen Gesetzen leben,mit einem Anführer,dem alle blind folgen und anhimmeln wie einen Popstar.
Wer sich für die Gemeinschaft entscheidet,natürlich nach einem Auswahlverfahren in dem der Anführer entscheidet wer geeignet ist oder nicht,lebt hinter einem Zaun und kann nicht mehr raus.

Die Vorstellung erweckt bei mir klaustrophobische Vorstellungen,das System noch mehr,weil es stark autokratische Züge zeigt.


Die Figuren waren interessant und facettenreich.Am besten haben mir Lara und Thies gefallen,was nicht heißt,dass ich Thies sympathisch fand.

Das Buch zeigt ein paar kleine Längen.Alles in allem aber ein interessantes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

ein kleines feines Buch

Katzentage
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Ewald Arenz hat mit „Katzentage“ ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er einfach wunderbar schreiben kann. Sein neues Buch ist ein schmaler Band mit wunderbaren Illustrationen und philosophischen ...

Ewald Arenz hat mit „Katzentage“ ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er einfach wunderbar schreiben kann. Sein neues Buch ist ein schmaler Band mit wunderbaren Illustrationen und philosophischen Weisheiten, die wir uns mehr zu Herzen nehmen sollten.

Protagonisten dieses Buches sind Peter und Paula, die beide am selben Krankenhaus arbeiten. Sie ist Ärztin, er Jurist.In den Pausen hat man sich schon öfter getroffen und fand sich sympathisch, aber erst auf einer Fortbildung, zu der beide fahren,kommt man sich näher und verbringt die Nacht zusammen. Doch dabei soll es bleiben, nur nicht zu viel Nähe, man könnte ja scheitern.

Auf dem Rückweg streikt die Bahn und die beiden beschliessen die beiden „geschenkten“ Tage zusammen in Würzburg zu genießen.Peter hat daraufhin schon den Wunsch es mit Paula zu versuchen, doch Paula, die eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat, hat Bedenken dieses Schritt zu wagen, trotzdem man sich ,auch vom Gefühl her, näher gekommen ist.
Dann treffen sie auf eine Katze ,die ihnen hartnäckig folgt. Sie wird von den Beiden beobachtet und man stellt fest, dass es eine Katze doch gut hat, so in den Tag hineinzuleben, wie auch sie es im Moment dürfen, der Bahn sei Dank. Diese Katze macht sich sicher keine großen Gedanken, genießt und nimmt jeden Tag wie er kommt. Vielleicht auch eine gute Idee für die Beiden, weniger Kopf und mehr Gefühl walten lassen ? Manchmal kann man von Katzen einiges lernen.

Ich habe dieses kleine Büchlein in vollen Zügen genossen, nicht nur wegen der, wie ich finde, wichtigen Aussage, sondern auch wegen dem schönen Schreibstil und den wunderbaren Illustrationen von Florian Bayer.
Ausserdem hat es Spaß gemacht Peter und Paula durch Würzburg zu begleiten, dass man richtig Lust bekommt, auch dorthin zu reisen.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

gelungene Fortsetzung

Little Germany - Der Geschmack von Freiheit
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„Little Germany - der Geschmack von Freiheit“ist der zweite und letzte Teil der Dilogie um die beiden Auswanderinnen Lissi und Julia, die Deutschland aus unterschiedlichen Gründen verlassen habe, um einen ...

„Little Germany - der Geschmack von Freiheit“ist der zweite und letzte Teil der Dilogie um die beiden Auswanderinnen Lissi und Julia, die Deutschland aus unterschiedlichen Gründen verlassen habe, um einen Neuanfang zu wagen. Nach Anfangsschwierigkeiten haben sie sich mittlerweile mit einer Bäckerei in Little Germany selbstständig gemacht, die sehr erfolgreich ist. Lissi ist mit Paul verheiratet und auch Julia ist in New York angekommen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den Beiden.Am 15.6.1904 ereignet sich eins der größten zivilen Katastrophen in der US Geschichte. Auf dem Ausflugsdampfer „General Slocum „ , auf dem überwiegend deutsche Auswanderer einen Ausflug unternehmen, unter ihnen auch Julia und Lissi’s Mann Paul und Lissi‘s Tochter, kommt es zu einem Brand und da das Schiff nicht gewartet wurde und Rettungswesten und Feuerschläuche nicht zu gebrauchen sind,nimmt die Katastrophe ihren Lauf und es sterben 1021 Menschen. Auch Paul kommt bei dem Unglück ums Leben, Julia überlebt schwer verletzt und wie durch ein Wunder wird Lissi‘ s Tochter nur leicht verletzt, weil sie das Glück hatte von Giovanni gerettet zu werden.
Danach ist das Leben in Little Germany nicht mehr dasselbe. Fast jeder hat Angehörige verloren und trauert. Viele verlassen das Viertel und auch Julia und Lissi müssen überlegen, wie es weitergeht. Sollen sie einen Neuanfang wagen ?
Nach langem Überlegen eröffnen sie eine Konfiserie am German Broadway.
Auch ihr Privatleben erfährt eine Wendung und es heißt für beide Frauen auch hier einen Neuanfang zu wagen. Sind sie dazu bereit?

Der Leser erfährt sehr viel über das Schiffsunglück und seine Folgen, aber auch, wie es mit den Nebenfiguren weitergeht, was ich auch sehr spannend fand.

Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam und flüssig , wie schon in Teil eins und die Figuren sind einem während der Dilogie ans Herz gewachsen, so dass man sie ungern gehen lässt, doch ich bin sicher, dass die Autorin schon ihr nächstes Buchprojekt im Auge hat, auf das ich mich freue.

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