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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

ein Buch das ich gerne gelesen habe

Einer fehlt
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Einer fehlt“, ist sowohl ein nachdenkliches, als auch ein vergnügliches Leseerlebnis.

Paul,Georg und Schubert sind Freunde seit ihrer Studienzeit in den siebziger Jahren .Sie haben viel geteilt,ihreLiebe ...

Einer fehlt“, ist sowohl ein nachdenkliches, als auch ein vergnügliches Leseerlebnis.

Paul,Georg und Schubert sind Freunde seit ihrer Studienzeit in den siebziger Jahren .Sie haben viel geteilt,ihreLiebe zur Kunst,Literatur und Musik,in der auch alle drei ihre berufliche Heimat gefunden haben.Aber auch Frauen begleiten ihr gemeinsames Leben,besonders eine,Carolin.Der schüchterne Paul ist der erste,der eine Liebe mit ihr erleben durfte,verlor sie aber an Georg und letztendlich heiratete sie Schubert, mit dem sie heute noch zusammen ist.Die Freundschaft der drei drohte kurzzeitig wegen Carolin zu zerbrechen,doch mit ihr zusammen fanden sie wieder einen Weg zueinander.Anders ist es mit Malin,Georgs Frau,zu der Georg und Paul nie einen Zugang fanden.Doch Georgs Tochter Ellen kittete diesen Riss und sie fanden sich als „ große Familie „ zusammen,auch dadurch,dass Schubert und Carolin, die selbst kinderlos blieben,Ellen‘s Zweiteltern wurden.
Nun ist Malin gestorben und Georg verschwunden.Paul und Schubert,mittlerweile im Ruhestand,treffen sich in Wien,wo Georg wohnt,um ihrem Freund in dieser Zeit zur Seite zu stehen.Doch sie treffen Georg nicht an.Die Spur zu Georg führt nach Italien,in das Land,wo vor Jahrzehnten ihre Freundschaft begann.

Thommie Bayer‘s Bücher zu lesen,ist jedesmal ein großes Lesevergnügen.Die Suche nach ihrem Freund Georg wird für Paul und Schubert eine Reise in die Vergangenheit, die sie an die Erlebnisse erinnert,die sie zusammen geteilt haben.Der Leser begleitet die beiden mit einem manchmal melancholischen Rückblick,erholt aber auch Einblick in die Schönheit Italiens und dessen Kunstschätze,die die Beiden auf ihrer Reise genießen.
Die Sprache des Autors ist immer wieder ein Genuss,man liest manchen Satz zweimal und lässt ihn sich auf der Zunge zergehen.Der flüssige und bildhafte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen.Man beendet das Buch mit einem Lächeln und wünscht sich auch solche Freunde in seinem Leben.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

eine Wohltat in diesen Zeiten

Mathilde und Marie
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Mathilde und Marie ist ein Buch das gut tut in Zeiten wie diesen. Ein Buch das entschleunigt und an die wichtigen Dinge im Leben erinnert.
Spielen tut das Buch in einem kleinen Dorf namens Redu.
Hier ...


Mathilde und Marie ist ein Buch das gut tut in Zeiten wie diesen. Ein Buch das entschleunigt und an die wichtigen Dinge im Leben erinnert.
Spielen tut das Buch in einem kleinen Dorf namens Redu.
Hier halten die Leute nicht so viel von der Digitalisierung, sondern setzen noch auf den persönlichen Austausch und das persönliche Miteinander.
Zwischen Marie, die hier in einer Buchhandlung anfängt zu arbeiten und Mathilde, die eine nicht ganz einfache Person ist und von deren Vorgeschichte der Leser nach und nach erfährt.
Auch wenn alles sehr idyllisch und beschaulich vonstatten geht in Redu, ist das Dorf nicht rückständig, nur der Fortschritt geht halt etwas langsam voran, dafür werden menschliche Werte sehr hoch eingeschätzt.

Das Buch konnte man, trotz kleiner Längen zwischendurch, gut lesen. Es ist ein klein wenig heile Welt Buch oder Bullerbü mit vielen Buchhandlungen, deren Existenzen dem Autor sehr am Herzen zu liegen scheinen.
Mir war diese heile Weltodylle manchmal ein wenig zu viel und zu dick aufgetragen, doch für viele Menschen wird dieses Buch, gerade in diesen unruhigen und unsicheren Zeiten, wie eine kleine Wellnessoase für Geist und Seele sein.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

spannende Geschichte

Düsteres Tal
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Die Norwegerin Clara Lofthus lebt in Nairobi und betreut ein, von der Unicef ins Leben berufene Hilfsprojekt, den Bau einer Schule. Als es beim Besuch des norwegischen Entwicklungsminister zu einem Bombenanschlag ...


Die Norwegerin Clara Lofthus lebt in Nairobi und betreut ein, von der Unicef ins Leben berufene Hilfsprojekt, den Bau einer Schule. Als es beim Besuch des norwegischen Entwicklungsminister zu einem Bombenanschlag kommt, stirbt dieser. Clara rettet aber fast alle Kinder und kehrt als Heldin nach Norwegen zurück.
Hier wird ihr wieder das Justizministerium angeboten, diesen Posten hatte sie, bevor sie ging schon einmal inne. Doch ihre Karriere läüft nicht störungsfrei. Als man eine Leiche findet, gerät sie ins Fadenkreuz eines Journalisten und Pocaster, der in ihrer Vergangenheit gräbt, die nicht ganz uninteressant ist. Wird er was entdecken, was gegen Clara spricht ?

Dies ist der dritte Band einer Reihe, von der ich leider nur diesen Band gelesen habe. Mir gefiel dieses Buch sehr gut, aber mir fehlten schon einige Informationen, vor allem zu der Beziehung, die Clara mit Axel führt, über die ich gern mehr erfahren hätte. Ansonsten war dieses Buch sehr spannend aufgebaut und auch die Charaktere haben mir gut gefallen, allen voran Clara.
Ich werde sicherlich bei Gelegenheit auch die anderen beiden Bände lesen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

ein dunkles Kapitel unserer Geschichte

Der Sommer am Ende der Welt
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Eva Völlers Bücher sind für mich immer etwas Besonderes. Ihr Nachkriegskrimis haben mir gut gefallen und auch dieses Buch zeigt Krimielemente, die Autorin bleibt sich also treu.

Hanna, von Beruf Journalistin ...

Eva Völlers Bücher sind für mich immer etwas Besonderes. Ihr Nachkriegskrimis haben mir gut gefallen und auch dieses Buch zeigt Krimielemente, die Autorin bleibt sich also treu.

Hanna, von Beruf Journalistin , fährt mit ihrer Tochter auf die Nordseeinsel Borkum, um Recherche zu betreiben für einen Artikel über „Verschickungskinder“ in den Sechziger Jahren, die g
Hier auf Borkum in erschienenen Heimen unterkamen. Auch ihre Mutter war unter diesen Kinder, die in jungen Jahren, ihre Mutter war vier, allein auf die Insel geschickt wurde, um ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Diese Kuren wurden den Kindern als großer Spaß verkauft, sicher würden sie viel spielen und viele neue Freunde finden. Die Realität sah allerdings anders aus. Psychische und physische Misshandlungen waren an der Tagesordnung, die bei vielen Kindern traumatische Verletzungen auslösten, die ihr ganzes Leben beeinflussten.

Hanna, die in dem Haus unterkommt, was früher als Kurklinik betrieben wurde und heute ein 5Sterne Hotel ist, tritt allerdings einigen Leuten mit ihrem anvisierten Artikel auf die Füße, allen voran den Hotelbesitzern, die schlechte Presse wittern.
Eines Tages wird ihr ein Tagebuch zugespielt, was Ungeheuerliches aufdeckt.
Bei der Aufdeckung dieser Verbrechen aus der Vergangenheit hilft ihr Ole, der ansässige Kurarzt, der selbst einiges über seine Familie erfährt, was er lieber nicht wissen wollte.
Durch die gemeinsame Recherche kommen sich Hanna und Ole näher.

Wie bei Eva Völler gewohnt, ist dieses Buch wieder spannend zu lesen.Die einzelnen Protagonisten waren gut beschrieben, allerdings hätte ich auf die Liebesgeschichte verzichten können, es waren dadurch ein paar Handlungsstränge zu viel.
Die Schilderungen der “Verschickungskinder“ haben mich sehr berührt und sicher kennen die Älteren unter uns alle jemanden, der so eine Kur mitgemacht hat.

Wieder ein tolles Buch dieser Autorin.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

das Leben einer Mutter

Meine Mutter
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" Meine Mutter" von Bettina Fliedner ist ein Buch das auf Schilderungen von Angehörigen und Tagebucheinträgen und Briefen basiert.

Es geht nicht nur um die Mutter, sondern in der ersten Hälfte auch um ...

" Meine Mutter" von Bettina Fliedner ist ein Buch das auf Schilderungen von Angehörigen und Tagebucheinträgen und Briefen basiert.

Es geht nicht nur um die Mutter, sondern in der ersten Hälfte auch um Großmuter und Urgrossmutter, da von der Kindheit, dem zweiten Weltkireg und der lucht nach Deutschland berichtet wird. Insofern fließen auch historische Fakten in das Buch ein.

Das letzte Drittel des Buches ist dann nur der Mutter gewidmet, ihrem Leben als Mutter und Ehefrau, das durch starke Belasungen geprägt war. Die Mutter wird betrogen, womit sie nie klar kam, ihre psychischen Probleme, die auch damit zusammenhingen und dann auch zu bestimmten Entschlüssen führten.

Das Buch wird sehr ruhig und fast schon sachlich erzählt, was es mir manchmal schwer machte, eine Beziehung zu der Mutter aufzubauen. Vielleicht brauchte die Autorin diese Erzählart, um einen gewissen Abstand zu wahren..

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